JA zum Muttersein, JA zu Ehe und Familie, JA zu Freiheit, Liebe und Verantwortung der Eltern

Offener Brief von Almut Rosebrock an Ministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Sehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger!                     

Almut Rosebrock

Almut Rosebrock

Sie sind Mitglied der „Freien Demokratischen Partei“.

Inwiefern ist Ihnen die Freiheit der Menschen, über ihre Art zu leben selbstverantwortlich zu entscheiden, noch ein Anliegen?  –  Ich habe den Eindruck, das ist es nicht  –  und finde das sehr bedauerlich.

Ich bin eine studierte und selbstbewusste Frau, bin verheiratet und wir haben 2 Kinder mit 11 und 13 Jahren.

Aus Verantwortung für mein eigenes und für das Leben unserer Kinder, die  n u r  m i c h  als Mutter haben, entscheide ich mich momentan bewusst dafür, meine Arbeitskraft und Energie   n i c h t   der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen, sondern unsere Kinder gemäß meinen/unseren Werten und Qualitätsansprüchen zu versorgen und zu pflegen.
Ebenso tun das Millionen andere Mütter!

Es ist  L i e b e , die uns drängt, Liebe, die eine „Berufsbetreuung“ nicht geben kann  –  und individuelle Verantwortlichkeit!

Unser Staat, unsere Gesellschaft lebt grundsätzlich von Individuen, die nicht allein um ihres eigenen Vorteils (und des Geldes) willen leben und handeln, sondern die auch Mitmenschlichkeit, Werte und Kultur, aber auch Sinnhaftigkeit und Selbstbestimmung leben!

Die Achtung dieser Werte seitens der Politik  –  und auch durch Sie  –  wird zur Zeit sehr vernachlässigt.
Dabei sind die Familien, sind die Kinder unsere Zukunft!
Kleinkinder wie Jugendliche brauchen unsere ganze Persönlichkeit und Liebe.

Vor allem die Psychologie der Entwicklung der ganz Kleinen (0 – 3 J.), bei denen das Gehirn noch im vollen Wachstum und komplexer Entwicklung ist, muss berücksichtigt werden  – und es dürfte nichts getan werden, was die gesunde Entwicklung gefährdet.

Grundlage der gesunden Entwicklung ist Ruhe, Sicherheit, eine feste Bezugsperson mit körperlicher Nähe, persönlicher Zugewandtheit, individueller Fürsorge.

All das kann die  –  von Ihnen auch noch unter dem Stichwort „Bildung“ favorisierte  –  frühkindliche Gruppenbetreuung mit professionellen Erziehern nicht leisten!

Zudem ist sie extrem teuer und aufwendig  –  und das Geld fehlt dadurch an anderen Stellen, zum Beispiel in effektiver Jugendsozialarbeit (außerschulisch!), wo ein staatliches Engagement tatsächlich wichtig und unschädlich wäre!

Die Folge Ihrer Politik werden (noch mehr) psychisch deformierte, bindungsunsichere, aggressive und unkontrollierte Menschen sein!
Übrigens gilt das auch für die Mütter, die auf die Art und Weise ihre Mutterschaft gar nicht mehr richtig erleben können.

Ich von meiner Warte aus kann sagen, dass ich in dieser Zeit des intensiven Lebens mit und Eintretens für meine Kinder so viel gelernt habe und lerne, wie   n i e   z u v o r   in meinem Leben! Ich bin sehr dankbar für diese Zeit und Erfahrung!

Ich finde es zudem sehr wichtig, die gemeinsame Verantwortlichkeit von Vater und Mutter für ihre Kinder zu stärken!

(Zwei „Mütter“ oder zwei „Väter“ sind dagegen widernatürlich  –  und widergöttlich!)

Mit freundlichen Grüßen –

und der Bitte, die   F r e i h e i t   und Selbstbestimmtheit der Menschen weiterhin zum Ziel der Politik zu machen  –  anstatt staatlicher Gängelung!

Info-Bezug: http://www.faz.net/aktuell/politik/familienpolitik-die-hausfrau-weder-leitbild-noch-feindbild-12052250.html

Almut Rosebrock, Apothekerin
Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“, www.glmk.de


ISRAEL: Führender jüdischer Gelehrter nimmt Glaubenspräfekt Müller vor „böswilligen“ Auslegungen in Schutz

David Rosen übt scharfe Kritik an der deutschen Bundesjustizministerin

Im Zusammenhang mit Erzbischof Müllers Kritik an einer anwachsenden „Pogromstimmung“ gegen Kirche und die katholische Geistlichkeit kam es vielfach in deutschen  Mainstream-Medien und innerkirchlichen Kreisen zu schweren verbalen Angriffen gegen den Chef der römischen Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller.

