Wie finden Jugendliche aus dem hemmenden „Zauberkreis des Ego“ heraus?

Von Christa Meves

Gegen Ende der 60er Jahre hatte ich in meiner psychotherapeutischen Praxis eine bedrängende Feststellung gemacht: Immer häufiger wurden mir Jugendliche zugewiesen, die man in der Fachsprache damals als „wohlstandsverwahrlost“ bezeichnete.

Das Verhalten dieser Jugendlichen war durch ihre Lustlosigkeit, durch ihr merkwürdiges Unvermögen, sich aus der Tiefe der Seele heraus freuen zu können, gekennzeichnet. Stattdessen stumpfe Gleichgültigkeit, versteckt drängende Habgier, aschgraues Sich-elend-Fühlen.

Diese Haltung war umso bedenkenswerter, als selten einmal eine äußere Notsituation vorhanden war. Sie war allenfalls durch ein solches Verhalten sekundär entstanden. Die Unfähigkeit, sich zu freuen, war aber längst vorhanden gewesen, bevor die Not zu einer äußeren Lebensschwierigkeit wurde.

Interessanterweise ist das Unvermögen zur Freude bei dieser Störung grundsätzlich gekoppelt an eine merkwürdige Einengung der Wunschwelt. Schulterzuckend sind dann die Antworten, wenn man solchen Jugendlichen die „Wunschprobe“ als Test stellt. Mit hängendem Kopf wird gemurmelt: „Viel Knete“, „immer was zu trinken haben“, „Ecstasy frei Haus“ oder noch ein wenig aufmüpfig: „Meine Ruhe will ich haben.“ „Anständig was zu essen – Döner und so.“

Es wird deutlich: Die freudlose Gestimmtheit dieser Jugendlichen kreist um sich selbst. Im Zentrum steht die Suche nach forderungsloser Passivität, die das Glück aber auch nicht zu erbringen vermag. Das haben sie durch Im-Bett-Bleiben bereits ausprobiert. Wie eine Fliege im Netz sitzen solche seelisch Kranke im Netz einer unsichtbaren Spinne.

Aber bereits vor 50 Jahren konnte ich bei diesen Jugendlichen eine große Ähnlichkeit in ihren Vorgeschichten registrieren. Solche Pubertierenden haben in der Mehrzahl Eltern, die durch die gesamte Kindheit ihres Sprösslings hindurch keine Zeit für ihn hatten. Die Eltern waren meistens beide ganztags erwerbstätig oder anderweitig beschäftigt und vernachlässigten dadurch ihr Kind.

Damals bereits begann mich das zu alarmieren. Man konnte wohl voraussagen, dass dieser Trend – vom Zeitgeist unterstützt – immer höhere Zahlen solcher geschwächten Jugendlichen und im folgenden Jahrhundert einen Mangel an arbeitsfähigen jungen Menschen hervorbringen würde.
 
Diese Befürchtung hat sich heute für unsere Republik in der Tat in erschreckenden Zahlen bewahrheitet. Und zwar nicht nur in dieser Pathologie einer depressiven Lustlosigkeit allein, sondern unter den Vitalen auch mit einem erheblichen Potenzial an sprungbereiter, unterschwelliger Aggressivität; denn wie ein Rucksack mit Sprengstoff hat diese sich jetzt in ihrer Seele durch die vielen Misserfolge und durch die empörten elterlichen Reaktionen angehäuft.

Damals gab ich Befürchtungen über die Zunahme dieser Negativentwicklung in Büchern und Vorträgen Ausdruck, musste dabei aber feststellen, dass die Bevölkerung sich zwar außerordentlich aufnahmewillig zeigte, dass aber die Regierung insgesamt wirtschaftlichem Glanz mehr Vorrang gab als der seelischen Gesundheit ihrer Bevölkerung.

So wurden flächendeckend Kitas eingerichtet, obgleich es  besonders falsch ist, das Kind in seinen ersten drei Lebensjahren nicht in der direkten Nähe der Mütter zu belassen; denn in dieser Phase stanzt sich die maßgebliche Lebenskraft in die Seele des Kindes geradezu ein oder diese bleibt z. B. durch Kita-Schicksal ab dem ersten und zweiten Lebensjahr unzureichend entwickelt!

