EWIGKEIT in die Zeit leuchte hell herein

Brich herein, heller Schein
selger Ewigkeit!
Leucht in unser armes Leben,
unsern Füßen Kraft zu geben,
unsrer Seele Freud.

Hier ist Müh morgens früh
und des Abends spät,
Angst, davon die Augen sprechen,
Not, davon die Herzen brechen;
kalter Wind oft weht.

Jesus Christ, du nur bist
unsrer Hoffnung Licht.
Stell uns vor und lass uns schauen
jene immer grünen Auen,
die dein Wort verspricht,

Ewigkeit, in die Zeit
leuchte hell herein,
dass uns werde klein das Kleine
und das Große groß erscheine,
selge Ewigkeit.

Marie Schmalenbach (1835 – 1924)


Der HERR segne und behüte dich…

Heutige liturgische Festtags-Lesung der kath. Kirche: Num 6,22-27: 

Der HERR sprach zu Moses: Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen:

Der HERR segne dich und behüte dich. ER lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig. Der HERR  wende dir sein Angesicht zu und schenke dir sein Heil.

So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen  –  und ich werde sie segnen.

HINWEIS: Dieser „Aaronitische Segen“ (auch „Priestersegen“ genannt) wird bisweilen dem Ordensgründer Franz von Assisi zugeschrieben; in Wirklichkeit stammt er aus dem Alten Testament (Buch Numeri) – Franziskus hat ihn lediglich von dort übernommen.

 


HERR, laß Dein Angesicht über uns leuchten!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 4,2.3-4.7-8.

Wenn ich rufe, erhöre mich,
Gott, du mein Retter!
Du hast mir Raum geschaffen, als mir Angst war.
Sei mir gnädig, und höre auf mein Flehen!

Ihr Mächtigen, wie lange noch schmäht ihr meine Ehre,
warum liebt ihr den Schein und sinnt auf Lügen?
Erkennt doch: Wunderbar handelt der HERR an den Frommen;
der HERR erhört mich, wenn ich zu ihm rufe.

Viele sagen: «Wer lässt uns Gutes erleben?»
HERR, lass dein Angesicht über uns leuchten!
Du legst mir größere Freude ins Herz,
als andere haben bei Korn und Wein in Fülle.