Rückgrat in Zeiten politischer Anpassung

Von Jörgen Bauer

Der Landvogt Gessler ist eine Figur aus dem Schauspiel „Wilhelm Tell“ von Friedrich von Schiller. Er wird als ein Tyrann dargestellt, der sich mit dem „Gesslerhut“ eine Schikane einfallen ließ. Dazu setzte er seinen Hut auf eine hohe Stange, der von allen Vorübergehenden gegrüßt werden musste. Also ein Personenkult, wie es ihn bis heute gibt. 

„Der Gesslerhut hat viele Farben“. Unter dieser Überschrift befasst sich die Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT in ihrer Ausgabe vom 17. Juli 2020 mit der allgegenwärtigen Politisierung des öffentlichen Lebens: Ob Eisessen, Pop oder Bahnfahrten – affirmative (zustimmende) Bekenntnisse allüberall.

Eigentlich ist man so etwas nur von Diktaturen gewohnt. Ich kenne das noch von der DDR, wo es kein Ereignis gab, das nicht mit Lobeshymnen für den Sozialismus – und Angriffe gegen den Westen, mit Worten, wie sie jetzt wieder gegen Andersdenkende gebraucht werden  –  verbunden wurde. Und im Dritten Reich war das, wenn auch unter anderen Vorzeichen, nicht anders. 

Auch in unserer modernen westlichen Gesellschaft ist nahezu alles bis in den allerletzten Winkel des Zusammenlebens durchpolitisiert. Kaum ein sportliches oder kulturelles Ereignis, ohne dass zu Beginn ein politisches Bekenntnis für oder gegen eine vermeintlich gute oder schlechte Sache vorgetragen wird, und wer sich nicht äußert, macht sich verdächtig.

So wurde der bekannten deutschen Schlagersängerin Helene Fischer mehrfach mangelndes gesellschaftliches Engagement vorgeworfen, bis sie sich dann entschloss, ein „Zeichen zu setzen“ in dem sie eine der phrasenhaften Bekenntnisse ablieferte:

„Wir können und dürfen nicht ausblenden, was derzeit in unserem Land passiert, doch wir können zum Glück auch sehen, wie groß der Zusammenhalt gleichzeitig ist – das sollte uns stolz machen.“   

Die gleichgerichteten Medien überschlugen sich vor Begeisterung und Helene Fischer wurde in den „Klub der Guten“ aufgenommen, wobei ich nicht sagen kann, was derzeit in unserem Land Entsetzliches passiert, von der überzogenen Angst vor Corona einmal abgesehen.

Auch die meisten großen Firmen wollen nicht mehr ohne politisch korrekte Positionierung auskommen  –  und Vorlagen für wohlfeile Bekenntnisse und Statements sind zur Genüge vorhanden, denkt man an Klimaschutz, Umweltschutz, Energiewende, Migranten, Rassismus, Rechtsextremismus, Genderismus, Frauenquote usw.

Es sind vor allem die Themen, die das linke Spektrum für sich reklamiert und die sich deshalb als erfolgversprechend anbieten, weil man sich davon eine Umsatzsteigerung und ggf. eine öffentliche Förderung verspricht.

Die Deutsche Bahn versucht das mit den Regenbogenfarben, um ihre Sympathien für Homos und Lesben zu bekunden  –  und in Film- und Unter-haltungsprogramme werden verstärkt LBGTQ-Charaktere eingebaut, wovon zum Teil dann auch die Filmförderung abhängig gemacht wird.

Für Kinder eignen sich Filme, in denen Flüchtlingskinder vorkommen, die in vorbildliche Weise aus Notlagen gerettet werden. Auch Krimis für Erwachsene kommen nicht mehr ohne einseitige politische Bekenntnisse aus, wo die Opfer dem „rechten Spektrum“ zugeordnet werden und die Täter aus menschlich verständlichen Gründen handeln. Passend zum traumatisierten Fremdling, der nicht schuldfähig ist.

Manches wirkt auch übertrieben und geradezu lachhaft:

So verkündet der Spielzeughersteller LEGO die digitale Werbung für alle Bausätze mit Polizeibezug einzustellen. Der Bauklötzchenhersteller wollte die Aktion als Solidaritätsbekundung mit den BLM-Protesten gegen vermeintlich rassistische Polizeigewalt verstanden wissen. „Die Baumeister von morgen sollen dazu inspiriert werden, tolerant, integrativ und freundlich zu sein“, so LEGO.

