Die IMMACULATA – von GOTTES GNADEN

Von Felizitas Küble

Die makellose Empfängnis der Gottesmutter, der seligen Jungfrau aus Nazareth, ist ein besonderer Gnadenakt des Schöpfers im Hinblick auf die Verdienste Jesu Christi, unseres Erlösers. Der Sohn Gottes ist also zugleich auch der Retter Mariens. Auch die Madonna gehört zur erlösungsbedürftigen Menschheit, bekannte sie doch selbst im Magnificat: ‪„Mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.“  Marienkapelle in Adenau-019

Doch das Heil, das Gott ihr durch die Bewahrung vor der Erbsünde schenkte, ist einzigartig, denn es war eine Heilung von Anfang an, ein Heilsein durch des Himmels Huld. Christi Opfertod am Kreuz wurde für seine Mutter schon im voraus wirksam, weshalb sie die Ersterlöste und Vollerlöste des Neuen Bundes ist, die ‪„neue Eva“, noch herrlicher als die Stamm-Mutter im Paradiese vor dem Sündenfall. Maria ist das wunderbarste Werk Gottes, seine vollkommenste Schöpfung.

Die Immaculata (makellos Empfangene) war sich darüber im klaren, daß ihre Begnadigung, ihre Gottesmutterschaft, all ihre Vorzüge ‪„von Gottes Gnaden“ waren und sind. Dieses Bewußtsein, diese dankbare Begeisterung für den Ewigen, wird vor allem in ihrem Magnificat sichtbar. Der im Lukas-Evangelium bezeugte Lobgesang Mariens ist ein die Zeiten überdauerndes Dankgebet an den Schöpfer, ein erhabener Jubel über die großen Heilstaten Gottes in der Geschichte.

Das beGEISTerte, vom Heiligen Geist inspirierte Dankgebet der Madonna klingt auch heute fort in der Liturgie, im Stundengebet und in vielen Liedern der Kirche. Der Ausdruck „Magnificat“ ergibt sich aus dem ersten Wort dieses Lobgesangs: „Magnificat anima mea Dominum“ – und das heißt: Hochpreist meine Seele den Herrn. – Maria ist die Mutter des Erlösers und zugleich die „Mutter des Glaubens“.

ABRAHAM: Vater des Glaubens – MARIA: Urbild des Glaubens

So wie der Patriarch Abraham als „Vater des Glaubens“ gewürdigt wird, so ist die Gottesmutter ein Leitbild ersten Ranges für uns alle. Als Mutter Christi und aufgrund ihrer Gnadenvorzüge steht sie dem Allmächtigen näher als Abraham. Das Magnificat Mariens endet mit einer Erinnerung an den Erzvater Israels („Abraham und seinen Nachkommen auf ewig“). Marias Rückblick auf Gottes große Heilstaten in der Geschichte ihres Volkes umfaßt also auch den Anfang des Bundes zwischen Gott und den Hebräern durch Abraham.

Orientalische Ikone Maria führt den Glaubensgehorsam Abrahams fort im vollendeten Vertrauen auf Gott in allen Lebenslagen; sie pocht nicht auf „Selbstverwirklichung“, sondern tritt hinter ihrer erhabenen Sendung zurück und bezeichnet sich bescheiden als „Magd des Herrn“ (Lk 1,38), bereit zur ungeteilten Hingabe an den Willen des Höchsten und zur starkmütigen Treue gegenüber seinen Verheißungen: „Mir geschehe nach Deinem Wort“ (Lk 1,39)

Diese Glaubenshaltung Mariens erinnert uns an Christi Wort auf dem Ölberg vor seinem Leiden: „Vater, nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!“

Dieses „Ja, Vater“ ist die entscheidende Aufgabe für jeden Gläubigen – dieses Wort ist ein Programm für unser ganzes Leben. Maria hat ihr Leben aus Gottes Hand angenommen auch in schwerster Zeit, als sich bewahrheitete, was der greise Simeon im Tempel ankündigte: „Auch Deine Seele wird ein Schwert durchbohren.“ (Lk 2,35). So stand die Madonna treu unter dem Kreuz, als ihr göttlicher Sohn sich opferte für das Heil der Welt.

Zurück zum Magnificat, dem Lobpreis Mariens, der kühne und großartige Gedanken über Gottes Wirken in der Heilsgeschichte enthält. Die auserwählte Magd des Herrn weiß: Gott ist und bleibt der HERR der Geschichte, selbst wenn wir die Wege des Höchsten nicht immer begreifen können. Auch die Gottesmutter ist nicht allwissend, aber fest überzeugt von Gottes Macht und Barmherzigkeit.

Die Mutter des HERRN betrachtet das Schicksal ihres Volkes im Lichte des Glaubens: „Maria bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach.“ (Lk 2,19) – Die Madonna verhielt sich so, wie der Psalmist es empfiehlt: „Ich erwäge alle Deine Werke und will nachsinnen über Deine Taten.“ (Ps 77,13)

Frömmigkeit aus dem Geist Israels

Aus dieser Frömmigkeit der Psalmen Israels lebt Maria; aus diesem „Stoff“ ist auch ihr Magnificat erfüllt. Ihr herrlicher Lobpreis ist nicht nur ein Dankgebet für ihre persönliche Begnadigung, sondern vor allem eine grandiose Gesamtschau über das Heilswirken Gottes mit seinem Volk und der Welt.Marienmonat Mai

Jubelnde Dankgebete von Frauen sind im Alten Bund keine Seltenheit. Die Namensvorgängerin der Gottesmutter, die alttestamentliche Miriam (= Maria), die Halbschwester des Moses und Schwester des Hohenpriesters Aaron, dankte Gott mit Pauke und Gesang, als die Israeliten das Rote Meer trockenen Fußes überschritten hatten und ihren Verfolgern entkommen waren.

