Unverschämt statt verschämt katholisch

Rezension von Thomas May

Buch-Daten: Küble, Felizitas (Hg.): Der Löwe von Fulda. Ökumenische Würdigung eines guten Hirten, Komm-Mit-Verlag, 2. Aufl., Münster 2016, 207 S., 14,80 Euro, ISBN 978-3-921090-98-5

Der anno 2000 verstorbene Erzbischof von Fulda, DDr. Johannes Dyba, dessen Todestag sich am 23. Juli zum 20. Mal jährte, wurde schon zu Lebzeiten als „Löwe von Fulda“ verehrt. Die Bezeichnung ist angelehnt an den ihm wesensverwandten „Löwen von Münster“, den seligen Bekennerbischof Clemens August Graf von Galen, der den nationalistischen Machthabern furchtlos die Stirn bot.

Wie ein Leuchtturm ragt der Fuldaer Oberhirte aus dem Gros der kirchlichen Würdenträger in Deutschland seit der Nachkonzilszeit empor. Unbeeindruckt von Widerständen, Einschüchterung und Schmähungen verkündete er freimütig den authentischen Glauben seiner Kirche. Sein geistliches Erbe ist kaum vermindert aktuell.

Gedenkband und Hommage

Der von Felizitas Küble im KOMM-MIT-Verlag in 2. Auflage 2016

herausgegebene Sammelband vereint die Beiträge von 33 Autor(inn)en, die dem Leben und Wirken des „guten Hirten“ äußerlich und/oder innerlich verbunden sind und ihn in ökumenischer Weite würdigen. Bereits im Untertitel des Buches wird auf die seelsorgliche Kernkompetenz des volksnahen Dyba aufmerksam gemacht, der nicht nur bei den Gläubigen seiner Diözese (1983–2000), sondern auch bei den Soldaten im Amt des Militärbischofs (1990–2000) gut ankam.

Bunte Mischung von Autor(inn)en

Zu den Autor(inn)en zählen unter anderem Verwandte des Erzbischofs, seine Schwester, die Apothekerin Barbara Dyba-Roth, und sein (ihm wie aus dem Gesicht geschnittener) Neffe Msgr. Cornelius Roth; sein Nachfolger als Bischof Heinz Josef Algermissen, seine Amtskollegen Ludwig Schick (Bamberg) und Andreas Laun (Salzburg); die Publizisten Konrad Badenheuer, Mathias von Gersdorff, Martin Lohmann, Stefan Meetschen; Wissenschaftler wie die Soziologin Gabriele Kuby, der Sozialethiker Wolfgang Ockenfels und der Sozialwissenschaftler Manfred Spieker; die Gründungsmitglieder Hubert Gindert, Reinhard Dörner, Michael Schneider-Flagmeyer des „Forums Deutscher Katholiken“, das Johannes Dyba seinen entscheidenden Anstoß verdankt; Pfarrer und Patres; aber auch Konvertiten und „einfache“ Gläubige.

Von der evangelischen „Dyba-Fraktion“ bezeugen Missionswissenschaftler Peter Beyerhaus, Pastor Joachim Cochlovius, Pfarrer Werner Neuer sowie Kirchenrat Rolf Sauerzapf dankbare Anerken­nung für dessen kraftvolle überkonfessionelle Wahrnehmung des christlichen Wächteramts.

Rechts­anwalt Leo Lennartz skizziert den beruflichen Werdegang Johannes Dybas ab seiner Studentenzeit und gibt Seiteneinblicke, ergänzt um Erlebnisse des Ehrendomherrn Edmund Dillinger aus seinem 30-jährigen Fundus – und Erfahrungen des Sekretärs Dagobert Vonderau aus nächster Nähe.

Nicht ohne Selbstironie schildert die Psychotherapeutin Christa Meves (siehe Foto) ihre „eindrucksvolle“ Begegnung, als die aufgeregte Festrednerin stolperte und dem „verehrten Freund“ blutend zu Füßen fiel.

Eintreten für den Schutz der Ungeborenen

Für die meisten ist der Name des Erzbischofs untrennbar mit seinem kompromisslosen, beharrlichen Einsatz für den Schutz des ungeborenen Lebens verbunden. Unvergessen das Zeichen, das er an Weihnachten des Jahres 1988 setzte, als er am 28. Dezember, dem Tag der Unschuldigen Kinder von Bethlehem, in allen Kirchen seiner Diözese die Glocken läuten ließ.

Zutiefst davon überzeugt, dass die katholische Kirche sich nicht in ein Prozedere verstricken lassen darf, in dem mit der Ausstellung des „Beratungsscheins“ eine „Lizenz zum Töten“ erteilt wird, stieg er am 29. September 1993 als einziger deutscher Diözesanbischof aus der Einbindung in das staatliche Abtreibungssystem („Schwangerenkonfliktberatung“) aus und baute ein eigenständiges Beratungs- und Hilfsnetz auf.

Sein Alleingang wurde von Rom 1999 vollauf bestätigt: Auf Geheiß Papst Johannes Pauls II. und des Glaubenspräfekten Kardinal Ratzinger sahen sich die widerstrebenden Amtskollegen samt ihrem Vorsitzenden Bischof Karl Lehmann genötigt, Johannes Dybas Schritt zu folgen; ab 1. Januar 2001 wurden (außer in Limburg) keine „Beratungsscheine“ mehr ausgestellt.

Schwerpunkte der Verkündigung

Weitere Themenschwerpunkte des streitbaren Erzbischofs waren unter anderem – folgerichtig – seine Zurückweisung des assistierten Suizids, sein Eintreten für die Stärkung und Förderung der christlichen Ehe und Familie (programmatisch angelegt im „familiären“ Wahlspruch „Filii dei sumus“), die Verteidigung des Pflichtzölibats, die Ablehnung praktizierter Homosexualität und des Lebenspartnerschaftsgesetzes (in Kraft getreten 2001) – und dies im Einklang mit der Lehre der Kirche.