Nachdem die politisch korrekten Ergebenheitsbekundungen unter einem mehr oder weniger indirekten Druck zustande kommen mit denen den Erwartungen linksorientierter Politik entsprochen werden soll, kann man sie nicht wirklich ernst nehmen, weshalb auch nicht damit zu rechnen ist, dass man sich in der Praxis daran hält. Also pure Heuchelei!

Auf politisch unkorrekte Parolen zu warten, die sich kritisch mit all dem auseinandersetzen was den politischen Vorgaben zufolge zu loben ist, wird man wohl vergeblich warten.

Aber war das jemals anders?   

Ich erinnere mich an Parolen wie: „Der Sozialismus siegt!“ oder „Von derSowjetunion lernen, heißt siegen lernen!“ oder „Zu Ehren des XX. Parteitages der SED verpflichtet sich die NN. Brigade zu zusätzlichen 500 freiwilligen Aufbaustunden“, „Die Partei hat immer recht!“, „Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf!“ usw.

Was kann vom Wort Gottes dazu gesagt werden?

Der HERR wolle besiegen alle Heuchelei und die Zunge, die hoffärtig redet, die da sagen: „Durch unsere Zunge sind wir mächtig, uns gebührt zu reden! Wer ist unser HERR?“ (Psalm 12,4)

Das ist ein Wort gegen unwahrhaftiges, angepasstes und unehrliches Geschwätz und Maulheldentum. Gegen Leute, die glauben durch großspurige und vollmundige Reden die Hörer in ihrem Sinne beeinflussen zu können.

Und tatsächlich können diejenigen, die mit großen Reden die Massen beeinflussen, viel bewirken, angefangen von Revolutionen bis hin zu Kriegen, und dafür gibt es in der Geschichte genügend Beispiele. Und das war wohl, wie der obige Psalmvers zeigt, noch nie anders. 

An den phrasenhaften Aussagen, die nicht neu sind, in der letzten Zeit aber zugenommen haben und von der „Gemeinde der politisch Überkorrekten und Bessermenschen“ in inflationärer Weise gebraucht werden, wird erkennbar dass es Kreise gibt, die unser Land und unsereGesellschaft verändern wollen.

Ziel ist eine Gesellschaft, in der alle bisherigen Normen und Wertmaßstäbe zugunsten des „Menschen der Gesetzlosigkeit“ eliminiert werden, was als die zu erstrebende grenzenlose Freiheit und grenzenlose Selbstverwirklichung gesehen wird, wo dann alle glücklich sein werden.

Dass solche Utopien immer wieder an der Natur des Menschen scheitern müssen, die sich tatsächlich nicht verändern lässt, ist die andere Seite. Wer darauf hinweist gilt als Menschenfeind und muss bekämpft werden.

Gott wird aber auch den satanischen Mächten Gelegenheit zum Ausreifen geben, weshalb wir fest bleiben müssen.

Unser Gast-Autor Jörgen Bauer ist evangelischer Christ und lebt in Heidenheim


Leipzig: Junger FDP-Politiker König für „pragmatische Haltung“ gegenüber der AfD

Im Kulturmagazin CICERO – das sowohl online wie als Print-Zeitschrift existiert – wurde am gestrigen 27. Februar in der Serie „Junge Stimmen“ ein Interview mit Maximilian König, dem FDP-Vorsitzenden von Leipzig-Nord veröffentlicht, das inhaltlich aus dem Rahmen der sonstigen Mainstream-Medien fällt: https://www.cicero.de/innenpolitik/wahl-von-kemmerich-der-pragmatische-umgang-mit-der-afd-ist-eine-politik-der-mitte

Der Liberale berichtet, er habe sehr positiv auf die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten von Thüringen reagiert.

Der Leipziger FDPler weist darauf hin, daß auch in seiner Stadt eine „pragmatische Kooperation mit der AfD“ bereits stattfinde, ebenso in Bautzen und weiteren kommunalen Gebieten. 

„Es wird wohl oder übel Zeit, sich daran zu gewöhnen, auch auf Bund- und Länderebene“, fügt König hinzu.