Heute müssen wir schon in den Großstädten mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen rechnen; denn nicht selten haben die Jugendlichen sich aus den Familien losgemacht oder sie sind von den Angehörigen vor die Tür gesetzt worden und haben sich einer Gang oder ähnlich aufrührerischen Gruppen angeschlossen.

Aber lassen sich denn nicht wenigstens die passiven Jugendlichen dieser Kategorie per Therapie zu einer konstruktiven Lebensfreude befreien? Und wie könnte das zugehen?

Therapeuten machen die Erfahrung, dass sich solche Fehlhaltungen erst zu ändern beginnen, wenn die Jugendlichen, die in dieser Weise entgleist sind, sich langfristig – in ständiger Begleitung gekonnter, liebevoller Fachhilfe – selbst auf den richtigen Weg begeben.

Alle noch so gut gemeinten opfervollen Zuwendungen nützen nichts, helfen den Kranken nicht aus ihrer unglücklich düster versteckten Anspruchshaltung heraus, wenn sie nicht in einem mühsamen Prozess des Einübens in sinnvolle Aktivitäten die Belebung neuer Hoffnung erfahren. Interessanterweise zeigt unsere Praxisarbeit, dass der Weg in die Lebensfreude bei solchen Kranken erst dann geschafft ist, wenn der Genesende empfindet, dass er zu etwas taugt, dass er etwas immerhin kann…

Wohlgemerkt: Es genügt keineswegs, dass einem solchen Jugendlichen eingeblasen wird, dass er auf alles Mögliche Rechte besitzt, dass es alle anderen ungerechterweise besser haben und es deshalb richtig wäre, es ihnen wegzunehmen… Dergleichen macht lediglich bürgerkriegstauglich.

Nein, es hilft allein, dass der junge Mensch bei sich selbst registriert, dass er zu etwas Konstruktivem zu gebrauchen ist. Sein Wertbewusstsein verwandelt sich erst dann in Lebensfreude, wenn er erfährt, dass sich in der Verwirklichung und Ausbildung seiner Gaben in der Ferne ein Ziel aufrichtet, auf das sich zugehen lässt. Erst dann lässt sich das Verharren in egozentrischem Versinken in Leere aufgeben und angesichts einer erfüllenden Aufgabe der hemmende Zauberkreis des Ego verlassen.
 
Am eindrucksvollsten erfuhr ich diese Gegebenheit in der Behandlung eines Jugendlichen, der als Einzelkind eines Ehepaares aufgewachsen war, das um den Erhalt seines Familienbetriebs über alle Maßen beschäftigt war. Alles Materielle stand dem Kind zur Verfügung, aber es verharrte in einer dumpfen Anspruchshaltung. Seine Arbeitsfähigkeit war gleich null, unentwegt Süßes essend und fernsehend saß er im Alter von 18 Jahren allein in einer Art „Leckerkuchenhaus“ und war trotz hoher Begabung so leistungsschwach, dass sein Schulabbruch im Gymnasium drohend bevorstand.

Durch das Nachholen einer echten Ich-Du-Beziehung in der psychotherapeutischen Behandlung begann er zunächst, mit nassem Ton zu spielen. Das machte ihm immerhin Spaß und so wuchsen daraus schließlich Figuren aller Art in gesteigerter Gekonntheit. Das Gespür für die Art seiner Begabung und schließlich der befreiende Ruck in die Erkenntnis, das Zeug zum Designer zu haben, brachten sogar bald weitere Erfolge künstlerischer Art ein – und das bedeutete für diesen Jungen die Befreiung zu einer Freude, die sein Lebensschiff endlich unter Dampf setzte.

In unserer allgemeinen Bildungs-, Schul- und Erziehungspolitik sind wir auf einem gefährlich falschen Weg; das lässt sich heute belegen. Hieb- und stichfest können wir das jetzt aussagen, denn wissenschaftlich ist es mittlerweile unter Einbeziehung der Hirn- und Hormonforschung bewiesen worden, dass ein solches trauriges Verhalten das Ergebnis unzureichender persönlicher Pflege und Ich-Du-Beziehung ist, besonders in den ersten Lebensjahren, aber weiterhin noch in der Schulzeit.

Allerdings: Befreiung aus solchen Brunnenschächten bedarf langer, langer Übungen und braucht den geduldigen Volleinsatz eines getreuen Therapeuten. Damals schrieb ich der FAZ ins Stammbuch: Aber wenn in dieser Weise einst eine traurig angewachsene Zahl junger Menschen so geschwächt sein wird: Woher dann all die Engel nehmen?!

