Am Nasenring der Kirchenveränderer

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern – also der Zusammenschluss der Diözesanräte – behandelte am 13./14. November die „Erfahrungen von Frauen in der Kirche“.

Das Impulsreferat hielt die Ordensschwester Sara Thiel. Ihre Ordensgemeinschaft gehört zu den „Niederbronner Erlöserschwestern“. Ihr Thema beim Landeskomitee der Katholiken war „Verletzungsgeschichten von Frauen in der Kirche“.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Am Ende steht ein eindeutiges Votum: Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern „fordert die volle Gleichberechtigung von Frauen“.

Man kann die Position der Kirche zur Frage der geweihten Ämter für Frauen von verschiedenen Seiten aufzurollen versuchen, auch von der emotionalen Seite.

Der CDU-Politiker Kurt Biedenkopf sprach 1973 mit Blick auf die 68er Kulturrevolution von einer „Revolution neuer Art: Es ist die Revolution der Gesellschaft durch Sprache… Sie besetzt Begriffe und damit die Information der freien Gesellschaft“. – Was den 68ern weithin gelungen ist, wird heute innerkirchlich versucht.

Die Ordensschwester Sara Thiel predigt, wie sie selber sagt,

„regelmäßig auch an Hochfesten, im Gottesdienst, ‚aber immer unter dem Damoklesschwert, dass es offiziell nicht erlaubt ist‘“.

Diese Nonne kennt also die römische „Instruktion zu einigen Fragen über die Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester“ vom 15. August 1997. Dort heißt es:

„Daher muss die Homilie während der Eucharistiefeier dem geistlichen Amtsträger, Priester oder Diakon, vorbehalten sein. Ausgeschlossen sind Laien, auch wenn sie in irgendwelchen Gemeinschaften oder Vereinigungen Aufgaben als Pastoralassistenten oder Katecheten erfüllen… Deshalb ist nicht einmal der Diözesanbischof bevollmächtigt, von der Norm des Canons zu dispensieren.“ (Artikel 3, S. 21)

„Bei der Frauenfrage gehe es“ – nach Sr. Thiel – „nicht um Pragmatismus, sondern um eine theologische Grundsatzentscheidung, nämlich die, dass Frauen wie Männer Gottes Ebenbild seien.“

Was Johannes Paul II. am 22. Mai 1994 erneut in Erinnerung gerufen hat, nämlich: „Damit also jeder Zweifel bzgl. der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich Kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken, dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben,“ interessiert offensichtlich diese Ordensfrau nicht.

Sr. Thiel hat die üblichen drei Ordensgelübde versprochen, dazu gehört auch der Gehorsam. Wie glaubwürdig ist sie? Sara Thiel vertritt die Niederbronner Schwestern in der Initiative „Ordensfrauen für Menschenwürde.“ Diese setzt sich für die Zulassung von Frauen zu allen kirchlichen Ämtern und Funktionen ein (Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt, Nr. 47, 22.11.2020, S. 11).

Die von Sara Thiel genannten Verletzungen lassen sich übrigens auch für Männer finden und belegen. Tatsächlich geht es bei der Frauenfrage nicht um Verletzungen, sondern um eine Machtfrage. Wird die Strategie geschickt wie bei diesem Treffen des Landeskomitees eingefädelt, z.B. mit dem Vorwurf der Verletzung oder Ungleichbehandlung von Frauen, lassen sich Gremien und Einzelpersonen am Nasenring vorführen.

Können von solchen Gremien wirksame Initiativen zur Neuevangelisierung erwartet werden?


Oberster kath. Laienvertreter Bayerns will Tebartz-v. Elst bei Günter Jauch verteidigen

Dr. Albert Schmid spricht am Sonntag in der ARD

Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Dr. Albert Schmid (siehe Foto), wird am kommenden Sonntag, den 20. Oktober, ab 21,45 Uhr bei Günther Jauch in der ARD über Bischof Tebartz-van Elst sprechen. Schmid_Wuerzburg_2013_2

Wie das Regensburger „Wochenblatt“ berichtete, hat Bischof Tebartz-van Elst den Laienvertreter Schmid um Rat gefragt. (…) Vieles von dem, was Schmid als Verteidigung des Bischofs in den Raum gestellt hatte, bestätigt sich nun:

Beispielsweise, dass die Protokolle der Sitzungen des Vermögensverwaltungsrates bestätigen, dass die Steigerungen der Baukosten für den Limburger Bischofssitz bekannt waren. (…)

Schmid sagte, Tebartz-van Elst leide sehr unter der Situation: „Die Unterredung von Erzbischof Zollitsch mit dem Papst war ja sehr kurz“, so Schmid.

Er rechne damit, dass der Papst die Sache nicht selbst entscheiden, sondern den Weg der Instanzen einhalten wolle. „Zuständig ist die Bischofs- und die Glaubenskongregation“, erläuterte der Laienvertreter und frühere Fraktionsvorsitzende der SPD im bayerischen Landtag.

Quelle und vollständiger Bericht von Christian Eck hier: http://mobil.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/art1172,205909

Sachlich-differenzierter Beitrag zum Limburger Diözesanzentrum im Kunstmagazin ART: http://www.art-magazin.de/architektur/66468/bischofsresidenz_limburg

 Foto: http://www.landeskomitee.de/index.php/landeskomitee/geschaeftsleitung.html


Causa Limburg: Skandalöser Umgang von „Amtsbrüdern“ mit Bischof Tebartz-van Elst

Wurde ihm sogar der Selbstmord nahegelegt?

