„Mein Wille geschehe“ als Hintergrundmotiv eines magisch/charismatischen „Glaubens“

Von Felizitas Küble

Die Hinwendung zu überirdischen Mächten und Gewalten ist so alt wie die Menschheit, denn als Geschöpfe Gottes sind wir „unheilbar religiös“ – und das ist zunächst auch gut so.

Allerdings gelangt die „gefallene“ menschliche Natur, wenn ihr nicht von Gottes Selbstoffenbarung der richtige Weg gewiesen wird, allzu leicht in innere Gefahren und Irrtümer  – auch und gerade in religiöser Hinsicht. Vielfache Verirrungen in paganen (heidnischen) Religionen  – womit nicht allein z.B. die grausamen „Menschenopfer“ gemeint sind – sprechen hierzu eine klare Sprache.

Der Mensch ist stets in Gefahr, sich in seiner „Re-ligio“ (Rückbindung an Übernatürliches, „Göttliches“) vor allem an eigenen Wünschen und Interessen zu orientieren. So entstand und entsteht das magische Denken und Fühlen, das die „höheren Mächte“ für eigene Anliegen vereinnahmen möchte, gleichsam die „Gottheiten“ als Erfüllungsgehilfen in eigener Sache betrachten.

Um sie entsprechend „gnädig“ und geneigt zu stimmen, werden bestimmte Rituale und Formeln angewandt, damit die unsichtbaren, übersinnlichen Gewalten „richtig“ funktionieren. Diese Aberglaubenshaltung ist von Angst und vom Wunsch zugleich bestimmt, einer Furcht vor der möglichen Willkür dieser numinosen Mächte, zugleich das Verlangen nach Erfüllung der eigenen Sehnsüchte.

„Höhere Mächte“ in den (eigenen) Dienst nehmen

Hinter dieser paganen Mentalität steckt letztlich der Grundsatz: „Mein Wille geschehe!“ – Das ist auch das Fundament jeder Magie, nicht etwa nur der schwarzen, sondern auch der weißen Magie: Während sich die schwarze Variante direkt an satanische Mächte wendet, gibt die weiße Magie vor, sich dem „Himmel“ zuzuwenden und nur das „Gute“ zu wollen, nämlich beispielsweise Heilungen oder sonstige Hilfe in allerlei menschlichen Nöten.

Doch ob schwarze oder weiße Magie: Die „Adressaten“ scheinen zwar gegensätzlich zu sein (Hölle/Himmel), doch die Grundhaltung ist letztlich dieselbe, nämlich der Versuch, die übernatürlichen Mächte in den Dienst eigener Interessen zu stellen.

Selbst wenn es sich dabei um „positive“ Anliegen handelt, nicht etwa um Schadens-Wünsche gegen andere (wie bisweilen in der „schwarzen“ Magie), so heiligt der Zweck nicht die Mittel:

Der wahre Gott ist nicht unser Glücks-Automat, ER bietet keine umfassende Wunscherfüllung, denn die Gnade des Allmächtigen ist unverfügbar. Der Schöpfer steht  ü b e r  dem Menschen, seinem Geschöpf  – und nicht umgekehrt. Wir sollen IHM und seinem Willen zu Diensten sein, nicht ER uns und unseren Wünschen.

Christus hat diesen Grundgedanken des wahren Glaubens im Vaterunser gleichsam für alle Zeiten festgehalten: „Dein Wille geschehe!“ – Aber unser Erlöser hat uns diese Hinwendung zum himmlischen Vater nicht allein in Worten verkündet, sondern auch selber in Taten gelebt – selbst in seinen schweren Stunden auf dem Ölberg vor seinem Leiden.

Dort bat er zwar in der Todesangst seiner menschlichen Natur darum, daß dieser Kelch an ihm vorübergehen möge, doch zugleich sprach ER vertrauensvoll und unerschütterlich: „Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!“

Die Gnade des Höchsten ist unverfügbar

Der springende Punkt einer wahren christlichen Haltung ist das Bewußtsein, daß wir uns in unseren Anliegen und Sorgen gerne bittend an Gott wenden dürfen, ja sollen, aber zugleich wissen, daß Gott und seine Gnade(n) unverfügbar sind, daß der Höchste nicht unser Erfüllungsgehilfe ist, sondern wir seine Gehilfen sein sollen, um als „unnütze Knechte“ mit Gottes Hilfe am Reiche Christi mitzuwirken.

Dabei heiligt der vermeintlich gute oder jedenfalls verständlich erscheinende Zweck keineswegs die Mittel – und hier gilt durchaus nicht pauschal das  – nur auf den ersten Blick einleuchtende  –  Prinzip: „Wer heilt, hat recht!“

Diese Warnung richtet sich nicht allein an alt-neuheidnische Vorstellungen, an (nichtchristliche) esoterische Gruppen, an eine randständig okkulte Szene, sondern sehr wohl auch an Christen.