Bei seinem oft einsamen Einsatz für unverkürzten Glauben und unverfälschte Moral erntete er nicht nur Unverständnis, Widerspruch und Spott aus den eigenen Reihen, von Kollegen, Staatstheologen und Räten, sondern musste auch mit Kritik, Empörung und Anfeindung aus Kreisen der Politik, vonseiten der Medien, besonders des „Spiegels“ (den er als „Pressestelle des Teufels“ bezeichnete), und aus Teilen der Bevölkerung zurechtkommen.

Schäumenden Linken und Liberalen galt er als fundamentalistischer Hardliner und zynischer Autokrat, Feministinnen und gesinnungsethischen „Friedensbewegern“ war er ein Hassobjekt. Nach einem Gottesdienst wurde Johannes Dyba am 8. November 1991 auf dem Weg zum Marburger Schloss von Demonstranten der Homosexuellen-Bewegung unter Parolen wie „Schlagt das Schwein tot“ gejagt, getreten und bespuckt.

Unbeirrt stand der Oberhirte wie der sprichwörtliche Fels in der Brandung und wurde nicht müde, seine Herde zu sammeln und vor den Wölfen zu schützen. Seine eindringlichen Predigten fanden beim Kirchenvolk stets Gehör: den Glauben erneuern, ihn freudig leben und furchtlos bekennen, ihn weitergeben an Kinder und Enkel, die christlichen Werte überall in unserer Gesellschaft einbringen – sein Auftrag an uns auch heute.

Karriere und berufliche Stationen

Erzbischof Dybas äußeres Wirken und seine Positionen zu Kirche, Gesellschaft und Politik sind ohne seine weltkirchlichen Erfahrungen nicht zu verstehen.

Als drittes Kind eines prinzipientreuen katholischen Lehrerehepaars 1929 in Berlin geboren, floh der frischgebackene Abiturient 1947 von Eichsfeld (Thüringen) über die sowjetische Zonengrenze nach Fulda. Nach einem Jurastudium in Bamberg und Heidelberg, unterbrochen durch ein Stipendiat in den USA, schloss er von 1953 bis 1957 in Köln ein Theologiestudium an. 1959 wurde er zum Priester geweiht.

Von Kardinal Frings zur Ausbildung für den Dienst in der römischen Kurie freigestellt – die zentrale berufliche Weichenstellung –, absolvierte er die Päpstliche Diplomatenakademie und arbeitete anschließend fünf Jahre im Innendienst und zehn Jahre im Außendienst (1962 – 1977). Seine Tätigkeit führte ihn in mehrere Länder Lateinamerikas und Afrikas.

Nach einem kurzen Intermezzo als Vizesekretär der Päpstlichen Kommission „Justitia et Pax“ in Rom konnte Johannes Dyba als Apostolischer Pronuntius in Liberia und Gambia und Apostolischer Delegat in Guinea und Sierra Leone (bei gleichzeitiger Ernennung zum Titularerzbischof von Neapolis in Proconsulari in Nordafrika) noch weitere Jahre „anhängen“, die seinen weltkirchlichen Horizont erweiterten.

In dieser Zeit lernte er viel Elend, Hunger, Armut und Krankheit, Gewalt und Christenverfolgung kennen, so dass er, nachdem er 1983 Bischof von Fulda geworden war, für die endlosen „Dialoge“, für Gremien- und Sitzungskatholizismus mit überquellenden Papierbergen und fruchtlose Strukturdebatten kein Verständnis aufbringen konnte, vielmehr die deutschen Brüder und Schwestern in „Problemtrance“ (Dyba-Roth) taumeln sah.

Profil und Privates

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass die „Axt Gottes“ (so der „Spiegel“) – eine Anspielung auf den eichenfällenden heiligen Bonifatius – die Geister in der deutschen Kirche (und darüber hinaus) schied und Spreu von Weizen trennte.

Mit dem Bekennermut des einsamen „Rufers in der Wüste“ folgt Johannes Dyba der Spur seines Namenspatrons, von dem er einmal sagte: „Wenn Johannes der Täufer sich verhalten hätte wie die deutschen Bischöfe, wäre er im Bett gestorben.“ Absolute Furchtlosigkeit, Geradlinigkeit, Entschiedenheit bescheinigen ihm seine Mitstreiter. Dabei war der tapfere Mann, der in Afrika überfallen und krankenhausreif geschlagen wurde, von körperlich kleiner Statur.

Doch seine Persönlichkeit weist auch andere Seiten auf. Dank seines fröhlichen Naturells überrascht er sein Gegenüber mit unbändiger Lebensfreude und dem Charme seines jungenhaften Lachens; dynamisch, flott, sehr selbstbewusst, weltläufig tritt er auf. Seine Gesprächspartner schätzen an ihm Herzlichkeit, Humor,

Schlagfertigkeit, rhetorische Gewandtheit bis hin zur überspitzten Formulierung.

Andere Autor(inn)en rühmen den Blick des Sensiblen für das Wesentliche, sein „starkes Freiheitsgefühl“, seine „innere Unabhängigkeit“, die aus einem unerschütterlichen Gottvertrauen erwuchs, seine „selbstverständliche Frömmigkeit ganz ohne Pathos“ (Lohmann); er „leuchtete von innen her“. Erzbischof Dyba verstand es, Unbeugsamkeit im Glauben und Freude am Glauben zu verbinden und zu leben. Er war glaubensfroh.

Sein Bild wird noch facettenreicher, wenn wir in den Bereich des Alltäglichen und Privaten gelangen. Der Erzbischof ist ein leidenschaftlicher Sammler, seien es wertvolle Ansichtskarten oder Speisepilze, zu deren „Jagd“ er sich im Herbst frühmorgens aufmacht und die er taschenweise nach Hause bringt. Das während seines diplomatischen Dienstes gepflegte Billardspiel will er auch im Fuldaer Bischofshaus nicht missen.