Für seine Partei erläutert er: „Für die FDP als Mitte-Partei schlechthin wird die Haltung in dieser Frage letztendlich eine zentrale…Umfragen zeigen, dass Liberale nicht mehrheitlich für den radikalen Ausschluss der AfD stehen, der gerne propagiert wird. Eine Umfrage am Tag der Wahl zum Ministerpräsidenten, die für Kemmerich sofort ein Plus von zwei Prozentpunkten gesehen hat, könnte ein Zeichen gewesen sein.“

Abschließend stellt König fest: „Liberale sind in diesem Land schon immer nur geduldet – das linke Spektrum würde um uns nicht trauern, würde die FDP verschwinden. Deshalb ist es für die Liberalen an der Zeit, der Wertschätzung des linken Spektrums nicht mehr hinterherzulaufen.“


Starker Anstieg linksextremer Gewalttaten

Die Zahl linksradikaler Gewalttaten ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, nahmen die politisch motivierten Gewaltdelikte im Vergleich zu 2012 um 28,5 Prozent zu.

Insgesamt zählten die Sicherheitsbehörden 1659 entsprechende Fälle. Die Zahl der rechtsradikalen Gewalttaten sank dagegen leicht um 0,6 Prozent auf 837 Delikte. 031_28A

Ein noch stärkerer Anstieg war bei der politisch motivierten Kriminalität von links zu verzeichnen; sie stieg um 40,1 Prozent auf 8.673 Straftaten.

BILD: Polizisten beschützen einen christlichen Gebetszug gegen Abtreibung in Münster vor ultralinken Chaoten (März 2014)

Die politische motivierte Kriminalität von rechts sank um 3,3 Prozent auf 17.042 Delikte; darin sind auch sog. Propagandadelikte enthalten. Registriert wurde auch eine Zunahme der fremdenfeindlichen Straftaten; sie nahmen um 11,2 Prozent zu (3.248 Fälle).

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) erklärte hierzu:

„Die Brutalität der politischen Gewalttäter hat zugenommen. Diese Entwicklung ist inakzeptabel. Unsere Sicherheitsbehörden werden das Gewaltpotential insbesondere der linken bzw. linksextremistischen Szene weiterhin deutlich im Blick behalten und jede Gewalt unterbinden, wo immer dies möglich ist.“

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Stuttgart: Zahlreiche Festnahmen ultralinker Störer der Elternrechts-Demonstration

Pressemeldung des Polizeipräsidiums Stuttgart:

Rund 600 Gegner des Bildungsplanes versammelten sich am Samstag (5. April 2014) zu ihrer bei der Versammlungsbehörde angezeigten Demonstration „Gegen die Indoktrination unserer Kinder  –  Stoppt den Bildungsplan 2015“ auf dem Stuttgarter Marktplatz.

Sie zogen nach einer Kundgebung über die Markt-, Konrad-Adenauer-, Paulinen-, Theodor-Heuss- und Bolzstraße zum Staatstheater. Dort löste sich die Versammlung nach Redebeiträgen auf.  DSC03312a

Im Vorfeld und am Rande der Demonstration sind zehn Personen, die mutmaßlich der linken Szene zuzuordnen sind, festgenommen worden. Diese waren in Zusammenhang mit massiven Störungen der letzten Bildungsplan-Versammlung im März als mutmaßliche Täter wiedererkannt worden.

Der Demonstrationszug wurde auf seinem Weg zum Staatstheater mehrmals blockiert.

Wegen einer Sitzblockade auf der Kreuzung Tor-/ Eberhard-/Steinstraße wurde der Demonstrationszug im Einverständnis mit der Versammlungsleitung und der Versammlungsbehörde über die Paulinenbrücke zum Rotebühlplatz umgeleitet.

55 Personen dieser Sitzblockade hat die Polizei ab 15.45 Uhr in Gewahrsam genommen und ins Polizeipräsidium verbracht.

Auf der Rotebühlstraße, auf Höhe des Finanzamtes versuchten zirka 100 Personen erneut, den Demonstrationszug zu blockieren. Da mehrere Störer dieser Aufforderung nicht nachkamen und teilweise Widerstand leisteten sind zehn von ihnen, die ebenfalls dem linken Spektrum zuzuordnen sind, vorläufig festgenommen und ebenfalls in den Polizeigewahrsam gebracht worden.  Stuttgart 036a

Die Demonstrationsteilnehmer und die eingesetzten Polizeibeamten sind, kurz nachdem sie losgegangen waren, auf Höhe der Konrad-Adenauer-Straße / Marktstraße mit einer Flasche und vereinzelt auch mit Tomaten beworfen worden.

