Ermordeter Sir David Amess war gläubiger Katholik und aktiver Lebensrechtler

Nach dem Mord an dem Tory-Abgeordneten Sir David Amess ermittelt die britische Polizei wegen eines möglichen Terror-und Islamismus-Hintergrunds.

Der 69-j. Abgeordnete war am Freitag bei einer Bürgersprechstunde in einer Kirche in seinem Wahlkreis in Essex, Ostengland, von einem Attentäter mit mehreren Messerstichen ermordet worden. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen 25-j. Mann mit britischem Paß. Laut Medienberichten, die sich auf Polizeiinformationen berufen, ist er ein Muslim somalischer Herkunft.

Der Konservative Amess saß seit 1983 als Abgeordneter im Unterhaus, war verheiratet und Vater von fünf Kindern. Er genoß Amess über Parteigrenzen hinweg großes Ansehen. „Unsere Herzen sind voll Traurigkeit“, sagte Premierminister Johnson. Amess sei „einer der höflichsten, nettesten und besten Menschen in der Politik gewesen“.

Der gläubige Katholik galt als echter Gentleman. Er setzte sich für das Lebensrecht und gegen Abtreibung ein, zudem stimmte er gegen die Homo-Ehe. Gleichzeitig war er ein Gegner der Fuchsjagd und engagierter Tierschützer.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2021/islamistischer-terror-amess/


Münster: Gebetszug für das Leben am 23.10.

Die Lebensrechtsverein EuroProLife führt bald wieder seine jährliche Prozession gegen Abtreibung durch, wobei die Gläubigen weiße Holzkreuze tragen.

Der Gebetszug beginnt am Samstag, den 23. Oktober 2021, um 14:30 Uhr auf dem Sankt-Aegidii-Kirchplatz in Münster.

Die Teilnehmer gehen nach einer Kundgebung betend und singend durch die Innenstadt und beenden Ihre Pro-Life-Prozession auf dem Domplatz am Kardinal-von-Galen-Denkmal mit einer Abschlußkundgebung.

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USA: Corona-erkrankter Kardinal Burke ist auf dem Weg der Genesung

Raymond Leo Burke (siehe Foto), der amerikanische Kardinal und frühere Präfekt des obersten Vatikangerichtshofs (der Apostolischen Signatur in Rom), der unlängst schwer an Covid erkrankte, konnte am 3. September 2021 die Klinik verlassen und befindet sich mittlerweile in häuslichen Rehamaßnahmen in der Nähe seiner Verwandten.

Der theologisch konservative Kirchenmann und Lebensrechtler dankt den „Brüdern und Schwestern in Christus“ für alle „treuen und großherzigen Gebete„, vor allem aber Gott für die Erhörung der Fürbitten. Sein priesterlicher Sekretär sei nun aus Rom gekommen, um ihn bei Büroarbeiten und der Reha zu unterstützen.

Sein noch deutlich angeschlagener und erschöpfter Zustand mache „stetige Fortschritte“, so der Kardinal in einem Rundschreiben, aber die Genesung erfolge „langsam“, weshalb er versuche, „in Geduld zu wachsen“: Anscheinend werde es wohl einige Wochen dauern, bis er zu seinen normalen Akvititäten zurückkehren könne.

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Aktuelle Buch-Empfehlung: Der Verrat am C

Buch-Daten: Der Verrat am C. Eugen Abler. 320 Seiten. ISBN 978-3-87336-723-4. DIN A 5 Klappenbroschur. Preis: 18,90 Euro – Gerhard-Hess-Verlag

Bundesweit bekannt geworden ist der oberschwäbische Autor durch seine unbeugsamen Bekenntnisse als Lebensrechtler in vielen kritischen Redebeiträgen auf den CDU-Bundesparteitagen. (Wir haben hier im CF darüber berichtet.)

Aus Sicht von Eugen Abler hat die langjährige Bundesvorsitzende Merkel die CDU im Kielwasser des Zeitgeistes nach links geführt und damit das „C“ zum Erlöschen gebracht.