Als wahres Füllhorn erweist sich der Bischofsgarten mit Gemüse aus biologischem Anbau und Früchten der Pfirsichbäume, die der stolze Hausherr seinen Gästen anbietet. An den Mauern lässt der einem Glas guten Rotweins nicht abgeneigte Kenner sogar Rebstöcke pflanzen, aus denen ein paar Flaschen mit dem Namen „Michaelsberger Bischofsmütze“ gewonnen werden.

Kerngedanken und „Sager“

Was das Buch vor allem auszeichnet, sind Zitate aus Predigten, Vorträgen und Interviews, mit denen der redegewaltige Oberhirte, der C. S. Lewis seinen „Leib- und Magenautor“ nennt, nicht zu knapp zu Wort kommt. Sie unterstreichen sein Verständnis von Glaube, Kirche und Hirtenamt. Ein paar von ihnen seien hier wiedergegeben:

„Ich werde in mehr oder weniger kurzer Zeit vor Gott in der Ewigkeit stehen. Da werde ich doch jetzt keine Zeit mehr dazu verschwenden, faulen Kompromissen nachzujagen oder um Mehrheiten, in welchen Gremien auch immer, besorgt zu sein. Die Stunde ist da, um Gottes Botschaft – und dazu gehören auch seine Gebote – in Klarheit und Wahrheit zu verkünden“ (26)

„Ich scheue nicht davor zurück, harte Wahrheiten klar zu sagen; aber es sind ja Wahrheiten, die den Menschen in die Freude und in die Liebe und in die Erlösung führen sollen. Nur die falschen Propheten haben dem Volk immer nach dem Mund geredet, die echten sind stets auf Widerspruch gestoßen“ (107)

„Wahrer Friede ist die Frucht der Bekehrung zu Gott. Erst die Umkehr, dann der Friede“ (48)

„Richte den Blick auf die Ewigkeit und lebe danach“ (59)

„Der Glaube verlangt vom Menschen die Entscheidung für Gott und für ein Leben mit Gott. Das ist absolut nicht nach dem Geschmack der modernen Welt“ (46)

„Ohne Glaube können wir keine Werte haben und ohne Werte keine wirklich funktionierende Moral“ (53)

„Es kommt auf den Glauben an! Die Werte existieren nicht irgendwie für sich, und die gibt es nicht auf der grünen Wiese, sondern der Glaube bestimmt, welche Werte wir haben. Wenn wir jetzt eine Wertekrise haben, dann deshalb, weil viele Jahre lang die Weitergabe des Glaubens gestört war – in den Familien, in den Schulen, ja sogar bis hin in die theologischen Fakultäten, und natürlich von den Medien gar nicht zu sprechen“ (91)

„Die Kirche hat eine riesige Botschaft: Das Heil, das endlose Glück des Menschen. Deswegen sollte sie nicht dastehen, als würde sie alte Semmeln verkaufen. Sie muss mit mehr Selbstbewusstsein auftreten, sie sollte unverschämt katholisch sein“ (57)

„Wir haben heute in der Kirche viele Pastoralexperten – aber wenige Heilige; viele Medienexperten – aber kaum noch Propheten; viele Theologen – aber wenig Priester; viel Engagement und finanzielle Opfer – aber wenig Gehorsam; viel Kritik – aber wenig Begeisterung; einen riesigen kirchlichen Apparat – aber schrumpfendes kirchliches Leben“ (70)

„Was unsere Kirche heute braucht, sind nicht so sehr Pharisäer, die sie dauernd auf die Probe stellen, nicht so sehr Schriftgelehrte, die sie dauernd kritisieren, nicht so sehr Tempelbeamte, die selbst das Allerheiligste nicht betreten und auch die anderen noch davon abhalten – nein, was diese Kirche braucht, sind vielmehr Jünger, die dem Herrn folgen mit der ganzen Hingabe ihrer selbst, Jünger, die einander lieben und in dieser Liebe Kirche bauen und Kirche bilden in unserer Zeit“ (60)

„Ein Volksbegehren ist politisch, kommt von der Basis her. Volk GOTTes werden wir aber dadurch, dass wir auf GOTT hören und GOTT folgen – und nicht dadurch, dass wir GOTT wählen. CHRISTUS sagt: ‚Nicht ihr habt Mich erwählt, sondern Ich habe euch erwählt.‘ ER hat die grundlegenden Strukturen der Kirche festgelegt, die wir in apostolischer Tradition bewahren“ (87)

„Ich glaube, dass Gott, wenn er denn Priesterinnen in seiner Kirche gewünscht hätte, das bereits dem Petrus klargemacht hätte. Genauso schnell und direkt, wie er den überraschten Petrus durch Vision und den Hauptmann Kornelius wissen ließ, dass der Zugang zur Kirche nicht den Juden vorbehalten sei, sondern auch den Heiden offenstehe [Apg 10], hätte der Heilige Geist dem Petrus auch klarmachen können, dass der Zugang zum Priestertum nicht auf Männer beschränkt sei, sondern auch den Frauen offenstehe. Wie wir wissen, ist aber eine solche Intervention nie erfolgt, weshalb wir an der von Christus grundgelegten Tradition festhalten“ (105)

„Die Märtyrer der Kirche haben dieses Schicksal nicht erlitten, weil sie auf sanfte Weise Mehrheitsmeinungen verkündet haben, sondern weil die Leute so wütend über die christliche Herausforderung waren, dass sie ihnen – wie dem heiligen Bonifatius – dem Schädel eingeschlagen haben“ (107)

„Ich fordere nicht die Abschaffung der Kirchensteuer. Aber ohne sie überlebt die Kirche auch. Wir hatten jahrzehntelang zu viel Geld und zu wenig Mut“ (47)

„Wenn die Kirchen nicht die sittlichen Grundlagen unserer Gesellschaft garantieren, dann geht diese Gesellschaft buchstäblich zum Teufel“ (106)

„Wenn man am Rande des Abgrunds steht, ist ein Schritt zurück ein Fortschritt“ (43)

Erzbischof Dybas „Sager“ polarisieren auch 20 Jahre nach seinem Tod – den einen Zeugnis seines untrüglichen Wahrheitsblicks und unumstößlicher Glaubensgewissheit, anderen Beweis seiner  starrköpfigen Ewiggestrigkeit, für Verfechter des „Synodalen Wegs“ und ihre Agenda Kampfansage und schallende Ohrfeige zugleich. Der Wunsch wächst nicht von ungefähr, dass aus der Mitte der Vollversammlung ein „neuer Dyba“ aufsteht und wie ein reinigendes Gewitter über ihr niedergeht.