Bei mehreren mutmaßlichen Gegnern der Bildungsplan-Demo, die aus dem Raum Reutlingen und Tübingen nach Stuttgart angereist waren. Dabei beschlagnahmten die Einsatzkräfte mehrere Holzstöcke und ein Taschenmesser.

Gegen 18 Uhr war der Aufzug beendet und die Teilnehmer wanderten ab.

Im Verlauf des Geschehens wurden darüber hinaus weitere fünf Personen wegen des Verdachts des Widerstands gegen Polizeibeamte und eine Person wegen Sachbeschädigung an einem Polizeifahrzeug angezeigt. Die Person hatte versucht, das Einsatzfahrzeug zu stoppen, lief auf dieses zu und stieß dabei gegen die Front des Wagens.

Die Polizei war mit insgesamt rund 500 Beamten vor Ort eingesetzt.

Quelle: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/110977/2706391/pol-s-blockaden-und-festnahmen-bei-aktionen-im-zusammenhang-mit-der-demonstration-gegen-den

Kontakt:
Polizeipräsidium Stuttgart
Telefon: 0711 8990-2079
E-Mail: stuttgart.pp.stab.oe@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/
 

Die beiden Fotos von Mathias v. Gersdorff stammen von der vorigen Elternrechts-Demo in Stuttgart


Pressebericht der Polizei Bremen zum Überfall auf eine Wahlkampfveranstaltung der AfD

Vollständiger Wortlaut des Polizeiberichts vom 24.8.2013:

 
Ort: Bremen, Bürgerpark, Waldbühne
Zeit: 24.8.13, 15.30 Uhr

Heute Nachmittag fand eine Wahlkampfveranstaltung der Wählervereinigung „Alternative für Deutschland“ im Bremer Bürgerpark statt. Diese Veranstaltung wurde durch mehrere Angreifer überfallartig gestürmt. Insgesamt wurden mehrere Personen leicht verletzt. f7e56f3557

Um 15 Uhr hatte die Wahlkampfveranstaltung auf einer Freiluftbühne begonnen. Während der Rede des Vorsitzenden der „Alternative für Deutschland“ wurde die Veranstaltung durch ca. 20 bis 25 teilweise vermummte Personen plötzlich gestürmt.

Acht Personen gelang es, auf die Bühne zu kommen. Durch die Angreifer wurde im Bereich der Bühne Pfefferspray eingesetzt. Hierbei wurden insgesamt 16 Personen verletzt. Beim Eintreffen der Polizeikräfte flüchteten die Angreifer in den Park. Während der Verfolgung wurde ein Helfer der „Alternative für Deutschland“ mit einem Messer angegriffen. Bei dessen Abwehr verletzte er sich leicht an der Hand.

Alle durch das Pfefferspray verletzten Personen erlitten Augen- und Atemwegsreizungen. Darunter befanden sich auch zwei 7 und 11 Jahre alte Kinder sowie ein Polizeibeamter.

Die Verletzten konnten alle vor Ort durch einen Rettungswagen ambulant behandelt werden. Der verletzte Polizeibeamte setzte seinen Dienst weiter fort.

Drei Personen (22, 25 und 27 Jahre alt) wurden festgenommen. Sie können mutmaßlich dem links orientierten Spektrum zugerechnet werden.

Die polizeilichen Maßnahmen dazu dauern noch an. Gegen sie wird wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt. Die Veranstaltung wurde durch die „Alternative für Deutschland“ weiter fortgesetzt und um 18.30 h wie geplant beendet.

Weitere mögliche Zeugen werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer (0421) 362-3888 zu melden.

Originaltext: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/35235/2541864/pol-hb-nr-0464-ueberfall-auf-wahlkampfveranstaltung

 
Pressestelle Polizei Bremen
Kirsten Dambek
Telefon: 0421 / 362 12114
pressestelle@polizei.bremen.de
http://www.polizei.bremen.de