Tagung mit Rainer Wendt und Alexander Kissler am 22. Mai 2019 in Berlin

.
Das überparteiliche Forum Mittelstand lädt ein zur Veranstaltung „Klartext statt Phrasen: Zeit für Taten!“ am Mittwoch, den 22. Mai um 20 Uhr im Brauhaus Paulaner (Alt-Moabit 98 in 10559 Berlin: Nähe S-Bhf Schloss Bellvue / U-Bhf Turmstraße). Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
.
Redner ist der Präsident der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, und der Leiter des CICERO-Kulturressorts Dr. Alexander Kissler.

Zu den Grundübeln der gegenwärtigen Politik gehört ein Hang zur Phrasologie, als deren Königin von vielen Angela Merkel verstanden wird.

Mit Rainer Wendt, selbst CDU-Mitglied, wird einer der profiliertesten Kritiker der Kanzlerin im bürgerlichen Lager die Laudatio auf das neue Buch Alexander Kisslers „Widerworte, warum mit Phrasen Schluss sein muss“ halten.
Zuvor wird Alexander Kissler die Neuerscheinung Rainer Wendts „Deutschland wird abgehängt, Ein Lagebericht“ würdigen.

Während Rainer Wendt in seinem Buch schonungslos analysiert, wohin eine defizitäre Politik in der Zuwanderung und Inneren Sicherheit führt, konfrontiert Alexander Kissler den Leser mit bekannten Phrasen („Wir schaffen das“, „Das ist alternativlos“ etc.), die den Bürgern den Blick auf die Realität vernebeln sollen. 
.
Ablauf:
.
Vertreter der Presse und interessierte Bürger sind bei diesem öffentlichen Themenabend herzlich willkommen!
.
Das Forum Mittelstand versteht sich als überparteilich, pro-atlantisch und bürgerlich-ordnungspolitisch verortet. Es bekennt sich explizit zur westlichen Wertegemeinschaft und den Ideen der Freiburger Schule. In regelmäßigen Abständen finden Veranstaltungen zur kritischen Begleitung der Tagespolitik statt: www.forummittelstand.net

Stephanus-Sonderpreis für verfolgte Christen an Jesuitenpater Samir verliehen

Priesterlichen und wissenschaftlichen Lebensweg gewürdigt

Die Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen hat am Samstag in der Residenz im bayerischen Eichstätt dem ägyptischen Jesuitenpater Professor Pater Samir Khalil Samir ihren Sonderpreis für sein Lebenswerk verliehen.

Samir sei einer der „großen Multiplikatoren des Christlichen Ostens“, sagte Archimandrit Andreas-Abraham Thiermeyer, ehem. Gründungsrektor des Collegium Orientale und vor seinem Ruhestand Beauftragter für Flüchtlingsseelsorge der Diözese Eichstätt in seiner Laudatio.

BILD: Pater S. Khalil Samir und die Stiftungsvorsitzende Michaela Koller

Er zeichne sich durch Furchtlosigkeit und Klarheit aus, vor allem wenn er eine entschlossene Stellungnahme der Imame zur Bestialität der IS-Terrororganisation fordere. Samir bezeichne es zudem als Drama, dass die Mehrheit schweige, während mutige, große islamische Denker ihre Kritik vorgebracht haben.

Der Geistliche und Wissenschaftler habe so nicht nur Wesentliches zur Bündelung des Detailwissens der Fachwelt durch regelmäßige Kongresse sowie Enzyklopädien und Publikationsreihen beigetragen. „Unser Preisträger ist jemand, der nicht nur in der Wissenschaft, in elitären Zirkeln, sondern auch weltkirchlich geachtet und gehört wird“, unterstrich Thiermeyer.

Pater Samirs Botschaft an den Westen, die er in zahlreichen Medienkommentaren und Interviews verbreitet habe, sei eindeutig:

„Achtet auf die Menschenrechte, auf die Religionsfreiheit, sie ist ein unaufgebbares Grundrecht. Sie ist der „Lackmustest“ für alle anderen Freiheiten. Ein globaler Friede ohne Frieden zwischen den Religionen ist nicht möglich. Vergesst die Christen und ihre Verdienste im Nahen und Mittleren Osten nicht. Tretet vernehmlich für sie ein.“

Thiermeyer zeichnete in seiner Rede den priesterlichen und wissenschaftlichen Lebensweg Samirs im ständigen Wechsel zwischen Europa und Nahost nach, der von dramatischen Ereignissen wie einem Bürgerkrieg und einer Feuersbrunst und glücklichen Fügungen gekennzeichnet ist.