Unterschriften für die Seligsprechung

Die singuläre Gestalt des heroischen Fuldaer Oberhirten – sein vorbildliches Eintreten für den authentischen katholischen Glauben und wahrhaftige Moral, seine große Liebe zur Kirche, seine sittliche Integrität – ließ schon bald nach dem Tod den Ruf nach seiner Seligsprechung laut werden.

Pfarrer Franz Weidemann, der mit einer Dissertation über Leben und pastorales Wirken Johannes Dybas promoviert wurde und im vorliegenden Band dessen missionarische und prophetische Rolle thematisiert, hat in dem unlängst erschienenen Büchlein „Erzbischof Johannes Dybas geistige Silhouette“ (Kisslegg 2020) anhand der göttlichen Tugenden und Kardinaltugenden im Leben und Wirken des „Kandidaten“ sowie seiner Heiligkeit im (Berufs-)Alltag aufzuweisen versucht, dass er wichtige Kriterien erfüllt, um zur Ehre der Altäre erhoben zu werden. Zweifellos wäre der ausgewiesene Dyba-Kenner in einem kanonischen Verfahren als Postulator prädestiniert.

Inzwischen haben sich Prominente, Wissenschaftler, Würdenträger und namhafte Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft für die Seligsprechung des „Löwen von Fulda“ ausgesprochen. Auch „normale“ Weltchristen können das Begehren mit ihrer Unterschrift unterstützen und sich in die Liste eintragen.

Dies ist online mittels Herunterladen eines entsprechenden Formulars möglich (http://forum-deutscher-katholiken.de/aufruf/); das von der Herausgeberin des Buches geleitete „Christoferuswerk e. V.“ bietet ein Sammelblatt (http://www.medrum.de/files/Unterschriftenblatt%20Dyba.pdf) zum Ausdruck an.

Äußere Gestaltung des Buches

Der Sammelband, in dem die Autor(inn)en von ganz unterschiedlichen Ausgangspunkten her einzelne Mosaiksteine herbeitragen, sodass sie sich in der Summe zu einem leuchtenden Porträt des Erzbischofs fügen, überzeugt nicht zuletzt durch seine äußere Gestaltung.

Über 20 Aufnahmen zeigen ihn in verschiedenen Lebensphasen und -situationen, zum Teil mit Personen aus dem familiären oder kirchlichen Umfeld. In jedem der Beiträge, die jeweils zwischen 2 und 15 und insgesamt 207 Seiten umfassen, wird zu Beginn der Verfasser mittels Foto und eines umrahmten Service-Kastens, der Infos zu seiner Person, Beruf bzw. Tätigkeitsbereichen enthält, vorgestellt.

Aussagekräftige Zwischenüberschriften auf fast jeder Seite lockern den Lauftext auf und garantieren anstrengungsfreien Lesefluss. Alle Artikel sind in einer leicht verständlichen Sprache geschrieben. Erwähnenswert ist noch die ansprechende Aufmachung des Hardcovers mit hochwertigem Papier zu einem günstigen Preis (14,80 €).

Rundum ein schmuckes Buch.

Unser Autor Thomas May ist Lehrer i. R. – Er unterrichtete die Fächer Deutsch und Katholische Religionslehre. Der in Sendenhorst (Münsterland) lebende Autor ist ein Neffe des bekannten Prälaten und Kirchenrechtlers Prof. Dr. Georg May (Mainz).

Dieses Dyba-Buch „Der Löwe von Fulda“ wird von uns frei Haus (= portofrei) geliefert: Bestellung per Tel. 0251-616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de


Bewegende Bundestags-Rede von Martin Hohmann am 1. Oktober: JA zum Leben!

Hier folgt der vollständige Wortlaut einer fünfminütigen Ansprache im Deutschen Bundestag vom 1.10.2020, die der AfD-Parlamentarier Martin Hohmann (siehe Foto) gehalten hat.

Sehr geehrter Herr Präsident! Verehrte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Das Justizministerium ist für die Prüfung und den rechtmäßigen Vollzug von Gesetzen zuständig. Insofern obliegt ihm ein Wächteramt. Auch gehen nicht wenige Gesetzesinitiativen vom Justizministerium aus. Wir haben eben aus dem Mund der Ministerin einige Ankündigungen in dieser Richtung gehört.

Auch meine Ausführungen gehen in diese Richtung. In der Coronakrise haben sich unerwartet hochbrisante Fragen der Abwägung neu gestellt. Was ist das einzelne Leben wert?

Es wurde entschieden, dass die potenzielle Gefährdung eines Lebens jeden volkswirtschaftlichen Schaden aufwiegt. Diese Beurteilung lässt eine andere Frage, die in der alltäglichen Praxis und im

Gesetzesvollzug längst entschieden ist, in einem neuen Licht erscheinen.

Ich meine die Frage des § 218 Strafgesetzbuch. Es wird Sie überraschen, dass ich ähnlich wie die Kräfte des linken Spektrums für eine Abschaffung dieser Vorschrift plädieren möchte, aber von einer anderen Perspektive her.

Ich habe die Wunschvorstellung, den Traum, dass nach einem Prozess des Umdenkens und der Umerkennung sich ein neues Selbstverständnis einstellt, das den § 218 überflüssig macht. Dieses Verständnis ist davon geprägt, in erster Linie die Chancen zu sehen, die in jedem jungen Leben angelegt sind.

Im Johannesevangelium heißt es: „ … ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“.

Von dieser Fülle darf man sich einen neuen Wolfgang Amadeus Mozart oder eine neue Mutter Teresa erwarten. Diese Fülle beinhaltet auch eine optimistische Zukunftssicht. Ja, es liegt an uns. Ja, wir können eine Wende herbeiführen.

