ALfA empört über Vorstoß evang. Theologen

Kirche soll Suizidhelfern keine Konkurrenz machen

Zu Presseberichten über die Forderung hochrangiger Amtsträger der evangelischen Kirche in Deutschland, kirchliche Einrichtungen sollten künftig auch Suizide in ihren Einrichtungen zulassen und begleiten, erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski (siehe Foto):

Als überparteiliche und überkonfessionelle Lebensschutzorganisation mit protestantischen Wurzeln ist die Aktion Lebensrecht für Alle verstört und empört über die jüngste Forderung des Vorsitzenden der Kammer für öffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD), Reiner Anselm, und des Präsidenten des evangelischen Wohlfahrtsverbands Diakonie, Ulrich Lilie.

Sollten EKD und Diakonie tatsächlich begleitete Suizide in von ihnen betriebenen Einrichtungen „anbieten oder zumindest zulassen“, betrieben sie de facto das Geschäft der right-to-die-societies wie des Vereins „Sterbehilfe Deutschland“ und der „Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben“. Das kann unmöglich Ziel der EKD sein. Kirchen sollten Besseres zu tun haben, als Suizidhelfern Konkurrenz machen zu wollen.

Die ALfA teilt wie andere Lebensrechtler auch den Ansatz, gemäß dem das Urteil über Suizidwillige Gott zu überlassen ist, der allein auf den Grund der menschlichen Herzen blicken kann. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass Suizide in kirchlichen Einrichtungen willkommen geheißen und begleitet werden sollten – im Gegenteil.

Wer Suizide auch „nur“ toleriert, bestätigt damit das Urteil, das der Suizident über sein Leben fällt. Ob man sich dessen bewusst ist oder nicht: Suizidhilfe anbieten bedeutet Akzeptanz der subjektiven Sicht des Selbstmordwilligen, der seine aktuelle Lebenssituation für lebensunwert hält. 

Aus Sicht der ALfA ignoriert der Vorstoß der evangelischen Amtsträger zudem zahlreiche wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse der in der Suizidforschung und -prävention tätigen Mediziner und Forscher. Demnach ist Suizidalität nicht nur heilbar, sondern auch hochgradig ansteckend.

Es wäre völlig absurd, wenn die Evangelische Kirche – wie etwa an Weihnachten geschehen – Gottesdienste untersagt, um mit einfachen Mitteln zu verhindernde Ansteckungen mit dem Virus SARS-CoV-2 in ihren Kirchen völlig auszuschließen, sich aber bereitfände, das Suizid-Virus in ihren Einrichtungen durch – ganz anrührend und herzerwärmend – gestaltete Lebensabschiedsfeiern zu verbreiten.

Fakt ist: Suizidale brauchen Hilfe. Alle Anstrengungen müssen sich ausschließlich darauf richten, diese so professionell wie rechtzeitig bereitzustellen und die Lebenssituation der Suizidwilligen zu verbessern. Eine Akzeptanz oder gar Begleitung von Suiziden in kirchlichen Einrichtungen erweist nicht nur suizidalen Menschen einen Bärendienst, sondern macht auch den Suizid salonfähig und begünstigt darüber hinaus schwerwiegende seelische Verletzungen von Mitbewohnern, Angehörigen und Bekannten.“

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) tritt für das uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen ein – ob geboren oder ungeboren, behindert oder nicht, krank oder gesund, alt oder jung. Die ALfA hat mehr als 11.000 Mitglieder und ist Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).


Warum der Spielfilm „Unplanned“ ebenso glaubwürdig wie erschütternd ist

Von Cordula Mohr

Der amerikanische Spielfilm „Unplanned“ (Ungeplant) ist ergreifend und erstaunlich gut gemacht. Ich kenne bereits die Biographie LEBENSLINIE, die diesem neuen Streifen zugrundeliegt (siehe dazu meine Besprechung: https://charismatismus.wordpress.com/2012/10/15/buch-tip-fur-lebensrechtler-lebenslinie/).

Hier gilt, was sonst selten der Fall ist: Der Film kann dem Buch durchaus das Wasser reichen.

Die hier erzählte Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten, nämlich der Bekehrung von Abby Johnson (siehe Foto), die eine Abtreibungsklinik in den USA leitete, sich dann mit Grau(s)en davon abwendet und zum katholischen Glauben findet.