Einige Politiker griffen sogar zur Holocaust-Keule gegen den unbeugsamen Vatikanvertreter, weil dieser in einem WELT-Interview erklärt hatte:

„Auch im Fernsehen werden Attacken gegen die katholische Kirche geritten, deren Rüstzeug zurückgeht auf den Kampf der totalitären Ideologien gegen das Christentum. Hier wächst eine künstlich erzeugte Wut, die gelegentlich schon heute an eine Pogromstimmung erinnert.“images

Nun wird der Kurien-Erzbischof von einem führenden jüdischen Oberrabbiner   –   David Rosen aus Jerusalem (siehe Foto)  –  energisch verteidigt, wie Paul Badde in der Online-Ausgabe der Tageszeitung „Die Welt“ heute berichtet.

Der internationale Direktor des amerikanisch-jüdischen Komitees für interreligiöse Angelegenheiten nimmt Müller gegen den Vorwurf von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) in Schutz, die dem Glaubenspräfekten und vormaligen Bischof von Regensburg einen Holocaust-Vergleich unterstellt hatte.

„Kein Vergleich mit den Grausamkeiten der Schoah ist je angemessen“, sagte Rosen gegenüber der Zeitung „Die Welt“:

„Ebenso klar ist für jeden vernünftigen Menschen, der die Worte Erzbischof Müllers nachliest, aber auch, dass ein solcher Vergleich keineswegs in dessen Absicht war. Dies dem Interview zu entnehmen, kann nur das Ergebnis einer böswilligen Absicht sein.“

Der dreifache Familienvater David Rosen war einst Oberrabbiner von Irland und ist ehem. Vorsitzender des IJCIC (Internationales Jüdisches Komitees für Interreligiöse Konsultationen). Der Gelehrte aus Jerusalem ist zudem einer der Gründer des Interreligiösen Koordinierungsrats in Israel, der 70 Organisationen umfaßt. Auf der Nahost-Sondersynode des Vatikans war Rosen als Redner eingeladen und wurde vom Papst persönlich begrüßt.

Bereits seit Jahren würdigt der Rabbiner die judenfreundlichen Worte und Gesten von Papst Benedikt XVI.: So habe der Pontifex als erster Papst Vertreter des Judentums nicht nur zur Trauerfeier für seinen Amtsvorgänger eingeladen, sondern auch zu seiner eigenen Amtseinführung.

Er habe sich zudem als Kurien-Kardinal und Glaubenspräfekt maßgeblich für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen dem Hl. Stuhl und dem Staat Israel eingesetzt  –  und später als Papst mehrfach jüdische Delegationen zu Gesprächen im Vatikan empfangen. Auch der Besuch Benedikts in Israel im Mai 2009 wird von Rabbi Rosen als höchst bedeutsam und von nachhaltiger Wirkung eingeschätzt.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Foto: Webseite „terrasanta.net“


Disput zwischen Bundesjustizministerin und Lebensrechtler Thomas Schührer

Pressemitteilung der Initiative „Solidarität statt Selbsttötung“:

Am Rande des Dreikönigstreffens der FDP in Stuttgart kam es zu einem öffentlichen Disput zwischen der Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und Thomas Schührer, dem Initiator der Initiative „Solidarität statt Selbsttötung“ (siehe Foto).

Dabei ging es um ihren Gesetzentwurf zum Verbot der gewerblichen Förderung der Selbsttötung, der jedoch allen anderen Formen der Suizidbeihilfe ausdrücklich Tür und Tor öffnet. DUB-SLS

Schührer bemängelte, es bleibe angesichts der gesellschaftlichen Bedeutung des Gesetzes zu wenig Zeit für eine öffentliche Debatte.

