Warum Leben und Lehre Christi zeitlos sind

Von Rainer Kochinke

Mit dem weitverbreiteten Denken, das auch die Grundlagen des christlichen Glaubens vom herrschenden Milieu der Entstehungszeit abhängig machen will, verkennt man völlig die Person Jesu Christi.

ER war eben nicht  –  wie viele ihn gern sehen wollen – ein frommer, aber letztlich gescheiterter Wanderprediger, zudem auch kein Sozialrevolutionär im Sinne der südamerikanischen“Befreiungstheologie“.

Nach dem authentischen Credo der Kirche ist ER Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit innerhalb der hl. Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist

Weder seine Lehre noch sein Beispiel galten nur für eine bestimmte Epoche der Kirchengeschichte, sondern sind zeitlos. ER ist für uns „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ bis zu seiner Wiederkunft.

Die Rede vom milieugebundenen Handeln Jesu wird im Evangelium dadurch widerlegt, dass er bei den Theologen seiner Zeit ständig Anstoß erregte, indem er ihre menschengemachten Vorschriften durchbrach.

Zur Begleitung bei seinen Predigtwanderungen ließ ER auch namentlich erwähnte Jüngerinnen zu,  was überhaupt nicht ins damalige Umfeld passte. Aber bei der Einsetzung der heiligen Eucharistie beim letzten Abendmahl waren nur die zwölf Apostel zugegen  –  nicht einmal seine an Heiligkeit alle Geschöpfe überragende Mutter Maria, die am nächsten Tag in heroischer Treue unter seinem Kreuz stand.

Seinen theologischen Feinden warf Christus vor, nicht Gottesdienst, sondern Menschendienst zu betreiben, weil sie ihr menschliches Ansehen höher stellten als die Offenbarung Gottes. Deshalb warnte ER eindringlich davor, auch nur „ein Jota“ an den göttlichen Geboten zu ändern.

Christus verkündet feierlich, dass Sein Wort Geltung hat für alle Zeiten. Denn ER ist Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit und spricht nicht nur für eine bestimmte Epoche der Menschheitsgeschichte.

Wer Christi überzeitliche Botschaft für „altmodisch“ hält und sein eigenes Denken für „modern“, hat vom Wesen Gottes nichts begriffen, sondern lebt im engen geistigen Horizont der säkularen Welt, der alles Übernatürliche fremd ist.

Unser Autor Rainer Kochinke aus Rheine ist Religionslehrer i.R. und erfolgreicher Leserbriefschreiber im Nordmünsterland


Papst: Definitiv keine Priesterweihe für Frauen

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In einem Buch anlässlich des 100. Geburtages von Papst Johannes Paul II. spricht sich Papst Franziskus erneut gegen die Priesterweihe von Frauen aus und bezeichnet den Zölibat als eine Gnade für die Kirche. Das geht aus einer Nachricht des kath. Internetportals Kathnet hervor.
„Die Frage (des Frauenpriestertums) ist nicht länger für Diskussionen offen, weil die Verkündigung von Johannes Paul II. definitiv war“, zitiert Kathnet den Papst.  
„Der Papst erinnerte auch daran, dass diese Frage ein Missverständis mit der Rolle des Priestertums zeigt und nur auf die Funktion von Menschen in der Kirche abziele, nicht aber auf deren Wichtigkeit“, heißt es weiter.

Einige Bischöfe, Priester und Laien stellen diese unverändliche Glaubenslehre der allein den Männern vorbehaltenen Priesterweihe dennoch weiter in Frage.  Sie steht auch auf der Agenda des Synodalen Weges. 

