Kirchenaustritte: in den Bistümern Regensburg und Passau am wenigsten

Von Felizitas Küble

Kürzlich wurde die katholische Kirchenstatistik für das Jahr 2013 veröffentlicht. Rein statistisch gibt es etwas mehr als 24 Millionen Katholiken in Deutschland. Dies entspricht knapp 30 Prozent der Bevölkerung hierzulande.

Bezogen auf die Kirchenaustritts-Zahlen stellte sich bei einem Vergleich aller Bistümer  heraus, daß die –  bekanntlich eher konservativ geprägten  –   bayerischen Diözesen Regensburg und Passau am besten dastehen bzw. die geringsten Austrittszahlen aufweisen (0,4%). DSC00001

BILD: Das Gemälde unserer evangelischen Freundin, der Künstlerin Evita Gründler, zeigt Regensburg, die Stadt der vielen Brücken.

Danach folgen mit unterdurchschnittlichen 0,5% Kirchenaustritten zB. die Bistümer Münster und Paderborn. Die Katholiken in diesen beiden Diözesen gelten seit Jahrhunderten als bodenständig-katholisch, sozusagen „stockkatholisch“. 

Daher machte früher folgende Steigerung die Runde: ROM  –  PADERBORN  –  MÜNSTER.   – Und Spötter sagten: „Münster ist finster“ (= schwarz = katholisch).

Von evangelischen Bekannten erfuhren wir, daß sie früher auf dem Schulhof folgendes ironische Gedichtlein auswenig lernten:  „Und GOTT sprach: Es werde Licht – und es wurde Licht  – nur in Paderborn und Münster nicht…“

Die höchsten Austrittszahlen gibt es übrigens durchaus nicht im Bistum Limburg, sondern in Berlin (1,6%) und Hamburg (1,5%).

Was im Pressewald zudem gern verschwiegen wird: Die diesbezüglichen Zahlen bei der protestantischen „Konkurrenz“ sind nicht besser…

 


ZPV: Der öffentlich-rechtlichen Desinformation den Geldhahn abdrehen?!

Pressemitteilung des ZPV (Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen):

Was viele erwartet haben, hat sich nun in vollem Umfang bestätigt: Der auf Druck der Medien zurückgetre­tene Bischof von Limburg Tebartz van Elst ist nach dem geltenden Recht in jeder Hinsicht rehabilitiert, nachdem endlich auch die zuständige Staatsanwaltschaft das Untersuchungsverfahren gegen ihn eingestellt hat. 1_0_745851

Grund: Keinerlei Tatverdacht. Der auf Bischof Tebartz gelenkte Schatten fällt jetzt ganz und gar auf das zuständige Domkapitel, das in keiner Weise seiner Loyalitätspflicht genügte.

Statt dessen hat es offenbar die Medien zum Erfüllungsgehilfen gegen den eigenen Bischof mißbraucht. 

Der aufmerksame Beobachter der Zeitereignisse kann sich noch gut erinnern, wie die „Öffentlich-Rechtli­chen“ in abgekarteter Manier wochenlang unisono über Bischof Tebartz herfielen, ihm finanzielle Untreue und privaten Luxus frönende Lebensführung vorwarfen.

Dabei bedienten sie sich der den Bischof ins persön­liche Unrecht setzenden Interviewpartner aus dem Domkapitel und aus der sogenannten katholischen Öf­fentlichkeit, ohne sich zu recherchieren, in welchem Verhältnis diese zu ihrer Kirchlichkeit standen.

Diese Szenerie beruhigte sich erst, als der Papst dem Bischof eine „Auszeit“ verordnete und schließlich dessen Rücktrittsangebot annahm. Nachdem man den Bischof also auf diese Weise „sturmreif geschossen“ hatte, konnte auch die Akte Tebartz bei den Medienvertretern geschlossen werden. Auf jeden Fall hatte man einen unliebsamen Vertreter der Kirche beseitigt. 

Falsche Behauptungen wie z.B. über die „Badewanne für 15.000,- €“ werden öffentlich nie zurückgenom­men. 

Foto: PdV

Foto: PdV

Durchgehend wartet man vergeblich auf Richtigstellungen.