Als Beispiele nennt der Verfasser die Umsetzung der Genderideologie, das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare, die Ehe für Alle, die Abtreibungsthematik, die Frühsexualisierung der Kinder und die Einführung eines „dritten Geschlechts“.

Dieser Verrat am „C“ wiegt schwer. Im August 2020 ist der Autor nach 43 Jahren aus der CDU ausgetreten, um beim Blick in den Spiegel kein schlechtes Gewissen zu bekommen.

Eugen Abler, Jahrgang 1952, aufgewachsen und lebend in Bodnegg, Landkreis Ravensburg, Diplom-Kaufmann, im 47. Jahr Gemeinderat in Bodnegg, 15 Jahre Mitglied in der CDU-Fraktion des Kreistages, weitere ehrenamtliche Funktionen in Kirche und Gesellschaft. Umfassendes Engagement in der CDU als langjähriger Vorsitzender des Gemeindeverbandes Bodnegg, als stellv. Kreisvorsitzender, Mitglied im Bezirksvorstand, Delegierter auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene.

Das Buch kann hier bestellt werden: http://www.gerhard-hess-verlag.de/


Wo bleibt der Schutz für ungeborene Kinder?

Der evangelische Theologe Helmut Matthies (siehe Foto) ist Vorstandsvorsitzender der evangelikalen Nachrichtenagentur IDEA. Der lutherische Pastor war zudem jahrzehntelang Redaktionsleiter des Wochenmagazins idea-SPEKTRUM. Der Journalist lebt heute in Brandenburg an der Havel.

Sein Buch „GOTT kann auch anders“, das in zweiter Auflage im Fontis-Verlag erschienen ist, enthält bewegende Lebenserinnerungen und ist auch kirchenpolitisch sehr aufschlußreich.

Mit seiner freundlichen Erlaubnis dokumentieren wir hier vollständig seine Ansprache, die er am Samstag (18.9.) in Berlin bei der Kundgebung zum „Marsch für das Leben“ vor 4500 Teilnehmern gehalten hat:

Liebe Freunde des Lebens von Anfang bis zum letzten Atemzug!

Wir stehen hier an einem der historischsten Orte unseres Landes: am Brandenburger Tor. Wer heute – am 18. September – vor 32 Jahren gesagt hätte: „Die Mauer wird fallen!“ wäre in West-Berlin zum Psychiater geschickt worden. Auf der östlichen Seite hätte man ihn sofort verhaftet.

Dass die Todes-Mauer dann am 9. November 1989 wider Erwarten fiel, verdanken wir neben der Gnade Gottes besonders dem Mut vieler Christen in der DDR. Sie sind es gewesen, die vor allem gegen 40 Jahre Unrechtsregime aufgestanden sind.

DDR: Jedes 2. Kind wurde abgetrieben

Schweres Unrecht war in der DDR auch, dass fast jedes 2. Kind am Weiterleben gehindert wurde. Es wurde abgetrieben. So hieß es in der frei gewählten Volkskammer 1990. Auf jede der jährlich rund 200.000 Geburten kam eine Abtreibung. Für den atheistischen SED-Staat ist eben der Mensch vor der Geburt kein Mensch gewesen. Abtreibung gehörte zur sozialistischen Familienplanung.

Im Westen war Abtreibung zwar verboten, aber bei Notlagen – Indikation – erlaubt. So gab es sie auch dort hunderttausendfach.

Nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 vollzog sich ein erbitterter Kampf in unserem Volk: Soll die Fristenlösung à la DDR oder die westliche Indikationslösung gelten?
1995 entschied sich dann der Bundestag für eine modifizierte Fristenlösung: Abtreibung ist rechtswidrig, bleibt aber in den ersten drei Monaten straflos, wenn sich eine Schwangere beraten ließ.

Eine unlogische Entscheidung

Was für eine unlogische Entscheidung! Wer falsch parkt, wird bestraft. Wer aber sein Kind im Mutterleib töten lassen will, darf das – unter bestimmten Bedingungen.