Auch zum Zölibat äußert sich der Papst in dem erwähnten Buch: „Ich bin überzeugt davon, dass der Zölibat ein Geschenk und eine Gnade ist“. Er folge den „Fußspuren von Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI.“ und fühle eine „ganz starke Verpflichtung, daran zu denken, dass der Zölibat eine entscheidende Gnade“ sei, bekräftigte der Pontifex.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.kathnews.de/papst-franziskus-keine-priesterweihe-fuer-frauen


Alle haben mich im Stich gelassen, doch der HERR stand mir zur Seite!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Tim 6,10-17ab:

Wenn du kommst, bring den Mantel mit, den ich in Troas bei Karpus gelassen habe, auch die Bücher, vor allem die Pergamente.
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Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses getan; der Herr wird ihm vergelten, wie es seine Taten verdienen. Nimm auch du dich vor ihm in Acht, denn er hat unsere Lehre heftig bekämpft.
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Bei meiner ersten Verteidigung ist niemand für mich eingetreten; alle haben mich im Stich gelassen. Möge es ihnen nicht angerechnet werden.
Der HERR stand mir zur Seite und gab mir Kraft, damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Heiden sie hören.
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Paulus an Timotheus: „Achte auf dich selbst und auf die Lehre; daran halte fest!“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Tim 4,12-16:

Niemand soll dich wegen deiner Jugend gering schätzen. Sei den Gläubigen ein Vorbild in deinen Worten, in deinem Lebenswandel, in der Liebe, im Glauben, in der Lauterkeit.
Lies ihnen eifrig aus der Schrift vor, ermahne und belehre sie, bis ich komme.
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Vernachlässige die Gnadengabe nicht, die in dir ist und dir verliehen wurde, als dir Presbyter gemeinsam die Hände mit prophetischen Worten aufgelegt haben.
Dafür sollst du sorgen, darin sollst du leben, damit allen deine Fortschritte offenbar werden.
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Achte auf dich selbst und auf die Lehre; halte daran fest! Wenn du das tust, rettest du dich und alle, die auf dich hören.

Papst Benedikt über die Bedeutung und die Grenzen der Privatoffenbarungen

Von Felizitas Küble

Im Apostolischen Schreiben „Verbum Domini“ (Wort des HERRN) aus dem Jahre 2000 äußert sich Papst Benedikt XVI. im Anschluß an eine römische Bischofssynode im 14. Kapitel auch zur Bedeutung und den Grenzen von „Privatoffenbarungen“. 

Dabei handelt es sich hierbei natürlich ausdrücklich nur um kirchlich approbierte (gebilligten, genehmigten) Erscheinungen, zumal ohnehin klar sein dürfte und sollte, dass Katholiken an kirchlich abgelehnte „Erscheinungen“ gar nicht glauben sollen.

Der in deutschen Landen geläufige Ausdruck „anerkannte“ Privatoffenbarungen ist ungenau und etwa mißverständlich, da er den irreführenden Eindruck erweckt, als verbürge sich die Kirche mit ihrer Approbation (=Genehmigung) lehramtlich für die übernatürlich-himmlische Herkunft einer Erscheinung, was sie aber gerade nicht tut – sie gestattet es lediglich den Gläubigen, den betreffenden Botschaften zuzustimmen.

Wir bringen hier zunächst nacheinander im blauen Druck die Abschnitte aus dem Kapitel 14 von VERBUM DOMINI und danach Quellenhinweise auf Zitate und unsere Erläuterungen:

„Mit all dem bringt die Kirche das Bewußtsein zum Ausdruck, daß sie in Jesus Christus dem endgültigen Wort Gottes gegenübersteht; er ist »der Erste und der Letzte« (Offb 1,17).

ER hat der Schöpfung und der Geschichte ihren endgültigen Sinn gegeben; deshalb sind wir berufen, in diesem eschatologischen Rhythmus des Wortes die Zeit zu leben, die Schöpfung Gottes zu bewohnen; »daher ist die christliche Heilsordnung, nämlich der neue und endgültige Bund, unüberholbar, und es ist keine neue öffentliche Offenbarung mehr zu erwarten vor der Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus in Herrlichkeit (vgl. 1Tim 6,14 und Tit 2,13)«.“

Das letzte Zitat, wonach „keine neue öffentliche Offenbarung“ vor der Wiederkunft Christi mehr zu erwarten sei, stammt aus der „Dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung“ (Dei Verbum, 4. Kapitel) des  Zweiten Vatikanisches Konzils.