Es wird niemand als Person verurteilt (die teiweise traurigen Gesichter der Schwangeren nach einer Abtreibung werden freilich gezeigt), aber die Fakten um die Tötung ungeborener Kinder und das Geschäft mit der Abtreibung sind total glaubwürdig dargestellt.

Abby hat selbst in diese entmutigten Gesichter geschaut. Das wird im Buch noch viel deutlicher beschrieben. Abby Johnson verschweigt nichts und der ganze Film ist authentisch. Man spürt, dass eine wahre Geschichte zugrundeliegt.

Zum Schluss, als Abby zu den Pro Lifern (Lebensrechtlern) herüberwechselt, sagt sie zu ihnen bei einer Mahnwache: „Betet an dem Zaun weiter. Immer, wenn ihr gebetet habt, sind einige Frauen nicht zu ihrem Abtreibungstermin gekommen.“

Es sollte uns weiter ermuntern, auch in Deutschland vor den Abtreibungskliniken zu beten, wie dies etwa durch die Initiative Europrolife in einigen Großstädten seit Jahrzehnten geschieht.  

Abby Johnson (siehe Foto) war wohl nur kurze Zeit Leiterin einer solchen Klinik von Planned Parenthood (der Mutterorganisation von Pro Familia, die eigentlich Anti-Familia heißen müßte). Sie erhält diese leitende Stellung und zögert zunächst damit, weil sie dabei zugleich die Abtreibungszahlen erhöhen soll, zumal ein neues größeres Gebäude in Planung ist, das finanziert sein will. Dennoch nimmt sie den Posten an, zumal sie damals noch unbekehrt ist.  

Im Buch wird etwas besser als im Film beschrieben, wie Abby in den Gottesdiensten und Kirchen ein schlechtes Gewissen bekommt und eine Kirchengemeinde ihre Anwesenheit eigentlich nicht wünscht bzw. allenfalls duldet.

Der Anfang von „Unplanned“ beginnt mit einer Abtreibung, die auf Ultraschall mit einer exakten Auflösung zu erkennen ist. Man sieht: Das Rückgrat des Babys ist schon klar ausgebildet. Auch den Herzschlag des ungeborenen Kindes hört man deutlich.  

Im Buch wird diese Szene, in welcher Abby den Ultraschallkopf halten sollte, auch sehr anschaulich beschrieben. Im Film sagt der Abtreibungsarzt, als das ungeborene Kind in einer größeren Saugkanüle zerstückelt wurde, noch beiläufig: Beam me up, Scotty!  

Manches erinnert an den Dokumentarfilm „Der stumme Schrei“ von Dr. Nathanson, einem ehem. Abtreibungsarzt, der sich ebenfalls bekehrte und später ein bekannter Lebensrechtler und katholischer Christ wurde. Durch die moderne Technik ist nun aber vieles genauer zu sehen.  

Zum Geschäftsaspekt der Abtreibung in der PP-Klinik: Abby war mitlerweile so weit, dass sie einigen Frauen in finanziellen Nöten empfahl, möglichst schnell ihr Baby abzutreiben, weil der Preis an der Größe des kindlichen Kopfes gemessen wurde. Je kleiner der Kopf, desto günstiger die Abtreibung.

Um festzustellen, dass alle Körperteile des Babys abgesaugt worden sind, wird das zerstückelte Embryo durch Angestellte in separaten Räumen gleichsam wieder zusammengelegt und nachgeschaut, ob nichts in der Gebärmutter zurückgeblieben ist.

Zeitgleich saßen die Ex-Schwangeren narkotisiert im Aufwachraum; gäbe es „vermißte“ Körperstücke ihres Babys, dann hätte man diese Frauen erneut ins Behandlungszimmer gebracht. Eine andere Szene beschreibt eine ähnliche Situation: Der Abtreiber hatte die Gebärmutterwand präforiert und die Frau blutete infolgedessen stark.

Zuletzt berichten Film und Buch darüber, daß Abbys früherer Arbeitgeber PP rechtlich gegen sie geklagt hat, wobei sie den Prozeß im US-Bundesstaat Texas gewonnen hat.

Ich habe in den letzten Jahren noch keinen derart aktuellen und erschütternden Film zum Thema Abtreibung gesehen. „Unplanned“ muß möglichst breitflächig in unsere Kinos kommen und sollte alle Zuschauer/innen aufrütteln. Wir können den fast zweistündigen Film aber auch selber als DVD bestellen und sollten diese Chance nutzen.