Die Art der Pressehatz war von vornherein auf die Person des Bischofs ausgerichtet nach dem Motto: Aliquid hæret mit dem Ziel des Rücktritts des Bischofs, weil der Vorwurf der persönlichen Untreue an ihm „hängen“ blieb, obwohl er nicht zutrifft. 

Wer jetzt darauf wartet, dass die „Öffentlich-Rechtlichen“ den Bischof rehabilitieren durch eine Korrektur­meldung im Sinne der Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft Limburg, der ist „blauäugig“.

Die Kampagne gegen den Bischof hat ja ihren Erfolg gebracht, eine Richtigstellung ist nicht mehr opportun. Das hieße sonst, dass man sich selbst an die moralische Brust klopfen und sich sogar der Desinformation schul­dig bekennen müsste. 

Ist es nicht an der Zeit, den „Öffentlich-Rechtlichen“ den Geldhahn abzudrehen?

Reinhard Dörner, Vorsitzender des ZpV
Mail: zpv@papsttreue-vereinigungen.de
http://www.papsttreue-vereinigungen.de

ARD und ZDF: Der juristische Sieg für Bischof TvE wird weiter komplett unterschlagen

Am gestrigen Donnerstag (3.7.) berichteten wir im CHRISTLICHEN FORUM darüber, daß die Hauptnachrichten von ARD und ZDF am 2. Juli ihre Zuschauer nicht darüber informiert haben, daß die Staatsanwaltschaft nach monatelangen Vor-Ermittlungen kein Ermittlungsverfahren gegen den ehem. Limburger Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst eröffnet, weil erwiesenermaßen „kein Anfangsverdacht“ auf Untreue vorliegt (von einem Strafverfahren also ganz zu schweigen).

Foto: PRO

Foto: PRO

Nun stellen wir fest, daß diese Meldung von der ARD auch nicht einen Tag später nachgeholt wurde  – siehe „Tagesschau“ von gestern: http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-3254.html

Darüber hinaus findet man im gesamten ARD-Internetportal bei Eingabe des betreffenden Namens nichts Neues, sondern lediglich die alten Anti-Bischofs-Meldungen: http://www.ard.de/home/ard/23116/index.html?q=Bischof+Tebartz-van+Elst

Nicht besser sieht es beim ZDF aus: gestern kam wieder keine Nachricht über den juristischen Sieg des ehem. Limburger Oberhirten in der HEUTE-Sendung um 19 Uhr:  http://www.heute.de/zdfheute-nachrichten-startseite-3998.html

Wenn man das gesamte Webportal des Senders nach dem  Stichwort „Bischof Tebartz-van Elst“ absucht, kommen ebenfalls  – wie bei ARD  – nur die früheren Meldungen zu TvE zum Vorschein: http://www.zdf.de/form/globale-suche-10.html?text=Bischof+Tebartz-van+Elst&Suchen=&action=search

Ergebnis:

In den öffentlich-rechtlichen Zwangsgebühren-Anstalten ARD und ZDF wird der juristische Sieg des monatelang von TV-Sendern und Medien attackierten und verunglimpften Bischofs komplett unterschlagen.

 


Limburg: Kein Verfahren gegen den ehem. Bischof Dr. Tebartz-van Elst

Aus der heutigen Erklärung des bischöflichen Ordinariats Limburg:

„Die Staatsanwaltschaft Limburg wird kein Ermittlungsverfahren gegen den emeritierten Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst oder Mitglieder des Vermögensverwaltungsrats aufnehmen. 1_0_745851

Dies wurde am Mittwoch, 2. Juli 2014, bekannt gegeben. Nach den Vorermittlungen, bei denen die Behörde sowohl den Bericht der Prüfungskommission als auch weitere kirchenrechtliche Unterlagen zugrunde gelegt hat, habe sich kein Anfangsverdacht ergeben.

„Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, kein förmliches Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Bischof von Limburg einzuleiten und die Feststellung, dass kein strafrechtlich verfolgbares Verhalten des emeritierten Bischofs vorliegt, sind für das Bistum wichtige Feststellungen, die den Weg der Aufarbeitung und des Neubeginns erleichtern“, erklärte Weihbischof Manfred Grothe, der Apostolische Administrator für das Bistum Limburg.