Es geht darum, daß Gott sich im Alten Testament durch Moses und die Propheten in Worten und Zeichen selbst mitgeteilt hat. Dies nennt man die „Offenbarung“ Gottes. Diese wurde im neuen Bund weiter entfaltet und endgültig (!) vollendet durch Christus, dem Höhepunkt und Endpunkt der öffentlichen Selbstmitteilung Gottes.

Zwar kann und will Gott sich einzelnen Menschen auch weiterhin „offenbaren“, doch dies ist keine „öffentliche“ oder „allgemeine“ Selbstmitteilung des Ewigen, sondern wird von der Kirche als „Privatoffenbarung“ bezeichnet, da solche Kundgaben für die Kirche und ihre Gläubigen nicht verbindlich sind.

Im protestantischen Bereich bezeichnet man solche nachbiblischen Botschaften und Phänomene als „Neuoffenbarung“, um sie von der Offenbarung Gottes in der Heiligen Schrift abzugrenzen.

Im nächsten Abschnitt wird dieser Grundgedanke von der endgültigen Selbstoffenbarung Gottes in Christus erneut eingeschärft:

„Wie die Väter während der Synode in Erinnerung gerufen haben, »zeigt sich das Besondere des Christentums im Ereignis Jesu Christi, Höhepunkt der Offenbarung, Erfüllung der Verheißungen Gottes und Mittler der Begegnung zwischen dem Menschen und Gott. ER, „der von Gott Kunde gebracht hat“ (vgl. Joh 1,18), ist das einzige und endgültige Wort, das der Menschheit gegeben wurde«.

Der hl. Johannes vom Kreuz hat diese Wahrheit wunderbar ausgedrückt:

»Da Gott uns seinen Sohn geschenkt hat, der sein einziges und endgültiges Wort ist, hat er uns in diesem einzigen Wort alles auf einmal gesagt und nichts mehr hinzuzufügen … Denn was ER ehedem den Propheten nur teilweise kundgetan hat, das hat ER in seinem Sohn vollständig mitgeteilt, indem ER uns dieses Ganze gab, seinen Sohn.

Wer darum den HERRN jetzt noch befragen oder von ihm Visionen oder Offenbarungen haben wollte, der würde nicht bloß unvernünftig handeln, sondern Gott beleidigen, weil er seine Augen nicht einzig auf Christus richtet, sondern Anderes und Neues sucht«“

Das Zitat des Mystikers (!) und Kirchenlehrers Johannes vom Kreuz stammt aus seinem Buch „Aufstieg auf den Berg Karmel“ (II,22). Der Heilige hat sich darin scharf gegen die Sehnsucht nach „Visionen oder Botschaften“ gewandt, die er als Beleidigung Gottes verurteilte, da uns in Christus bereits „das Ganze“ gegeben wurde. Das päpstliche Schreiben stellt sich uneingeschränkt hinter diese Sichtweise, indem es dort heißt, Johannes vom Kreuz habe diese „Wahrheit wunderbar ausgedrückt“.

Was ergibt sich daraus als Schlußfolgerung?

Die schlichte Tatsache, daß zwischen der Selbstoffenbarung Gottes in Christus und den späteren „Privatoffenbarungen“ nicht etwa nur ein gradueller, sondern einen wesentlicher Unterschied besteht. Dies wird nunmehr ausdrücklich verdeutlicht:

„Folglich hat die Synode empfohlen, »den Gläubigen zu helfen, das Wort Gottes von Privatoffenbarungen zu unterscheiden«. Diese »sind nicht dazu da, die endgültige Offenbarung Christi … zu „vervollständigen“, sondern sollen helfen, in einem bestimmten Zeitalter tiefer aus ihr zu leben«.