Weitere Hinweise und Infos zum FILM hier: https://ja-zum-leben.de/unplanned_film/

Unsere Autorin Cordula Mohr ist dreifache Mutter und aktive Lebensrechtlerin; sie leitet den Münsterland-Regionalverband der ALFA (Aktion Lebensrecht für alle) und gehört zum Vorstand der CDL (Christdemokraten für das Leben) in NRW.

HIER ergänzend die Film-Besprechung des Medizin-Professors Dr. Paul Cullen aus Münster: https://charismatismus.wordpress.com/2020/09/07/film-unplannend-was-sie-sah-aenderte-alles/


Neuer Lebensrechts-Film in den USA gestartet: The Order of Rights

In den USA läuft seit dem 2. Oktober ein Spielfilm der Stone Road Productions, der sich ähnlich wie „Unplanned“ mit dem Drama der Abtreibung befaßt und hier besonders die Rolle der Väter miteinbezieht. Es bleibt zu hoffen, daß der ergreifende Streifen es in die europäischen und deutschen Kinos schafft.

Sein Titel lautet: „The Order of Rights“ = Die Ordnung der Rechte.

Der Pro-Life-Film wirft die Frage auf, ob das Kind im Mutterleib eine Person mit allen Grundrechten ist oder nicht.

Es geht hierbei um eine junge alleinstehende Frau namens Emma Stein, die schwanger geworden ist und von ihrer Mutter in Richtung Abtreibung gedrängt wird. Der Kindsvater Ethan Carpenter will seiner Partnerin helfen, das Baby auszutragen. Doch Emma hat sich bereits für eine Abtreibung entschieden.

Ethan und seine Familie reichen eine Klage im Namen des Lebensrechts für alle ein – und daraus wird ein national beachteter Gerichtsfall. Die Richter müssen ein Urteil fällen, ob das ungeborene Kind eine Person mit allen ihr dann zustehenden Rechten ist oder nicht.

Dabei steht das Recht auf Leben in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung an erster Stelle: Recht auf Leben, Freiheit und Streben nach Glück – daher der Titel „Die Ordnung der Rechts“ – es könnte auch von einer „Hierarchie“ der Grundrechte die Rede sein, auf der die amerikanische Verfassung beruht.

Filmregisseur Jim Ball erklärt, bei den meisten Abtreibungen werde das Recht auf Leben vom „Glücksstreben“ der Mutter und ihres Umfeldes verdrängt. – Produzent Steve Ball pflichtet ihm bei: „Wir hoffen, daß dieser Film diejenigen ergreift, die eine Abtreibung hinter sich haben, damit sie wissen, daß sie Vergebung erhalten und Heilung erfahren können.“


Münster: Lebensrechtler-Gebetszug am 10.10.

Nachdem die Kreuze-Aktion für das Leben (Prozession mit weißen Holzkreuzen) in Münster Mitte März wegen der Corona-Krise abgesagt wurde, findet der Gebetszug nun am Samstag, den 10. Oktober 2020 statt.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist dscf0960.jpg.

Die Initiative von „Europrolife“ aus München beginnt wie jedes Jahr mit einer Kundgebung auf dem Kirchplatz von St. Aegidii unweit des Domes um 14,30 Uhr. Danach gibt es eine Prozession mit Gebeten, Liedern und stillen Pausen durch die Innenstadt Münsters mit dem Ziel Kardinal-von-Galen-Denkmal auf dem Domplatz.

Seit über 10 Jahren wird dieser friedliche Gebetszug von linksradikalen Randalen gestört und oft auch behindert, so daß die Lebensrechtler ihr Versammlungsrecht nur mit Hilfe eines massiven Polizeischutzes ausüben können.

Auch in diesem Jahr haben fanatische Aktivisten wie z.B. das „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ (Abtreibung ist aber Fremdbestimmung über andere!) wieder zu Protesten aufgerufen. Die Gegner treffen sich am selben Samstag um 15 Uhr auf dem Prinzipalmarkt an der Lamberti-Kirche.

