Chaim Cohn – ein herausragender Vertreter des deutschen Judentums in Israel

Erinnerungen eines Justizministers und Generalstaatsanwalts

Buch-Daten: Chaim Cohn. Aus meinem Leben Autobiografie. Aus dem Hebräischen von Eva-Maria Thimme. Suhrkamp-Verlag, 28 €. Gebunden, 422 Seiten. ISBN: 978-3-633-54291-8. – Geplantes Erscheinen: 17.6.2019

Chaim Cohn erblickte 1911 in einer religiösen jüdischen Familie Lübecks das Licht der Welt, er emigrierte 1930 nach Jerusalem und studierte in Mea Shearim, dem frommen Viertel der Stadt. In den 1930er Jahren ging er wieder nach Deutschland, um in Frankfurt Jura zu studieren. 1936 kehrte er ins damalige britische Mandatsgebiet zurück und ließ sich in Jerusalem als Anwalt nieder.

Nach der Gründung des Staates Israel wurde er zum federführenden Juristen des Landes und wirkte als Staatsanwalt, Generalstaatsanwalt, als Justizminister und über Jahre als Richter des Obersten Gerichts.

Er arbeitete eng mit Fritz Bauer in Frankfurt zusammen, um Adolf Eichmann vor Gericht zu bringen. Die Urteile, die er fällte, standen im Zeichen der Menschenrechte, besonders im israelisch-palästinensischen Konflikt. 

Chaim Cohns Bücher und Aufsätze belegen seine herausragende juristische wie geistliche Bildung. Das zeigen auch diese bewegenden Lebenserinnerungen von ihm.


Lübeck: Gewalt im Flüchtlingsheim, drei Verletzte, Angriffe gegen Polizisten

Polizeibericht vom 16. Januar 2016:

In der Nacht von Samstag (16.1.) auf Sonntag kam es nach Mitternacht zu einer Auseinandersetzung in einer städtischen Unterkunft in Lübeck-Siems.

Insgesamt sechs Bewohner aus dem Irak und Eritrea gerieten aus unbekannten Gründen in der städtischen Unterkunft in Lübeck-Siems in eine massive Auseinandersetzung. Drei Beteiligte mussten mit leichten Schnittverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Scannen0003

Teilweise leisteten die Personen erheblichen Widerstand gegen die polizeilichen Maßnahmen, indem sie den Anweisung nicht folgen wollten, sich sperrten, mit geballten Fäusten auf die Beamten zugingen, sie beleidigten und vor ihnen auf den Boden ausspuckten.

Zu den Ereignissen machten die Betroffenen gegenüber der Polizei keine Angaben. Selbst bei der Anwesenheit der Polizei griff ein Eritreer einen Iraker an, indem er mit dem Fuß gegen den Oberkörper eines Irakers trat. Dieser schlug sofort mit der Faust zurück. Die Beamten konnten die Schlägerei unterbinden und den Angreifer zu Boden bringen.

Während der Auseinandersetzung kam es zu erheblichen Beschädigungen des Inventars. Außenfenster und Zimmertüren, diverses Mobiliar, TV-Geräte und Spiegel waren zerstört/beschädigt. Ein Feuerlöscher war aus der Halterung gerissen und entleert worden.

Quelle: http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43738/3227892


Evangelischer Altbischof Wilckens betont die Tatsache der Auferstehung Christi

Deutliche Kritik am Evangelischen Kirchentag

Die Auferstehung Christi lässt sich auf Fakten gründen. Diese Ansicht vertritt der evangelisch-lutherische Altbischof Prof. Dr. Ulrich Wilckens (Lübeck) in einem Interview mit der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. 1548

Der 86-jährige Theologe war von 1981 bis 1991 Bischof des Sprengels Holstein-Lübeck der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Zuvor lehrte er als Professor für Neues Testament in Marburg, Berlin und Hamburg.

Prof. Wilckens plädiert dafür, die Berichte des Neuen Testaments historisch ernstzunehmen. So sei es völlig unrealistisch, anzunehmen, dass das Grab Jesu nicht leer gewesen sei. Jeder in Jerusalem habe damals nachprüfen können, ob das Grab voll sei oder nicht.

Hinzu komme, dass die Frauen am leeren Grab durch einen Engel gehört haben, dass Gott Jesus aufgeweckt habe. Dr. Wilckens:

„Noch kurz zuvor waren die Frauen am Grab tief betrübt, die Jünger Jesu standen nach seinem Tod kurz davor, ihren Glauben an ihn aufzugeben, und kehrten in ihre galiläische Heimat zurück – sie konnten sich nicht damit trösten, er werde auferstehen. Denn in der jüdischen Tradition war es ausgeschlossen, dass eine Person vor dem Ende aller Zeiten auferstanden ist. Wie sollten die ersten Christen – die ja auch Juden waren – auf diese abenteuerliche Idee von sich aus verfallen?“

Prof. Wilckens beklagt theologischer Verwirrung

Nach den Worten von Wilckens herrscht in der neuzeitlichen Theologie Unsicherheit vor. Viele Theologen gingen davon aus, dass der christliche Glaube aus der antiken Religion erwachsen sei und nicht von Gott herrühre, sondern von Menschen ersonnen sei. Sie glaubten nicht mehr an Gott, sondern erklärten den Gottesglauben als religiöse Empfindung. Für sie sei die Auferstehung ein Gefühl, das im Menschen entstehe. Sayn-Abteikirche-DSC_0195-2

Viele Theologiestudenten würden dadurch am Glauben irre. Im Gefolge der Aufklärung und der Entmythologisierung der Bibel breite sich eine radikal kritische, liberale Theologie mit atheistischen Zügen immer weiter aus. Theologie und Kirche benötigten deshalb eine tiefe Erneuerung.

Kritik übte Prof. Wilckens auch am Evangelischen Kirchentag. Dieser sei „ein säkulares Großereignis“, bei dem der christliche Glaube nur eine geringe Rolle spiele: „Die Andachten, Predigten und theologischen Vorträge handeln dort von allem möglichen – nur nicht vom Zentrum des Glaubens.“

Zugleich äußerte sich der Altbischof selbstkritisch. In seiner Zeit als Bischof sei Mut nötig gewesen, den Glauben an Jesus Christus zu bezeugen und die Bibel als Heilige Schrift ernstzunehmen. Wilckens: „Ich fürchte, dass ich das damals nicht hinreichend ausgesprochen habe, sondern nur andeutungsweise.“

Quelle: http://www.idea.de