Dabei kann die Überlegung helfen, dass wir das, was wir geschenkt bekommen haben, was wir in vollen Zügen genießen, das Leben, Menschen im Frühstadium nicht vorenthalten dürfen. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit.

Jedem Leben steht von Anfang an die gleiche Chance zu. Dazu ist nötig, im Elternhaus, in den Schulen und im gesamten öffentlichen Leben die Empathie für das Leben in den Mittelpunkt zu stellen. Als Volk sind wir auch aufgefordert, unsere Probleme aus eigener Kraft zu lösen und nicht durch Abwerben von Menschen aus anderen Ländern oder Kontinenten.

Denken Sie nächste Woche daran: nachhaltige Politik eben. Wenn wir auf diese Weise den Wert des ungeborenen Lebens neu entdecken und stärker als bisher staatliche Ressourcen für diese Zukunftsaufgabe bereitstellen, dann ist Optimismus angebracht.

Meine Damen und Herren, ich lehne es prinzipiell ab, die eigene Familie, das persönliche Umfeld in die Politik, die politische Arbeit hineinzuziehen. Heute möchte ich mit folgender abschließender Schilderung eine Ausnahme machen:

Ich saß vor rund einem Jahr am frühen Abend zu Hause am

Küchentisch und las. Ich höre, wie sich kleine Schritte von außen der Küchentür nähern. Langsam wird der Türgriff heruntergedrückt. Meine dreijährige Enkelin – sie wohnt mit ihrer Familie eine Etage höher – kommt herein. Ich wende mich ihr zu. Sie kommt heran. Sie steht vor mir, wir sehen uns an. Sie legt ihre Hände und ihr Köpfchen auf meine Knie. Ich streichle über ihre Haare. Wir blicken uns erneut an. Sie geht zur Tür, verlässt den Raum und schließt die Tür. Während dieser kurzen Szene fiel kein Wort.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, diese Begegnung erfüllt mich bis heute mit tiefer, kreatürlicher Dankbarkeit.

Ich wünsche Ihnen allen ähnlich glückhafte, gesegnete Momente. Ich möchte eine entsprechende Initiative der Neubesinnung anregen. Danke.

Quelle: https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7473776#url=aHR0cHM6Ly93d3cuYnVuZGVzdGFnLmRlL21lZGlhdGhla292ZXJsYXk/dmlkZW9pZD03NDczNzc2&mod=mediathek


„JA zum Leben“ als großes FILM-Thema

Abtreibung ist ein Thema –  auch im Film. Aber anders als der inzwischen in der Gesellschaft und insbesondere in der Politik zum „Konsens“ erhobenen Meinung, dass Abtreibung zwar ein Drama, aber unvermeidlich sei, entscheidet sich die überwiegende Mehrheit der in Spielfilmen dargestellten, ungewollt Schwangeren für das Kind.

Seit Jason Reitman, dessen Film „Juno“ (2007) mit dem Oscar für das beste Originaldrehbuch ausgezeichnet wurde, eine 16-jährige Schwangere eine Abtreibungsklinik aufsuchte, es sich dann aber doch anders überlegte, wurden eine ganze Reihe Filme gedreht, in denen sich junge, ungewollt schwanger gewordene Frauen allen Schwierigkeiten zum Trotz gegen die Abtreibung entscheiden.

Dies haben sowohl klischeehafte Hollywood-Komödien – „Beim ersten Mal“ („Knocked Up“, 2007) oder „Jennas Kuchen“ („Waitress“, 2007) – mit ausdrücklich an 14- bis 18-Jährige gerichteten Filmen gemeinsam, als auch der schwedische „Ciao Bella“ (2007), in dem eine 17-Jährige von ihrer Umgebung so sehr zur Abtreibung gedrängt wird, dass sie in einem bestimmten Augenblick eine „Pille danach“ in den Mund steckt, dann aber schleunigst wieder herausnimmt.

Noch eindrücklicher nehmen sich Dokumentarfilme aus, etwa Cornelia Grünbergs „Vierzehn – Erwachsen in 9 Monaten“ (2013), in dem die Regisseurin vier Mädchen begleitet, die mit 14 Jahren schwanger wurden und sich die Abtreibungsfrage stellten, dann aber sich doch für ihr ungeplantes Kind entschieden.

Für ihr ungeborenes Kind entscheidet sich gegen das Drängen ihrer Mutter im deutschen Spielfilm „Am Himmel der Tag“ (2012) eine 25-Jährige, die kurz vor Studienabschluss schwanger wird, genauso wie die von Annette Frier dargestellte Frau im Fernsehfilm „Nur eine Handvoll Leben“ (2016), die ihr Kind austrägt, obwohl es an „Trisomie 18“ („Edward-Syndrom“) leidet und nur wenige Tage zu leben hat.

Im französischen Spielfilm „Das unerwartete Glück der Familie Payan“ (2016) ist es gar eine 49-jährige Großmutter, die unerwartet schwanger wird. Auch sie stellt sich die Frage nach einer Abtreibung ernsthaft, entscheidet sich jedoch für das ungeplante Kind.

Quelle und FORTSETZUNG des Beitrags von José García hier: http://i-daf.org/fileadmin/Newsletter-Druckversionen/Filmempfehlung/iDAF_Filmempfehlung__September_2020.pdf


25 Jahre Vaterhaus in Fulda – Tag der offenen Tür am 7. Oktober 2020

Das Vaterhaus Fulda begeht in diesem Jahr sein 25-jähriges Vereinsjubiläum. Wegen der Corona-Bedingungen kann leider nur im kleineren Rahmen gefeiert werden.

Für Mittwoch den 7. Oktober von 9 Uhr bis 17 Uhr lädt der Verein alle Interessierten, Freunde und Unterstützer herzlich zu einem

Tag der offenen Tür

in seine Räume in Fulda, Carl-Schurz-Str. 3 ein. Bei einem kleinen Imbiss können sich die Besucher über den Werdegang und die Anliegen des Vereins informieren.