BILD: An dem Gebetszug mit weißen Holzkreuzen in Münster beteiligen sich jedes Jahr auch katholische Geistliche (hier ein Pater der Petrusbruderschaft)


So erlebte ich den „Marsch für das Leben“

Von Lucia Tentrop

In Berlin war wieder der „Marsch für das Leben“. Meine Freundin Maria hat bei den Vorbereitungen mitgearbeitet. Sie hatten auf 1.500 Mitgänger gehofft, aber es waren ca. 3.000. Auf der einen Seite des Brandenburger Tors waren die eigentlichen Demonstranten – auf der anderen die Gegendemonstranten.

Letztere verweigerten jede Meinungsäußerung an den Reporter. Die kommen nur zum Stören und werden fürs Sitzblockaden und Dabeisein bezahlt, können und dürfen aber keine Auskünfte geben.

Die Störungen waren wegen der Trennung durch das Brandenburger-Tor nicht so schlimm wie früher. Da mussten die Gegendemonstranten aus dem Marsch polizeilich herausgeholt werden

Ich habe das mal selbst direkt hinter mir erlebt und hatte ziemliche Angst. Man durfte sich ja nicht wehren, weil immer die Gefahr besteht, dass die Christen in der Presse als Randalierer dastehen. In Münster war das mal ganz schlimm.

Foto Axel Nickolaus

Der Berliner Erzbischof Koch und ein paar andere Oberhirten wie der Regensburger Bischof waren dabei. Natürlich auch jede Menge Polizisten.

Der zwischendurch eingeschaltete Radio Horeb Sender berichtete, dass in den USA bereits eine Gruppe anstrebt, die Tötungserlaubnis über die Geburt hinaus zu verlängern, sofern das Wohlergehen der Eltern durch das Kind gefährdet ist. – Was dazu treibt, ist wohl der Konflikt zwischen der zunehmenden Bevölkerung und Zerstörung unserer Erde durch den Menschen – und seinem Wunsch, für die bereits Situierten den Wohlstand zu erhalten.

Die Fernsehübertragung erfolgte nur über RTDeutsch (Russland)  und EWTN (USA). In den Berlin-Nachrichten von RBB um 19 Uhr wurde die Demo für einige Sekunden erwähnt, in den ARD-Nachrichten um 20 Uhr – wie üblich – totgeschwiegen. Trotzdem wächst die Gruppe von Jahr zu Jahr weiter.

Ich komme mir in Berlin manchmal vor wie in einer Neuauflage des Nazi-Regimes – nur dass die Diktatur von links zu kommen scheint, weil da auch die Feministinnen sind. Die moderne Selbstabwertung des Menschen, die mir heute wieder bewusst wurde, ist mir unheimlich. Vielleicht profitiert von diesem Versinken unserer eigenen Kultur eine ganz andere Macht.

Es war aber auch etwas sehr Positives dabei: Eine sehr natürliche und weibliche Frau um die 40 berichtete öffentlich von ihrem Schicksal, dass ihr 4. Kind, das sie erwartete, mit einem fehlgebildeten Kopf zur Welt kommen und nicht lange leben würde. Da schien eine Abtreibung nahezuliegen.

Aber die Ärztin und ihr Mann standen zu ihr, damit sie das Kind austrug. Sie nahm die Situation an, obwohl sie wusste, dass das Kind bald nach dere Geburt sterben würde – was dann auch geschah.

Das war so beeindruckend, wie diese durch und durch beseelte und blühende Frau ihr Leiden schilderte und verkraftet hat, dass ich das nie vergessen werde. Gut, dass es auch solche Menschen gibt. Was sind dagegen diese ewig unzufriedenen Emanzen!

Unsere Autorin Lucia Tentrop ist katholische Theologin, Pädagogin, Malerin und Musikerin; sie lebt in Berlin  –  hier ihre Homepage: www.lucia-tentrop.de


Bistum Regensburg kritisiert Medienberichte über den „Marsch für das Leben“ in Berlin

Pressemeldung des Bistums Regensburg:

Manches am Marsch für das Leben hat bereits quasi-rituellen Charakter. Dazu gehören Anfragen, ob man denn an einer Kundgebung teilnehmen wolle, die rechtsextrem unterwandert sei. Begründet mit obskurem Twittergeraune, Facebook-Gerüchten oder linksextremen Empörungsphantasien.

Neu war in diesem Jahr, dass sich der Bayerische Rundfunk hergab, dieser Gerüchteküche den Mantel des Ernstzunehmenden umzuhängen.