Der Wert der Privatoffenbarungen ist wesentlich unterschieden von der einer öffentlichen Offenbarung: Diese fordert unseren Glauben an, denn in ihr spricht durch Menschenworte und durch die Vermittlung der lebendigen Gemeinschaft der Kirche hindurch Gott selbst zu uns.“

Hier wird zunächst der Weltkatechismus bzw. „Katechismus der Katholischen Kirche“ in Nr. 67 zitiert und klargemacht, dass Botschaften aus Erscheinungen und Visionen die „endgültige“ göttliche Offenbarung nicht „vervollständigen“, sondern lediglich einen Impuls geben können, aus den bereits vorhandenen Glaubenswahrheiten „tiefer“ zu leben.

Die göttliche Offenbarung ist eine „Forderung“, als Gläubige sind wir an Gottes Wort gebunden und ihm verpflichtet, denn wer an Gott glaubt, der stimmt auch seinem Wort zu und insbesondere seiner endgültigen Selbstmitteilung in Christus, die in der Bibel und der verbindlichen kirchlichen Verkündigung (den Dogmen) bezeugt wird.

Daher ist die göttliche Offenbarung der „Maßstab“ für Privatoffenbarungen (und nicht etwa umgekehrt):

„Der Maßstab für die Wahrheit einer Privatoffenbarung ist ihre Hinordnung auf Christus selbst. Wenn sie uns von ihm wegführt, dann kommt sie sicher nicht vom Heiligen Geist, der uns in das Evangelium hinein- und nicht aus ihm herausführt. Die Privatoffenbarung ist eine Hilfe zu diesem Glauben, und sie erweist sich gerade dadurch als glaubwürdig, daß sie auf die eine öffentliche Offenbarung verweist.“

Die kirchliche Approbation einer Privatoffenbarung zeigt daher im wesentlichen an, daß die entsprechende Botschaft nichts enthält, was dem Glauben und den guten Sitten entgegensteht; es ist erlaubt, sie zu veröffentlichen, und den Gläubigen ist es gestattet, ihr in kluger Weise ihre Zustimmung zu schenken.“

Gerade der zweite Abschnitt ist ganz wichtig und vielen Katholiken leider nicht ausreichend bekannt:

Die kirchliche „Approbation“ (Genehmigung, Billigung, Erlaubnis) einer Erscheinung bedeutet lediglich, daß die Inhalte derselben dem „Glauben und den guten Sitten nicht entgegenstehen“. Damit wird also keineswegs ihre übernatürliche Herkunft bestätigt, geschweige wird das Kirchenvolk zum Glauben daran aufgefordert. Den Katholiken ist es nur „gestattet“ (!), solchen Privatoffenbarungen zuzustimmen – und zwar soll dies wohlgemerkt „in kluger Weise“ geschehen.

Was heißt in diesem Zusammenhang „in kluger Weise“? – Aus dem Kontext ergibt sich klar die Lösung: Auch eine kirchlich genehmigte Erscheinung ist kein „fünftes Evangelium“. Auch beispielsweise die Botschaft von Fatima steht nicht nur graduell, sondern  w e s e n t  l i c h   unter dem, was die katholische Kirche als „Offenbarung Gottes“ zu glauben lehrt. Das gilt für alle kirchlich approbierten Privatoffenbarungen.

Nachdem nun die Grundsätze festgelegt und die entscheidenden Maßstäbe betont worden sind, würdigt das päpstliche Schreiben den spirituellen Sinn, den Botschaften aus Erscheinungen für die private Frömmigkeit des einzelnen Christgläubigen haben können (aber nicht müssen):

„Eine Privatoffenbarung kann neue Akzente setzen, neue Weisen der Frömmigkeit herausstellen oder alte vertiefen. Sie kann einen gewissen prophetischen Charakter besitzen (vgl.1Thess 5,19-21) und eine wertvolle Hilfe sein, das Evangelium in der jeweils gegenwärtigen Stunde besser zu verstehen und zu leben; deshalb soll man sie nicht achtlos beiseite schieben. Sie ist eine Hilfe, die angeboten wird, aber von der man nicht Gebrauch machen muß. Auf jeden Fall muß es darum gehen, daß sie Glaube, Hoffnung und Liebe nährt, die der bleibende Weg des Heils für alle sind.“