In der Präambel unseres Grundgesetzes steht: Alle Politik soll in Verantwortung vor Gott und den Menschen erfolgen! Wenn das nicht geschieht, wenn sich nicht jeder vor Augen führt, dass er einmal vor Gott Rechenschaft ablegen muss für das, was er getan und gelassen hat, dann sind beim Thema Lebensschutz dies die Folgen:

Es fehlen 2,5 Millionen Geschöpfe Gottes

Seit 1995 fehlen uns offiziell mehr als 2,5 Millionen Geschöpfe Gottes, weil sie abgetrieben wurden. Unser Staat hat diese schwerste Menschenrechtsverletzung mit bisher über 1.000 Millionen Euro – einer Milliarde Steuergeldern – subventioniert: Jedes Jahr 40 Millionen Euro.

Doch damit nicht genug: Ab nächstem Jahr sollen vorgeburtliche Bluttests sogar von den Krankenkassen bezahlt werden. Das wiederum dürfte zum Tod von noch mehr Kindern mit genetischen Besonderheiten führen.

Das Leben eines kleinen Menschen ist in unserem Volk mittlerweile weniger wert als das eines männlichen Eintagskükens! Das nämlich darf ab nächstem Jahr nicht mehr getötet werden.

Doch nicht nur an seinem Beginn ist der Mensch in Gefahr, auch an seinem irdischen Ende. So wurde im letzten Jahr vom Bundesverfassungsgericht auch die Beihilfe zum Suizid für rechtmäßig erklärt.

Welche Partei ist noch gegen Abtreibung?

Am 26. September ist Bundestagswahl. Alle Parteien im Parlament – außer CDU/CSU und AfD – fordern in ihren Programmen: Abtreibungen sollen noch mehr erleichtert werden.

Und was sagen die C-Parteien konkret? – Leider erwähnen sie nicht einmal mehr das Thema Lebensschutz.

Seit der Wiedervereinigung ist es also mit dem politischen Schutz des Lebens ständig weiter bergab gegangen. Doch resignieren hilft nie! Wenn es dunkel ist, ist es besser, ein kleines Licht zu entzünden, als die Dunkelheit zu bejammern.

Rufen Sie also Ihre Wahlkreiskandidaten für den Bundestag an! Jetzt hören sie Ihnen mehr zu als nach der Wahl.

Informieren Sie Ihre Freunde, Bekannten und Ihre Gemeinden über Abtreibung und über Hilfen für Schwangere und Mütter. Unterstützen Sie Lebensrechtsorganisationen!

Und genauso wichtig: Bieten Sie selbst an, zu helfen. Je mehr glaubwürdige Botschafter für ungeborene Kinder es gibt, umso eher bessert sich die Situation für sie.

Vom Segen eines Down-Syndrom-Kindes

Auf einer Familienfreizeit erlebte ich eine Mutter mit ihrer Tochter. Sie hat Down-Syndrom. Nach einer Woche reisten sie vorzeitig ab. Ich konnte die Mutter noch nach den Gründen fragen.

Der Leiter ihrer Gruppe in der heimatlichen Lebenshilfe hatte angerufen: „Bitte kommen Sie zurück. Wir brauchen unter den Schwerstbehinderten einen, der lächelt. Uns fehlt das strahlende Gesicht Ihrer Tochter. Sie ist unser Sonnenschein.“

Ja, alle Kinder sind wert-voll! Alle Kinder sind Ebenbilder Gottes!

Bitte kämpfen wir alle noch mehr für sie!

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Starkes Signal: Tausende Teilnehmer beim Marsch für das Leben in Berlin

…….Foto: Axel Nickolaus

Jugendgruppen, Familien, Senioren, Gemeinden, Busgemeinschaften, Gäste aus dem In- und Ausland:

Vor dem Brandenburger Tor, umrahmt von Ständen der Mitgliedsvereine im Bundesverband Lebensrecht, nahmen 4.500 Menschen aller Altersgruppen am Marsch für das Leben teil.

