Israelhaß: „Süddeutsche Zeitung“ begibt sich per Karikatur ins „Stürmer“-Abseits

Wo bleibt die Empörung in Politik und Medien?

Bei der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) ist man seit Jahrzehnten Kummer gewohnt, was linken Antizionismus betrifft. Dieses Münchner Blatt veröffentlichte zum Beispiel im März 2012 das absonderliche Anti-Israel-„Gedicht“ des sozialistischen Schriftstellers Günter Grass.

Bekanntlich ist eine ausgeprägte Israelfeindlichkeit  –  oft verbunden mit unterschwelligem Antisemitismus –  beileibe kein (un)geistiger Alleinbesitz rechtsextremer Krakeeler.

Man erinnere sich etwa an den Israelhaß kommunistischer Ostblock-Diktaturen, an die dazu passenden Parolen in der linksradikalen Hausbesetzer-Szene (Hamburger Hafenstraße etc) der 80er Jahre  – oder an den sattsam bekannten Anti-Israelismus in der grünen Partei, der mitunter bis heute seine Sumpfblüten liefert usw.  (Weitere Beispiele hier) sz_zion

Die linksgepolte und zudem weitgehend kirchenfeindliche „Süddeutsche Zeitung“ zieht sich meist nur dann ein scheinbar judenfreundliches Mäntelchen um, wenn es gilt, Konservative, demokratische Patrioten oder fromme Christen unfair mit der „braunen Keule“ zu attackieren und dabei Argumente durch Schlag-Worte zu ersetzen  – so geschehen z.B. im Vorjahr gegenüber der evangelikalen Lukas-Schule. (Wir hatten diese verleumderische SZ-Kampagne hier in dutzenden Artikeln widerlegt; die Münchner Privatschule konnte sich in allen Punkten rechtlich erfolgreich gegen die SZ zur Wehr setzen –  siehe hier.)

In eigener linker Sache kennt der Israelhaß bei der „Süddeutschen“ jetzt anscheinend keine Grenzen mehr. So wurde dort am gestrigen 2. Juli diese Zeichnung veröffentlicht, wobei das gefräßige Monster in der Bildunterschrift eindeutig mit dem jüdischen Staat identifiziert wird. (Der Karikaturist selber hatte mit dem Ungeheuer keineswegs auf Israel abgezielt und protestierte bereits gegen diese insoweit unerwünschte Verwendung seiner Zeichnung.)

Die Verknüpfung von Bild und Unterzeile ist der springende Punkt, denn es heißt dort:  “Deutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt. Israels Feinde halten das Land für einen gefräßigen Moloch.(…)

Es wird zwar auf dem sprachlich-trickreichen Umweg über „Israels Feinde“ ein allzu offensichtlicher Judenhaß zu vertuschen versucht, doch die „Botschaft“ ist eindeutig, wie der vorhergehende Satz belegt, der die deutsch-israelische Verbundenheit attackiert . Aufschlußreich ist zudem ein auf dieser SZ-Seite („Politisches Buch“) veröffentlichter Artikel: eine ausführliche SZ-Rezension, die von einseitiger Israelkritik nur so trieft. (Bitte insgesamt  zweimal nacheinander  –  also auch im Zwischenfeld  – klicken, dann erscheint die PDF-Datei mit der gesamten SZ-Zeitungsseite.)

SZ-Redaktionskonferenz stimmte zu!

Die für diese Causa verantwortliche SZ-Journalistin Franziska Augstein ist die Lebensgefährtin des bekannten SZ-„Enthüllungs“-Redakteurs Heribert Prantl, der sich seit Jahrzehnten gerne als oberste moralische Instanz aufspielt, wobei noch zu beachten ist, daß diese Karikatur nicht etwa halb aus „Versehen“ oder zwischen Tür und Angel in die SZ kam, sondern  – wie Franziska Augstein öffentlich ausplauderte  –  auf der „Großen Redaktionskonferenz“ mehrheitlich durchgewunken wurde!