Zum Ritus gehören auch die Aufrufe von Sozialdemokraten, Grünen, Linken und anderen, gegen die Lebensrechtler zu „demonstrieren“, was de facto darauf hinausläuft, Bürgerinnen und Bürger gewaltsam zu hindern, ihr Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit wahrzunehmen.

BILD: Der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer nimmt seit Jahren am Berliner Lebensrechtler-Marsch teil (so auch diesmal)

Es ist nur dem massiven Einsatz und der professionellen Strategie der Berliner Polizei zu verdanken, dass der Marsch für das Leben stattfinden kann. Beim diesjährigen Marsch für das Leben gelang der Polizei dies besonders gut.

Im Jahr 2020 war ansonsten so manches anders als in den Jahren zuvor. Coronabedingt hatten sich weniger Menschen auf den Weg nach Berlin gemacht als ansonsten üblich.

Dennoch: 3.500 Lebensschützer trafen vor dem Brandenburger Tor zusammen. Dabei fiel auf: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer würde man eher zu den jungen Menschen zählen. Es waren wohl besonders die Älteren, die in Coronazeiten zu Hause blieben.

FORTSETZUNG hier: https://www.bistum-regensburg.de/news/jedes-leben-zaehlt-und-ist-kostbar-marsch-fuer-das-leben-2020-7657/

Foto: Pressestelle Bistum Regensburg


„Jubelparteitag“ der Republikaner in den USA mit einem klaren Plädoyer für das Leben

Von Dr. Edith Breburda

In kritischen Zeiten hatten die Vereinigten Staaten immer den richtigen Präsidenten. „Der diesjährige Parteikongress der Republikaner war der beste, den ich je gesehen habe. Die  verschiedenen Redner waren Amerikaner, die ihre Liebe und ihren Respekt für unser Land und die Prinzipien, auf denen es gegründet wurde, zeigten“, schrieb Pfarrer Frank Pavone, der nationale Direktor der „Priester für das Leben“.

Das Weiße Haus diente in der vierten und letzten Nacht des Parteitags als Kulisse. Präsident Trump, der von den Delegierten für eine zweite Amtszeit nominiert wurde, hielt danach eine 70-minütige Rede.

Seine Kritiker reden von einer „Jubelshow“, die aus dem Mafiaboss-Film The Godfather stammen könne. Dieser Eindruck wurde noch verstärkt, als am Ende des Parteitags ein Opernsänger sogar das Ave Maria sang: https://www.youtube.com/watch?v=UTVIMCEuj5c und https://www.kath.net/news/72679

Dieser Vorgang sei grotesk, empörte sich eine Sprecherin von CNN.

Trumps Familie hatte sich auf der Tribüne versammelt. Selbst die Eltern von Melania saßen hinter ihrem inzwischen sehr groß gewordenen Enkel Barron.

In etwa zwei Monaten findet die 59. Präsidentschaftswahl der USA statt. Sie wird über die Zukunft des Landes entscheiden.

Der sichtlich erregte Ex-Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani, wies darauf hin, dass “Amerika in kritischen Zeiten in unserer Geschichte immer mit dem Präsidenten gesegnet war, der uns durch die schweren Zeiten hindurch brachte.“

Er bat den Präsidenten darum, das Land wieder sicher zu machen. So redet jeder von der entscheidendsten Wahl in der Geschichte der USA (https://www.youtube.com/watch?v=Jvc0j1Obgf8).

Es gehe darum, sagte er weiter, „ob wir den amerikanischen Traum retten oder ein sozialistisches Land werden, das wir nicht mehr wiedererkennen würden.“

So wirft auch der Ex-Demokraten-Kongressabgeordnete Jeff Vcan Drew, der zu den Republikanern gewechselt ist, seiner früheren Partei eine ultrasozialistische Agenda vor:

„Meine ehemalige Partei, die nun von Radikalen geführt wird, schreibt Joe Biden vor, was er tun soll. Dieselben Radikalen versuchen, ihn als ihren Marionetten-Präsidenten zu installieren.“

Der frühere Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Tim Murtaugh, ist nicht der Einzige, der Biden als trojanisches Pferd der radikalen Linken bezeichnet.

Biden ist seit 1972 in Washington und hatte genug Zeit, seine Ideen umzusetzen – man fragt sich, wieso er jetzt erst, nachdem er überall versagt hat und immer auf das falsche Pferd setzte, ein besserer Präsident als Trump sein sollte?