Hierbei zitiert „Dei Verbum“ das Dokument der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre über die Die Botschaft von Fatima (26. Juni 2000) Damals hat Kardinal Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt, sich bereits zur Stellung der Privatoffenbarungen im Gesamtgefüge der kirchlichen Lehre geäußert und bereits die in diesem Schreiben erwähnten Prinzipien verkündet.

Quelle für die Zitate: http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/apost_exhortations/documents/hf_ben-xvi_exh_20100930_verbum-domini.html


Die Priesterweihe bleibt Männern vorbehalten

Der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, Luis Ladaria, hat in einem aktuellen Artikel bestätigt, dass das Nein zur Ordination von Frauen „endgültige Lehre“ sei.

In seinem Schreiben „Die Endgültigkeit der Lehre von Ordinatio sacerdotalis in Bezug auf einige Zweifel“ schreibt der künftige Kardinal: Die Kirche wisse, dass die Unmöglichkeit der Frauenweihe zum Wesen des Weihesakramentes gehöre.

„Die Kirche hat nicht die Vollmacht, diese Substanz zu ändern, denn durch die von Christus eingesetzten Sakramente wird sie als Kirche aufgebaut. Es geht hier nicht nur um eine Frage der Disziplin, sondern der Lehre, weil die Struktur der Sakramente betroffen ist, der ursprünglichen Orte der Begegnung mit Christus und der Weitergabe des Glaubens“, erläutert Ladaria in einem Artikel der amtlichen Vatikanzeitung Osservatore Romano.

Der Glaubenspräfekt erinnert daran, dass „Christus dieses Sakrament den zwölf Aposteln verleihen wollte, die alle Männer waren, und diese haben es ihrerseits anderen Männern übertragen. Die Kirche wusste sich immer an diese Entscheidung des Herrn gebunden, die es ausschließt, das Amtsriestertum gültig Frauen zu spenden.“

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/vatikan-bestatigt-nein-zu-priesterweihe-von-frauen-es-ist-definitiv-3245

Foto: Bistum Regensburg


GOTT hat den Heiligen Geist all denen verliehen, die IHM gehorchen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Apg. 5,27-33:

In jenen Tagen führten der Tempelhauptmann und seine Leute die Apostel herbei und stellten sie vor den Hohen Rat. Der Hohepriester verhörte sie und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.

Petrus und die Apostel antworteten:

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt. Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken. Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen.

Als sie das hörten, gerieten sie in Zorn und beschlossen, sie zu töten.

 


Kardinal Müller kritisiert zeitgeistige Forderungen seitens deutscher Bischöfe

„Protestantisierung“ der kath. Kirche ist keine Lösung

Am 28. Februar 2018 veröffentlichte die katholische „Tagespost“ online ein Interview mit dem ehem. vatikanischen Glaubenspräfekten Gerhard Müller. Der Kardinal äußerte sich im Gespräch mit Regina Einig zu einigen aktuellen innerkirchlichen Themen, die derzeit auf den Nägeln brennen.

Auf die Frage, ob es sich um einen ökumenischen Fortschritt handelt, wenn  – wie von der Dt. Bischofskonferenz kürzlich beschlossen – protestantische Ehepartner in „Einzelfällen“ zur hl. Kommunion zugelassen werden, antwortete der frühere Bischof von Regensburg und Ex-Glaubenshüter kritisch: 

Ein solcher Fortschritt sei nur dann gegeben, wenn man dem „großen Ziel der Einheit der Christen“ näherkomme. Die Kirche besitze über die Sakramente des HERRN „keine Verfügungsgewalt“.  Zudem müsse geklärt werden, ob Bischofskonferenzen „im Einzelfall“ ihre Kompetenzen nicht überschreiten, etwa wenn „in der praktischen Konsequenz“ etwas herauskomme, was „mit dem Glauben nicht vereinbar“ sei.