Seit Jahren sind Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Gesellschaft dabei, darunter die Bischöfe Voderholzer aus Regensburg (siehe Foto) und Ipolt aus Görlitz, der Vorsitzende der Evangelischen Allianz, Ekkehart Vetter, Vertreter der orthodoxen Kirchen oder Johannes Singhammer (CSU), ehem. Bundestagsvizepräsident.

Viele weitere Persönlichkeiten unterstützen den Marsch durch Grußworte, u.a. Christine Lieberknecht (CDU), frühere Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen.

„Kinder wurden am Weiterleben gehindert.“ – So bezeichnete man in der DDR-Diktatur die Abtreibung. Über die Folgen sprach Helmut Matthies, Journalist und Vorsitzender von IDEA als Auftakt zum einstündigen Podium vor dem Demonstrationszug durch die Stadt.

Wie wichtig eine zugewandte Palliativversorgung ist und wie unmenschlich das Angebot von assistiertem Suizid, verdeutlichte Dr. Eissing von der Hospizbewegung Papenburg.

Die Lebensrechtsbewegung ist jung und kreativ. Sabina Scherer berichtete über ihre Motivation, den Podcast „Zellhaufen“ ins Leben zu rufen, die Jugend für das Leben wächst stetig, u.a. mit Pro-Life-Touren und -Kongressen.

Eine junge Studentin trug einen selbstverfassten, tiefgehenden Poetry Slam aus Sicht eines Kindes vor der Geburt vor.

Und die Lebensrechtsbewegung ist international: So wurde eine Fahne vorgestellt, die mit der pink-blauen Abbildung von kleinen Füßen, schon lange ein Symbol der Lebensrechtsbewegung, Verbreitung findet.

Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Band Gnadensohn und der blinden Sängerin Bernarda Brunovic begleitet. Im Anschluss an das Podium folgte ein zweistündiger, friedlicher Demonstrationszug durch die Berliner Innenstadt.

Die Botschaft an die Politik: Bei allem, was Sie entscheiden, prüfen Sie, ob diese Entscheidung mit der Menschenwürde jedes Menschen von der Zeugung bis zum Tod vereinbar ist. Mit einem Aufruf, dies auch den eigenen Bundestagskandidaten in Erinnerung zu rufen, und der Einladung zum nächsten Marsch für das Leben am 17.09.2022 endete eine große, mutmachende Veranstaltung.

Ein Mitschnitt kann auf der Facebook-Seite „Bundesverband Lebensrecht e.V.“, bei EWTN und auf YouTube abgerufen werden.

Quelle: Pressemeldung des Bundesverband Lebensrecht e.V.
www.bundesverband-lebensrecht.de


Aktiver Lebensrechtler Walter Schrader aus evang. Landeskirche EKBO ausgetreten

Der evangelische, theologisch konservative Christ Walter Schrader war von 1990 bis 2008 Geschäftsführer von KALEB (Kooperative Arbeit Leben Ehrfürchtig Bewahren), einem Lebensrechtsverband, der bereits kurz nach der „Wende“ in den neuen Bundesländern entstanden ist (wobei die Anfänge der Bewegung bis in die „DDR“-Zeit zurückreichen).

Seit Jahrzehnten haben wir gerne und sehr gut mit KALEB zusammengearbeitet, besonders mit Walter Schrader (siehe Foto), der zugleich Mitgründer vom „Marsch für das Leben“ in Berlin ist.

Kürzlich erschien sein Buch „Die KALEB-Geschichte“ mit dem programmatischen Untertitel „Unser Leben – für das Leben“ im Verlag für Kultur und Wissenschaft (VKW) von Prof. Dr. Thomas Schirrmacher.

Der einsatzfreudige Lebensrechtler ist jetzt gemeinsam mit seiner Frau Inge Schrader aus der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) ausgetreten; ihre Motive begründet das Ehepaar in einem Schreiben an den scheidenden Gemeindepfarrer Beyer – einer der Gründe: Der neue Pastor in Karow ist mit einem Mann verheiratet.