Christa Meves ist Psychotherapeutin für Kinder/Jugendliche und Bestseller-Autorin; sie leitet den Verein „Verantwortung für die Familie“, bei dem sich online weitere Infos und Artikel finden: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm

Gemälde: Evita Gründler


Die Schöpfung – ein Wunderwerk des Ewigen

Neues PLAKAT aus dem KOMM-MIT-Jugendverlag in Münster: 

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Jack Viorel auf Erfolgswelle: Behinderte erfahren durch Surfen mehr Lebensfreude

Von Dr. med. Edith Breburdadr-breburda1

Es sei unerhört und eine Gefahr für behinderte Kinder, Wellen zu reiten. Dem Surflehrer Jack Viorel solle man dies verbieten etc. – Diese Einwände spornten Jack jedoch an. Seine Vision ist es, Kindern zu helfen, selbstbewusst und hoffnungsvoll ihre Zukunft zu gestalten. Er nannte seine Surfschule Waves of Hope (Wellen der Hoffnung).

Ein 49-jähriger, tiefgebräunter Mann mit graumeliertem Haar steht mit den Füssen im Meer von Wrightsville Beach in North Carolina. Lächelnd beobachtet er eine kleine Schar von Kindern, die auf ihren Brettern die Wellen reiten. Einige von ihnen liegen, andere stehen auf dem Surfbrett. Dass sie früher oder später ins Wasser fallen, macht ihnen nichts aus. Sie sind begeistert und genießen sichtlich die rauen Wellen des Atlantiks.

Dyan, Maddox und Evan sind heute mit dabei; alle drei Achtjährigen sind blind; sie werden in der Wellenreiter-Schule umsonst unterrichtet.

Jack spornt sie an, als sie am Strand stehen und seine Instruktionen bekommen. “Die Welle hat Dich wirklich umgeworfen. Plötzlich bist Du total verschwunden“, sagt er zu dem kleinen Dyan. Jack nennt ihn Dynamit, weil er sogleich wieder hinaus paddelt.

„Es geht darum, sofort aufzustehen und es wieder zu versuchen. Oft grenzen wir den Handlungsspielraum behinderter Menschen ein. Und genau diese Einstellung, dass ihnen gewisse Dinge niemals möglich sein werden, wollen wir brechen. Was auch immer sie in ihrem Leben tun, sie lernen selbstbewusst und mit Zuversicht, die Herausforderungen zu meistern.“

SAMSUNG CSCJack deutet auf Evan  – ein ganz normaler Junge. Er war schon vor zwei Jahren in der Surfschule. Damals lag er nur auf dem Surfbrett. Es war ein ängstliches Kind.

Heute klatschen alle, wenn er Wellen reitet. Er rennt so schnell wieder in das Wasser, dass die Surflehrer Schwierigkeiten haben, ihm zu folgen. Er vertrödelt keine Minute am Strand, um die Wellen da draußen zu bezwingen. Seine Mutter berichtet, ihr Sohn habe angefangen, alle anderen Dinge genauso zu bewältigen.

Seit 2007 betreibt Viroel die Surfschule. Er wollte Leute inspirieren, die sonst nie daran gedacht hätten, ein Surfbrett auch nur anzufassen. Seine Schüler kamen aus Weißrussland; sie alle litten an den Folgen von Tschernobyl.

Vom Lejeune-Jacksonville (North Carolina Marineinfanteriekorps der USA) kamen die im Irak und Afghanistan verletzten Soldaten. Einige seiner Schüler hatten Aids; auch Autistische Kinder waren dabei; sie alle lernten Wellenreiten.

Jack Viorel bekommt staatliche und private Zuschschüsse. Aber eigentlich ist es Jacks Begeisterung und Expertise, die die Schule unterhält.

“Es ist nicht so wesentlich, ob sie danach jemals wieder Wellenreiten gehen”, sagt er. “Von Bedeutung ist, dass sie wissen: wenn ich surfen kann, wird mir alles andere auch möglich sein. Diese Überzeugung wird ihr ganzes Leben beeinflussen.“

Viroel hat im Laufe der Jahre eine Strategie entwickelt. Am Strand lernen die Schüler, auf das Surfbrett zu springen. Dann dürfen sie soweit inss Wasser, wie es ihnen angenehm ist. Wenn sie am Ende auch nur für einige Sekunden eine Welle reiten, hat sich die Schulung gelohnt.