Als man ihn neulich fragte, ob er sich eine zweite Amtszeit vorstellen könnte, sagte er zum Entsetzen seiner Vizepräsidentskandidatin, dass er sich das definitiv vorstellen könnte. Hofft sie doch, schon recht bald an die Stelle des 78-jährigen Biden treten zu können. Allerdings sieht Murtaugh in Biden einen schwachen Kandidaten, dessen politische Karriere in den letzten 47 Jahren fehlgeschlagen sei.

Biden will ein „Amerika made in China“, während der amtierende Präsident darauf hinweist, als Garant für ein „Amerika made in USA“ zu stehen.

BILD: Amerikas First Lady Melania Trump

„Biden ist nicht der Erlöser – wie will er Amerika regieren, wenn er es vorher zerstört hat?“, fragte Trump. Es handelt sich um eine Anspielung gegen jene Linken, die Gesetzlosigkeit propagieren und kein Interesse an Recht und Ordnung haben und am Ende noch der Polizei die staatlichen Gelder entziehen wollen.

Dem Präsidenten sind die Hände gebunden, er kann nichts gegen Plünderer und Gewalttaten in den von Demokraten geführten Städten unternehmen.

Die Gouverneure müssen ihn um Hilfe bitten, was sie in einigen Städten bisher nicht getan haben. Auch beim Parteitag war der Tumult von Protestierenden zu hören. Sie belästigten die Gäste des Abends, als diese nachhause gehen wollten.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Teilnehmer von Trump-Veranstaltungen massiv beschimpft, bespuckt, bedroht und niedergeschlagen werden, ohne dass die linken Medien überhaupt darüber berichten oder jemand zur Verantwortung gezogen wird.

Trumps Gegner werfen ihm immer wieder vor, sich nicht um „Black Lives Matter“ zu kümmern. Der Präsident betont hingegen, das Leben aller Amerikaner zu schützen und zu achten, ob geboren oder ungeboren.

Sein entschiedener Einsatz gegen Abtreibung ist der Hauptgrund, dass prominente Lebensrechtler wie die Ex-Abtreibungsdirektorin Abby Johnson (siehe Foto) sich für ihn aussprechen – ebenso der Teenager Nicki Sandman (der wegen seiner MAGA-Kappe auf dem Marsch für das Leben 2019 von Medien unfair verteufelt wurde: https://www.youtube.com/watch?v=RERNDjwv7DU).

Auch die katholische Ordensfrau Dede Byrne (siehe Foto), eine Chirurgin und ehem. Offizierin der U.S.-Armee, unterstützt den Präsidenten in seinem Einsatz gegen Abtreibung und will vor allem für ihn beten. (https://www.youtube.com/watch?v=WZrlXvNO9VQ&feature=youtu.be).

Viele Redner schildern wie Trump ihnen persönlich geholfen hat. Dem Ehepaar Müller aus Arizona, deren Tochter Kayla von Islamisten entführt, gefoltert und ermordet wurde, ohne dass Obama oder Biden einschritten (https://kvoa.com/news/top-stories/2020/08/28/video-parents-of-isis-victim-kayla-mueller-speak-on-final-night-of-the-rnc/).

Man berichtete von unzähligen Telefonaten, die Trump führt, wenn Leute in irgendeiner Weise ein schweres Schicksal ereilte. Die Herzen waren von Mitgefühl erfüllt, als das Fernsehbild auf die drei Kinder umschwenkte, deren Mutter  –  eine Polizistin  – kaltblütig von BLM-Plünderern erschossen wurde.

Das Halleluja von Alice Marie Johnson klang in ihrer Rede über die Lautsprecher  – es war das erste, was ihr in den Sinn kam, als sie hörte, dass Präsident Trump sich für ihre Begnadigung engagiert hatte. Sie saß 22 Jahre im Gefängnis wegen illegalen Drogenhandels. (https://www.youtube.com/watch?v=5uq_4mk6Vw0&feature=youtu.be)

Auf dem Parteitag  –  der mit einem grandiosen Feuerwerk endete (https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=X1J5Du8FmzY)  – wurde ein Amerika der unbegrenzten Möglichkeiten vorgestellt:

Ein Land, das bereit ist, stärker und besser als je zuvor aus der Krise hervorzugehen. Ein Land, dessen Stock-Märkte ansteigen, sobald der Präsident am Mikrophon steht.