Der ganze Vorgang ist ein unglaublicher Skandal, denn damit begibt sich die SZ ins Abseits des berüchtigten „Stürmer“, jenes NS-Hetzblattes, das Juden in übelster Form beleidigte, häufig auch durch infame Karikaturen, in denen Juden als Zerrbilder gezeichnet bzw. verzeichnet waren.

Es ist freilich aufschlußreich, daß die absurde Entgleisung der SZ  in bundesdeutschen Medien fast komplett totgeschwiegen wird, auch in den Nachrichtensendungen und der sog. „Qualitätspresse“. Selbst die seit jeher israelfreundliche Tageszeitung „Die Welt“ spricht in der Überschrift lediglich von einer „fragwürdigen“ Karikatur. 

Natürlich haben jüdische Verbände einhellig protestiert, sonst wären sie wohl lebensmüde. Auch die „Jüdische Allgemeine“ kritisierte den „bewusst bösartigen Effekt“, der an „schlimmste antijüdische Hetze“ erinnere.

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum erklärte hierzu:

„Uns ist klar, dass Israel, genau wie jede andere Demokratie auch, nie über jeden Zweifel und jede Kritik erhaben sein kann. Allerdings ist die Charakterisierung des jüdischen Staates als gefräßiger Moloch (…) ein klassisches Instrument der Entmenschlichung und Animalisierung. Solche Klischees wurden sowohl in Nazi-Deutschland als auch in der Sowjetunion als bösartige Propaganda gegen Juden eingesetzt.“

CHRISTOFERUSWERK beschwerte sich beim Dt. Presserat

Das katholisch-ökumenische Christoferuswerk (CHR) in Münster, das diese Webzeitschrift CHRISTLICHES FORUM betreibt, hat beim Deutschen Presserat in dieser Causa bereits Beschwerde gegen die SZ wegen mehrfacher Verletzung des Pressekodex eingelegt.

Das CHR fordert alle Menschen guten Willens auf, sich ebenfalls kritisch an den Dt. Presserat zu wenden, wobei dies online per Beschwerdeformular ganz unkompliziert ermöglicht wird.

Doch insgesamt hält sich die Empörung der „veröffentlichten Meinung“ hierzulande in erstaunlich engen Grenzen. Die Republik würde aber tagelang Kopf stehen, wenn sich ein derartig krasser Fall von Juden- bzw. Israelhaß auf konservativer Seite ereignet hätte!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Ergänzender Artikel mit weiteren Detail-Infos hier: http://www.suedwatch.de/blog/?p=10854


Lukasschule in München: Konzerte mit berühmtem Pianisten

Von Jörg Birnbacher

Im Juni dieses Jahres war der bekannte Pianist Pavlos Hatzopolous aus Stuttgart Gast der Lukas-Schule.Gesprächskonzert

Der 20. Juni war der erste Tag des Schulprojekts, bei dem Klassen aus allen vier Schularten abwechselnd eine besondere Einführung in die Werke großer Komponisten erhalten konnten.

Kinder und Lehrer waren von diesen außergewöhnlichen Musikstunden begeistert, die auch immer einen Bezug zu Jesus Christus enthielten. Besonders gefallen hat den Schülern eine Variationsreihe zu einem bekannten Kinderlied.  Schulkonzert

Am Abend darauf fand ein Gesprächskonzert mit Pavlos Hatzopolous in der Aula der Lukas-Hauptschule statt. Das Thema war „Licht und Finsternis“. Erklärt und gespielt wurden u.a. Werke von Bach, Chopin, Schubert und Mussorgsky.

Die Sehnsucht vieler Komponisten nach Erlösung, die allein der Glaube an  Christus bieten kann, war Dreh- und Angelpunkt des Abends, der nach drei Stunden und etlichen Zugaben gelungen zu Ende ging.

Jörg Birnbacher ist Rektor des Gymnasiums der evangelikalen Lukasschulen


Evangelikale Lukasschule siegte gegen Verleumdungen linker Medien

Pressemeldung der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA:

Die evangelikal orientierte Lukas-Schule in München hat sich erfolgreich gegen Vorwürfe der „Süddeutschen Zeitung“ zur Wehr gesetzt. Das teilte die Schulleitung jetzt in einem Dankschreiben an alle mit, „die uns durch Rat, Tat und Gebet unterstützt haben“.