In den Häusern Nr. 3 und 5 kann der Verein inzwischen 11 Wohnungen für Alleinerziehende zu günstigen Mieten anbieten. Darüber hinaus ist ein Non-Profit-Lädchen arbeitstäglich für jedermann geöffnet, um alles für das Kind äußerst günstig erwerben zu können: Von sehr gut erhaltener Bekleidung über Spiele und Bücher bis zum Kinderwagen, Bettchen und Fahrrädchen ist alles vorhanden.

Der Verein möchte damit vor allem Familien und Alleinerziehenden mit kleinen Kindern nicht nur mit Rat und Tat zur Seite stehen, sondern ihnen auch in diesen von Kurzarbeit geprägten schwierigen Zeiten das Leben mit Kindern durch niedrige Preise erleichtern.

Schüler, Studenten, Eltern, Lehrer etc. finden in der reichhaltigen Mediathek, die dem Vaterhaus-Lädchen angeschlossen ist, Informationen zu allen Themen rund um den Lebensschutz, Ehe und Familie. Bücher, Zeitschriften, CDs, Modelle und Kassetten können ausgeliehen werden.

Um 17 Uhr ist Dank- und Schluss-Andacht der am Vortrag begonnenen eucharistischen Anbetung in der Hauskapelle.

gez. Martin Haubs, Vorsitzender


Ökumenischer Gottesdienst nach dem Marsch für das Leben in Berlin

Im Anschluss an den Marsch für das Leben am 19.9.2020 fand auch dieses Jahr ein ökumenischer Gottesdienst statt. Gefeiert wurde er von Erzbischof Dr. Heiner Koch (Erzbistum Berlin) und Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (Bistum Regensburg), der für den kurzfristig verhinderten koptischen Bischof Anba Damian einsprang.

Erzbischof Koch stellte in seiner Predigt die grundlegende Frage: „Was ist der Mensch, was ist eigentlich seine Größe, seine Würde, was ist sein Leben?“ Bei den wohl etwa 107 Milliarden Menschen, die bisher auf der Erde gelebt hätten, stünde fest: „Jeder Mensch ist groß, denn jeder Mensch ist einmalig. (…) Mensch, vergiss Deine Größe und Würde nie, vergiss sie nicht und fördere die Größe eines jeden Menschen in jeder seiner Lebensphasen.“

Bischof Voderholzer (siehe Foto) dankte in seinem Schlusswort insbesondere all denen, die sich nach Berlin aufgemacht haben.

Neben Bischof Voderholzer und Erzbischof Koch nahmen u.a. Bischof Wolfgang Ipolt (Bistum Görlitz) und Weihbischof Florian Wörner (Bistum Augsburg) am Marsch für das Leben teil.

Papst Franziskus ließ seine Grüße und seinen Dank durch seinen Apostolischen Nuntius, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, ausrichten.

Im Namen der Deutschen Bischofskonferenz unterstützte Bischof Georg Bätzing als Vorsitzender den Marsch für das Leben. Ein ökumenisches Grußwort von Bischof Heinrich Timmerevers (Dresden-Meißen) und Landesbischof Tobias Bilz (Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens) unterstützte den Marsch für das Leben aus Dresden.

In der Verabschiedung nach dem Gottesdienst rief Alexandra Linder dazu auf, gestärkt und ermutigt weiter für das Lebensrecht jedes Menschen zu kämpfen. Sie lud außerdem zum Lebensrechtskongress vom 12.-14. März 2021 auf dem Schönblick und zum nächsten Marsch für das Leben in Berlin am 18.09.2021 ein.

Auch die Polizei bekam für ihre Arbeit einen großen Dankapplaus.

www.bundesverband-lebensrecht.de

 


Fachtagung des BVL zum Marsch für das Leben

Mit renommierten Referenten und coronabedingten 60 Teilnehmern wurde das Lebensrechts-Wochenende rund um den Marsch für das Leben 2020 in Berlin eröffnet.

Menschliche Bindungen und die damit verbundenen Grenzen von Autonomie und Selbstbestimmung, insbesondere mit Blick auf Lebensanfang und Lebensende, waren Thema der Fachtagung.

Autonomie und Selbstbestimmung gehören zu den menschenrechtlichen Errungenschaften der Moderne. Sie gelten einerseits als so maßgeblich, dass das Bundesverfassungsgericht daraus aktuell ein übergeordnetes, von keiner besonderen Lebenslage abhängiges „Recht auf selbstbestimmtes Sterben“ ableitet, das die Menschenwürde dieser Autonomie unterordnen will.

Andererseits zeigt gerade die Corona-Pandemie deutlich, dass der von der Menschenwürde abgeleitete unbedingte Schutz des Lebens höchste Priorität hat, auch gegenüber der Selbstbestimmung. „Menschenwürde hat höchste Priorität und ist die Grundlage unseres Staates“, fasst Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht, zusammen.

In einem Grundsatzreferat ordnete Prof. Dr. Christoph Böhr, außerordentlicher Professor für Gegenwartsfragen, die Menschenwürde sowie Fremd- und Selbstbestimmung ethisch ein und veranschaulichte, wie subtil Fremdbestimmung sein und eine angebliche Selbstbestimmung maßgeblich beeinflussen könne.

Das noch relativ junge Forschungsfeld der pränatalen Psychologie präsentierte die Bindungsanalytikerin und Krisenbegleiterin Silke Nixdorff und verdeutlichte, wie folgenreich diese erste existentielle Bindung von der Zeugung bis zur Geburt und die damit verbundenen Erfahrungen für das gesamte weitere Leben eines Menschen sind.

Welche Risiken Mütter auf sich nehmen, um ihre Kinder vorgeburtlich therapieren zu lassen, erläuterte anschließend Prof. Dr. Holm Schneider, Oberarzt und Abteilungsleiter für Molekulare Pädiatrie am Universitätsklinikum Erlangen, der eine solche Therapie selbst entwickelt hat. Verschiedene genetische Besonderheiten und Krankheiten lassen sich im Mutterleib erfolgreicher behandeln als nach der Geburt.