Viroel will seinen Schülern lehren, sich ihren Ängsten zu stellen und ein Scheitern zu verarbeiten. Jeder Fall gibt ihnen auch die Möglichkeit, es wieder zu versuchen.

Nicht jeder stimmt Jack zu. Als er die Schule aufmachte, bekam er Emails, in denen stand: „Sie sollten das nicht machen. Es ist zu gefährlich, behinderte Kinder surfen zu lassen.“ Connie.Rose JPEG

Sein ganzes Leben bekam Jack diesen einen Satz zu hören, für gewisse Dinge nicht zu taugen. Schon in der Schule sagte man ihm, er sei zu kleinwüchsig, um Fußball zu spielen. Später spielte er in der Liga seiner Universität. Nach seinem Sportstudium wurde er Ski- und Surflehrer. Doch all das reichte ihm nicht. Irgendetwas fehlte ihm, und er hatte den Eindruck, mehr tun zu müssen. So ging er wieder auf die Uni, um Lehrer für Förderschüler zu werden.

Als Lehrer war er ein Querdenker, der sich nicht an Lehrpläne hielt. Er nahm seinen Hund mit in die Schule und spielte mit den Kindern in den Pausen.

BILD: Ein behindertes Mädchen  –  vielleicht erlernt sie später auch das Surfen

Die Idee, eine Surfschule für Behinderte aufzumachen, kam ihm, als er ein Mädchen mit Kinderlähmung an den Pazifischen Ozean mitnahm.

Vor sieben Jahren reiste der dreifache Vater zum ersten Mal nach Indien, um dort Waisenkindern surfen beizubringen. Unter ihnen war die kleine Reena, die ihn am meisten beeindruckt hat. Sie wurde als Kind entführt. Man stach ihr ein Auge aus, damit sie mehr Geld beim Betteln eintreibt. Reena dachte, sie hätte keine Zukunft. Es fehlte ihr eine Perspektive

Doch als Jack ihr das Wellenreiten im Indischen Ozean lehrte, schrieb sie einen Brief an die katholischen Schwestern ihres Waisenheimes. Begeistert berichtete sie über ihre Fortschritte. Sie versprach, eifrig in der Schule zu lernen. Plötzlich hatte ihr Leben wieder einen Sinn. Jack kam jedes Jahr nach Indien. Heute ist die 14-Jährige wie umgewandelt und eine der Besten in ihrer Klasse.

Zurück in Wrightsville Beach fährt Jack seinen buntbemalten VW, der mit Surfbrettern und Kindern beladen ist, zum Strand, wo er auf Ben McCrosky trifft. Der einbeinige ehem. Unteroffizier, der in Afghanistan gekämpft hatte, schlendert mit einem Bier in der Hand über den Strand. Auch er besuchte vor drei Jahren Jacks Surfschule. Seinen ersten Tag verbrachte er damit, dauernd vom Surfbrett zu fallen und wieder aufzuspringen. Wie auch immer er sich hinstellte, mit seiner Prothese konnte er die Balance nicht halten.

Am nächsten Tag hatten seine Surflehrer Tränen in den Augen, als Ben, auf einer Welle reitend, den Strand erreichte. Viroel gab dem verwundeten Ben sein altes Leben zurück.

McCorsky erzählt seine Geschichte stets den neuen Schülern. Jack ist überglücklich, wenn solche schönen Erfolge passieren: „Wenn ich mich müde fühle oder mich frage, ob ich überhaupt weiter machen soll, kommen mir diese Geschichten in den Sinn. Sie lassen mich fortfahren“, sagt Jack.

Info-Quelle: Matt Crossman, Waves of Hope. American Way, Dezember 2015.  / Fotos: Dr. Edith BreburdaBookCoverImage

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin). 

