Petition für den Verbleib von Sachsens Landesbischof Dr. Rentzing im Amt

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Appell an das Landeskirchenamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens

Es war ein Paukenschlag: Am 11. Oktober 2019 kündigte Dr. Carsten Rentzing, Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens, seinen Rücktritt an.

Dr. Rentzing (siehe Foto) war im Mai 2015 von der Synode der Landeskirche zum Landesbischof gewählt worden.

Er gilt als der letzte verbliebene konservative Bischof in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und lehnt u.a.  die Segnung homosexueller Paare ab.

Infolge seiner klaren und standhaften Haltung war Landesbischof Rentzing von seinem Amtsantritt an heftigen Anfeindungen und Angriffen ausgesetzt.

Insbesondere trat Dr. Rentzing für einen vernünftigen Umgang und eine sachliche Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus ein. So hatte er bereits nach seiner Wahl im Jahr 2015 gesagt: „Wir können es uns nicht leisten, die Gesellschaft an dieser Stelle auseinanderbrechen zu lassen.“

Es ist eindeutig, dass sich Landesbischof Dr. Rentzing aktuell nichts, das einen Rücktritt rechtfertigen würde, hat zuschulden kommen lassen!

Deshalb ist es nötig, ihn gegen den ausgeübten Druck und die gegen ihn gestartete Schmutzkampagne in Schutz zu nehmen, und für seinen Verbleib im Amt einzutreten, damit die Intriganten nicht die Oberhand behalten.

Da der gesamte Vorgang auch eine politische Dimension hat, sind nicht nur die direkt betroffenen evangelischen Christen, sondern alle aufrechten Demokraten gefordert, mit der beistehenden Petition an die zuständigen Gremien der sächsischen Landeskirche ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Landesbischof Dr. Rentzing zu senden!

HIER geht es zur Petition, die ich –  Felizitas Küble – ebenfalls unterzeichnet habe: https://www.citizengo.org/de/pt/174331-fuer-den-verbleib-von-sachsens-landesbischof-dr-carsten-rentzing-im-amt


Evangelikaler ABC in Bayern bedauert Rücktrittsankündigung von Bischof Rentzing

Pressemitteilung des Arbeitskreises Bekennender Christen in Bayern e.V. (ABC):

Mit großem Bedauern hat der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) die Rücktrittsankündigung des sächsischen Landesbischofs Dr. Carsten Rentzing aufgenommen.

Evangelische Kirche in Augsburg

Mit Rentzing verliere die EKD einen der wenigen Repräsentanten des theologisch konservativen Spektrums, so ABC-Sprecher Hans-Joachim Vieweger.

Diejenigen, die von Anfang an nicht verkraftet hätten, dass ein konservativer Lutheraner Bischof geworden sei, hätten seit 2015 nichts unversucht gelassen, um Rentzing mürbe zu mache.

Vor der Sitzung des ABC-Rats im mittel­fränkischen Puschendorf sagte Vieweger, er sei erschüttert, wie Menschen aus der Kirche, zum Teil Pfarrer, mit Rentzing umgegangen seien und wie hier eine regel­rechte Kampagne organisiert worden sei.

„Auch wenn Rentzing vor 30 Jahren Sätze geschrieben hat, die er heute für falsch hält – es ist einfach unevangelisch, einen Menschen auf Fehler der Vergangenheit festzunageln. Ich bin so froh, dass Jesus das nicht tut, dass er uns noch nicht einmal auf die Fehler von heute festnagelt, sondern all unsere Schuld ans Kreuz getragen hat, wo Er sich für unsere Schuld hat festnageln lassen.“

Er rief dazu auf, für Carsten Rentzing und seine Familie zu beten.

Im ABC haben sich Verantwortliche aus rund 20 kirchlichen Gemeinschaften, Verbänden und Werken zusammengeschlossen, die bekenntnis­lutherische, bruderschaftlich-kommunitäre, charismatische, hochkirchliche und pietistische Prägungen innerhalb der evangelischen Landeskirche vertreten. Vorsitzender ist Dekan Till Roth aus dem unterfränkischen Lohr am Main.


Sachsen: Widerstand gegen neuen evang.-konservativen Landesbischof Rentzing

Innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens formiert sich Widerstand gegen die Haltung des künftigen Landesbischofs Dr. Carsten Rentzin zu gelebter Homosexualität. polskaweb

Der Pfarrer der Leipziger Bethlehem-Gemeinde, Christoph Maier, hat auf der Online-Petitionsplattform openPetition.de ein Begehren gestartet mit dem Titel „Ja zur Amtseinführung, aber…“.  – Darin heißt es: „Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeindeglieder und kirchlich Interessierte sagen Ja zum neuen sächsischen Landesbischof Dr. Carsten Rentzing.“

Aber in vielen Punkten stehe man für eine andere Kirche als die, welche der 47-jährige promovierte Theologe und vierfache Familienvater bisher repräsentiere: „Wir stehen für eine Kirche, die den barmherzigen Gott in der Mitte der Heiligen Schrift erkennt und diese nicht als ‚Richterin’ und ‚Norm’ zu einem Regelwerk erstarren lässt.“ 

Hintergrund sind Äußerungen Rentzings, wonach gelebte Homosexualität nicht dem Willen Gottes entspricht. In einem Interview mit der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA hatte er seine Ablehnung des Zusammenlebens homosexueller Partner im Pfarrhaus bekräftigt.

Zugleich hatte er jedoch betont, zu der geltenden sächsischen Regelung zu stehen. Die sächsische Kirchenleitung hatte 2012 beschlossen, das Pfarrhaus in seelsorgerlich begründeten Einzelfällen und bei Zustimmung von Superintendent und Kirchenvorstand für Schwule oder Lesben zu öffnen.

Rentzing war Ende Mai 2015 zum Nachfolger von Landesbischof Jochen Bohl gewählt worden. 

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/streit-um-homosexualitaet-in-sachsen-petition-widerspricht-bischof-91884.html