Allzu leicht wird  – oftmals eher unbewußt  – der Weg vom Glauben zum Aberglauben überschritten, wenn magisches Denken die religiöse Haltung prägt. Derartige Denkweisen können auch im „christlichen“ Gewande einhergehen, dies ist dann sogar verführerischer als eine direkt erkennbare „Zauberei“ und Magie in Heidentum und Okkultismus.

Seit jeher geistern durch die Christenheit gewisse archaische, schon im Altertum wirksame Motive des Aberglaubens, die sich jeweils in einem neuen Kostüm präsentieren.

Nicht nur im ländlichen „Volksglauben“ finden sich magisch anmutende Gewohnheiten und „Bräuche“, auch Stadtbewohner bleiben vor paganen Versuchungen nicht verschont, wenngleich sich diese Mentalität dort eher in einer esoterisch-„modernen“ Verhüllung präsentiert, etwa per „Wunscherfüllung durch das Universum“, fernöstlicher Meditation, Spiritismus, mit Astrologie und „Chanelling“ etc.

Besprechungen, Gebetsheilungen und „Sympathie“

Auf dem Lande sind es hingegen eher althergebrachte Forme(l)n, die sich bis heute erhalten haben, vor allem das sogenannte „Besprechen“, auch „Sympathie“ genannt.

Der Ausdruck „Sympathie“ entsteht durch die esoterische Vorstellung, wonach die makrobiologische Welt – das Universum –  mit der mikrobiologischen Welt des Menschen in direkter Beziehung steht, also harmoniert, sich entspricht, gleichsam „sympathisiert“. (Natürlich gibt es durchaus manche Zusammenhänge der Schöpfung im großen wie im kleinen, aber eben keine unmittelbare bzw. umfassende „Entsprechung“  beider Dimensionen.) 

Das Spektrum solchen „Besprechens“ reicht von Fernwirkungs-Formeln für kranke Tiere im Stall über das sogenannte „Brand löschen“ oder Warzen entfernen mit astrologischem Hintergrund bis hin zu Hexenwahn und Angst vor dem „bösen Blick“.

Man spricht in diesem Kontext auch von „Gebetsheilung“, wobei dieser Ausdruck irreführend ist, denn es wird zwar Heilung erwartet (und nicht selten trifft sie ein), aber dem Wunscherfüllungs-Automatismus liegt kein wirkliches Bittgebet im christlichen Sinne zugrunde, sondern eine bestimmte, oft als geheimnisvoll gehandelte „Formel“, die als „wirksam“ angesehen wird, die man in keinem seriösen Gebetbuch findet (schon eher in alten „Zauberbüchern“), die aber meist auf althergebrachten mündlichen Überlieferungen beruht.

Die dabei verwendeten  Sprüche muten oft banal bis absurd an, sie ergeben selten einen vernünftigen theologischen Sinn (was aber wohl gerade der „Sinn“ sein soll) – und die Angelegenheit wird auch dadurch nicht besser (im Gegenteil: noch bedenklicher!), daß die entsprechenden Verslein im Namen „Jesu“ oder noch öfter in den „drei höchsten Namen“ (trinitarische Formel) begonnen oder abgeschlossen werden.

2. Gebot: „Du sollst den Namen Gottes nicht mißbrauchen!“

Das ist – objektiv betrachtet – eine Vereinnahmung des dreieinigen Gottes zu abergläubischen Zwecken, mag es den Betreffenden auch subjektiv nicht bewußt sein, so daß ihnen die nötige Erkenntnis abgeht. Rein von der Sachlage her entspricht eine solche Einstellung aber jedenfalls nicht dem 1. und 2. Gebot Gottes (Keine anderen Götter, kein Mißbrauch des Namens Gottes).

Manchmal findet man derartige „Heilformeln“ sogar mitten in fromm-christlich erscheinenden Webseiten, z.B. hier: http://gebetbuch.com/gebete/heilgebete-besprechen

Dort heißt es z.B.: „Brand geh in den See, geh in den Sand und tu nimmer weh.“ – Der „Brand“ (Verbrennungen an der Haut) wird gleichsam mit einem beschwörenden Spruch fortgeschickt. Eine andere Formel  – hier gegen Schuppenflechte –  lautet: Die Asche und die Flechte, die flogen übers Meer, die Asche, die kam wieder, die Flechte nimmermehr.“