Weiterführende Literatur, Artikel und Bücher von Dr. Edith Breburda: http://scivias-publisher.blogspot.com/p/blog-page.html

Ediths Buch-Neuerscheinung REPRODUKTIVE FREIHEIT vom Juni 2015: https://charismatismus.wordpress.com/2015/06/20/neuerscheinungbuch-empfehlung-reproduktive-freiheit-von-dr-edith-breburda/

Dieses sachkundige und zugleich verständliche Buch “Reproduktive Freiheit” (viele bioethische und aktuelle Themen) kann portofrei für 22,30 Euro bei uns bezogen werden: felizitas.kueble@web.de (Tel. 0251-616768)


Kira Grünberg aus Tirol: lebensfroh und tapfer trotz schweren Unfalls

Stark sein bedeutet nicht, nie zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen. Ein Mensch, der dieses Wort verwirklicht, ist die ehemalige Stabhochspringerin Kira Grünberg aus Tirol. Facebook-Zitat-Stein

Die heute 22-Jährige war die Leichtathletik-Hoffnung Österreichs, sie sammelte Medaillen wie andere Leute Pilze, hält den nationalen Rekord in der Disziplin. Bis zu dem schweren Trainingsunfall Ende Juli, der Kira ab Brusthöhe abwärts lähmte. Ihre Karriere dahin, die Träume zerplatzt, das ganze weitere Leben ein Fragezeichen.

Aber Kira kämpft: „Ich bin nicht krank. Ich bin nur querschnittsgelähmt“, sagt sie lebensfroh. „Ich sehe den Unfall als Bestimmung und Schicksal.“

In der Reha im Kurzentrum Bad Häring macht sie Fortschritte, hat gelernt, fast ohne fremde Hilfe alleine zu essen, zu trinken und sich die Zähne zu putzen. Durch Spezialtraining gewinnt sie Kraft im Oberkörper, wodurch sie sich besser mit dem Rollstuhl bewegen kann. Ihr knuddeliger Assistenzhund geht gerade in die Hundeschule.

Jetzt freute sie sich auf das Christfest bei ihren Eltern, denn bis Anfang Januar durfte sie nach Hause. Kira will eine Stiftung gründen, „damit auch andere Leute Unterstützung erhalten, so wie ich. Es ist mir ein Anliegen, anderen zu helfen.“  –  Stark.

Christian Rudolf in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“


US-Lebensrechtler setzt sich für Behindertenrechte auch vor der Geburt ein

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99% aller Menschen mit Down Syndrom sind glücklich mit ihrem Leben. Studien zeigen zudem, daß ihre Lebensfreude auch einen positiven Effekt auf ihre Familien und Bekannten ausübt. Leider wird der Großteil aller Babys, die pränatal mit Down Syndrom diagnostiziert werden, abgetrieben. images
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Mark Bradfort  –  Leiter der amerikanischen Lejeune Foundation  –  setzt sich gemeinsam mit Juristen und Behindertenrechtlern dafür ein, daß das Lebensrecht behinderter Kinder respektiert wird. 
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Im Zeitalter der pränatalen Untersuchungen und Screenings werden viele Babys mit Down Syndrom bereits diagnostiziert, während sie sich noch im Mutterleib befinden. Häufig führt dies schließlich zur Abtreibung.
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Die Gründe dafür sind vielfältig: die Ängste vor einer ungewissen Zukunft; die Trauer darüber, dass das Kind nicht die Erwartungen erfüllen kann, die sich die Eltern während der Schwangerschaft ausgemalt haben; auch die Sorge, dass das Kind leiden wird oder ein Leben lang mit Gesundheitsproblematiken konfrontiert zu sein. 
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„Die meisten Befürchtungen können von Familien, die mit einem Kind mit Down Syndrom leben, entkräftet werden“, erklärt Bradfort.
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Er fordert vor allem Juristen dazu auf, sich gegen die Diskriminierung von Behinderten, auch im pränatalen (vorgeburtlichen) Bereich einzusetzen, Gesetze zu prüfen und zu verändern, um Ungeborenen mit Down Syndrom ihr Lebensrecht zu ermöglichen. Dieses Leben wird dank rapidem medizinischen Fortschritt immer mehr erleichtert.  

Quelle: Jugend für das Leben (Österreich)

 


Auch Kinder mit Down-Syndrom freuen sich ihres Lebens

Schon seit längerem veröffentlicht die „Rheinische Post“ regelmäßige Kolumnen von Klaus Kelle unter der Rubrik „Politisch inkorrekt“, wobei der Autor sich häufig zeitgeistkritisch zu Wort meldet. Am 2.8.2013 gab es unter dem Titel „Auf dem Weg zum normierten Menschen“ erneut einen bemerkenswerten Beitrag des Redakteurs Kelle, den wir hier auszugsweise wiedergeben:

„Sven ist ein Junge aus unserer Nachbarschaft. Er hat das Down-Syndrom. Der 16-Jährige ist überall beliebt und gern gesehen. Ich frage mich: Warum investiert unsere Gesellschaft so viel Energie und Geld, um die Geburt von Jungs wie Sven zu verhindern? 