Die Zeitung hatte im Oktober berichtet, die von einem christlichen Verein getragene Schule sei fundamentalistisch, kreationistisch und angsteinflößend. Dabei berief sich das Blatt auf anonyme Aussagen von Eltern. Unter anderem hieß es, dass eine Lehrerin mit dem Teufel gedroht habe und einen Schüler nachsitzen ließ, weil er zu Hause keine Bibel hatte. Hof2

In weiteren Veröffentlichungen wurde der Direktor des Gymnasiums, Jörg Birnbacher, wegen angeblicher Stimmungsmache gegen Homosexuelle kritisiert.

Wie es jetzt in einem Schreiben der Schulleitung heißt, sei man gegen die „offensichtlich falschen Vorwürfe“ juristisch vorgegangen und habe die „geltend gemachten Unterlassungsansprüche ausnahmslos durchsetzen“ können.

Dies betreffe insbesondere den Ausgangsartikel der „Süddeutschen“, dessen Kernaussagen das Oberlandesgericht München verboten habe.

Auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und die staatliche Schulaufsicht hätten festgestellt, dass es keine Anhaltspunkte für die Vorwürfe gebe.

Die Schulleitung spricht von einer „verleumderischen Berichterstattung“ hauptsächlich durch die Süddeutsche Zeitung, aber auch durch andere Medien.

Hierbei seien sowohl die Schule als auch Lehrer persönlich in ehrverletzender Weise diffamiert worden. An der Lukas-Schule, zu der auch eine Grund-, Haupt- und Realschule gehören, werden rund 900 Kinder und Jugendliche unterrichtet.


DANKSAGUNG der evangelikalen Lukasschule in München

DANKSAGUNG

In den vergangenen drei Monaten sahen wir uns einer verleumderischen Berichterstattung hauptsächlich durch die Süddeutsche Zeitung, aber auch durch andere Medien ausgesetzt. Hierbei wurden sowohl unsere Schule als auch Lehrer persönlich in ehrverletzender Weise diffamiert.   

Neben unseren Aktivitäten zur faktischen Aufklärung der offensichtlich falschen Vorwürfe sind wir juristisch gegen diese vorgegangen und konnten unsere geltend gemachten Unterlassungsansprüche ausnahmslos durchsetzen.

SCHÜLER der LUKASSCHULE

SCHÜLER der LUKASSCHULE

Dies betrifft insbesondere den Ausgangsartikel der Süddeutschen Zeitung, dessen Kernaussagen das Oberlandesgericht München verboten hat.

Bereits im November widersprach die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern nach eingehender Prüfung den Vorwürfen und bestätigte, dass die Lukas-Schule Teil der „Marke: Evangelische Schulen“ ist.

Eine von der Landeskirche durchgeführte, breit angelegte Elternumfrage führte ebenfalls zu einem unsere Sichtweise bestätigenden Bild.

Die staatliche Schulaufsicht stellte ebenfalls keinerlei Anhaltspunkte für die Vorwürfe fest.

Wir hoffen, dass diese für alle Beteiligten unangenehme Angelegenheit nun zu einem Ende gekommen ist.

Im Falle noch offener Fragen stehen wir gerne zur Verfügung  –  wir hatten und haben nichts zu verbergen.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei all denjenigen, die uns durch Rat, Tat und Gebet unterstützt haben.

Das schließt insbesondere mit ein:

–  die Eltern und Elternbeiräte, die konstruktiv an der Problemlösung mitwirkten
–  unsere Lehrerinnen und Lehrer, die den normalen Schulbetrieb sicherten
–  unsere Schülerinnen und Schüler, die zu ihrer Schule und den Lehrer standen
–  diejenigen Medien, die Wert auf seriöse Berichterstattung legen
–  die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
–  die staatliche Schulaufsicht
–  Herrn RA Prof. Dr. Himmelsbach von der Sozietät Romatka & Collegen.

