Der MAI im Gedicht: die liebliche Zeit

 
Im Maien, im Maien, da ist es so schön,
Da blüht es im Tal und da grünt‘s auf den Höh‘n;             Neresheim-DSC_0129
Es singen die Vögel in jubelnder Lust,
Was lebet, das ist sich des Lebens bewußt.
 
Im Maien, im Maien, o liebliche Zeit!
Der Frühling hat alles mit Blüten beschneit,
Er bringet die Hoffnung in jegliches Herz,
Er mehret die Freuden und lindert den Schmerz.
 
Im Maien, im Maien, o freu‘ dich, mein Herz!
Und steig‘ wie die Lerchen auch himmelwärts,
Dank‘ Gott so wie sie auch mit Jubelgetön:
Im Maien, im Maien, da ist es so schön!
 
Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
 

Foto: Dr. Bernd F. Pelz