Foto: BVL

Foto: BVL

Während sich die Politik mit barrierefreien Rathäusern, inklusivem Unterricht und Behinderten-Quoten beschäftigt, arbeiten Wissenschaftler daran, das Aufspüren genetischer Anomalien zu verfeinern. Wie definiert unsere Gesellschaft, was normal und unnormal ist? (…)

Wer gesehen hat, wie wunderbar und voller Lebensmut diese Menschen ihr Leben meistern, ja genießen, fragt sich unwillkürlich, weshalb unsere Gesellschaft immer neue, technisch verbesserte Möglichkeiten ersinnt, um Trisomie 21 bereits vor der Geburt festzustellen, was in 95 Prozent der Fälle die Tötung des Embryos zur Folge hat.

Für 635 Euro wird in Deutschland jetzt ein sogenannter „Panorama-Test“ angeboten. Statt wie früher mit einer Fruchtwasseruntersuchung, die auch für das Kind im Mutterleib ein Risiko bedeutete, können werdende Mütter nun einfach, risikolos und mit hoher Sicherheit erfahren, ob ihr Kind eine Gen-Anomalie hat. Zwei Blutstropfen der Mutter genügen. Deutsche Kliniken schicken die Mini-Blutprobe dann an amerikanische Labors, die technisch beim Aufspüren genetischer Veränderungen führend sind, und zwei Tage später liegt das Ergebnis vor.

Ist der Test positiv, bedeutet das fast immer den Tod des Fötus durch Abtreibung.“

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://www.rp-online.de/politik/deutschland/kolumnen/politischinkorrekt/auf-dem-weg-zum-normierten-menschen-1.3577304


US-Studie belegt: Kirchgänger sind lebensfroher und streßfester

Menschen, die mindestens einmal pro Woche den Gottesdienst besuchen, sind zufriedener mit dem Leben als andere. Das hat das Meinungsforschungsinstitut Gallup (Princeton/Bundesstaat New Jersey) herausgefunden.

Es befragte dafür 329.152 Erwachsene am Telefon. Demnach empfanden Menschen desto häufiger „positive Gefühle“, je öfter sie den Gottesdienst besuchen. Erwachsene hingegen, die selten oder nie in die Kirche gingen, neigten häufiger zu „negativen Emotionen“.

Als positive Gefühle galten in der Studie Lachen, Lebenslust, Glücksgefühle oder das Bewußtsein, etwas Interessantes getan zu haben. Als negative Emotionen wurden Kummer, Traurigkeit, Streß und Ärger genannt.

Menschen, die mindestens einmal pro Woche den Gottesdienst besuchen, gaben an, am Vortag der Befragung 3,36 positive Gefühle gehabt zu haben. Solche, die nie in die Kirche gehen, sagten durchschnittlich, sie hätten 3,08 positive Emotionen gehabt.

Ähnlich war das Ergebnis bei negativen Gefühlen: Diejenigen, die jede Woche in die Kirche gehen, nannten 0,85 negative Erlebnisse. Die Befragten, die nie den Gottesdienst besuchen, gaben an, am Vortag 1,04 schlechte Emotionen gehabt zu haben.

Interessant: Kirchgänger gaben an, die meisten positiven Emotionen in der gesamten Woche am Sonntag zu haben. Für diejenigen, die nie oder nur selten in die Kirche gehen, war Samstag der positivste Tag der Woche.

Kirchgänger sehen Präsident Obamas Arbeit besonders kritisch 

Auch wenn Kirchgänger mit dem Leben insgesamt zufriedener sind, gibt es eine Sache, mit der sie der Studie zufolge unzufriedener sind, als andere: mit der Politik von US-Präsident Barack Obama.

Unter den Befragten, die jede Woche in die Kirche gehen, gaben nur 38 Prozent an, sie seien mit der Arbeit Obamas zufrieden. Die größte Zustimmung findet der US-Präsident unter denen, die nie oder nur selten zur Kirche gingen: 51 Prozent sagten, Obama mache seine Arbeit gut.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA: www.idea.de