Mosambik: Islamische Terroranschläge auf christliche Kirchen, Missionen und Schulen

Wie die Tageszeitung „Carta de Mocambique“ berichtet, haben dschihadistische Terroristengruppen, die in der nördlichen Provinz Cabo Delgado aktiv sind, am Karfreitag fünf Menschen im Quirimbas-Archipel ermordet.

Die Islamisten sollen als Zivilisten am Donnerstag, dem 2. April, mit kleinen Boote vom Festland zum etwa sieben Kilometer entfernten Archipel gekommen sein.

Am Donnerstagabend nahmen sie Stellung auf der Insel Quirimba und starteten von dort aus am Freitagmorgen ihren mörderischen Anschlag. Von den fünf verstorbenen Menschen ertranken drei beim Fluchtversuch. Eines der Opfer wurde lebendig verbrannt, während das fünfte durch Schüsse ermordet wurde.

Ungefähr 60 Menschen wurden als Geiseln genommen, aber noch am selben Tag freigelassen. Wie bei islamischen Überfällen üblich, griffen Aufständische die örtliche Grundschule, ein Gesundheitszentrum und die offizielle Residenz des Ortsvorstehers von Quirimba an und verwüsteten Häuser der örtlichen Bevölkerung.

Weitere Einzelheiten wurden auch über die Angriffe der letzten Woche auf den Bezirk Muidumbe bekannt. Im Dorf Muambula hatten Terroristen fünf Menschen ermordet, die örtliche Sekundarschule und die katholische Mission von Nangololo verwüstet, in der sich eine der ältesten Kirchen von Cabo Delgado befindet.

Wie Bischof Luíz Fernando Lisboa von Pemba mitteilt, wurden die Häuser der Missionare zerstört und die Kirche beschädigt. Den Missionaren gelang es jedoch, zu fliehen und in Pemba Zuflucht zu suchen.

Quelle: Vatikanischer Fidesdienst


Pakistan: Mörder von ermordetem christlichem Ehepaar auf freiem Fuß

„Ich habe heute keine guten Nachrichten“, schreibt die Rechtsanwältin Aneeqa Maria Anthony an die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM):

„Heute, am 16. April 2016, wurde der Ziegeleibesitzer Yousaf Gujjar, der hauptverantwortlich dafür ist, dass das christliche Ehepaar Shahzad Masih und Shama Bibi wegen angeblicher Blasphemie in einen Ziegeleibrennofen gestoßen und bei lebendigem Leib verbrannt wurde, aus Mangel an Beweisen auf Kaution aus dem Gefängnis entlassen.“
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Yousaf Gujjar hatte dem christlichen Ehepaar Schutz vor einem Mob von mehr als 2000 aufgehetzten Muslimen angeboten, dann jedoch gnadenlos ausgeliefert. Die Islamisten rissen dem Paar die Kleider vom Leib, schleppten sie nackt um die Ziegelei und schlugen auf sie ein. Dann stießen sie das Paar hintereinander lebendig in den Brennofen, wo sie verbrannten. Shama war im vierten Monat schwanger. 

Die IGFM berichtete darüber im Dezember 2014. Die Menschenrechtsverteidigerin Aneeqa Anthony ist nun selbst in größter Gefahr; sie teilte der IGFM mit:

„Wir haben den Fall vom ersten Augenblick an verfolgt. Bis heute wurden 106 Personen aufgrund unserer Recherchen als Beschuldigte inhaftiert und wir werden weiterkämpfen bis zum Schluss. Bitte beachten Sie: Yousaf Gujjar ist dafür verantwortlich, dass meine Familie und ich seit drei Monaten nicht mehr nach Hause können, dass wir vertrieben wurden und bedroht werden, meine Kinder mit dem Tode bedroht werden – und nun ist er aus dem Gefängnis raus!

Diese Person trägt die Schuld, dass ein christliches Ehepaar lebendig verbrannt wurde, dass meine Familie und ich bedroht wurden, können Sie sich vorstellen, was er jetzt tun kann? Ich bin verzweifelt und ohne Hoffnung, voller Qual und Schmerzen über dieses höchste Maß an Ungerechtigkeit für die drei Kinder von Shama und Shahzad, die ihre Eltern in der Hand dieses Mannes und seiner Helfershelfer haben leiden sehen müssen.“ 4077304320

Der Zeitpunkt für die Freilassung von Yousaf Gujjar ist systematisch vorbereitet und inszeniert worden. Rechtsanwältin Anthony, die sich sofort nach dem Verbrechen um die Kinder gekümmert hatte und dann beharrlich und nachhaltig die Verfolgung der Täter und Mitläufer aufnahm, hat sich durch die Festnahme so vieler Beschuldigter nicht nur Freunde gemacht.

Im Dezember 2015 erließ ein Mullah eine Fatwa (islamisches Rechtsgutachten), weil sie angeblich „die religiösen Gefühle aller Muslime verletzt. Wir erlassen diese Fatwa gegen sie und alle ihre Komplizen. Sie alle sollen getötet werden, wo auch immer sie gesehen werden.“

Frau Anthony musste ihr Büro verlassen und untertauchen und kann die Verfahren nicht weiter verfolgen. Bislang hat es die IGFM geschafft, den Kontakt zu ihr aufrecht zu halten. Die Bemühungen, für Frau Anthony und ihre Familie ein sicheres Aufnahmeland zu finden, waren bisher nicht von Erfolg gekrönt. Das deutsche Auswärtige Amt sah bisher keine besondere Gefährdung.

Mehr Infos zur Menschenrechtslage in Pakistan: menschenrechte.de/pakistan