Auch wenn in jenem Beschluß lediglich von „Einzelfällen“ die Rede sei, so betrachte er diese Formulierung als „rhetorischen Trick“: Christus hat das Lehramt nicht gestiftet, um Prozesse anzustoßen, die in Verwirrung führen.“

Das Lehramt sei den Hirten der Kirche nicht übertragen worden, „um Macht über andere auszuüben“; vielmehr müßten sie die „Lehre Christi“, die ihnen „anvertraut“ wurde, „treu und unverkürzt allen Gläubigen weitergeben“. Es gehe keineswegs darum, „die Zugehörigen zur eigenen ideologischen Gruppe“ zufriedenzustellen: „Bischöfe und Priester verursachen nicht die Gnade, sondern verwalten nur die Sakramente der Gnade, wie die katholische Tradition fein unterscheidet.“

Grundsätzlich hält Kardinal Müller fest: „Fortschritte in der Ökumene sind wünschenswert und notwendig. Aber aus katholischer Sicht können sie nicht in Richtung einer Protestantisierung der katholischen Kirche gehen“.

Weitere „Einzelfall“-Debatten gab es in den letzten Wochen auch zum Thema kirchliche Segnung  homosexueller Partnerschaften, angestoßen vor allem durch entsprechende Äußerungen von Bischof Bode und Kardinal Marx.

Dazu erklärt Müller folgendes: „Von den Geboten Gottes gibt es keine Ausnahme, weil sie immer das Heil des Menschen im Sinne haben. Die Umstände können aber den Anteil meiner Schuld vergrößern oder vermindern. Hier ist Gott allein der Richter über jeden Menschen…Segnen heißt gutheißen gemäß dem Sinn, den Gott in die Einrichtungen seiner Schöpfung und an allererster Stelle in die Personen selbst gelegt hat.

Niemand verurteilt einen Menschen mit homosexuellen Neigungen als Person…Doch wenn homosexuelle Handlungen dem Willen Gottes widersprechen, kann niemand dafür den Segen Gottes erbitten. Pastorale Hilfe sieht anders aus und dient dem Frieden der Seele nur dann, wenn sie auf dem Boden der Wahrheit bleibt.“

Vollständiges Interview mit Kardinal Müller hier: https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/Der-Glaube-wird-relativiert;art312,186356

Foto (Müller): Bistum Regensburg

 

 


Papst Franziskus und seine „Reformen“

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

„Geht der Papst als Reformer oder Gescheiterter in die Geschichte ein?“, so fragt der Leitartikler Daniel Wirsching in der Augsburger Allgemeinen Zeitung (16.1.2018). Wirsching möchte nach bald fünf Jahren Amtszeit von Papst Franzskus eine Antwort auf die Frage: „Wie genau will er die katholische Kirche reformieren und kann ihm überhaupt eine Reform gelingen?“

Geht es Daniel Wirsching wirklich um die katholische Kirche, um den Papst oder vielmehr um seine Wunschvorstellungen, wie sich die katholische Kirche entwickeln sollte?

Die gelungene Reform sieht er „in der Neuausrichtung auf eine dem Menschen zugewandtere katholische Kirche“, weiter darin, „wiederverheirateten Geschiedenen die Möglichkeit zur Kommunion zu eröffnen“. Diese „Kirche soll in erster Linie als nahbar erscheinen nicht als ausschließend“, sie solle „Menschen begleiten, nicht Vorschriften machen, soll weg von Patenrezepten“.

„Amoris laetitia“ bewirkte lt. Wirsching „dass der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode jüngst einen sensationellen Vorstoß wagte, die Kirche müsse über eine Segnung homosexueller Paare nachdenken“.

Schließlich müssten noch „viri probati“ (bewährte verheiratete Männer) für die Priesterweihe als Reform hinzukommen. „Das Amazonasgebiet als Testgebiet für die Ortskirchen in aller Welt“?

