Mein Geist ist voll Sehnsucht nach dem Ewigen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Jesaja 26,7-9.12.16-19:

Der Weg des Gerechten ist gerade, du ebnest dem Gerechten die Bahn.
HERR, auf das Kommen deines Gerichts vertrauen wir.
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Deinen Namen anzurufen und an dich zu denken ist unser Verlangen.
Meine Seele sehnt sich nach dir in der Nacht, auch mein Geist ist voll Sehnsucht nach dir.
Denn dein Gericht ist ein Licht für die Welt,
die Bewohner der Erde lernen deine Gerechtigkeit kennen.
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HERR, du wirst uns Frieden schenken; denn auch alles, was wir bisher erreichten,
hast du für uns getan.
In der Not suchten wir dich; wir schrien in unserer Qual, als du uns straftest.
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Wie eine schwangere Frau, die nahe daran ist, ihr Kind zu gebären,
die sich in ihren Wehen windet und schreit,
so waren wir, HERR, in deinen Augen.
Wir waren schwanger und lagen in Wehen; doch als wir gebaren, war es ein Wind.
Wir brachten dem Land keine Rettung, kein Erdenbewohner wurde geboren.
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Deine Toten werden leben, die Leichen stehen wieder auf;
wer in der Erde liegt, wird erwachen und jubeln.
Denn der Tau, den du sendest, ist ein Tau des Lichts; die Erde gibt die Toten heraus.

Allerheiligen und Allerseelen: CHRISTUS ist die Brücke zwischen Lebenden und Toten

An ALLERHEILIGEN (1. November) gedenkt die katholische Kirche der verstorbenen Gläubigen. Ursprünglich war dieser Tag ein österliches Fest, an dem die Kirche an die unbekannten Heiligen erinnerte.

Der neue Festtermin 1. November entstand in Irland im 8./9. Jahrhundert. Durch irisch-schottische Ordensleute gelangte das Allerheiligkeitsfest im 9. Jahrhundert auf den Kontinent. Als Initiator gilt der Theologe und Mönch Alkuin.  media-374158-2

Allerheiligen ist nicht allein das Fest der offiziell Heiliggesprochenen, denn an diesem Tag bekennt die Kirche, dass es eine große Schar von Heiligen aus allen Zeiten und Völkern gebe. Die katholische Christenheit glaubt, dass viele Verstorbene wie Heilige verehrt werden können. Von diesen Menschen wird angenommen, dass sie die höchste Vollendung ihres Lebens in Gemeinschaft mit Gott erreicht haben.

Die erste förmliche Heiligsprechung (Kanonisation) durch den Papst erfolgte für den hl. Ulrich von Augsburg (923 – 973) im Jahre 993.

ALLERSEELEN (2. November) ist der eigentliche Totengedenktag. Viele besuchen ihre verstorbenen Angehörigen und Freunde auf dem Friedhof. In den meisten Pfarreien werden die Gräber gesegnet.

Die Kirche feiert diese beide Festtage in der Überzeugung, dass durch Jesus Christus eine Verbindung zwischen Lebenden und Verstorbenen besteht. Der Allerseelentag etablierte sich seit dem Hochmittelalter, befördert durch das burgundische Benediktinerkloster Cluny.

An diesem Tag wird jener Verstorbenen gedacht, die sich noch in einem jenseitigen Läuterungszustand (dem sog. „Fegefeuer“) befinden und die volle Gemeinschaft mit Gott noch nicht erreicht haben, wenngleich ihnen das Heil gewiß ist. Für diese Menschen wird gebetet, um ihnen auf ihrem Weg in den Himmel zu helfen.

Allerheiligen ist in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland ein gesetzlicher Feiertag.

Quelle: http://www.bistum-fulda.de/bistum_fulda/presse_medien/liste_pressemeldungen/2016/2016_04/bpd_2016_10/bpf_20161025_01_Stichwort_Allerheiligen_und_Allerseelen.php


„Die Gerechtigkeit ist unsterblich“

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Weish. 1,13-15.2,23-24:

Denn Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden. P1020947

Zum Dasein hat er alles geschaffen, und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt. Kein Gift des Verderbens ist in ihnen, das Reich des Todes hat keine Macht auf der Erde; denn die Gerechtigkeit ist unsterblich.

Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht. Doch durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt, und ihn erfahren alle, die ihm angehören.

 


CHRISTUS ist HERR über Lebende und Tote!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Röm 14,7-12:

Brüder! Keiner von uns lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber: Leben wir, so leben wir im HERRN, sterben wir, so sterben wir im HERRN. Ob wir also leben oder sterben, wir gehören dem HERRN.

Denn Christus ist gestorben und lebendig geworden, um HERR zu sein über Tote und Lebende.

Wie kannst also du deinen Bruder richten? Und wie kannst du deinen Bruder verachten? Wir werden doch alle vor dem Richterstuhl Gottes stehen.

Denn es heißt in der Schrift: So wahr ich lebe, spricht der HERR, vor mir wird jedes Knie sich beugen, und jede Zunge wird Gott preisen. Also wird jeder von uns vor Gott Rechenschaft über sich selbst ablegen.