BILD von links nach rechts: Archimandrit Andreas Thiermeeyer, Oliver Maksan, M. Koller, Pater Samir, Stiftungsgründer Wolfgang Link

Zu den Glücksmomenten zählten Begegnungen mit Menschen, die ihn in seinem Einsatz für das arabisch-christliche Erbe bestärkten. Darunter war auch der frühere Jesuiten-General Pater Pedro Arrupe, der ihn – nach einem Gebet um die richtige Entscheidung – 1973 ermuntert habe, die Arbeit für das arabisch-christliche Erbe aufzunehmen.

Um Deutsch zu lernen, reiste Samir in den siebziger Jahren nach Regensburg und besuchte eine Veranstaltung an der dortigen Universität. Der Professor, der diese leitete, hieß Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI.. „Die erste Begegnung also mit dem, der ihn dann einige Jahrzehnte später als Papst Benedikt XVI. bat, vor seinem Schülerkreis über den Islam zu referieren, und ihn 2009 zum Mitarbeiter für die Nahost-Sondersynode 2010 berief“, berichtete Thiermeyer.

Den Menschen Samir Khalil Samir skizzierte die Stiftungsvorsitzende Michaela Koller (siehe Foto), der sich durch einen „Geist mit großer Klarheit“ auszeichne. Er sei ein Pater mit „herzlicher Verbindlichkeit“, humorvoll, offen und voll des Respekts vor seinen Gesprächspartnern. Koller kennt Samir bereits seit 2010 durch regelmäßige Zusammenarbeit, u. a. an einem gemeinsamen Buch.

Der Vorstand der Stephanus-Stiftung habe sich dazu entschlossen, mit der Auszeichnung das Lebenswerk dieses Preisträgers zu würdigen, das im Dienste des geistigen Erbes der arabischen Christen stehe. „Pater Samir hat dabei aber nicht allein durch seine Forschung, sondern auch durch sein Auftreten in den Medien und gegenüber Persönlichkeiten aus Politik, Kirche und Gesellschaft den Weg zu einem neuen Selbstbewusstsein der Bedrängten und Verfolgten geebnet“, unterstrich Koller.

In einem Gespräch mit dem Moderator Oliver Maksan, Chefredakteur der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“, rief Samir zu mehr Mut im Dialog auf. Die Unterschiede müssten ebenso wie die Gemeinsamkeiten benannt werden.
.
„Die Konzepte des Christentums und des Islam sind grundsätzlich verschieden“, erklärte er. Trotz aller Gewalt solle niemals vergessen werden, auf Frieden hinzuwirken. Samir warnte zugleich vor säkularen Konzepten in Europa, die die prägende Rolle des Christentums verleugneten.
.
Den feierlichen Rahmen des Festakts im barocke Spiegelsaal unterstützten Ann Kristina Pscherer an der Querflöte, Christine Fath-Pscherer, Leiterin der Musikschule Eichstätt und Rudolf Pscherer, ehrenamtlicher Musikpräfekt am Bischöflichen Seminar Eichstätt, vierhändig am Klavier.
.
Der Preis ist nicht dotiert. Professor Samir lebt wieder in Ägypten und erhält von der Stephanus-Stiftung eine Unterstützung für Projekte vor Ort.
.
Den feierlichen Rahmen des Festakts im barocke Spiegelsaal unterstützten Ann Kristina Pscherer an der Querflöte, Christine Fath-Pscherer, Leiterin der Musikschule Eichstätt und Rudolf Pscherer, ehrenamtlicher Musikpräfekt am Bischöflichen Seminar Eichstätt, vierhändig am Klavier
.
Pater Samir Khalil Samir: Mit nicht einmal 18 Jahren trat Samir 1955 ins Noviziat des Jesuitenordens ein und wurde hauptsächlich in Frankreich, jedoch auch in den Niederlanden, ausgebildet. Im Juli 1968, nun vor 50 Jahren, empfing er die Priesterweihe im koptischen Ritus. In seiner islamwissenschaftlichen Doktorarbeit beschäftigte er sich mit Al-Ghazzāli (1058-1111), der die aristotelische Logik in die islamische Jurisprudenz und Theologie einführte und in einer zweiten Dissertation mit dem arabisch christlichen Denker Abū Zakariyyā Yaḥyā Ibn ‘Adī al-Takrītī (893-974), auf den sich Averroes, gestorben 1198, von Thomas von Aquin als „der Kommentator“ des Aristoteles bezeichnet, wiederum berief. An der Universität Saint-Joseph in Beirut begründete Samir das Forschungs- und Dokumentationszentrum CEDRAC zur Erforschung des christlich arabischen Literaturerbes. In Beirut unterrichte er auch Imame über das Christentum. Im Jahr 2015 leitete er das Päpstliche Orientalische Institut (PIO) in Rom. Die Wissenschaft und Öffentlichkeit verdankt Samir mehr als 60 Werke und mehr als 1.500 Artikel.
.
Die Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen ist nach dem Diakon der christlichen Urgemeinde benannt, der als erster Märtyrer wegen seines Bekenntnisses zu Jesus Christus gesteinigt wurde. Die Stephanus-Stiftung hilft laut ihren Statuten verfolgten Christen in Not, etwa durch einen Zuschuss zum Lebensunterhalt oder zu Anwaltskosten, und deckt Missachtung der Religionsfreiheit und ihre Hintergründe auf. Zu den bisherigen Preisträgern zählen die syrisch-orthodoxe Ordensfrau Schwester Hatune Dogan, die auch „moderne Mutter Teresa“ genannt wird, der Patriarch von Babylon, Louis Raphael I. Sako, Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche, Pfarrer Gottfried Martens, von der zur SELK (Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche) gehörenden Dreieinigkeitsgemeinde in Berlin-Steglitz und der am 7. April 2014 im syrischen Homs ermordete Jesuitenpater Frans van der Lugt. Im vorigen Jahr erhielt die pakistanische Menschenrechtsanwältin Aneeqa Anthony den Preis, die in der Vergangenheit prominente Fälle vor Gericht verteidigte, in denen Christen fälschlich der Blasphemie angeklagt waren.
.
In diesem Jahr nahm den Hauptpreis Kardinal Joseph Zen Ze-kiun, ehemals Bischof von Hongkong, in Empfang, für seinen Mut und seine Beharrlichkeit im jahrzehntelangen Einsatz für die Freiheitsrechte in China. Über das Ereignis wurde weltweit berichtet. Gründer der „Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen“ in Frankfurt ist Wolfgang Link aus Gengenbach im Schwarzwald, Oberstudienrat im Ruhestand. Die Vorstandsvorsitzende Michaela Koller ist Referentin der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt.
Stephanuspreis: Der Stephanuspreis wird seit 2006 verliehen. Mit dem Sonderpreis der Stephanus-Stiftung wurde hingegen erstmalig im Jahr 2008 eine Leistung geehrt. Damals ging der Preis an den katholischen Prälaten Helmut Moll für seine Redaktionsarbeit am Deutschen Martyrologium des 20. Jahrhunderts.
Die Redaktion Idea empfing den Preis 2011 für ihre nachhaltige und vorurteilsfreie Berichterstattung über Bedrängnis und Verfolgung von Christen.
.
Im Jahr 2012 erfolgte die Verleihung an Schwester Hatune Dogan aufgrund ihres Kampfes für Religionsfreiheit. Erst wieder im Jahr 2017 kam es zu einer Sonderpreisverleihung: Thomas Schirrmacher, Präsident des Internationalen Rates der IGFM und stellvertretender Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, nahm ihn für sich und sein Team der Redaktion des Jahrbuchs Religionsfreiheit in Empfang.
.
Rückfragen unter: stephanuspreisverleihung@gmail.com

