England will sein liberales Abtreibungsgesetz auf Nordirland ausweiten

Das britische Unterhaus hat sich dafür ausgesprochen, die eigene Abtreibungsgesetzgebung auf Nordirland auszuweiten. Das berichtet das Online-Portal der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“.

Am Dienstag stimmte eine breite Mehrheit der Abgeordneten für eine entsprechende Vorlage. Nordirland hat seit über zwei Jahren keine eigene Regierung und wird geschäftsführend von London aus regiert.

Abtreibungen sind dort bisher allein dann erlaubt, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist oder das Risiko besteht, dass deren psychische oder körperliche Gesundheit ernsthaft beeinträchtigt sein könnte.

Dem Bericht zufolge könnte das nordirische Parlament die Klausel aber wieder rückgängig machen, wenn es bis Ende Oktober wieder zusammentritt. Derzeit ist die „Northern Ireland Assembly“ suspendiert.

Quelle: ALfA-Newsletter


Hameln: Täter schleifte eine junge Frau per Auto an einem Seil durch die Stadt

Ein Mann kurdischer Herkunft (38 J.) hat am  Sonntagabend im niedersächsischen Hameln eine Frau (28 J.) an einem Strick mit seinem Auto durch die Stadt geschleift. Der Täter wurde festgenommen. Das Opfer  liegt in der Klinik.  Facebook-Zitat-Stein

Der Täter band in der Königstraße dem späteren Opfer einen Strick um den Hals, dann befestigt er das Seilende an der Anhängerkupplung seines Fahrzeugs und gab Gas.

„Er ist mit deutlich höherer Geschwindigkeit gefahren, sagten Zeugen aus“, so Polizeisprecher Jens Petersen von der Polizeiinspektion Hameln zur Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT.

Nach bisherigen polizeilichen Erkenntnissen fuhr der Täter über die Königs-, Prinzen- und dann in die Kaiserstraße, wobei er das Opfer am Seil hängend hinter sich her zog. Nach 250 Metern blieb das Opfer aus noch ungeklärter Ursache liegen. Der Fahrer fuhr mit dem Wagen weiter in die Lohstraße zur Polizeiwache. Dort ließ er sich widerstandslos festnehmen.

Zeitgleich wurde die Frau auf der Straße liegend aufgefunden und der Notarzt alarmiert. Sie wurde noch in der Nacht mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. „Es besteht akute Lebensgefahr“, so Petersen.

Täter und Opfer sind kurdische Einwanderer und besitzen die Deutsche Staatsbürgerschaft, berichtet die Polizei. Sicher ist, daß zwischen Täter und Opfer eine Beziehung bestand. Der Täter war nicht alkoholisiert, ergaben die Ermittlungen. Das Motiv des Verbrechens ist noch völlig unklar.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/frau-am-strick-fast-zu-tode-geschleift/


Polen: Parlament verstärkt Abtreibungsverbot

Das polnische Parlament hat am heutigen Freitag, den 23. September, einen Gesetzesentwurf für ein Abtreibungsverbot in erster Lesung angenommen, das Abtreibungen allein bei Lebensgefahr für die Schwangere zuläßt. Bei Verstößen drohen bis zu fünf Jahren Haft für Ärzte und Frauen. trier13

267 Abgeordnete stimmten für das vieldiskutierte Gesetz bei 154 Gegenstimmen und elf Enthaltungen. Die regierende Partei „Recht und Gerechtigkeit“ hat sich für dieses Abtreibungsverbot ausgesprochen, das auch von vielen Basisgruppen und christlichen Bewegungen unterstützt wurde. Die Lebensrechtler in Polen hatten zuvor fast eine halbe Million Unterschriften für ihr Anliegen gesammelt.

Das erfolgreiche Projekt der Bürgerinitiative „Stop Aborcji“ (Stoppt Abtreibungen) wurde zur weiteren Überarbeitung in einen Ausschuß weitergeleitet.

Bereits bislang das Land eines der strengsten Gesetze Europas im Sinne des Lebensrechts. Eine Abtreibung ist allgemein untersagt und allein dann straffrei, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist, wenn das Kind schwer krank bzw. behindert ist und auch im Vergewaltigungsfall.

Feministische und linksorientierte Gruppen protestieren gegen die heutige Parlamentscheidung, weil Frauen dadurch „entmündigt“ würden. Als Kennzeichen ihrer Gegnerschaft tragen sie schwarze Kleidung.