Der Heilige Vater habe allen im Bistum aufgetragen, die Voraussetzungen zu schaffen, um wieder ein Klima der Barmherzigkeit und Versöhnung im Bistum entstehen zu lassen.

Dazu hat die Bistumsleitung in den vergangenen Wochen ausgehend vom Prüfbericht eine umfangreiche Themenliste erstellt, die nun systematisch und verlässlich abgearbeitet werden. Limburg-102

„Soweit die Staatsanwaltschaft auf das Selbststimmungsrecht der Kirche verweist, werden wir nun unsererseits mit den Kategorien des Kirchenrechtes die Sachverhalte zu prüfen haben“, betonte Grothe. Vorbereitende Arbeiten seien dazu bereits geleistet worden.

Grothe betonte, dass es beim Neubeginn und bei der Aufarbeitung der Ereignisse nicht darum gehe, das Bistum Limburg neu zu erfinden.

Es gehe vielmehr darum, dass die Gläubigen die Freude am Glauben wieder zurückgewinnen und die Diözese ihr Selbstbewusstsein wiederfände. Auf Ebene der Verwaltung werde an der Umsetzung der bereits genannten Agenda gearbeitet. Das schaffe in vielen Bereichen die nötige Klarheit.

Die öffentlichen Räumlichkeiten im Diözesanen Zentrum St. Nikolaus auf dem Limburger Domberg sollen für Konferenzen und Veranstaltungen des Bistums geöffnet werden. Das alles geschieht auch in Zusammenarbeit mit Gremien und Organen der Diözese.

Quelle: https://www.bistumlimburg.de/nc/meldungen/meldung-detail/meldung//weg-der-aufarbeitung-im-bistum-geht-weiter.html

2. Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Bischof Tebartz-van Elst widerspricht z.T. dem Prüfbericht der Dt. Bischofskonferenz

Erklärung des Bischofs Franz-Peter Tebartz–van Elst zum Bericht der Prüfungskommission der Deutschen Bischofskonferenz im vollen Wortlaut:

1. Komplex:
Zur unterstellten Diskrepanz zwischen dem Wissenstand des Bischofs und den Angaben
gegenüber S.Em. Kardinal Lajolo (ng. S. 46; S. 51 Ziff. 25 und 29; S.103) wird erklärt:

Bereits im Oktober 2013 habe ich auf die mir vorgelegten Fragen unter Nr. l|.6. wahrheitsgemäß mitgeteilt, dass mir beim Gespräch mit S.Em. Kardinal Lajolo, am 10. September 2013 die differenzierte Gesamtsummenrechnung noch nicht vorlag. e5359dc532c2210a4bd1e232bbe4825c

In den vorausgehenden Sitzungen des Vermögensverwaltungsrates des Bischöflichen Stuhls war immer wieder von der Notwenigkeit und dem Bemühen die Rede, mögliche Abschreibungen mit zu berücksichtigen, die hinsichtlich der gesamten Baukostensumme dann zu Verringerungen geführt hätten.

In der vom Bericht angesprochenen Sitzung des Vermögensverwaltungsrates vom 28. August 2013, nach der ich über die Erweiterung des Kreditumfanges hätte informiert sein müssen, war ich entgegen der Angabe des Berichtes gar nicht anwesend, weil ich an diesem Tag zu einer Begegnung mit dem Präfekten der Bischofskongregation, S.Em. Marc Kardinal Ouellet, in Rom weilte.

Auch die Behauptung des Berichtes, nach der die Unterzeichnung des Protokolls der Sitzung des VermögensverwaItungsrates vom 28. August 2013 durch mich am 11. September 2013 erfolgt sei, kann nicht als Beleg für meine Kenntnis der differenzierten Gesamtbaukostensumme angeführt werden. Das Gespräch mit S.Em. Kardinal Lajolo fand am Tag zuvor statt und erst am Tag darauf wurde mir das Protokoll der Sitzung vom 28. August 2013 von Generalvikar Dr. Kaspar zugestellt, so dass erst zu diesem Zeitpunkt eine Beschäftigung meinerseits im Detail möglich war.