Ob Papst Franziskus in die Geschichte eingeht, zeigt sich also anscheinend darin, ob die Wünsche von Daniel Wirsching und manch anderen erfüllt werden. Die entscheidende Frage, ob sich die von ihm beschriebene Kirche an Jesus Christus und seiner Lehre ausrichtet, stellt sich Wirsching nicht.

Ob Franziskus tatsächlich als Reformer in die Geschichte eingeht, wird davon abhängen, ob er in seinem Pontifikat die unverkürzte und unverfälschte Lehre der Kirche neu zum Aufleuchten bringt.

Unser Autor Hubert Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“, den Kongreß „Freude am Glauben“ und die kath. Monatszeitschrift DER FELS


Die katholische Kirche kann und darf Homo-Partnerschaften nicht segnen

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

In der katholischen Kirchenzeitung von Augsburg (20./21. 01. 18, S. 15) ist ein Artikel mit „Bald Segen für Homo-Paare?“ überschrieben. Der Untertitel lautet: „Osnabrücker Bischof Bode denkt mögliche Öffnung an“. Weiter unten steht: “Das gefällt nicht jedem, findet aber Zuspruch bei homosexuellen Aktivisten und beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken“.

Im Interview mit der Osnabrücker Zeitung sagte Bode: „Man kann z.B. über eine Segnung nachdenken – die nicht zu verwechseln ist mit einer Trauung… Wir müssen in der Kirche ausführlicher darüber diskutieren. Schweigen und Tabuisieren führt nicht weiter, verunsichert“.

Bode ist stellv. Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Er erklärte: „Auch wenn sich die ‚Ehe für Alle‘ vom Eheverständnis der Kirche unterscheide, sei diese nun politische Realität. Wir müssen uns daher fragen, wie wir denjenigen begegnen, die diese Verbindung eingehen und die sich ja zum Teil in der Kirche engagieren. Wie begleiten wir sie pastoral und liturgisch?“

Bode weiter: „Wir müssen darüber nachdenken, wie wir eine Beziehung zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Menschen differenziert bewerten… Ist da nicht so viel Positives, Gutes und Richtiges, dass wir dem gerechter werden müssen?“

Dass „Ehe für Alle“ mit der Abstimmung im Bundestag im November 2017 „politische Realität“ geworden ist, bindet die Kirche in keiner Weise.

Die Politik hat schon viele neue „Realitäten“ gesetzt, z.B. die „rechtswidrige, aber straffreie Abtreibung“, um nur eine zu nennen. Aufgabe der Nachfolge der Apostel ist es, das Evangelium Jesu zu verkündigen, aber nicht vor den Wölfen des Zeitgeistes davonzulaufen und die Herde allein zu lassen, wie das Bode tut.

Natürlich sollen die Bischöfe nicht „schweigen“ oder „tabuisieren“, sondern die Lehre der Kirche verkünden – sei es gelegen oder sei es ungelegen – , wie sie im Katechismus der katholischen Kirche von 1992 enthalten ist.

Offensichtlich kennt sie Bode nicht. Dort steht, wie Homosexuellen zu „begegnen“ und wie wir ihnen „gerecht werden können“ und wie Homosexualität „differenziert“ zu bewerten ist. Im Katechismus heißt es: „Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen“ (KKK, Ziff 2358).

Das hebelt aber nicht aus, was Bode mit „Eheverständnis der Kirche“ bezeichnet. Denn das ist das „Eheverständnis“ Jesu!

Die Lehre der Kirche lautet: „Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet, hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, ‚dass die homosexuellen Handlungen‘ in sich nicht in Ordnung sind. Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen.“ (KKK, Ziff 2357)

Dass das ZdK praktizierte Homosexualität und den Vorstoß von Bischof Bode begrüßt, zeigt nur, wie weit diese Institution gekommen ist.

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ und ist Herausgeber der Monatszeitschrift DER FELS