 


IGFM fordert Bürgerrechtler Farinas auf, seinen Protest-Hungerstreik zu beenden

Kuba: Sacharow-Preisträger in Lebensgefahr

Der kubanische Menschenrechtsverteidiger und Sacharow-Preisträger des Europäischen Parlaments, Guillermo Fariñas, protestiert seit 29 Tagen mit einem trockenen Hungerstreik gegen die Diktatur des kommunistischen Castro-Regimes. Flüssigkeit erhält der Bürgerrechtler nur über Infusionen, wenn er gegen seinen Willen in ein Krankenhaus eingeliefert wird. IGFM-menschenrechtede-8174_01_dd53c02859

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist sehr besorgt über den Gesundheitszustand von Guillermo Fariñas, der bereits durch zahlreiche vorhergehende Hungerstreiks geschwächt ist.

Nach Angabe der IGFM leidet Fariñas unter Ohnmachtsanfällen sowie starken Nierenschmerzen, Spezialisten befürchten ein baldiges Nierenversagen. Es besteht Lebensgefahr.

Der Bürgerrechtler Jorge Luis Artiles Montiel, enger Vertrauter und Sprecher von Fariñas erklärte gegenüber der IGFM, dass sich der Gesundheitszustand des Sacharow-Preisträgers von Tag zu Tag rapide verschlechtert. Solange Fariñas aber bei Bewusstsein sei, könne er nicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden, weil er sich dagegen wehre, so Artiles Montiel.

Nachdem der Bürgerrechtler am 5. August nach einer Ohnmacht in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, erhielt er eine Infusion, wurde noch am selben Tag wieder entlassen und setzte seinen Hungerstreik fort.

Guillero Fariñas trat am 20. Juli 2016 in den Hungerstreik, um gegen die anhaltenden Repressionen gegen Regimekritiker zu protestieren. In einem offenen Brief an Raúl Castro gibt er an, seinen Hungerstreik erst zu beenden, wenn dieser öffentlich erklärt dass seine Gegner nicht länger gefoltert, geschlagen, mit dem Tode bedroht und in fingierte Anklagen verwickelt.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin fordert Guillermo Fariñas dringend auf, seinen Hungerstreik zu beenden:

„Dem Sacharow-Preisträger ist es zu verdanken, dass 2010 und 2011 hunderte politische Gefangene entlassen wurden. Er hat sich damit bereits in die kubanische Geschichte geschrieben. Nun braucht ihn die Bürgerrechtsbewegung lebend, er darf nicht enden wie die im Hungerstreik verstorbenen Bürgerrechtler Pedro Luis Boitel († 25. Mai 1972) und Orlando Zapata Tamayo († 23. Februar 2010).“

Weitere Infos zu Kuba: http://www.menschenrechte.de/kuba


Pakistan: Zunehmende Christenverfolgungen durch das „Blasphemiegesetz“

Nie zuvor hat es in Pakistan so zahlreiche Fälle von Anklagen wegen (angeblicher) Blasphemie (Gotteslästerung) bzw. Kritik am Islam, gegeben wie im laufenden Monat Mai. Mehrere Christen sitzen deshalb in Todeszellen. Sie sollen hingerichtet werden.

Ähnliche Anschuldigungen gab es in den vergangenen Wochen sowohl gegen Muslime als auch gegen Nichtmuslime. Im Fall eines Schuldspruchs bedeutet dies lebenslange Haft oder die Todesstrafe.  HMK-Foto

Am 14. Mai wurden gleich 68 islamische Anwälte wegen angeblicher Blasphemie verhaftet. Sie hatten zuvor gegen die unrechtmäßige Verhaftung eines ihrer Kollegen protestiert. Am 17. Mai wurde eine kleine Gruppe von Anhängern der „Zeugen Jehovahs“ aufgrund des Verteilens von Traktaten angeklagt. Später ereilte das gleiche Schicksal einen 20-jährigen Muslim, der angeblich einen Koran in Brand gesetzt hatte.

Die dritte Anklage an diesem Tag traf den bekanntesten Medienmogul Pakistans, Mir Shakeel-ur-Rehman, sowie einen Fernsehmoderator, eine Schauspielerin und ihren Mann. Ihnen wird zur Last gelegt, für die Ausstrahlung einer Sendung mit gotteslästerlichem Inhalt verantwortlich zu sein.

Die vier Zeugen Jehovahs wurden zu ihrer eigenen Sicherheit zunächst von der Polizei in Gewahrsam genommen. Daraufhin bildete sich rund um die Polizeistation ein Mob von mehreren hundert aufgebrachten Anhängern der islamistischen „Ahle Sunnat wa-al Jamaat“, die in Pakistan als eine der gewalttätigsten Organisationen gilt.