Sodann gibt es etliche Heilungs-Sprüchlein, die damit beginnen: „Die hl. drei Könige zogen durchs Land…“ – oder: „Unser Herr Jesus zog durch das Land…“ – oder wie hier eine Formel gegen Herpes auf dem erwähnten Besprechungs-Blog: „Die Mutter Gottes zog übers Land, drei Rosen in der Hand, die erste weiß, die zweite rot, die dritte war der Tod, ganze Herpes Familie.“  – Oft werden solche Verse (leider!) mit dem „Ehre sei…“ beendet – oder wie HIER mit der trinitarischen Formel:

„Verstocke, verstumme, du frische Wunde,
wachse zusammen, Fleisch und Bein;
Dass es hart werde wie ein Stein.
Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Manchmal werden auch die Heiligen „bemüht“, vor allem volkstümlich bekannte wie Laurentius – so etwa hier  – Quelle: http://www.heilungmitliebe.de/Brandloeschen%2020161130.pdf – das folgende Beispiel:
„Heiliger Laurentius mit Deinem Rost,
gib` mir die Gnade und den Trost,
daß ich kann heilen mit meiner Hand
diesen Brand !
Gott Vater (Verbrennung über die betroffene Stelle „wegblasen“)
Gott Sohn (Verbrennung über die betroffene Stelle „wegblasen“)
Gott heiliger Geist (Verbrennung über die betroffene Stelle „wegblasen“). Amen“

Der wahre Gott hat es gewiß nicht nötig, sich einer bestimmten magischen „Formel“ des Menschen zu unterwerfen, bei deren Anwendung er gehorsam „funktioniert“ und als Befehlsempfänger und Wunscherfüller fungiert.

Der wahre Gläubige ist zum Kreuzweg bereit

Gewiß erhalten  – so GOTT will  –  bisweilen auch im rechten Geist gesprochene Gebete von Christen ihre Erfüllung, denn dem Allmächtigen sind keine Grenzen gesetzt. Nicht ohne Grund sagt der gläubige Volksmund: „Der liebe Gott tut nichts als Fügen.“

Aber der wirkliche Gläubige weiß, daß seine Bitten unter der Voraussetzung stehen: „Dein Wille geschehe!“ –  Er weiß sich mit Christus auf dem Ölberg im Geiste verbunden und ist auch zum „Kreuzweg“ bereit, denn unser Leben im Diesseits ist kein Paradies und kein idyllischer Rosengarten, sondern unsere Bewährungsprobe für die Ewigkeit.

Freilich finden wir allerlei Aberglaubensweisen nicht nur in „Volksbräuchen“ und ländlichen Gewohnheiten, sondern gerade auch in neueren Bewegungen, dort freilich besser verpackt, noch stärker christlich garniert oder gar „biblisch“ begründet.

Dies gilt beispielsweise für die protestantische Sondergruppe der Adventisten. Auf einer entsprechenden Webseite heißt es kurzerhand, wir sollten als Gläubige die Verheißungen Gottes „in Anspruch nehmen“ – und schon klappt es mit der Gebetserhörung, die im Grunde keine ist, denn es ging ja gar kein eigentliches Bittgebet voraus, sondern man erwartet von oben schlichtweg die Einhaltung der vermeintlichen „Zusagen“. 

Das ist eine verstiegene Form des „Glaubens“, die letztlich Gott auf die Probe stellen und seine Erfüllung gleichsam herbeizwingen möchte. Davor hat schon Christus gewarnt, als er vom Satan in der Wüste versucht wurde: „Du sollst den HERRN, Deinen Gott, nicht versuchen!“

Jene maßlose Haltung, vom Himmel ständige Gebetserhörungen zu erwarten, gibt es auch und gerade in der Charismatischen Bewegung – und das beileibe nicht allein bei den Verkündern eines sog. „Wohlstandsevangeliums“.

Natürlich präsentiert sich diese Mentalität dort in einem speziellen Gewande, meist bezogen auf den Heiligen Geist und seine „Segnungen“, die man natürlich „in Anspruch nehmen“ sollte; bei der protestantischen Pfingstbewegung gerne garniert mit Hinweis auf „biblische Verheißungen“, die teils direkt so verstanden werden, als ob sich jedes Bittgebet erübrigt, denn was Gott doch ohnehin zugesagt habe, brauche man nicht mehr eigens zu erflehen. 

Gottes Verheißungen „in Anspruch nehmen“…?

Man spricht in der Religionswissenschaft diesbezüglich von einer Spiritualität der Anamnese (Vergegenwärtigung), wonach wir die Heilsversprechen des Himmels nicht etwa erbitten, sondern „proklamieren“, ausrufen, als gleichsam „schon geschehen“ betrachten sollen. Gebet und „Segnung“ werden direkt verknüpft, beides als hier und heute gegenwärtig angesehen. Aus dem Gebet wird eine „Verkündigung“, Gottes Zusagen gilt es zu proklamieren….