Die Romgenehmigung erweist sich als nicht erforderlich. vorsorglich wurde jedoch der Vertreter des Heiligen Stuhls in Deutschland, Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, seit Baubeginn im Jahr 2010/2011 mehrfach durch Generalvikar Dr. Kaspar informiert (vgl. das in der Anlage beigefügte Schreiben von Rechtsanwalt Professor Ignor vorn 5. November 2013; und meine Beantwortung der Einzelfragen, die mir im Oktober 2013 von der Bischofskongregation vorgelegt wurden, vgl. hier: Nr. |.5.;6.).

2. Komplex:

Soweit kirchenrechtliche Bedenken geäußert werden, beziehen sich diese auf Einhaltung der Schriftform (vgl. Prüfungsbericht S. 15 und S. 37) und die Respektierung der Beispruchsrechte. Beide Gegenstände formaler Natur lagen in der Verantwortung des Generalvìkars. Als Nicht-Fachmann auf dem Gebiet der kirchlichen Verwaltung uncl durch meine Qualifikation als Wissenschaftler in der Pastoraltheologie musste ich Generalvikar Dr. Kaspar die Verantwortung hierfür überlassen, der„als einziger (neben dem Geschäftsführer des Bischöflichen Stuhls) nachweislich über einen umfassenden Einblick in die Vermögensstruktur des Bischöflichen Stuhls verfügte” (vgl, Prüfungsbericht S. 50 Ziff. 21).

lm Übrigen stellt der beschrittene Weg eine Fortsetzung der vorausgehenden Übung des Domkapitels auf diesem Gebiet dar.

3. Komplex:
Zur behaupteten Letztverantwortung des Bischofs im Berichtverstehe ich diese seit jeher so, dass sie sich in der Nachfolge der Apostel an den Herrn der Kirche richtet (Zeuge der Wahrheit), nicht jedoch als Ausdruck einer verwaltungsmäßigen All- und Detailzuständigkeit. Ein entgegengesetztes Verständnis Würde an den bischöflichen Dienst Kriterien anlegen, die ihn in erster Linie als Verwaltungsfachmann, Bausachverständiger und Buchhalter sehen, statt auf seine lehramtliche, pastorale, geistliche und caritative Sendung abzustellen.

4. Komplex:
Zur Verantwortung des Generalvikars (vgl. S. 35, S. 39 und S. 101):

Mit Beginn meines bischöflichen Dienstes in der Diözese Limburg im Januar 2008 habe ich eine in vielfacher Hinsicht ungeordnete, Wenig sachorientierte und primär personenbezogene Verwaltungssituation eingetroffen. Diese hat mich veranlasst nicht zuletzt auf den ausdrücklichen Rat meines Vorgängers im Bischofsamt, Bischof em. Dr. Franz Kamphaus, hin im September 2009 Generalvikar Dr. Franz Kaspar aufgrund seiner Verwaltungserfahrung und seines Standings in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit in das Amt des Generalvikars zu berufen.

Er drängte im Interesse einer größeren Verwaltungseffizienz darauf, dass ihm die Bauabteilung und Kunstpflege im Bischöflichen Ordinariat direkt zugeordnet und aus der Einbindung in das Finanzdezernat gelöst Werde.

Ferner beanspruchte er die Rolle des Bischöflichen Ökonoms in der Diözese, entgegen der früheren Praxis der Beauftragung des Finazdezernenten mit dieser Verantwortung. Auch das Anlagegeschäft hat er in seine Zuständigkeit genommen. Bezogen auf den Bau des Bischofshauses hat er den Wechsel vom zweiten Entwurf (Architekt Hamm) zu der Konzeption von Professor Schattner wesentlich betrieben.

Hinsichtlich der Kunstausstattung im Bischofshaus hat er die Initiative zu den Künstlern Professor Johannes Schreiter (Glasfenster), Karl-Matthäus Winter (Ausstattung der Kapelle) und Professor Thomas Duttenhofer (Portal), mit denen er allesamt persönlich bekannt war, betrieben.

Zu den vorhandenen historischen Möbeln aus dem Depot hat er aus eigener Initiative und ohne meine Kenntnis Mobiliar erworben.

Zur Unterstellung der Anforderung der Verschwiegenheit wird darauf verwiesen, dass die entsprechenden Regelungen in den Dienstverträgen zwischen Bistum und Bischöflichen Stuhl identisch sind (vgl. die in der Anlage beigefügten beiden Dienstverträge). Auch in der Praxis ist mir keine abweichende Handhabung gegenwärtig.

