Juden feiern bald das Chanukka-Fest

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Am kommenden Sonntagabend beginnt bei den Juden das Chanukka-Fest; es wird auch als Lichterfest bezeichnet. Es erinnert an den Sieg jüdischer Truppen unter der Führung der Makkabäer über die griechischen Herrscher 164 v. Chr. 

Es war ein gewaltiger Triumph der kleinen jüdischen Nation gegen das mächtige hellenistische Königreich der Seleukiden und ein geistiger Sieg des jüdischen Glaubens über den Hellenismus. 

Die Heiligkeit des Festes leitet sich aus diesem geistigen Aspekt des Sieges und dem Wunder des Ölkrügleins ab:

Nach der Überlieferung reichte geheiligtes Öl, dessen Menge nur genügt hätte, um den Leuchter im Tempel für einen Tag zu versorgen, bei der Wiedereinweihung des Tempels für acht Tage aus.

An jedem Abend wird ein Licht mehr an der Chanukkiya, dem neunarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Dies geschieht in Erinnerung an das erwähnte Wunder im Tempel. Außerdem gehören der Verzehr von Kartoffelpuffern (Lattkes) und Berlinern/Pfannkuchen (Sufganiot) und das Drehen des Kreisels (Dreidel) zu den Bräuchen an Chanukka.

Die Seiten des Kreisels sind mit den hebräischen Anfangsbuchstaben des Satzes „Ein großes Wunder ist hier geschehen“ verziert; in der Diaspora stehen die Buchstaben für „Ein großes Wunder ist dort geschehen“. 

Schulen sind während der acht Chanukka-Tage in Israel geschlossen; Geschäfte aber sind geöffnet und alle Büros oder Dienstleistungsbereiche arbeiten regulär.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin – Foto: Felizitas Küble


Mehr als 2/3 der Deutschen gegen eine Umbenennung des Sankt-Martins-Festes

Eine Mehrzahl der Deutschen lehnt eine Umbenennung des Sankt-Martin-Fests ab. 66,3 Prozent sind dagegen, das Fest zugunsten von Einwanderern als „Lichterfest“ oder „Sonne, Mond und Sterne-Fest“ zu bezeichnen, ergab eine Insa-Umfrage laut Focus Online.

8,9 Prozent sprechen sich für eine Umbenennung aus. Vor allem Wähler von FDP (85,1 Prozent), AfD (78 Prozent) und CDU/CSU (74,9 Prozent) wollen den traditionellen Namen beibehalten.

In der Vergangenheit hatten Politiker und Lehrkräfte immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, die den christlichen Bezug am Gedenktag des heiligen Martin von Tours streichen wollten.

Der Linkspartei-Politiker Rüdiger Sagel schlug etwa vor, den Martinstag abzuschaffen und das Fest statt dessen „Sonne, Mond und Sterne-Fest“ zu nennen.

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2017/deutsche-lehnen-umbenennung-des-sankt-martin-fests-ab/

Foto: Schwäbischer Albverein Bergatreute


Unionsfraktion betont die Bedeutung des jüdischen Chanukka-Festes

Achttägiges jüdisches Lichterfest feiert ein Wunder

Ab kommenden Montag feiern die jüdischen Gläubigen in Deutschland und weltweit das achttägige Chanukkafest. Dazu erklärt der Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:  P1020947 - Kopie

„Das jüdische Lichterfest feiert das Wunder. Angesichts des Terrors tragen die Lichter am Chanukka-Leuchter in diesem Jahr auch die Botschaft der Hoffnung und des Friedens in die Welt.

In Deutschland werden an vielen Stellen auch in diesem Jahr die acht Lichter am Chanukka-Leuchter entzündet. Viele Menschen, auch nicht-jüdischen Glaubens, nehmen Anteil an diesem Brauch. Dies zeigt, dass jüdisches Leben seinen selbstverständlichen Platz in unserem Land gefunden hat.

Dies darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer noch antijüdischen Hass in unserem Land gibt. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion nimmt die Sorgen der Juden vor einem ansteigenden Antisemitismus in Deutschland sehr ernst. Wir setzen uns dafür ein, vor allem die Aufklärung und Bildung junger Menschen gerade auch mit Migrationshintergrund in unserem Land zu verstärken.

Das Chanukkafest gibt den Menschen in Deutschland die Chance, unsere Solidarität und Verbundenheit mit unseren jüdischen Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen – diese Chance sollten wir nutzen.“

Hintergrund:

Chanukka erinnert an die Einweihung des zweiten jüdischen Tempels. Der siebenarmige Leuchter im Tempel, sollte niemals erlöschen. Nach der Überlieferung war nur noch ein Krug geweihtes Öl für einen Tag vorzufinden. Für die Herstellung neuen geweihten Öls werden acht Tage benötigt. Durch ein Wunder habe das Licht jedoch acht Tage gebrannt. Daran erinnern die acht Lichter des Chanukka-Leuchters, die nacheinander angezündet werden.


Heute beginnt das jüdische Chanukkafest

Das jüdische Lichterfest Chanukka beginnt Mitte Dezember und erinnert an den Sieg jüdischer Truppen unter der Führung der Makkabäer über die griechischen Diktatoren bzw. über das hellenistische Königreich der Seleukiden (164 v. Chr.) – zugleich auch ein geistiger Triumph des jüdischen Glaubens über den Hellenismus. IMG_0744

Die Heiligkeit des Festes leitet sich aus diesem religiösen Aspekt des Sieges und dem Wunder des Ölkrügleins ab: Nach der Überlieferung reichte geheiligtes Öl, dessen Menge nur genügt hätte, um den Leuchter im Tempel für einen Tag zu versorgen, bei der Wiedereinweihung des Tempels für acht Tage aus.