Ein bezeichnendes Beispiel hierfür sei mit dieser schwarmgeistigen Webseite erwähnt: http://mediathek.jule-pape.de/

Hier werden vor allem Texte der bekannten evangelischen Pfingstpredigern und Fernseh-„Evangelistin“ Joyce Meyer aus den USA präsentiert, ergänzt u.a. mit Ausführungen des katholischen Charismatikers Dr. Johannes Hartl (Gebetshaus Augsburg, MEHR-Konferenz). In ökumenischer Eintracht scheint man sich weitgehend einig zu sein, was „Gottes Verheißungen“ anbelangt.

So heißt es z.B. hier (http://mediathek.jule-pape.de/david-gotts-verheissungen-fuer-uns-in-anspruch-nehmen/Joyce Meyer, Hartl) ganz typisch:

„Alles, was Gott versprochen hat, ist ein Ausdruck Seines Herzens und Seines Willens, ganz gleich, ob es Heilung, Segen oder Wegweisung ist….Gebet bedeutet, Gottes höchste Bereitschaft in Anspruch zu nehmen….Die Tatsache, dass Er uns überhaupt Verheißungen gegeben hat, ist Beweis genug für Seine Bereitschaft. Manche Menschen sagen: „Ich weiß nicht, ob es Gottes Wille ist, mich zu heilen….“ Was sagt Gott in Seiner Verheißung? Das sollte das Ende der Diskussion sein.“

Vonwegen  – damit fängt die Diskussion erst richtig an, denn eines ist klar:

Eine Spiritualität, die sich gleichsam am Kreuz vorbeimogelt, bei der nicht die Nachfolge Christi, sondern die „Segnungen“ von oben im Vordergrund stehen, gefällt zwar unseren allzumenschlichen Bedürfnissen, entspricht aber nicht dem „schmalen Weg“, der zur ewigen Glückseligkeit führt.

Dabei bietet der „breite Weg“ teils nicht nur Esoterisches, sondern allerlei fromm wirkende Glaubensformeln oder „wundersame“ Phänomene (charismatisches Handauflegen, „Ruhen im Geist“ und dergl.), erscheint aber jedenfalls attraktiver als ein bescheides Bittgebet an Gott und die Bereitschaft, notfalls auch in Krankheit und Leiden auszuharren. Diese Gesinnung der Opferbereitschaft bedeutet aber wahres Gottvertrauen, nicht das irrgeistige Proklamieren und Reklamieren von „Verheißungen“. 

Gilt das Vaterunser allein für damalige Juden?

Eine anders geartete Variante dieser Art einer vermeintlich hochfliegenden „Frömmigkeit“ finden sich in der protestantischen „Brüderbewegung“ (nicht zu verwechseln mit den evang.“Brüdergemeinden“ der Herrenhuter Richtung), die sich auf den evangelischen Exegeten John Nelson Darby und seine Lehre von den verschiedenen „Haushaltungen“ (Heils-Dimensionen) Gottes beruft.

Bei Darbysten wird nicht der charismatische, sondern ein kurios-biblizistischer Ansatz bemüht:

Die Gläubigen befänden sich im Geiste bereits in den „himmlischen Örtern“, die Bittgebete aus dem Vaterunser hätten nur für die damaligen Juden gegolten, ab dem Kreuzestod Christi lebe man bereits in der Dimension der erfüllten Verheißungen. Es gehe daher um eine „Inanspruchnahme“ der Heilsereignisse und ihrer Früchte bzw. Segnungen. (Näheres dazu in dem theologisch-biographischen Buch „Endlich zuhause – mein Weg zur Kirche“ – über die Konversion eines Historikers und Ex-Darbysten).

Gregg Braden: Gebet ist Emotion plus Gefühl gleich Erfüllung….

Damit nicht genug, werden in „christlich“-gnostischen Strömungen weitere „theologische“ Formen einer verstiegenen Position präsentiert, neuerdings z.B. hier:

https://www.pravda-tv.com/2018/04/von-der-kirche-unterdruecktes-wissen-altes-manuskript-besagt-menschen-haben-uebernatuerliche-kraefte/

Der Autor Gregg Braden lehrt demnach eine „fünfte Art des Betens“, die nicht mehr auf der üblichen kirchlichen Bittgebets-Logik basiert, sondern vielmehr „auf Gefühl gegründet“ sei. Das mute, so heißt es dort, „geradezu revolutionär“ an. Dabei wird  – wie so oft in der Esoterik  – die Quantenphysik bemüht und im eigenen „feinstofflichen“ Sinne ausgelegt. Auf dieser „energetischen“ Grundlage (nach dem Motto: Alles ist letztlich nur Energie) wird gesagt:

„Die jeweilige Emotion bestimmt das Motiv unseres Gebets. Man kann sie auch als das Verlangen beschreiben, mit dem unsere Vorstellungskraft nach einer Lösung sucht. Aus der Verbindung von Gedanke und Emotion entsteht das Gefühl. Wenn uns diese drei Anteile des Gebets vollkommen bewusst sind, können wir eine wahrhaft kraftvolle Vision entwickeln, die als eine Veränderung unserer Realität Gestalt annehmen kann.“

Es heißt dann weiter, Unser „Herzenswunsch wird in dieser Form des Gebets zu einer verkörperten Bewusstheit“  – und man könne sich leicht vorstellen, „wie intensiv Massengebete sein können, die auf diese Weise abgehalten werden, zum Beispiel auch über das Internet!“

Angeblich sei das „Massengebet“ jene Technologie, die „das (kollektive) Bewusstsein berührt.“ – Wenn man also „das Gebet als ein Gefühl“ ansehe, gehe es nicht mehr um unklare Fragen der Gebetserhörung, sondern das gewünschte Ergebnis sei „bereits geschaffen worden“.

Unsere Auflistung verschiedener Formen des (Aber-)Glaubens ist keineswegs vollständig, sondern sollte nur schlagwortartig einige Bereiche und Beispiele aufzeigen und zugleich grundsätzliche Haltungen einer wahrhaft christlichen Frömmigkeit  begründen, wie Christus sie uns vorgelebt hat, gipfelnd in dem vertrauensvollen Gebet unseres HERRN: „Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!“

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 

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Nahe ist der HERR den zerbrochenen Herzen

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 34 (33),17-18.19-20.21.23.

Das Antlitz des HERRN richtet sich gegen die Bösen,
um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
Schreien die Gerechten, so hört sie der HERR;
er entreißt sie all ihren Ängsten.

Nahe ist der HERR den zerbrochenen Herzen,
ER hilft denen auf, die zerknirscht sind.
Der Gerechte muss viel leiden,
doch allem wird der HERR ihn entreißen.

Er behütet all seine Glieder,
nicht eines von ihnen wird zerbrochen.
Der HERR erlöst seine Knechte;
straflos bleibt, wer zu ihm sich flüchtet.

 


Hundertjähriger Evangelist Billy Graham vertraut auch in schweren Zeiten auf Gott

GOTT schenkt uns in Christus „Hoffnung für immer“

Er befindet sich in seinem 100. Lebensjahr: Billy Graham. Sein persönliches Jahr 2017 bezeichnet der weltbekannte amerikanische Evangelist nicht als besonders erfreulich: „Ein Problem folgte dem nächsten.“ 

Es gab Krankheiten in der Familie, mehrere Todesfälle, finanzielle Schwierigkeiten und anderes: „Ich bat Gott darum, diese zu lösen, doch nichts geschah…Gott erlaubt schwierige Zeiten, doch er versorgt uns mit ewiger Hoffnung durch seinen Sohn.“

Graham erinnert daran: „Mitten in der schwierigen Zeit des Volkes Gottes konnte der Prophet Jeremia immer noch sagen: ‚Die Güte des HERRN hat kein Ende, sein Erbarmen hört niemals auf’», zitiert er aus dem Buch der Klagelieder (3,22). 

Der evangelikale Pastor sagt, dass er gerne wüßte, warum Gott schwierige Zeiten zulasse – er verstehe es selbst nicht völlig: „Aber Gott weiss alles über das Böse und das Leiden. Sein eigener Sohn ertrug Leiden und Tod am Kreuz. Doch danach gab es das leere Grab, weil Christus auferstanden ist. Das schenkt uns Hoffnung für immer.“

Wenn schwere Zeiten kommen, müsse sich unser Gottvertrauen bewähren: „Wir können bitter werden und uns von Gott abwenden  –  oder wir können uns im Glauben an ihn wenden und in ihm die Hoffnung und Stärke finden, die wir brauchen.“

Quelle (Text/Foto) und vollständiger Artikel hier: http://www.jesus.ch/themen/glaube/glaube/322146-gott_versorgt_uns_mit_ewiger_hoffnung.html


Christus schickt seine Apostel zu den „verlorenen Schafen des Hauses Israel“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 10,1-7:

In jener Zeit rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.

Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, Jakobus und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat.

Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

 


Christus öffnet seinen Jüngern die Augen für das Verständnis der Heiligen Schrift

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Lk 24,35-48:

Die beiden Jünger, die von Emmaus zurückgekehrt waren, erzählten den Elf und den anderen Jüngern, was sie unterwegs erlebt und wie sie Jesus erkannt hatten, als ER das Brot brach.