Den Bogen zum Lebensende schlug Dr. Christian Spaemann, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin. Er berichtete unter anderem aus seiner praktischen Erfahrung mit suizidalen Patienten und verdeutlichte die Gefahren einer als absolut gesetzten Autonomie und Selbstbestimmung für die Menschen und die Gesellschaft.

Diese Fachtagung ist der Auftakt eines Lebensrechtswochenendes, das der BVL jedes Jahr im September organisiert.

Höhepunkt ist der Marsch für das Leben am Samstag, 19.9.2020, der dieses Jahr zum 16. Mal in Berlin stattfindet.

Einige Vorträge werden aufgezeichnet und sind ab dem 25.9.2020 unter www.bundesverband-lebensrecht.de/fachtagung oder auf dem YouTube-Kanal „Bundesverband Lebensrecht e.V.“ verfügbar.

Der Marsch für das Leben kann auf der Facebook-Seite „Bundesverband Lebensrecht e.V.“, bei EWTN und auf YouTube live verfolgt werden.


Zahl der Abtreibungen weiter gestiegen

Die offizielle Abtreibungsstatistik für das zweite Quartal 2020 ist entlarvend. Die Zahl der Abtreibungen in Deutschland lag laut Statistischem Bundesamt um ca. 2,2 % höher als im Vorjahresquartal. Besonders erschütternd: der Anteil der chemischen Abtreibung, bei dem die Frau selbst abtreibt. 

Bei diesem Verfahren muss die Frau zu Hause ein Präparat einnehmen, das starke, sehr schmerzhafte Blutungen auslöst und zu nicht unerheblichen Komplikationen bis hin zum Tod führen kann. Vor wenigen Wochen starben zwei Engländerinnen nach Einnahme der Abtreibungspille.

Zudem belegt die Statistik auf eindrucksvolle Weise, dass das Beratungsmodell, bei dem schwangere Frauen eine „ergebnisoffene“ Beratung durchlaufen, wenig dazu beiträgt, das ungeborene Leben effektiv zu schützen.

Auch die Forderung nach einer besseren „Versorgung“ mit Abtreibungseinrichtungen wird durch die Statistik widerlegt: Eine Steigerung der Abtreibungszahlen um über 2 Prozent lässt sich nur schwerlich erreichen, wenn gleichzeitig die Versorgung nicht ausreichend ist.

„Wer angesichts der Zahlen immer noch davon spricht, die Gesetzeslage in Deutschland sei zu wenig liberal und nicht frauenfreundlich genug, handelt in Wahrheit frauenfeindlich. Frauen leiden an Abtreibungen, nehmen hohe gesundheitliche Risiken bis hin zum Tod durch Abtreibungspräparate in Kauf und Kinder sterben dabei. Als Gesellschaft sind wir gefordert, dieses Leid weitestgehend einzudämmen: bessere Beratung, mehr Hilfe, mehr Schutz des ungeborenen Lebens sind dringend vonnöten“, so Cornelia Kaminski (siehe Foto), die Bundesvorsitzende der ALfA:

„Beim Marsch für das Leben am kommenden Samstag in Berlin gibt es eine gute Gelegenheit, für dieses Anliegen ein Zeichen zu setzen.“  

Die Aktion Lebensrecht für Alle  (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 10.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).

 


Bundessprecher Dr. Jörg Meuthen über die AfD und das Christentum

Aus einer aktuellen Erklärung des AfD-Chefs Prof. Dr. Jörg Meuthen:

Die Medien und etliche Kirchenvertreter lassen kaum einen Hinweis darauf aus, dass vorgeblich die Positionen der AfD für Christen keine Alternative sein könnten.

Viele Menschen glauben diesen Unfug ungeprüft. Er basiert aber auf völlig unzutreffenden Vorurteilen.

Um damit aufzuräumen, haben meine Parteikollegen Joachim Kuhs, Volker Münz und Holger Schmitt ein sehr lesenswertes Buch geschrieben mit dem vielsagenden Titel: „Mut zur Wahrheit – warum die AfD für Christen mehr als eine Alternative ist“ (https://jf-buchdienst.de/Buec…/Politik/Mut-zur-Wahrheit.html)

Joachim Kuhs, mit dem mich auch persönlich eine langjährige Freundschaft verbindet, ist Mitglied des EU-Parlaments und Sprecher der „Christen in der AfD“, Volker Münz ist kirchenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion und Holger Schmitt ist Sprachwissenschaftler.

Alle drei sind überzeugte, praktizierende Christen. Im Folgenden zitiere ich aus einer Rezension dieses Buches durch den Theologen und Publizisten Dr. Lothar Gassmann (siehe Foto):

„Der für Christen interessanteste und umfangreichste Teil des Buches ist der Beitrag ,Der Inhalt: Wofür die AfD wirklich steht‘. Nachdem noch einmal die massiven Verdrehungen von AfD-Aussagen durch die von linksgerichteten Mainstream-Medien propagierte ,Politische Korrektheit‘ vor Augen gestellt worden sind, werden die wirklichen Ziele der AfD anhand ihrer Programmatik vorgestellt und aus biblischer Sicht beleuchtet.

Dabei ergeben sich zum Teil große Schnittmengen zwischen dem AfD-Programm und dem christlichen Glauben, etwa in den Punkten: Ablehnung des Globalismus und antichristlichen Welteinheitsstaates, Schutz des Bargeldes […], Ablehnung der Auflösung der Geschlechter durch Gender Mainstreaming, Schutz der klassischen Ehe und Familie, Schutz des Erziehungsrechts der Eltern, Kampf für das Lebensrecht der Ungeborenen, Einsatz für verfolgte Christen und gegen Islamisierung, Appell zu einem differenzierten Umgang mit Betroffenen in der Migrationsproblematik.“ (https://www.joachimkuhs.de/mut-zur-wahrheit-warum-die-afd-…/)

Jeder Christ möge sich also die Frage stellen, wie er selbst zu den zuletzt genannten Themen steht und welche Position die versammelten Kartellparteien CDUCSUFDPSPDGRÜNELINKE hierzu einnehmen.