 


CDL Berlin: Tagung am 28. Juni zum Thema „Kinderseelen schützen“ mit päpstl. Nuntiatur

.
Unter dem Motto „Kinderseelen schützen: Eine globale Verantwortung“ lädt die CDL Berlin alle Interessenten zur nächsten Veranstaltung am Donnerstag, den 28. Juni um 19.30 Uhr in die Bibliothek des Dominikanerklosters, Oldenburger Straße 46 (Seiteneingang) in 10559 Berlin-Moabit ein.
.
Erstmalig in Berlin wird der freie Publizist und Dozent Holger Doetsch aus seinem neuen Roman „Das Lächeln der Khmer“ lesen. Die Laudatio hält sein Bruder Monsignore Jürgen Doetsch von der Apostolischen Nuntiatur des Papstes in Berlin.
.
Es erwartet uns folgender Ablauf:
  • Begrüßung: Stefan Friedrich, Landesvorsitzender CDL Berlin
  • Laudatio: Monsignore Jürgen Doetsch, Nuntiatur
  • Replik und Lesung: Holger Doetsch, Autor
  • Möglichkeit zu Fragen und zur Diskussion
  • Kleiner Empfang zum persönlichen Austausch

.

In dem Roman geht es um das Schicksal der Kinder Kambodschas, wobeu gerade in den Armensiedlungen viele Kinderseelen unvorstellbaren Gefahren ausgesetzt sind wie z.B. Prostitution, aber auch dem Organhandel, der meist tödlich für sie endet. Die gehandelten Organe werden schnell in die westliche Welt geflogen und dort meist reichen Privatpatienten, die die Organe „bestellten“, transplantiert.
.
Ein beliebter Umschlagsplatz ist in Europa hierfür Frankreich, während in Deutschland eine in diesem Punkt vorbildliche Gesetzgebung dem Organhandel noch einen rigiden Riegel vorschiebt.
.
Damit diese Verbrechen an unschuldigen Kindern ans Licht der Öffentlichkeit kommen, wollen wir mit diesem Abend für dieses wichtige Thema sensibilisieren.

Stefan Friedrich, Landesvorsitzender der CDL Berlin: www.cdl-berlin.de