Während sie noch darüber redeten, trat ER selbst in ihre Mitte und sprache zu ihnen: Friede sei mit euch!

Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen.

Da sprach ER zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen solche Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht.

Bei diesen Worten zeigte ER ihnen seine Hände und Füße. Sie staunten, konnten es aber vor Freude immer noch nicht glauben. Da sprach ER zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier?  – Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; ER nahm es und aß es vor ihren Augen.

Dann sprach ER zu ihnen: Das sind die Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Moses, bei den Propheten und in den Psalmen über mich gesagt ist.

Darauf öffnete ER ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift.

ER sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür.

 


CHRISTUS ist der „Fürst des Friedens“ in einer gnadenlosen Welt

Von Dennis Riehle

Im Jahr 2016 wurde der Glaube an einen friedliebenden Gott wieder einmal auf die Probe gestellt. Brutalität und Gewalt eines Ausmaßes, das wir über Jahre und Jahrzehnte nicht gesehen haben. Gnadenlosigkeit und Hass auf verschiedensten Seiten, ausgehend von terroristischen Organisationen, von Staatsmännern und möglicherweise sogar Kindern. Riehle, Dennis_5

Die Maschinerie der Machtdemonstration hat mit „Aleppo“ einen neuen Namen bekommen. Eine Unmenschlichkeit, die diejenigen zu lähmen erscheint, von denen eigentlich Interventionen erhofft werden. Aber viele Menschen setzen nicht allein auf die irdische Beeinflussung des Blutvergießens, sondern hoffen auf göttlichen Beistand.

In der Adventszeit singen wir mit Hoffnung über den König, der zu uns kommen möge. Wir bauen auf Christus, der uns als „Friedefürst“ erstrahlen und vor Freude jauchzen lassen soll.

Doch kann man tatsächlich Zuversicht entwickeln bei Bildern von Fassbomben, von ausgehungerten Babys oder Kriegsschiffen, die auf See patrouillieren, um auch niemanden in das „gelobte Land“, nach Europa, hinein zu lassen, der dort „nicht hingehört“?

Der Theismus und die WARUM-Frage

Ein Agnostiker sagte mir vor kurzem, er könne sich ja noch mit einem Deismus abfinden, mit dem Glauben an einen Schöpfergott. Doch nach den sieben Tagen, da hat ER die Welt offenbar alleine gelassen, meinte er. Theistisch zu denken, davon überzeugt zu sein, dass Gott in das Weltgeschehen eingreife, das gelinge ihm nicht. phoca_thumb_m_111218065_b_weihnachtsbaum

Auch ihn plagt die „Theodizée-Frage“ nach dem „Warum?“. Weshalb kann ein Gott die von ihm geschaffenen Menschen sich gegenseitig die Köpfe einschlagen lassen – und dabei einfach nur zusehen, wenn er doch allmächtig ist und die Möglichkeiten haben sollte, dieses Leid zu stoppen?

Philosophen und Religionstheoretiker streiten sich darum: Kann ER nicht, will ER nicht Einfluss nehmen auf das Geschehen seiner Ebenbilder, die es offenbar nicht schaffen, in Eintracht miteinander auf einem gemeinsamen Planeten zu leben?

Auch die FREIHEIT ist Gottes Liebesbeweis

In 1. Mose 3,22  stellt uns Gott auf unsere eigenen Beine. Man könnte meinen, so etwas sei verantwortungslos, spätestens dann, wenn man erkennt, dass die Schützlinge wohl eben doch nicht ohne Halt laufen können. Man könnte es aber auch ganz anders deuten: Ist es nicht ein großer Liebesbeweis, sein Kind in die Freiheit zu entlassen? Ihm Verantwortung zu übertragen und damit auch zu verdeutlichen, dass man ihm etwas zutraut?  wnm_2012_Weihnachtsmarkewww

Nur wenn Eltern loslassen können, dann entwickeln sich ihre Kleinsten irgendwann auch zu eigenständigen Persönlichkeiten. „Aus Erfahrung klug werden“, das wäre vielleicht ein Credo gegenüber uns Menschen, doch offenbar lernen wir aus unseren Fehlern nicht. Immerhin ist es nicht das erste Mal, dass wir uns abschlachten. Schon in der Bibel war es so. Und auch da war es nicht die „unsichtbare Hand Gottes“, die dann wundersame Rettung brachte.

Offenbar geht dieser Allmächtige einen Weg, den wir auf den ersten Blick nicht verstehen können. „Der Friede, der höher ist als all unsere Vernunft“, so hören wir es immer wieder nach den Predigten in den Kirchen, ist derjenige, den wir mit unserem begrenzten Verstand nicht greifen können. Wir erwarten die Erlösung im Sinne eines Fingerschnippens – und plötzlich ist alles wieder gut.