Sehr wesentlich für die Entscheidung zum Austritt ist die Haltung der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) und der EKBO zur Abtreibungsfrage, wobei die Frauenversammlung der EKBO sogar soweit ging, eine Abschaffung des §218 zu fordern – und somit die vollständige Abtreibungsfreiheit bis vor der Geburt (wie dies schon seit jeher die Grünen und die Linkspartei verlangen). Das evangelikale Ehepaar Schrader möchte nun in eine theologisch konservative Freikirche eintreten.

Walter Schrader hat uns seinen Austrittsbrief vom 28. August 2021 übermittelt, den wir hier mit seiner freundlichen Erlaubnis im vollen Wortlaut dokumentieren:

Lieber Herr Pfarrer Beyer,
wir möchten Ihnen persönlich Danke sagen und Ihnen für Ihren Ruhestand Gottes Segen wünschen, ebenso Ihrer Frau und Familie.

Es fällt uns schwer, Ihnen hiermit mitzuteilen, dass wir zum Monatsende aus der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Oberlausitz austreten. Letzter Anstoß dazu war, dass Herr Pfarrer Jörg Zabka, der mit einem Mann verheiratet ist, im kirchlichen Dienst Ihnen nachfolgt.

Das hat nun aber mit Homophobie nichts zu tun („Phobie“ = Angst). Wir sehen es als nicht bibelgemäß an, dass homosexuelle Pfarrer im kirchlichen Verkündigungsdienst stehen.

Ein weiterer Grund ist die Position der EKD und der EKBO zum menschlichen Lebensrecht, insbesondere zur vorgeburtlichen Kindestötung.

Schon seit langer Zeit sehen wir diese Entwicklung mit großer Besorgnis. Wir sind entsetzt, dass die Frauenversammlung der EKBO im Februar dieses Jahres die ersatzlose Streichung des Paragrafen 218 und 219a gefordert hat.

Das heißt: Freigabe der Abtreibung bis kurz vor der Geburt. Zudem soll die vorgeburtliche Kindstötung als normale medizinische Dienstleistung behandelt werden. Dass Christinnen so etwas fordern, macht fassungslos! Bei aller Achtung vor der Selbstbestimmung der Frau, findet sie doch die Grenze am Recht auf Leben ihres ungeborenen Kindes.

Als ehemaliger Mitinitiator vom „Marsch für das Leben“ bin ich sehr betroffen, dass die EKD und EKBO schon seit längerem zu dieser Pro-Life-Aktion eine ablehnende Haltung einnehmen, getreu dieser Linie auch unsere Gemeindeleitung.

Dieser jährliche „Marsch für das Leben“ will auf die hunderttausendfache Tötung vorgeburtlicher Kinder aufmerksam und Mut zu Familie und Kindern machen. Viele hauptsächlich ehrenamtliche Christen engagieren sich hoch motiviert in der Lebensrechtsbewegung bei Beratung und Hilfe für Schwangere in Not, begleiten auch Frauen, die Abtreibung erlebt haben.

Was mag man daran anstößig finden?! Müsste nicht gerade die Kirche für den Schutz und das Recht auf Leben jedes Menschen, auch der noch nicht geborenen, eintreten?

Unverständlich war auch das Schweigen der EKD zu dem skandalösen Beschluss des Europäischen Parlamentes vom Juni dieses Jahres („Matic-Bericht“), Abtreibung zum Menschenrecht zu erklären.  

Und auch dies noch: In dem multireligiösen Gottesdienst in der St. Marienkirche Berlin am Vortag des CSD stimmte eine Frau in Regenbogenfarben gehüllt „Allahu Akbar“ an – „Allah ist am größten“ (IDEA 30/31 vom 28.07.2021). Hier wurde also in einer christlichen Kirche ein Gott verherrlicht, der nicht unser Gott ist. Da fehlen einem die Worte.

Man könnte noch manches anfügen, wo wir leider sagen müssen: Mit dieser unserer Evangelischen Kirche verbindet uns kaum noch etwas.

Wie Sie sich denken können, gehen wir diesen Schritt des Austritts mit Wehmut. Ja, er ist uns wirklich schwer gefallen. Selbstverständlich bleibt unser Christ-Sein von all dem unberührt. Wir hoffen, alsbald in einer Freikirche eine neue geistliche Heimat zu finden.