Das sunnitische „Ittehad Council“, Repräsentationsorgan von 160 Millionen Muslimen, hat vor dem pakistanischen Bundesgericht eine Petition gegen die angeklagten Medienschaffenden initiiert.

Fürsprecher in Lebensgefahr 

Die drastischen Reaktionen unbeteiligter Muslime in den genannten Fällen sind eine erschreckende Erinnerung daran, welche Emotionen in der pakistanischen Öffentlichkeit mit dem Thema Blasphemie verknüpft sind. Eine offen geführte Diskussion dazu ist fast unmöglich.

Jüngstes prominentes Opfer seines Einsatzes auf diesem Gebiet ist der Menschenrechtsanwalt Rashid Rehman. Er vertrat einen der Blasphemie angeklagten Lehrer und wurde deshalb am 7. Mai ermordet.

Angesichts dieser Entwicklung ist es kaum verwunderlich, dass die Anhörung der Christin Asia Bibi seit dem Februar dieses Jahres vier Mal verschoben wurde und jüngst sogar ohne jede Erklärung komplett von der Liste der geplanten Anhörungen verschwand.

Der weltweit bekannte Fall der fünffachen, bereits 2009 zum Tod verurteilten Mutter gibt beispielhaft Einblick in die Situation der Verurteilten. Die jahrelange Zerrissenheit zwischen kleinen Lichtblicken und massiven Rückschlägen droht Asia und ihre Familie zu zermürben. Sie kämpfen gegen Resignation, Bitterkeit und Verzweiflung und benötigen dringend Ermutigung und Unterstützung durch andere Christen, insbesondere durch Gebet.

Das Blasphemiegesetz

Die pakistanischen Blasphemiegesetze in ihrer aktuellen Form sehen die Todesstrafe bzw. lebenslange Haftstrafe für jede Lästerung (Beleidigung) des Islams, des Korans oder des Propheten Mohammed vor. Sie finden unverhältnismäßig häufig Anwendung gegen Nichtmuslime. Auch wenn bislang noch keine offizielle Hinrichtung vollzogen wurde, so mussten dennoch mehrere Beklagte durch Lynchjustiz ihr Leben lassen – mitunter trotz Freispruchs. Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex von Open Doors rangiert Pakistan auf Platz 8 der Länder, in denen Christen am härtesten verfolgt werden.

Quelle: Hilfswerk Open Doors / Foto: HMK


Kommunistisches Kuba: Bürgerrechtler Ivan Depestre in Lebensgefahr

Der seit dem 30. Juli inhaftierte kubanische Menschenrechtsverteidiger Iván Fernández Depestre trat bereits am Tag seiner Verhaftung in den Hungerstreik. Am vergangenen Wochenende wurde er in das Krankenhaus des Guajamal-Gefängnisses in Santa Clara in der Provinz Villa Clara eingeliefert und schwebt nach Angabe der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) infolge seines Hungerstreiks in akuter Lebensgefahr. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Fernández Depestre ist Vorstandsmitglied der regimekritischen „Front des bürgerlichen Widerstands und zivilen Ungehorsams Orlando Zapata Tamayo“. Am 30. Juli wurde er während eines friedlichen Protestmarsches zu Ehren des an diesem Tag vor 56 Jahren verstorbenen Regimekritikers Frank País in Placetas (Provinz Villa Clara) festgenommen, und in einem Schnellverfahren, drei Tage nach der Verhaftung am 2. August wegen angeblicher “sozialer Gefährdung” zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Der ehemalige politische Gefangene und IGFM-Ehrenmitglied Jorge Luis García Perez “Antúnez” berichtet, nahm Iván Fernández Depestre im Juni und Juli 2013 an mehreren Protestkundgebungen gegen die kubanische Regierung teil und wurde mehrfach von Polizisten zusammengeschlagen und kurzzeitig festgenommen.

Nach Angabe der IGFM wird das Gesetz zur “Sozialen Gefährdung” vor allem gegen Oppositionelle eingesetzt, die dem Regime unangenehm sind. Es ermöglicht den Behörden, Menschen bis zu vier Jahre einzusperren, weil sie angeblich in der Zukunft eine Gefahr für die Gesellschaft darstellen könnten. Dieses  jeder Rechtsstaatlichkeit widersprechende “Gesetz” wird vom Castro-Regime besonders gerne gegen junge Dissidenten angewandt.

“Dass das Castro-Regime sich derartiger Willkürgesetze bedient, beweist, dass es ihm um nichts Anderes geht als den eigenen Machterhalt”, kritisiert IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin und ruft die internationale Gemeinschaft zu Solidarität mit dem inhaftierten Menschenrechtsverteidiger auf.  

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/laender/kuba/