Die besondere Problematik im Bistum Limburg, die schon vor meinem Kommen durch Indiskretionen gekennzeichnet war (vgl. Brief von Professor Christoph Mäckler vom 20. August 2008 zum Bauvorhaben des Domkapitels; vgl. auch Prüfungsbericht S. 100), legte es trotzdem nahe, immer wieder auf eine selbstverständliche Diskretionsverpflichtung zu verweisen. Denn auch die Vorgeschichte zum Bau des Hauses der Bischöfe zeigt bereits, wie sehr hier ein Weg in die Intransparenz beschritten wurde, aus dem man später schwerlich herauskam.

Die Entscheidung die KPMG mit der Abwicklung zu beauftragen (vgl. S. 69 und S. 88), erschien mir als eine zukunftsweisende Maßnahme (Outsourcing) auch um dem Vorwurf einer bloß internen Selbstkontrolle zu begegnen.

Zudem reichte auch die Verwaltungskapazität des Bischöflichen Ordinariates nicht aus, um diese Aufgabe zu erfüllen.

5. Komplex:
Zur Auflistung der kostentreibenden und kostenerhöhenden Sachverhalten (S. 79 – 82) wird bemerkt:

Es wird im Prüfungsbericht eine Darstellung der Gesamtkosten vorgelegt, die den methodischen Irrtum erregt, dass die dort genannten absoluten Beträge Mehrkosten darstellten, während sie sich als Gesamtkosten der einzelnen Positionen erweisen. Der dadurch erweckte Eindruck führt zu Größenordnungen, die irritieren müssen.

Zu jedem der im Bericht genannten Punkte könnte durch die zuständigen Mitarbeiter Stellung genommen werden. Was die Verantwortung als Bischof angeht, muss dabei die Einschränkung gesehen werden, dass ich als Bischof weder ein Finanz- noch ein Baufachmann bin. Soweit mir persönlich konkrete Informationen zu den im Bericht genannten Einzelpositionen möglich waren, habe ich diese in dem Gesprächen arn 4. und 5. März 2014 in der Bischofskongregation vorgetragen. Auf dem Hintergrund misslicher Erfahrungen mit anderen Bauprojekten im Bistum lag mir besonders daran, von Anfang an Qualität und Nachhaltigkeit im Gesamtprojekt zu beachten.

Zum Exkurs des St. Georgswerkes (S. 32f.):

Zutreffend stellt der Bericht fest, dass „das Urteil, das der safzungsmäßige Zweck des Werkes im Jahre 2011 nicht mehr erfüllt werden kann, dem Bischof zusteht. (vgl. 5.32). Die Verfasser des Berichts halten für klärungsbedürftig, ob die dem Bischöflichen Stuhl zufallenden Mittel für den vom Gründer bestimmten Zweck verwendet wurden. Sie sehen im Aufhebungsdekret des Bischofs eine Einschränkung der ursprünglichen Zweckbestimmung.

Hierzu ist aber- äußerlich abweichend vom Aufhebungsdekret vom 27. September 2011 -im Protokoll des Vermögensverwaltungsrates des Bischöflichen Stuhls vom 2. November 2011 belegt, dass auch nach der Auflösung des St. Georgswerkes das dem Bischöflichen Stuhl zufallende Vermögen auch Weiterhin für „kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke” genutzt werden soll und muss.

Daraus wird ersichtlich, dass sich an der Stiftungsintention des St. Georgswerkes nichts geändert hat, ungeachtet der Frage ob bei der Gründung des Werkes in der unmittelbaren Nachkriegszeit der Bau eines diözesanen Begegnungszentrums intendiert war. Die in diesem Zusammenhang offene Rechtsfrage, die nach Auffassung der Verfasser des Berichts der Klärung bedarf, belegt, dass kein intentionaler Verstoß gegen die Zweckbestimmung vorgeworfen werden kann (Vgl. Protokoll des VVR 2. November 2011).