„Der Parteitag der Demokraten war ein „Weltuntergangs Zoom Meeting“, in der Trump massiv kritisiert wurde. Es fiel kaum ein Wort darüber, wie man regieren will“, bemerkte ein Journalist.

Biden ist ein Trojanisches Pferd der Sozialisten, so hört man nicht nur Trump sagen.

Selbst wenn progressive Katholiken wie die Ordensfrau Simone Campbell und der liberale Jesuitenpater James Martin auf dem Parteitag der Demokraten etwa die „friedlichen“  Demonstrationen hervorhoben.

Und selbst wenn (Taufschein-)Katholiken wie die so gebetsfreudige Sprecherin des Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, oder der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, nichts gegen Abtreibung einwenden und stattdessen ihren Glauben damit begründen, den Armen zu helfen zu wollen, den Rassismus zu verabscheuen und eine willkürliche Einwanderung in die USA zu unterstützen etc, werden sie damit immer weniger christliche Wähler beeindrucken.

„Wir wollen ein Amerika mit Gott, die Demokraten hingegen eines ohne ihn“, sagte Präsident Trump. „Und wenn die Demokraten toben, wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind,“ erwähnt der Präsident oft, wie seine Tochter Ivanka berichtete.

Ivanka Trump stellte ihren Vater auf dem Parteitag vor. Washington habe nicht ihn verändert, sondern er habe Washington geändert, erklärte sie.

Politiker beschweren sich gerne über Probleme, anstatt sie zu ändern. Es komme auf die Resultate an, betonte Ivanka. Welches Amerika wollen wir? Ein Land in Sicherheit? Wo jeder die Chance hat, etwas zu erreichen, je nach seinen von Gott gegebenen Talenten?

Sie hielt eine Rede über das, was der Präsident erreicht hatte – ganz abgesehen von dem jüngsten Friedensvertrag zwischen Israel und den VEA (Vereinigten arabischen Emiraten), weshalb ihn einige für den Friedensnobelpreis vorschlagen wollen.

Und hätte man Trump regieren lassen, sähe es noch besser aus, hört man viele Stimmen. Man hätte den Präsidenten nicht „impeached“, während Corona schon vor der Tür stand.

Wen die Amerikaner zum Präsidenten wählen wollen, müssen sie nun am 3. November entscheiden.

Ein letzter Versuch der Demokraten, die Wahl zu manipulieren, seien Briefwahlen, behaupten einige, zumal sogar schon verstorbene Haustiere Wahl-Unterlagen bekommen haben. Wenn der Wahlumschlag vorfrankiert ist, kann man die Wahlzettel noch nach der Wahl ausfüllen und einsenden. Wenn bis 20. Januar 2021 kein Ergebnis vorliegt, wird automatisch die Demokraten-Politikerin Nancy Pelosi amtierende Übergangs-Präsidentin.

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Tierärztin, Bioethikerin und Sachbuchautorin; sie lebt seit vielen Jahren in den USA


Kinderarzt schrieb ansprechendes Kinderbuch

Von Cordula Mohr

Der sechsfache Familienvater, bekannte Lebensrechtler und Medizin-Professor Dr. Holm Schneider schrieb ein lesenswertes Kinderbuch mit dem Titel: „Warum Vampire nicht gern rennen“, das jetzt im im Stachelbart-Verlag erschienen ist.

Das fotografisch illustrierte Werk ermöglicht den Lesern einen interessanten Einblick in das Leben von Flo und Carolin, die beide mit einer Behinderung geboren wurden.

Trotz Ablehnung aus Teilen der Gesellschaft werden die beiden Kinder zu guten Freunden – und Flo zeigt Carolin seine ganz eigenartige innere und äußere Welt; sie ist spannend zu entdecken, zumal die meisten Kinder des Dorfes sagen, Flo sei ein Vampir, da er merkwürdig aussehe.

Diese auch für Erwachsene lesenswerte Geschichte des Kinderheilkundlers ist vor allem für das Grundschulalter geeignet. Besonders ansprechend sind die realistischen Bilder mit den schönen Naturaufnahmen.

Durch die Fotos der Kinder Flo und Carolin kann der Leser Menschen mit Behinderung an ihrem Aussehen erkennen. Bei echten Begegnungen mit diesen „besonderen“ Menschen kann dies durchaus hilfreich sein.

