Assyrischer Bischof sammelte Riesensummen, um 226 Geiseln vom IS freizukaufen

Am 23. Februar 2015 hatten die IS-Terroristen 25 christliche Ortschaften angegriffen und hunderte von Menschen entführt. Wer fliehen konnte, informierte seine Verwandten im Westen über die Angriffe. Niemand wußte genau, wie viele entführt wurden, aber alle waren sicher, dass sie ermordet würden.bischof-mit-geiseln

Nach einer Woche gaben die Terroristen bekannt, daß 17 Männer, die aus dem Dorf Tal Goran stammten, freigelassen werden könnten. Vier Frauen sollten bleiben. Die Extremisten sandten einen Mann, der die Nachricht dem christlich-assyrischen Bischof in Hassakeh überbrachte.

BILD: Bischof Athneil inmitten der befreiten Geiseln

Der IS verlangte 50.000 Dollar für jede Person in der Gruppe. Das hätte über 11 Millionen Dollar für alle Entführten bedeutet. Ursprünglich hatten die Militanten nach einem Bericht von Newsweek sogar 100.000 Dollar pro Kopf gefordert.

Einige der Gefangenen wurden freigelassen, nachdem Bischof Mar A. Athneil den Terroristen antwortete. Er initiierte geheime Verhandlungen, um auch die anderen zu befreien. Die Nachricht über das geforderte Lösegeld verbreitete sich über die sozialen Medien, und die Gemeinden der Assyrer begannen, Geld für die Befreiung der verbliebenen Geiseln zu sammeln.

Ab November 2015 liess ISIS alle zwei Wochen Geiseln frei. Am 22. Februar 2016 erhielt der Bischof eine letzte Liste von 43 verbleibenden Geiseln. Aber in Hassakeh kamen nur 42 an. Es brauchte einen weiteren Monat von Verhandlungen, bevor der IS auch die 16-jährige Maryam David Talya freiliess.

Quelle und vollständiger Bericht hier: http://www.livenet.ch/themen/gesellschaft/international/asien/301867-bischof_kauft_226_geiseln_in_syrien_frei.html

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Kanada: Jüdischer Unternehmer rettet christliche und jesidische Kinder im Irak

Nachdem sich bereits der hochbetagte jüdische Lord George Weidenfeld aus London für die Rettung von Christen aus dem Irak einsetzt und hierfür Kritik von linker Seite einstecken muß (weil er sich auf Christen beschränkt), ist jetzt ein weiterer namhafter Jude aktiv, um vor allem christliche und jesidische Kinder durch Lösegeld aus den Händen der IS-Terroristen freizukaufen. Monika Lang mit syrischem Mädchen

Wie die britische katholische Zeitung „The Tablet“ meldet, hat der kanadische jüdische Unternehmer Steve Maman bereits 120 Mädchen aus der Gewalt der IS-Terroristen gerettet.

BILD: christliches Mädchen aus dem Irak, das mit seinen Eltern nach Deutschland flüchtete (Foto: Bistum Regensburg)

Maman hat die Vereinigung „Liberation of Christian and Yazidi Children of Iraq“ (Befreiung für christliche und jesidische Kinder des Irak) gegründet. Seinen Angaben fordern die ISlamisten 1000 bis 3000 US-Dollar pro gekidnapptem Kind.

Im Hinblick auf Berichte, die ihn mit dem Industriellen Oscar Schindler vergleichen, dem es während des Zweiten Weltkriegs gelang, viele Juden vor der NS-Vernichtung zu bewahren, sagte Maman:

„Ich werde von manchen der ‚jüdische Schindler‘ genannt. Aber ich fühle mich nicht als solcher. Ich habe im Gegenteil den Eindruck, dass ich nicht genug tue, weil es noch immer so viele Kinder im Irak gibt, die auf ihre Befreiung warten.

Ich habe mir von Anfang an gesagt, ich kann bei den täglichen Berichten aus dem Irak nicht einfach zuschauen und untätig bleiben. Ich halte mich an das jüdische Sprichwort: ‚Wer ein Leben rettet, der rettet die ganze Welt“.

Quellen: The Tablet, Kathpress


Syrien: Der IS greift weiter an und fordert hohe Lösegeldsummen

“Wir erleben derzeit schreckliche Momente. Zwei Tage lang hat der Islamische Staat Hassakè von drei Seiten aus angegriffen. Die Angriffe konnten von der syrischen Armee und kurdischen Milizen abgewehrt werden. Doch wir sind eine isolierte auf einer von allen Seiten vom IS umzingelten Insel“, erklärte der syrisch-katholische Erzbischof Jacques Behnan Hindo von Hassakè-Nisibi zur dramatischen Lage der Menschen in einer der wichtigsten Städte der Provinz Dschadsira im Nordosten Syriens. foto-dcubillas-www_freimages_com_

“Heute Nacht”, so Erzbischof Hindo, “haben wir erfahren, dass die Armee die Stadt al-Shaddadi bombardiert, eine rund 60 Kilometer von Hassakè entfernte Hochburg des IS. Dort sollen die Muezzin von den Moscheen aus um Blutspenden für die Verletzten gebeten haben. Soweit wir wissen, halten sich in al-Shaddadi immer noch die assyrischen 232 Christen auf, die die islamischen Rebellen bei den Angriffen auf die Dörfer im Khabour-Tal verschleppt haben”.

Über insgesamt 232 christlichen Geiseln  –  darunter 51 Kinder und 84 Frauen  –  gibt es seit langem keine aktuellen Informationen. Verhandlungen über die Freilassung blieben bisher ergebnislos.

Aus Australien teilte Patriarch Mar Mellis Zaia in einem Radiointerview mit, dass der IS 23 Millionen Dollar Lösegeld gefordert haben soll. 

“Der IS”, so Erzbischof Hindo dazu, “fordern meistens das, von dem sie wissen, dass es bezahlt werden kann. Man darf nicht vergessen, dass jeden Tag Personen zu uns kommen, die sich als Vermittler vorstellen und Geld von uns fordern. Es gibt Menschen, die das Leid der Christen zu Geld machen wollen. Und dies geschieht nicht nur hier. Wir planen derzeit einen Verhandlungsversuch auf neuer Grundlage. Doch wir sind erst am Anfang”.

Quelle: Fidesdienst