Originelle Werbung? – Nein, eine geschmacklose Provokation im Advent

Von Felizitas Küble

Christen sind längst Kummer gewohnt, wenn es darum geht, öffentlich mit reichlich schrägen „Witzen“ über ihren Glauben konfrontiert zu werden.  DSC_0617 - Kopie

Echt origineller, schlitzohriger Humor auch in religiöser Hinsicht ist sicher kein Problem; man denke nur an die zahlreichen „Pfarrerswitze“, die gerade in Priesterkreisen kursieren.

Wenn es aber derb geschmacklos wird, hört der Spaß auf und der Ärger fängt an. Diese Plakatwerbung der Firma „Lieferando“ bedient aus unserer Sicht die unterste Schublade des Primitiven:

Während man über den Obertitel  –  die eher alberne Vergackeierung eines bekannten Weihnachtsliedes  – noch diskutieren könnte, empfinden Christen (und sicher auch viele fair denkende Nichtgläubige) die Unterzeile als Unverschämtheit:

„Jetzt Christus geliefert“  –  statt: „Jetzt kriegst Du´s geliefert“.

Nicht auszudenken, was in Deutschland los wäre, wenn derart dummdreiste Plakate etwa Allah oder Mohammed betreffen würden…

Schlimmer geht es immer…

Als derselbe Speise-Lieferant kürzlich in Berlin eine Reklame unter dem Titel „Wir Rinder vom Bahnhof Zoo“ startete, erntete dies herbe Kritik, auch seitens der SPD (siehe hier: http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kudamm-blog/berlin-charlottenburg-aerger-um-die-rinder-vom-bahnhof-zoo/10908594.html)

Die Firma gelobte daraufhin öffentlich Besserung in puncto Werbung. Aber schlimmer geht es immer, wie man sieht. Doch wo bleibt jetzt der Protest, etwa seitens der CDU?  – Warum hört man nichts von Beschwerden durch Kirchenvertreter?

Wer diese Reklame ablehnt, kann sich bei der Lieferando-Firma beschweren: http://www.lieferando.de/impressum#

Foto: Dr. Bernd F. Pelz