Ein sehr zu empfehlendes und mit 9,90 Euro erschwingliches Buch  – geeignet auch als Geschenk zur Erstkommunion.

Weitere Hinweise und Bestellmöglichkeit hier: https://www.buecher.de/shop/ab-8-jahren/warum-vampire-nicht-gern-rennen/schneider-holm/products_products/detail/prod_id/33866651/


Brasilien: Sieg für die Lebensrechtler

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Die Richter des Obersten Gerichts in Brasilien haben einen Antrag abgelehnt, der Abtreibung im Fall einer Infektion der Mutter mit dem Zika-Virus für straffrei erklären wollte.

Sechs der elf Richter votierten gegen den Antrag. Die Urteilsverkündung ist zwar erst in ein paar Tagen angesetzt, doch angesichts der bisherigen Voten ist das Nein bereits sicher.

Der nationale Verband von Strafverteidigern hatte den Antrag für eine Aufweichung des Abtreibungsverbots 2016 eingereicht. Die katholische Kirche und Lebensschutz-Verbände wandten sich vehement dagegen.

„Es ist nicht Aufgabe der Behörden, Menschen selektiv ein Recht auf Leben zu- oder abzusprechen“, schrieb die Führung der Bischofskonferenz unlängst in einem Statement.

Die brasilianische Verfassung schreibt „die Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens“ ausdrücklich fest. Eine deutliche Mehrheit der Brasilianer spricht sich in Umfragen deutlich gegen Abtreibung aus.

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-04/brasilien-abtreibung-zika-gericht-bischofskonferenz-kirche-leben.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE


Euthanasie: BVL kritisiert den Freispruch einer Ärztin in den Niederlanden

Lebensrechtler in Deutschland sehen die Entwicklung der Tötung auf Verlangen in den Niederlanden mit großer Sorge. Das berichtet die evangelische Nachrichtenagentur „idea“.

Anlass ist ein Grundsatzurteil des Hohen Rats in Den Haag. Der hatte am Dienstag die Euthanasie von schwer Demenzkranken erlaubt, sofern eine entsprechende Patientenverfügung vorliege. Mit seinem Urteil sprach das höchste Gericht der Niederlande eine Ärztin vom Vorwurf des Mordes frei. Diese hatte im Jahr 2016 eine an Demenz erkrankte Patientin auf Wunsch ihres Ehemannes getötet.

Der Fall hatte nach Bekanntwerden vielfach Entsetzen ausgelöst. Laut Medienberichten hatte die 74-jährige Patienten zwar schriftlich verfügt, dass sie im Falle eines unerträglichen Leidens getötet werden wolle, dies jedoch mit den Worten: „Wenn ich denke, dass die Zeit dafür reif ist“, eingeschränkt.

Als die Frau später an Alzheimer erkrankte und in ein Pflegeheim umzog, bat der Ehemann dort einen Arzt, seine Gattin auf Basis der Patientenverfügung zu töten. Dem soll die Frau mehrfach widersprochen haben.

Wie „idea“ berichtet, hätten jedoch zwei Ärzte erklärt, dass die Voraussetzungen für eine Euthanasie erfüllt seien: Das Leiden der Patientin sei unerträglich und nicht behandelbar, der Todeswunsch freiwillig und durchdacht. Die Familie der Frau entschied daraufhin, dass diese getötet werden solle.

Die freigesprochene Ärztin gab der Demenzkranken ohne deren Wissen zuerst ein Beruhigungsmittel und dann ein tödliches Medikament. Als die Sterbende aufwachte und sich wehrte, hielten Angehörige sie solange fest, bis sie starb.

Die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Alexandra Linder (siehe Foto), übte scharfe Kritik an dem Urteil. Angesichts der Euthanasie-Praxis in den Niederlanden brauche man sich allerdings nicht zu wundern, „wenn – wie in diesem Fall – auch offensichtlicher Mord nachträglich zur legalen Handlung deklariert“ werde.

Im Blick auf den Fall der getöteten Demenzkranken erklärte die BVL-Vorsitzende: „Die Vorstellung, wie die eigene Familie die sich wehrende Ehefrau, Mutter, Oma festhält, damit sie umgebracht werden kann, ist entsetzlich. Wer das will oder auch nur hinnimmt, hat jegliche Form der Humanität abgelegt.“

In Deutschland ist die „Tötung auf Verlangen“ verboten.

Quelle: ALFA-Newsletter