So heißt es in Ex 15,19 ff: „Miriam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm eine Pauke und alle Frauen folgten ihr nach mit Pauken im Reigen. Miriam sang ihnen vor:   Singt dem Herrn ein Lied, denn ER hat sich hoch und erhaben gezeigt, Roß und Reiter warf er ins Meer.“

Das Lukas-Evangelium berichtet uns von der Begegnung der Gottesmutter mit ihrer Verwandten Elisabeth. Diese wurde vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: „Gesegnet bist Du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht Deines Leibes!“ (Lk 1,42) Maria greift diesen Segensspruch Elisabeths in ihrem Magnificat auf: „Siehe, von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter!“ – und das bedeutet: alle kommenden Generationen durch die Jahrtausende hindurch.

Doch Maria bleibt nicht beim Jubel über Ihre Erwählung stehen, sondern lenkt sogleich ihren Blick auf den Ewigen selbst: „…denn der Allmächtige hat Großes an mir getan – und Sein Name ist heilig!“

Evangelischer Propst Asmussen: Preisen auch wir sie selig?

Diese biblische Ankündigung der Seligpreisung Mariens hat auch manche protestantische Theologen nachdenklich gemacht, darunter Hans Asmussen, der mit seinem Buch „Maria, die Mutter Gottes“ einst für Aufsehen in der evangelischen Christenheit sorgte. Propst Asmussen schreibt darin:

„Wenn Maria im Magnificat singt, alle Menschengeschlechter würden sie selig-preisen, dann bedeutet dies für die evangelischen Kirchen eine ernste und bleibende Frage: Preisen auch wir sie selig? Oder hatte Maria uns Evangelische nicht im Auge, als sie das Magnificat sang?“

Die Würdigung der Madonna schmälert ja keineswegs die Ehre des Allerhöchsten, im Gegenteil: in der Verehrung Mariens loben und preisen wir das Werk Seiner Hände, das edelste Geschöpf Gottes.

FORTSETZUNG des Artikels in der katholischen Nachrichtenagentur ZENIT hier: https://de.zenit.org/articles/%e2%80%aavon-gottes-gnaden/


„Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels!“

BENEDICTUS: heutige liturgische Lesung der kath. Kirche

Lk 1,68-69.70-71.72-73.74-75.

Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels!
Denn ER hat sein Volk besucht und ihm Erlösung bereitet.
ER hat uns einen starken Retter erweckt
im Hause seines Knechtes David.

So hat ER verheißen von alters her
durch den Mund seiner heiligen Propheten.
ER hat uns errettet vor unseren Feinden
und aus der Hand derer, die uns hassen;

ER hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet
und an seinen heiligen Bund gedacht.
ER dachte an den Eid,
den ER unserem Vater Abraham geschworen hat.

ER hat uns gewährt, dass wir,
aus Feindeshand befreit, ihm furchtlos dienen
in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor seinem Angesicht all unsre Tage.


Die Mutter des HERRN besucht Elisabeth

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Lk 1,39-45:Advocata

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme:

Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines HERRN zu mir kommt?

In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der HERR ihr sagen ließ.

 


Christus erweckt den Jüngling von Nain

Heutige liturgische Evangelienlesung der kath. Kirche: Lk 7,11-17:

In jener Zeit ging Jesus in eine Stadt namens Naïn; seine Jünger und eine große Menschenmenge folgten ihm.  Herz-Jesu_01

Als er in die Nähe des Stadttors kam, trug man gerade einen Toten heraus. Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie.

Als der HERR die Frau sah, wurde ER von Mitgefühl ergriffen und sprach zu ihr: Weine nicht!

Dann ging ER zu der Bahre hin und faßte sie an. Die Träger blieben stehen, und ER sprach: Ich befehle dir, junger Mann: Steh auf!

Da richtete sich der Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück.

Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns aufgetreten: Gott hat sich seines Volkes angenommen.

Und die Kunde davon verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsumher.

 


Hier aber ist m e h r als Salomo

Heutige liturgische Evangelienlesung der kath. Kirche: Lk 11,29-32:

In jener Zeit, als immer mehr Menschen zu ihm kamen, sprach Jesus: christus

Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona. Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein.

Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.

Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.


Hl. Elisabeth: „Wer bin ich, daß die Mutter meines HERRN zu mir kommt?“

Heute liturgische Lesung der kath. Kirche: Lk 1,39-45:

In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth.  media-375127-2

Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme:

Gesegnet bist Du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, daß die Mutter meines HERRN zu mir kommt?

In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.

Selig, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der HERR ihr sagen ließ.


BENEDICTUS: Loblied des Priesters Zacharias: „GOTT hat uns einen starken Retter erweckt“

Heutige liturgische Evangelien-Lesung der kath. Kirche: Lk 1,68-75:

Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels!
Denn ER hat sein Volk heimgesucht und ihm Erlösung bereitet;
ER hat uns einen starken Retter erweckt
im Hause seines Knechtes David.

So hat ER es verheißen von alters her
durch den Mund seiner heiligen Propheten.
ER hat uns errettet vor unseren Feinden
und aus der Hand aller, die uns hassen;

ER hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet
und an seinen heiligen Bund gedacht,
ER hat des Eides gedacht,
den ER unserm Vater Abraham geschworen hat.

ER hat uns gewährt,
dass wir, aus Feindeshand befreit, ihm furchtlos dienen
in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor seinem Angesicht all unsere Tage.