An jedem Abend wird ein Licht mehr an der Chanukkiya, dem neunarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Dies geschieht in Erinnerung an das erwähnte Wunder im Tempel.
Außerdem gehören der Verzehr von Kartoffelpuffern (Lattkes) und Berlinern/Pfannkuchen (Sufganiot) und das Drehen des Kreisels (Dreidel) zu den Bräuchen an Chanukka. Die Seiten des Kreisels sind mit den hebräischen Anfangsbuchstaben des Satzes „Ein großes Wunder ist hier geschehen“ verziert; in der Diaspora stehen die Buchstaben für „Ein großes Wunder ist dort geschehen“.Die Schulen in Israel sind während der acht Chanukka-Tage geschlossen; Geschäfte aber geöffnet und alle Büros oder Dienstleistungsbereiche arbeiten regulär.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Biblischer Ursprung des jüdischen Chanukka-Fests: Wiedereinweihung des Tempels

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Makk 4,36-37.52-59:

In jenen Tagen sagten Judas der Makkabäer und seine Brüder: Unsere Feinde sind nun vernichtend geschlagen. Wir wollen nach Jerusalem hinaufziehen, den Tempel reinigen und ihn neu weihen.  0018

Das ganze Heer versammelte sich also und zog zum Berg Zion hinauf.  Am Fünfundzwanzigsten des neunten Monats – das ist der Monat Kislew – im Jahr 148 standen sie früh am Morgen auf und brachten auf dem neuen Brandopferaltar, den sie errichtet hatten, Opfer dar, so wie sie das Gesetz vorschreibt.

Zur gleichen Zeit und am selben Tag, an dem ihn die fremden Völker entweiht hatten, wurde er neu geweiht, unter Liedern, Zither- und Harfenspiel und dem Klang der Zimbeln.

Das ganze Volk warf sich nieder auf das Gesicht, sie beteten an und priesen den Himmel, der ihnen Erfolg geschenkt hatte. Acht Tage lang feierten sie die Altarweihe, brachten mit Freuden Brandopfer dar und schlachteten Heils- und Dankopfer. Sie schmückten die Vorderseite des Tempels mit Kränzen und kleinen Schilden aus Gold; sie erneuerten die Tore und auch die Nebengebäude, die sie wieder mit Türen versahen.

Im Volk herrschte sehr große Freude; denn die Schande, die ihnen die fremden Völker zugefügt hatten, war beseitigt.

Judas fasste mit seinen Brüdern und mit der ganzen Gemeinde Israels den Beschluss, Jahr für Jahr zur selben Zeit mit festlichem Jubel die Tage der Altarweihe zu begehen, und zwar acht Tage lang, vom fünfundzwanzigsten Kislew an.


Am 9. Dezember beginnt in diesem Jahr das jüdische Lichterfest „Chanukka“

Chanukka erinnert an die Rettung des Jerusalemer Tempels durch die heldenhaften Makkabäer im Alten Bund

Das jüdische Lichterfest (bezogen auf die Wiedereinsegnung des Tempels in vorchristlicher Zeit) ist von den Daten her sozusagen eine „bewegliche“ Feier: Chanukka findet jeweils eine Woche lang im Zeitraum von Anfang bis Ende Dezember statt,

In diesem Jahr dauert das Lichterfest vom 9. bis 16. Dezember; das Fest weist äußerlich manche Ähnlichkeiten mit Weihnachten auf und ist vom Christfest auch zeitlich nicht weit entfernt.  Ein bekanntes Symbol von Chanukka ist der siebenarmige Leuchter.IMG_1093

Im Jüdischen Museum von Berlin wird das im Alten Testament (Makkabäer-Bücher) begründete Fest mit einer Premiere der „bubales – Chanukka-Show!“ für Kinder erklärt.

Die Heldentaten der Makkabäer im Kampf für den heiligen Tempel von Jerusalem und für die Wahrheit und Reinheit des Gottesglaubens werden auch im neutestamentlichen Hebräerbrief positiv gewürdigt, vor allem deren Bekennermut gegenüber dem damaligen machtvollen Heidentum    –  und das Martyrium der vielen israelitischen Makkabäer, die auch für uns Christen ein großes Vorbild sind.

Das Jüdische Museum begleitet die einwöchige Feier mit vielen Veranstaltungen und einer Premiere: Am Sonntag, dem 2. Dezember, wird die eigens für das Museum konzipierte „bubales – Chanukka-Show!“ uraufgeführt.

Das Puppentheater erklärt Kindern und Erwachsenen mit bunten Puppen und fröhlichen Liedern die Hintergründe und Traditionen dieses Festes.

Bis zum 27. Dezember werden drei weitere Auftritte der „bubales“ folgen.

Wie Chanukka (hebr. Weihe, Einweihung) in den verschiedenen Ländern gefeiert wird und was es mit dem „Chanukka-Wunder“ auf sich hat, erfahren Kinder in einer Festtagsführung.

Im Jüdischen Museum wird eine Chanukkia aufgestellt und vom 8. bis zum 15. Dezember bei Einbruch der Dunkelheit jeweils ein Licht angezündet.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Foto: Konrad Ruprecht