Die Ministerin zeigte sich hinsichtlich der endgültigen Ausgestaltung des Gesetzes überraschend offen und sagte:

„Ich bin sehr für eine intensive Diskussion. Und ich dränge nicht auf zügige Verabschiedung. Ich möchte einer Diskussion weiten Raum lassen.“

Kurzvideo mit der Justizministerin am 6.1.2013: http://youtu.be/a5JWOotJLyw

Foto von der Aktion der Initiative am 6.1.2013: http://www.solidaritaet-statt-selbsttoetung.de/DUB-SLS.jpg

Webseite der Initiative Solidarität statt Selbsttötung:  http://www.solidaritaet-statt-selbsttoetung.de

Thomas Schührer, Durchblick e.V.
Weinbergstr. 22, 76684 Östringen
Tel. 07251 359181, Fax 07251 359182
http://www.solidaritaet-statt-selbsttoetung.de

KKV-Verband übt deutliche Kritik am „Sterbehilfe“-Gesetzentwurf

Der Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) lehnt den Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) betr. Beihilfe zum Selbstmord (Suizid-Beihilfe)  in der jetzigen Form ab.

Laut Entwurf soll lediglich die kommerzielle Suizidbeihilfe unter Strafe gestellt werden.

„Echte Liebe und wirkliches Mitgefühl mit seinem Mitmenschen zeigen sich nicht darin, dass man jemandem dabei unterstützt, sich umzubringen“, kommentiert der Monheimer Bundesvorsitzende des KKV, Bernd-M. Wehner, in einer Pressemeldung.

Gefragt sei vielmehr „eine liebevolle Betreuung bis zum Tod und nicht die Beförderung in den Tod“.

Dies sei der „Schlüssel für eine humane Gesellschaft“, erklärte der KKV-Chef. 

Quelle: Radio Vatikan


Wird die „gemeinnützige“ Hilfe beim Selbstmord in Deutschland bald straffrei sein?

Pressemeldung der Initiative Nie wieder:

Am kommenden Donnerstag, dem 29. November 2012, soll im Bundestag in erster Lesung über den von Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger eingebrachten Gesetzentwurf zur „gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ beraten werden.

Dieser Gesetzesvorschlag sieht vor, daß die Hilfe zum „gewerbsmäßigen Suizid/Selbsttötung“ unter Strafe gestellt wird, nicht hingegen die Beihilfe zum „nicht gewerbsmäßigen Suizid/Selbsttötung“, durchgeführt von Angehörigen oder nahestehenden Personen wie Ärzte, Krankenhauspersonal, Verwandte, Bekannte usw.

Allein in Deutschland sehen jährlich etwa 100.000 Bürger keinen anderen Ausweg und versuchen, ihr Leben durch Selbstmord zu beenden. In etwa 10% der Fällen endet der Suizidversuch  tatsächlich auch „erfolgreich“. Eine traurige Bilanz!  

Dem „Leben ein Ende setzen zu wollen“ bedeutet in den meisten Fällen ein letzter, deutlicher Hilferufe einer Person, die in unserer kalten, konsum – und leistungsorientierten Gesellschaft den „Boden verloren hat“ und daran krank geworden ist.

Dieser Mensch braucht unsere Hilfe, unseren Beistand, ja unsere ganze Solidarität, um seine schwierige oder vermeintlich aussichtslose Lebenslage meistern zu können.

Diese Person braucht nicht einen Gifttrank oder eine Giftspritze  –  weder von einem „gewerblich orientierten“ und erst recht nicht von einem „nicht gewerblichen“, also gemeinnützig ausgerichteten  „Tötungs-Helfer.“

Mit einer Zustimmung zum vorliegenden Gesetzesentwurf würden die Abgeordneten dem derzeitigen Mainstream folgen, der das menschliche Leben nicht mehr als absolut schützenswert ansieht, sondern es verfügbar machen will  –  je nachdem,  wie es persönlich beliebt oder dem Allgemeinwohl nützlich ist.

In Verantwortung vor Gott und den Wählern müssen die Volksvertreter des deutschen Bundestages sich ihrer besonderen Verantwortung bewußt werden und nicht nur diesen Gesetzesentwurf, sondern ganz eindeutig jede Tötung und Beihilfe dazu ablehnen und sanktionieren.

Deutlich muß gesagt werden, daß wir uns bereits bei aufgestoßener Türe kurz vor dem Abgrund befinden. Ob es bereits heute fünf nach zwölf ist, werden einst die Geschichtsschreiber zu berichten wissen.

Konsequenzen dieses Gesetzesentwurfs und mögliche Szenarien in der Zukunft  werden wie folgt aussehen können:

–  Die Selbstmord-Erfolgsrate würde, bei fachlicher und vom Staat garantierter straffreier Unterstützung, nicht „nur“ bei 10, sondern bei bis zu 100 % liegen.  Keine aufwendige und teure Versorgung mehr für die „erfolglosen“ Suizid-Kandidaten.