Kein Radiergumme für die Realität des Lebens

Ja, naiv sind wir schon. Und wir meinen, wir müssten uns nicht abmühen, im Zweifel wird Gott es schon wieder richten. Doch ER hat uns nicht auf die Spielwiese unseres Lebens entlassen, denn unsere Realität ist eine Zeichnung, in der es keinen Radiergummi gibt.

Ja, wir werden mit den Konsequenzen unseres Handelns konfrontiert, hart und unbarmherzig. Und wir allein tragen dafür die Schuld, wir müssen uns vor unserem Gewissen verantworten – und vor einem Gott, der eben nicht der Mann mit dem Rauschebart und der roten Mütze ist, der jetzt wieder die Geschenke unter den Baum legen wird.

Theismus bedeutet nicht, dass wir stets auf ein Sicherheitsnetz vertrauen können, das uns und unsere Fehler einfach nur auffängt, wenn wir gerade wieder einmal nicht darüber nachgedacht haben, was wir anstellen. Weihnacht 2013.001

Ob ein Herr Assad, ein Herr Erdogan, ein Herr Trump: Egal, was wir sagen, was wir tun, im Augenblick des Hier und Jetzt mögen uns die Folgen wenig interessieren. Doch jeder von uns wird an einen Punkt kommen, an dem wir uns fragen, was wir eigentlich für diese Erde getan haben.

Bei manch Einem könnte dann die Reue einsetzen und das Bangen ob einer gnädigen Vergebung. Bei Anderen zählt allein das Machtinteresse, auch über das weltliche Dasein hinaus. Bei Vielen von uns wiederum ist es wohl jetzt schon Resignation angesichts der Hilflosigkeit.

Gott lässt uns in diesem kaum auszuhaltenden Spannungsbogen aus „Unrast und Unruh‘“, wie es Zofia Jasnota im Jahre 1977 schrieb, weil wir „ständig versuchen, Friede für alle zu schaffen“ – und der Empörung über die offenbare Untätigkeit desjenigen, der einerseits auch an Weihnachten 2016 wiederum ein Teil von uns werden will, aber gleichzeitig die klaren Zeichen für einer Intoleranz des menschlichen Verhaltens in den Krisengebieten und Trümmern allüberall vermissen lässt.

Wir sind keine Marionetten des Ewigen

Doch was wäre es für ein Gott, wenn ER nicht darauf setzen würde, dass wir selbstständig entscheiden können. Wir würden zu seinen Marionetten werden, uns fehlte jedwede Integrität, Selbstbewusstsein und auch Einsichtsfähigkeit.

Jesus bräuchte es nicht, denn immerhin ist ER es, der uns allen beweist, dass Menschsein auch anders aussehen kann als das, was derzeit nicht nur in seiner Heimat geschieht. Gott hält viel auf jeden Einzelnen, ansonsten könnte er uns unseren eigenen Willen nehmen, uns einen Freifahrtsschein geben, damit wir uns in Gewissheit um seine „Airbags“ immer wieder neu in das Unheil unseres Handelns stürzen und uns ausprobieren – allerdings nie ohne die Chance, auch einmal unabhängig werden zu können, uns durchsetzen und auch für uns und unser Leben aus eigenen Stücken befinden zu können.  christus

Weisheit könnte gar nicht erst wachsen. Klugheit würde sich nicht entwickeln, denn es bräuchte sie auch gar nicht. Denn auch Mündigkeit gäbe es bei einem Theismus, der Gott immer dann eingreifen lässt, wenn unser Unvermögen wieder einmal Oberwasser gewinnt, keineswegs.

Nein, wir können wahrlich nicht nachvollziehen, dass es erst Millionen von Toten bedarf, ehe wir irgendwann erkennen mögen, wie egoistisch wir sind – bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir plötzlich auf uns gestellt sind. Wird Gott dann erst milde werden, wenn wir uns wie Beschämte über uns selbst in die Ecke stellen, weil wir auf einmal mit Schrecken feststellen, dass wir all das kaputt gemacht haben, was die Grundlage für die Existenz ist – unsere Mitmenschen, unsere Ethik, die Ressourcen?

Gott ist nicht das Sprungtuch, das sich auf Knopfdruck öffnet. ER verhilft uns nicht zu einer Eins in der kommenden Mathearbeit, obwohl wir nicht dafür gelernt haben. Er sucht uns keine neue Bleibe, nur weil wir uns nicht um eine Wohnung gekümmert haben. Und ER lässt auch nicht das Geld vom Himmel regnen, wenn wir vergessen haben, uns beim Amt zu melden.