Übrigens habe ich mich achtzehn Jahre im Rahmen des Lebensrechtsvereins KALEB e.V. für das menschliche Lebensrecht und für Schwangere und Familien eingesetzt. Daraus ist das beiliegende Buch „Die KALEB-Geschichte“ entstanden, das einen Einblick in diese Arbeit für das Leben geben will.  

Mit allen guten Wünschen, auch für das gesegnete Wohlergehen der Gemeinde in Karow verbleiben 

Freundlich grüßend
Inge und Walter Schrader

Dieser Brief ergeht auch an den Bischof der EKBO, Dr. Christian Stäblein

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Unser Stand hielt dem Regen stand – rege Gespräche über Bluttests bei Schwangeren

Von Cordula Mohr

Am Samstag, dem 28. August, gab es ab 10 Uhr unseren Infostand der ALfA (Aktion Lebensrecht für alle e.V.) auf dem Trakaiplatz in der Innenstadt von Rheine.

Unser Regionalverband Münsterland bot den Passanten vielseitiges Schriftenmaterial zum Mitnehmen.

Wir Lebensrechtler wollten dabei vor allem über den Praena-Test informieren, der kürzlich als Kassenleistung für Schwangere zugelassen wurde und von Lebensrechtsverbänden als „Rasterfahndung nach behinderten Kindern im Mutterleib“ kritisiert wird, was häufig zur Abtreibung führt.

Doch der Beginn der Informationsaktion war buchstäblich düster, es gab ständig Regenschauer und Nieselregen.

Umso erfreuter waren wir, als C&A uns erlaubte, den Stand unter das Überdach vor dem Kleidergeschäft zu stellen, so dass die Broschüren und Schriften trocken blieben.

Positiv überrascht waren wir auch von der einhelligen Kritik an der Kassenzulassung des Bluttests gegen Ungeborene, der vor allem gegen Trisomie-Kinder gerichtet ist.

Cordula Mohr mit ihrer Tochter und einem weiteren ALFA-Mitglied

Besonders Heilpädagogen, die sich beruflich mit behinderten Menschen beschäftigen, waren entsetzt über diese vorgeburtliche Selektionsmethode, die Kinder mit Down-Syndrom ausgrenzt.

Dabei wurde betont, daß gerade diese „Downies“ oft  liebenswerte und kreative Personen sind, die vielfach recht gut mit ihrem Leben klarkommen und sogar schon in Filmen mitgespielt haben.

Etliche Jugendliche interessierten sich vor allem für die Embryonenmodelle aus Kunststoff und waren überrascht über diese detailgenaue Ausführung eines ungeborenen Babys im dritten Monat.

Auch das sogenannte Post-Abortion-Syndrom, die seelischen Auswirkungen bzw. psychischen Belastungen einer Abtreibung, wurden zum Gesprächsstoff der jungen Passanten. Das vielseitige Material,  das auf dem Infostand auslag, wurde von jung und alt gerne mitgenommen.

Unsere Autorin Cordula Mohr aus Rheine ist Familienmutter, ALfA-Vorsitzende im Münsterland und Vize-Vorsitzende der CDL (Christdemokraten für das Leben) in NRW




US-Senat stimmt gegen steuerfinanzierte Abtreibungen: Republikaner setzen sich durch

Mit einer Resolution zum jüngsten Haushaltsentwurf des US-Senats haben die Republikaner dafür gesorgt, dass das sogenannte „Hyde Amendment“ weiterhin Erwähnung findet. Unterstützung erhielten sie dabei vom Demokraten Joe Manchin, der den US-Bundestaat West-Virginia im Senat vertritt. Das berichtet die katholische Wochenzeitung „Die Tagespost„.

Das Hyde Amendment, das 1976 erstmals beschlossen wurde, verbietet de facto die Finanzierung von Abtreibungen mit Steuergeldern.

Ende Mai hatte das Repräsentantenhaus, die erste Kammer des Kongresses, einen Haushaltsentwurf verabschiedet, in den das Hyde Amendment keinen Eingang fand. US-amerikanische Lebensrechtler und die US-amerikanische Bischofskonferenz hatten dies kritisiert.