–  Im Gegenteil: Bei guter Koordinierung mit den Explantationszentren könnte der Organmangel gelöst und Deutschland sogar zu einem Organ-Exportland werden. Sicher ein einträgliches Geschäft.

–  Altenheime, Psychiatrien, Pflegestationen könnten „entleert“ werden und so Milliarden von Euros für medizinische Versorgung einsparen helfen.

–  Nicht mehr von der Hand zu weisen wäre für die Zukunft der Vorschlag von „Dr. Arnold Tod“, der in einer ARD-Sendung vom 19.11.2012  meinte  –   in Anlehnung an das deutsche Abtreibungs-Unrechts-Gesetz  –  Beratungsstellen und flächendeckende Tötungshäuser einzurichten. Nach erfolgter Beratung mit Beratungsnachweis (vielleicht ausgestellt von Pro Familia, Donum Vitae oder gar Caritas und Diakonie) könnten dann Oma, Opa, Kranke und Behinderte entsorgt werden. Dies geschieht natürlich straffrei für den gemeinnützigen „Tötungs-Helfer“ – es wäre dies tatsächlich: gemein und nützlich zugleich für die Staatskasse!

–  Sollte auch mal  –  nur aus „Versehen“ und ohne Absicht natürlich  –  gegen das „Selbstbestimmungsrecht“ oder den „mutmaßlichen Willen“ verstoßen worden sein, bleibt das folgenlos   –   denn Tote können nicht klagen/verklagen.

Wir fordern alle Abgeordnete des deutschen Bundestages auf, diesem Gesetzesvorschlag vehement entgegenzutreten und ihm jede Zustimmung zu verweigern.


Weinheim, den 27. November 2012
„Initiative Nie Wieder!“, 
Günter Annen


Buch-TIP: „Die missbrauchte Republik“

Rezension von Reinhard Dörner

Buch-Daten: Die missbrauchte Republik, herausgegeben von Andreas Späth (KSBB) und Menno Aden (SWG) im Verlag Inspiration Un Limited, Hamburg/London 2010,  ISBN 978-3-9812110-2-3, Preis 11,80 €

Wochenlang bildeten nahezu bis Mitte des Jahres 2010 die entdeckten Fälle von Kindesmissbrauch die Eröffnungsmeldung in vielen Nachrichtensendungen, häufig mit dem begleitenden Zusatz: „Immer mehr Missbrauchsfälle“.

Guter Buchtitel zum ThemaDie Unisono-Verurteilung bezog sich in fast allen Meldungen auf die katholische Kirche; andere Organisationen wurden schamhaft verschwiegen oder einfach ausgeblendet. In keinem Fall erfuhr der Rezipient, woher denn diese plötzliche Informationsflut kommt, wer denn die „Aufklärer“ sind.

Diesem Mangel hilft eine wichtige Schrift ab, die sich der „Aufklärung über die Aufklärer“ zuwendet, so der programmatische Untertitel.

Das Buch „Die missbrauchte  Republik“ deckt schonungslos die gesellschaftlichen Hintergründe auf, unter denen es zum sogenannten Kindesmissbrauch kommen konnte.

Diese „Aufklärung“ wird gewährleistet durch ausgewiesene Fachleute wie Prof. Albert Wunsch, Gerard van den Aardweg, Christa Meves, Kurt J. Heinz u.a., die z.T. schon vor Jahrzehnten davor gewarnt haben, „wohin die Reise geht“, wenn bestimmten gesellschaftlichen Entwicklungen nicht gegengesteuert wird.

Schon das „Geleitwort des Mitherausgebers“ weist auf die Gültigkeit der Werte in unserer Gesellschaft hin. Die Aufsätze aller Autoren wirken so eindringlich wie entlarvend:

„Wer wie Heiner Geißler argumentiert, der sexuelle Missbrauch in der katholischen Kirche sei eine Folge ihrer Körper- und Sexualfeindlichkeit, kommt spätestens dann in Erklärungsnot, wenn er die Ursachen der sexuellen Gewalt an Kindern und Jugendlichen in einer Gesellschaft erklären soll, in der es seit der sogenannten sexuellen Befreiung ab den sechziger Jahren nahezu kein Tabu mehr gibt, das der Befriedigung sexueller Bedürfnisse entgegenstünde.“

Daher folgert Weihbischof Andreas Laun vollkommen zu Recht, dass „gefährliche Ideologien und die sexuelle Revolution als Mittäterin“ anzusehen seien.