Schutz der klassischen Ehe und Familie? Von gestern, Ehe für alle!

Deutschland als souveräner Nationalstaat, der den eigenen Bürgern Schutz und persönliche Sicherheit gewährt? Ebenfalls von gestern, angestrebt werden die – sozialistischen – „Vereinigten Staaten von Europa“!

Kampf für das Lebensrecht der Ungeborenen? Von vorgestern, stattdessen fordern beispielsweise Jusos ungeniert, die bisherigen Fristenregelungen bei Abtreibungen komplett zu streichen. Da der entsprechende Beschluss der Jusos keine Empfehlungen für neue Fristenregelungen vorsieht, würde dessen vollständige Umsetzung faktisch die Möglichkeit der Abtreibung bis unmittelbar vor der Geburt mit sich bringen. (https://www.focus.de/…/grosse-aufregung-um-vorstoss-abbruch…)

Wir sind die einzigen, die eine echte Lebensschutz-Position vertreten. Deswegen sind auch viele in der AfD engagierte Christen beim „Marsch für das Leben“ dabei – der nächste findet am kommenden Wochenende in Berlin statt: https://www.bundesverband-lebensrecht.de/marsch-fuer-das-l…/

Wer also auch aus christlicher Sicht die Entwicklung Deutschlands, insbesondere seit Beginn der Kanzlerschaft von Merkel, nicht mehr länger hinzunehmen bereit ist, hat nur eine wirkliche politische Alternative von Bedeutung, nämlich uns.

Zeit für überzeugte Christen, diesem verirrten staatlichen Rad in die Speichen zu greifen.

Quelle: https://www.facebook.com/Prof.Dr.Joerg.Meuthen/posts/1745038578978173?__tn__=K-R


Deutschland wird Vorreiter im Tierschutz, aber nicht im Menschenschutz

Zum Gesetzesentwurf von Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU), der ab 2022 das Kükenschreddern in Deutschland verbieten wird, erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski (siehe Foto):

Bauernpräsident Joachim Rukwied sehnt den Tag herbei, an dem keine männlichen Küken mehr gleich nach dem Schlüpfen geschreddert werden müssen. Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft möchte den Ausstieg aus dem Kükentöten lieber heute als morgen.

Die Bundesagrarministerin fordert alle Bürger auf, auf Eier aus dem Ausland zu verzichten, falls dort weiterhin Küken geschreddert würden, denn das Töten von männlichen Eintagsküken sei ethisch nicht vertretbar. Für nur 2 Cent pro Ei könne man bereits kurz nach der Befruchtung das Geschlecht feststellen.

Renate Künast, Bundestagsabgeordnete der Grünen und vehemente Kritikerin des Schredderns, ist nun „voller Hoffnung“, dass keine Küken mehr getötet werden müssten.

Ohne Zweifel wird hier eine grausame Praxis beendet und der Verbraucher darauf hingewiesen, dass dies ein fairer Preis dafür sei, dass in Zukunft dieses Tierrechte missachtende Verfahren ein Ende findet.

Jeder Deutsche verzehrt pro Jahr durchschnittlich 236 Eier. Das macht bei Mehrkosten von 2 Cent pro Ei 4,72 € pro Person aus, bei 83 Millionen Einwohnern in Deutschland fast 400 Millionen Euro, die uns das Wohl der Küken wert ist.

Es ist erfreulich, dass die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zum Schutz von Küken vorlegt und die Bürger dazu auffordert, Mehrkosten in Kauf zu nehmen.

Es ist jedoch unfassbar tragisch, dass die grausame Tötung ungeborener Kinder dagegen schulterzuckend hingenommen wird.

Deutschland werde durch dieses Gesetz zum weltweiten Vorreiter in Sachen Tierschutz, hieß es aus dem Agrarministerium.

„Wünschenswert wäre jedoch, Deutschland würde sich zum weltweiten Vorreiter in Sachen Menschenschutz aufschwingen und wirksame Maßnahmen ergreifen, um das massenhafte Töten ungeborener Kinder zu beenden“, so Kaminski. „Aber hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Wer wie Renate Künast zwar Werbung für Abtreibung erlauben will, das Töten von Küken hingegen als ethisch nicht vertretbar bezeichnet, ist auf mehr als einem Auge blind.“

 

 


CDL trauert um CDU-Politiker Roland Rösler

Mit großer Trauer und Dankbarkeit nehmen die Christdemokraten für das Leben (CDL) Abschied von ihrem langjährigen Vorstandsmitglied Roland Rösler:

Heute wurde der frühere stellvertretende CDL-Bundesvorsitzende Roland Rösler und CDU-Landtags-Abgeordnete nach schwerer Krankheit im hessischen Heidenrod beigesetzt.

Die letzte Ehre erwiesen ihm in großer Dankbarkeit und Verbundenheit u.a. sein Weggefährte und Nachfolger im Wahlkreis Rheingau/Taunus, der hessische Innenminister Peter Beuth, und der ehem. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung.

Minister Beuth würdigte in seiner Traueransprache den großen persönlichen und politischen Einsatz des Verstorbenen in der CDU, für die deutsche Einheit, für das Wohl und die Würde des Menschen.

Die CDL war durch ihre Bundesvorsitzende Mechthild Löhr (siehe Foto) vertreten, die im Namen des CDL-Bundesvorstandes die große Verbundenheit und Dankbarkeit mit dem langjährigen CDL-Landesvorsitzenden ausdrückte und der Familie kondolierte.

Roland Rösler war seit der Gründung der CDL mit Johanna Gräfin von Westphalen und Hubert Hüppe MdB a.D. mit großem Engagement für den Lebensschutz aktiv. In zahlreichen Veranstaltung gab er sein großes Wissen weiter, das man in seinen Publikationen heute noch nachlesen kann.