US-Präsident Joe Biden hatte sich viele Jahre lang ebenfalls für „Hyde Amendment“ ausgesprochen. Während des parteiinternen Vorwahlkampfes der Demokraten änderte er im Oktober 2019 jedoch seine Position. Wohl auch, um sich nicht zu sehr von seinen Mitbewerbern abzusetzen, die sehr liberale Abtreibungsgesetze befürworteten.

Entscheidend dafür, dass das Hyde Amendment nun doch Erwähnung in dem am Mittwoch verabschiedeten, insgesamt 3,5 Billionen US-Dollar umfassenden Haushaltsentwurf fand, war eine Resolution des republikanischen Senators James Lankford, der den US-Bundesstaat Oklahoma vertritt. Diese wurde mit 50 zu 49 Stimmen knapp angenommen, hat allerdings keinen bindenden Charakter.

Der Zusatz erlaubt dem Vorsitzenden des Haushaltskomitee des Senats, die Finanzierung von Abtreibungen abzulehnen, verpflichtet ihn jedoch nicht dazu.

Mehrere US-amerikanische Lebensrechtler begrüßten die Entscheidung des Senats. „US-Steuerzahler sollten nicht gezwungen werden, Abtreibungen zu finanzieren oder das bedenkliche Werk von Abtreibungsärzten zu unterstützen“, erklärte ein Berater der Menschenrechtsorganisation ADF International.

Auch das Abstimmungsverhalten Manchins, der als einziger Demokrat im Senat für die Resolution stimmte, wurde positiv aufgenommen. Marjorie Dannenfelser, Vorsitzende der Organisation „Susan B. Anthony List“, dankte dem demokratischen Senator dafür, „dass er eine bemerkenswerte Ausnahme darstellte, indem er sich für ungeborene Kinder, ihre Mütter und die Lebensschützer unter den US-Steuerzahlern stark macht“.

Quelle: ALFA-Newsletter – Foto: Dr. Edith Breburda


EU: Matic-Bericht will „Recht auf Abtreibung“

Hedwig von Beverfoerde

Am kommenden Mittwoch, den 23. Juni, wird das EU-Parlament über den Bericht des kroatischen Sozialisten Predrag Matić abstimmen, der es wirklich in sich hat.

Neben der ungeheuerlichen Forderung eines „Menschenrechts auf Abtreibung“ und ungehindertem, kostenfreiem Zugang zu Abtreibungen in allen Mitgliedsstaaten, geht es im Matić-Bericht ausdrücklich auch darum, Familienschutz- und Lebensrechtsorganisationen, die sich gegen Gender und LGBT-Propaganda einsetzen – also z.B. DemoFürAlle – zu „bekämpfen“.

Obwohl das EU-Parlament dafür gar nicht zuständig ist, werden überdies alle Mitgliedsstaaten darin aufgefordert, Sexualerziehung bereits in der Grundschule nach den Vorgaben der WHO verpflichtend zu machen und zwar so, „dass bei der Vermittlung von Informationen die Vielfalt der sexuellen Ausrichtungen, der Geschlechtsidentitäten, der Ausdrucksformen und der Geschlechtsmerkmale zum Ausdruck kommt“.

Hormonbehandlung und Operationen sollen frei zugänglich sein und die Kosten von den staatlichen

Krankenversicherungen übernommen werden.

Gute Argumente bietet diese ausführliche Analyse des Matić-Berichts. In vielen europäischen Ländern laufen jetzt Protestaktionen – am 21. Juni finden z.B. in Wien und am 23. Juni in Brüssel jeweils Kundgebungen statt.

Vor sieben Jahren ist es uns mit einer kraftvollen und überraschenden Protestaktion schon einmal gelungen, den sehr ähnlich lautenden Estrela-Bericht zu verhindern.

Unsere Autorin Hedwig von Beverfoerde leitet die Initiative „DemoFürAlle“, die sich seit langem für Ehe, Familie und christliche Werte einsetzt