Auf den Punkt bringt der Autor van den Aardweg das Problem: Missbrauch durch Priester sei „‚gewöhnliche‘ Homosexualität“. Hier rückt van den Aardweg zurecht, was in der medialen Information missachtet wurde: die klare Unterscheidung zwischen Pädophilie und Homosexualität.

Heuchelei damals und heute

Und er vergleicht die „Sittlichkeitsprozesse“ von 1936/37 mit der „heutige(n) Heuchelei: die Partei, die damals pädophile und homosexuelle Priester jagte, war selbst eine Brutstätte solcher Täter und Skandale“.

Andreas Späth ortet einen weiteren Schwerpunkt sexuellen Missbrauchs bei Gefangenen, behördlich Verwahrten oder Kranken und Hilfsbedürftigen in Einrichtungen bzw. unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses und verweist damit auf die entsprechenden Paragraphen 174a bzw. 174c.

Gabriele Kuby beleuchtet die staatlichen Formen der Sexualisierung von Kindern und Jugendlichen, vom Sexualkundeunterricht über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung über staatlich unterstützte Vereine wie Pro Familia u.a.m.

Christa Meves entlarvt selbsternannte Sexualaufklärer wie Helmut Kentler und resümiert, dass „alle Prognosen der sogenannten fortschrittlichen Sexisten (…) sich als falsch herausgestellt“ haben. Daher ist es nur folgerichtig, dass Albert Wunsch als Sozialpädagoge und Psychologe sich der Frage zuwendet, wie Kinder gegen Missbrauch geschützt werden können.

„Humanistische Union“: ihre treibenden Kräfte

Ein wichtiges Kapitel schlägt Jürgen Liminski auf, indem er die treibenden Kräfte im Hintergrund benennt. In den üblichen Nachrichten hört man in aller Regel nichts davon, dass Frau Leutheusser-Schnarrenberger im Beirat der Humanistischen Union (HU) ist, ebenso wie die Grünen-Politiker Claudia Roth und Volker Beck wie auch bis zu seinem Tod der Sexualpädagoge Helmut Kentler. Ziel der HU war es immerhin, Pädophilie zu „entkriminalisieren“.

Der für manche Leser möglicherweise wertvollere und gleichzeitig umfangreichere Teil des Buches besteht aus der Dokumentation.

Diese beginnt mit dem „Umbau der Gesellschaft“, zeigt die Vorstellungen der Grünen zu Sex mit Kindern auf, beleuchtet Ziele und Hintergründe der Humanistischen Union, die „Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität“ die „Arbeitsgemeinschaft-Pädophilie“ und beschreibt das Geflecht der letzten drei Genannten untereinander; sie stellt die „Reformpädagogik zwischen pädoerotischer Grenzüberschreitung und organisierter Kriminalität“ dar und nennt Vertreter der Pädophilenbewegung: Fritz Sack und Lüdiger Lautmann, Helmut Kentler, Psychogruppen, Kindersex und Bombenterror – Die Kommune 2 und schließlich die sog. Stadtindianer.

In einem letzten Teil wendet sich Harald Seubert „Anstelle eines Nachwortes“ in philosophischen Überlegungen den „emanzipatorischen Quellen des Bösen“ zu.

Es folgen kurze Lebensläufe der Autoren sowie ein Personen- und Sachregister.

Dieses Buch ist eine Fundgrube der Information, der Argumentationshilfe und der klaren Linie für alle, die sie (noch) nicht gefunden haben. Wenn es möglich wäre, müßte man es zur Pflichtlektüre für alle Medienschaffenden erklären.

Den beiden Herausgebern gebührt besonderer Dank, dass sie sich als Vertreter evangelischer Kreise so intensiv für die Ehrenrettung kirchlicher Ethik, der katholischen wie evangelischen, stark machen, indem sie die Wahrheitsfrage stellen.

Eine kleine Kritik zur praktischen Arbeit am Buch: Die Fußnoten stehen immer am Ende jedes Aufsatzes bzw. jeder Dokumentation. Um gewinnbringend am Buch arbeiten zu können, gehören die Fußnoten an das Seitenende.

Reinhard Dörner, Vorsitzender des Kardinal-von-Galen-Kreises

Die Erstveröffentlichung dieser Rezension  erschien in „Theologisches“ (Nr. 1-2/2011)