Unter dem Titel „Bischof Tebartz-van Elst suchte im Landkreis Regensburg Unterschlupf“ veröffentlichte das „Wochenblatt“ am heutigen Mittwoch, den 16. Oktober, online einen Bericht von Christian Eckl über den Limburger Oberhirten, der vorige Woche bei Dr. Albert Schmid  – dem Vorsitzenden des Zentralkomitees der bayerischen Katholiken  –  zu Gast gewesen sei.  Schmid_Wuerzburg_2013_2

Die Zeitung schreibt einleitend über den hohen Besucher aus Limburg: „Dabei soll er sogar geschildert haben, wie ihm ein Bischofs-Kollege den Rücktritt oder Selbstmord nahelegte.“

Albert Schmid (siehe Foto) war Fraktionsvorsitzender der bayerischen SPD und Präsident des Bundesamtes für Migration. Der Bischof habe versucht, Kraft zu schöpfen, berichtete der oberste bayerische Laienvertreter der Katholiken dem „Wochenblatt“. 

Vor zwei Tagen haben wir im CHRISTLICHEN FORUM berichtet, daß Dr. Schmid die Anti-Tebartz-Medienkampagne deutlich kritisierte (siehe hier).

Die Zeitung schreibt weiter:

„Das, was Tebartz-van Elst Schmid nach seiner Aussage vergangene Woche schilderte, wirft ein fahles Licht auf das kollegiale Miteinander katholischer Bischöfe in Deutschland: „Man hat ihm nahe gelegt, entweder er tritt zurück, oder …“, so Schmid. Auf die Frage hin, ob man damit Selbstmord als Option angedeutet habe, sagt Schmid: „Ja, das war gemeint.“e5359dc532c2210a4bd1e232bbe4825c

Schmid erinnerte an die kürzliche Äußerung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof em. Robert Zollitsch, der seine Reaktion erläutert hatte, wenn er in der Situation des Limburger Amtskollegen wäre: „Ich kann mir nicht vorstellen, daß ich damit weiterleben könnte.“

Zollitsch habe damit eine, „fragwürdige, ja eine unsägliche Äußerung“ getätigt.

Genau diese Bemerkung haben wir vorige Woche in einem Artikel ebenfalls scharf kritisiert.

Die Regionalzeitung berichtet außerdem:

„Der Grund für die Kostenexplosion sei „begründet damit, dass man im Untergrund einen Fels gefunden hat, der die Baumaßnahmen eklatant ansteigen ließ“: Auch den Vermögensverwaltungsrat, den Tebartz-van Elst selbst eingesetzt hatte, kritisiert Schmid scharf: „Der hat bis zum 28. August dieses Jahres alles mitgetragen. Es gibt Protokolle, die das belegen – zunächst sind die Kosten auf 17, dann auf 29,5 Millionen Euro gestiegen. All dies hat man abgenickt und will plötzlich nichts mehr davon wissen.“

Gegenüber dem „Bayerischen Rundfunk“ (BR) erklärte Dr. Schmid am heutigen Mittwoch: „Es ist für Tebartz-van Elst eine furchbar belastende Situation.“

Er fügte hinzu, daß er es sich von niemandem verbiete lasse, Menschen in Bedrängnis ein Gespräch anzubieten. 

Zudem sagte Schmid dem BR, er stehe weiterhin zu seiner Position, daß die Vorwürfe gegen den Bischof sachlich aufgeklärt werden sollen. Dies dürfe aber nicht in „einem Stil von Verbalinjurien“ geschehen, wie es derzeit „aus der Mitte der Kirche von Limburg“ geschehe.

HIER gehts zum Bericht des „Wochenblatts“: http://www.wochenblatt.de/nachrichten/regensburg/regionales/Bischof-Tebartz-van-Elst-suchte-im-Landkreis-Regensburg-Unterschlupf;art1172,205470

DIESER ARTIKEL wurde auch hier veröffentlicht: http://www.kathnews.de/causa-limburg-skandaloeser-umgang-von-amtsbruedern-mit-bischof-tebartz-van-elst

Außerdem hier: http://journalistenwatch.com/cms/2013/10/17/soll-der-limburger-bischof-in-den-selbstmord-getrieben-werden/

1. Foto: http://www.landeskomitee.de/index.php/landeskomitee/geschaeftsleitung.html
2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Causa Limburg: Landeskomitee der Katholiken in Bayern (LdK) kritisiert „Medienkampagne“

Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern (LdK) unterstützt den Bischof von Limburg, Tebartz-van Elst. Die Diskussion verlaufe völlig unangemessen, sagte der LdK-Vorsitzende Dr. Albert Schmid (siehe Foto) dem Bayerischen Rundfunk: „Hier wird ein moralischer Vorwurf erhoben, den kann ich nicht nachvollziehen.“ Schmid_Wuerzburg_2013_2

Dr. Schmid  –  er amtierte früher als SPD-Fraktionsvorsitzender von Bayern  –  erklärte, er halte den Limburger Bischof nach wie vor für tragbar. Außerdem teilte der LdK-Chef die Meinung des Präfekten der Glaubenskongregation im Vatikan, Erzbischof Gerhard L. Müller, wonach es sich bei der Diskussion über Bischof Tebartz-van Elst um eine unfaire „Medienkampagne“ handle.

Quelle: http://www.kreisbote.de/news/bayern/bayerns-katholiken-komitee-verteidigt-limburger-bischof-lby-3164302.html

Foto: http://www.landeskomitee.de/index.php/landeskomitee/geschaeftsleitung.html