Der Verantwortliche für die Entscheidung, Generalvikar und Bischöflicher Ökonom Dr. Franz Kaspar, war sich offensichtlich der Tatsache bewusst, dass die Stiftungsintention des Werkes weiterhin durch das Vermögen des Bischöflichen Stuhls gedeckt ist und gewährleistet wird. Von dieser Gewissheit bin ich ausgegangen.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Aktueller Newsticker: SATIRE am Sonntag

LIMBURG: Die NAK-Kommission kritisierte die Offenlegung der Vermögen des Bistums Limburg. Es sei viel zu wenig, nur die Vermögen der drei Körperschaften offenzulegen. Damit werde dem Bedürfnis der Öffentlichkeit nach Transparenz nicht Genüge getan. Daher forderte die Kommission, die ganze Führungsebene im Bistum Limburg müsste auch die privaten Vermögen mit Einnahmen und Ausgaben der letzten 25 Jahre veröffentlichen. Nur dadurch könne Vertrauen wieder gewonnen werden. 1_0_745851

BERLIN: Die UNO kritisierte den Plan der katholischen Kirche in Deutschland, eine neue Studie gegen Kindesmissbrauch zu beginnen. Dies sei nicht mit ihr abgesprochen gewesen und entspreche auch nicht der Vorgabe der UNO, nur gendergerechte, diskriminierungsfreie und homophile Organisationen mit solchen Studien zu betrauen. Die UNO verlangte daher von der DBK (Deutschen Bischofs-Konferenz), die Studie nicht zu beginnen und das Eintreffen eines UN-Sondergesandten sowie internationaler Studienbeobachter abzuwarten.

WIEN: Die Gruppe für eine befreite Kirche verlangte die Freilassung der jugendlichen Straftäter, die in der Diözese St. Pölten schwere Sachbeschädigungen gegen Kirchen und Friedhöfe begangen hätten. Das seien keine Straftaten, sondern Aktionskunst gegen klerikale Willkürherrschaft und bürgerliches Wohlstandsspießertum. Daher forderte die Gruppe, den Jugendlichen den Aktionspreis „Schluß mit der alten Kirche“ zu verleihen.

Quelle: Samstäglicher Newsticker

Foto: Bistum Limburg


ZEIT-Artikel hat Bischof Tebartz-van Elst wider Willen massiv entlastet

„Faktencheck-Limburg“ analysiert Vorwürfe von Pfr. Sascha Jung

„Der Schuß ging nach hinten los! Pfarrer Sascha Jung wollte Bischof Tebartz-van Elst wohl anschwärzen? Witzig, dass er den Bischof auf ganzer Linie entlastet“, sagte am 21. März 2014 Thomas Schührer, Initiator des Internetportals faireMedien.de, mit Blick auf den Artikel „Keine Widerrede“ vom 13. März 2014 in der Wochenzeitung „DIE ZEIT“. 1_0_745851

Jung versucht darin, den Bischof von Limburg als herrschsüchtigen, Angst und Schrecken verbreitenden und kritikunfähigen Kirchenmann darzustellen. „Wer den Artikel mit Verstand liest, stellt fest, dass Jungs Vorwürfe gegen den Bischof haltlos sind“, erläutert Schührer.

Schon in der ersten Geschichte von Pfarrer Jung zeigt sich, dass der Bischof Kritik annimmt und umsetzt, ohne jegliche negative Folgen für den Kritiker:

Jung schildert, wie er während einer Predigt im Dom seinen Bischof scharf angegriffen hat. Die Folgen für den Bischof? Negative Berichterstattung und Rufschädigung.

Folgen für den Priester? Keine.  –  Dazu Schührer: „Ein Verhalten, das in der freien Wirtschaft zur fristlosen Kündigung geführt hätte, die vor jedem Arbeitsgericht Bestand hätte, bleibt für den Priester völlig folgenlos.“

Thomas Schührer sieht in den Aussagen Jungs ein  –  wenn auch ungewolltes  –  beredtes Zeugnis der Toleranz, des Langmuts und der Kritikfähigkeit des Bischofs.

Eine Dokumentation des Artikels finden Sie auf http://Faktencheck-Limburg.de

Bürgerinitiative für faire Medien
Sprecher: Thomas Schührer 
Weinbergstr. 22 in 76684 Östringen
Tel. 07251 359181  /  Fax 07251 359182
http://faireMedien.de
info@faireMedien.de