GOTT ist nicht unser Bittsteller

Das ist kein Theismus, Gottes Gegenwart und seine Hilfe wird nicht dort erkennbar, wo wir es gern hätten. Welches Gottesbild müssen wir haben, wenn wir vollends unverschämt darauf setzen, dass dieser Allmächtige immer dann eingreift, wenn wir einen Fehler gemacht haben? Wir würden die Positionen tauschen, der Allmächtige würde zu unserem Bittsteller werden. Das Menschgeschaffene soll Gott wieder richten, wie ein nachsichtiger Vater, der damit verhindert, dass wir je erwachsen werden. Logo Christustag

Auch bei Krankheiten, in Armut oder bei all den Katastrophen – dort, wo wir als Menschen scheinbar unschuldig in Not geraten, hält ER sich zurück. Kaltherzig, so könnte man es vermuten. Denn wir vermögen nicht entdecken, warum dieses Leid nötig sein soll. Dabei müsste ER doch die Möglichkeit haben, uns davor zu bewahren. Will ER denn wirklich nicht? Nein, es ist wahrlich keine Prüfung, in der wir ihm etwas beweisen müssen. Das Durchschreiten der tiefsten Täler ist die Gelegenheit für uns, in etwas Sinnlosem einen Sinn zu erkennen – und an dieser Erkenntnis wachsen zu können.

Gott lässt uns „im Stich“, aber ER lässt uns nicht los

Gott lässt uns im Stich, aber ER lässt uns nicht los. Seine rettende Hand zeigt sich dann, wenn wir es nicht vermuten. Und sie offenbart sich auch nicht so, wie wir es uns wünschen. Nicht dann, wenn uns die Nachricht über den Krebs erreicht. Nicht, wenn uns der Arbeitgeber die Kündigung übergibt. Und auch nicht, wenn die Artillerie-Feuer in Ost-Aleppo niedergehen. „Friede soll mit euch sein“, so erhofft es auch Zofia Jasnota. Aber der Kehrvers des Liedes schränkt gleichsam ein: „Nicht so, wie ihn die Welt euch gibt, Gott selber wird es sein“. geburt-christi-bethlehem-stall

Dann, wenn wir nicht mehr daran glauben, tut sich Hoffnung auf. Wie bei Maria und Josef, die umherirrten, aber keine Bleibe finden konnten. Und plötzlich dieser Stall, die Hirten und dann auch noch Engel. Aus Obdachlosigkeit wurde schlussendlich die Geburt eines Kindes, das uns bis heute daran erinnern soll, dass wir mit Gottes Nähe rechnen dürfen.

Theismus wird nur dann verständlich werden, wenn wir es auch schaffen, von unserem irdischen Denken einmal loszulassen. Wenn wir Vertrauen finden in die Verheißung, dass es unsere Vernunft eben nicht vollbringen kann, die Gottesgnade zu fassen. Wenn wir uns auf die kleinen Zeichen einlassen, die für uns zunächst einmal unbedeutend erscheinen.

Nicht die großen Wunder können uns retten, sondern das Unverhoffte inmitten des großen Elends. Die haltende Hand nach dem verheerenden Bombenhagel, der Klinikclown auf der Kinderonkologie im Krankenhaus, das Lächeln der Mutter, wenn es doch nur für die „Fünf“ im Zeugnis gereicht haben sollte. Um unserer Freiheit willen müssen wir die Auswirkungen unserer menschlichen Unzulänglichkeit ertragen lernen und darauf warten, dass Gott uns seinen Frieden so schenkt, wie ER es möchte, nicht, wie wir es wollen.

Verstehen kann man das wahrscheinlich nicht. Aber dann wäre es sicher auch kein Glaube…

Unser Autor Dennis Riehle (Martin-Schleyer-Str. 27 in 78465 Konstanz) ist evangelischer Prädikant (Laienprediger) und in der Beratungsarbeit tätig
Webpräsenz: http://www.Dennis-Riehle.de


ER ist der Urheber des ewigen Heiles

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Hebr 4,14-16.5,7-9:0013

Brüder! Da wir nun einen erhabenen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, lasst uns an dem Bekenntnis festhalten.

Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unserer Schwäche, sondern einen, der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat.

Lasst uns also voll Zuversicht hintreten zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit.

Als ER auf Erden lebte, hat ER mit lautem Rufen und unter Tränen Gebete und Bitten vor den gebracht, der ihn aus dem Tod retten konnte, und ER ist erhört und aus seiner Angst befreit worden.

Obwohl ER der Sohn war, hat ER durch Leiden den Gehorsam gelernt; zur Vollendung gelangt, ist ER für alle, die ihm gehorchen, der Urheber des ewigen Heils geworden.