München, im Januar 2013

Lukas-Schule München
Vorstand und Schulleitung

Quelle: http://www.lukas-schule.de/images/Dokumente/danksagung.pdf

HINWEIS:

Unser CHRISTLICHES FORUM hat diese Schule  –  in ökumenischer Solidarität  –  sofort gegen die unfairen Attacken der „Süddeutschen Zeitung“ und anderer Medien verteidigt  –  und über Wochen hinweg 26 Artikel pro Lukasschule veröffentlicht: https://charismatismus.wordpress.com/category/causa-lukas-schule-munchen/


Trotz massiver Bauchlandung agitiert die „Süddeutsche“ weiter gegen die Lukasschule in München

Wie in unserem CHRISTLICHEN FORUM gestern faktenstark dokumentiert wurde, mußte die Süddeutsche Zeitung (SZ) mehrere herbe Niederlagen gegenüber der  –  von ihr seit einem Monat vehement bekämpften  –  evangelikalen Lukasschule einstecken:

Weder wird die fromme Schule geschlossen, noch verliert Rektor Jörg Birnbacher sein Amt  –  und auch sonst hat die evangelische Landeskirche in Bayern keinerlei personelle Konsequenzen gezogen, wie sich dies die SZ offenbar erträumt und allzu gerne als Folge ihrer „Berichterstattung“ gesehen hätte. 

Das Münchner Blatt hatte zunächst zwei Wochen lang mit der zeitgeistigen „Fundi-Keule“  und einer anonymen Gerüchteküche gegen die Lukasschule agitiert; danach wurde weitere zwei Wochen mehrfach auf den Rektor des Lukas-Gymnasiums eingedroschen und dieser z.B. als „Autor“ des anonymen Radau-Portals kreuz.net verunglimpft.

Direktor Jörg Birnbacher wehrte sich rechtlich gegen mehrere SZ-Verleumdungen, worauf das Kampagnenblatt eine strafbewehrte Unterlassungserklärung unterzeichnete und zwei Anti-Birnbacher-Artikel online löschte.

Dies geschah freilich nicht aus höherer Einsicht, sondern aus schierer Furcht vor juristischen Konsequenzen.

In den letzten Tagen  –  siehe Pressekonferenz der evangelischen Landeskirche und Löschung der Hetzartikel  –  konnte sich also die „Süddeutsche“ nicht gerade mit Ruhm bekleckern.

Statt nach diesen wohlverdienten Niederlagen nun endlich in sich zu gehen, gerät das dreiste Blatt weiter außer sich.

Dabei orientiert man sich in der SZ-Redaktion offenbar weiter an der unfairen Devise: „Angriff ist die beste Verteidigung.“

Am heutigen Freitag, dem 16. 11., veröffentlichte SZ-Autor Peter Fahrenholz einen weiteren Rundumschlag mit dem eher schrägen Titel: „Lukasschule  – Die Angst vor dem Pietkong“.

Darin wird der evangelischen Landeskirche „Halbherzigkeit“ vorgehalten: diese wolle wohl die von der SZ vorgebrachten Vorwürfe gegen die Lukasschule „tiefer hängen“.

Besonders stark wurmt es diese  – vom Jagdinstinkt umgetriebene –  Journaille, daß der Leiter des Lukas-Gymnasiums seinen Posten behalten kann.

Rektor Jörg Birnbacher wird erneut mit der Falschbehauptung diffamiert er habe „gegen Homosexuelle gehetzt“ –  hierfür liefert der Autor allerdings keinen einzigen Beweis.

Der evangelischen Landeskirche  –  die nicht vollständig nach der Pfeife der SZ tanzte   – wird sodann unterstellt, bei ihr schwinge wohl „ein gehöriges Stück Angst“ mit.

Gemeint ist freilich nicht die Angst vor der „Süddeutschen Zeitung“, sondern  –  man lese und staune:  „Die Angst nämlich, jene strenggläubigen Evangelikalen zu verlieren, die im Schwäbischen gern als ,,Pietkong“ bezeichnet werden.“

Reichlich absurd, ausgerechnet fromme Evangelikale bzw. Pietisten als „Pietkong“ zu benennen und damit in einen Zusammenhang mit massenmörderischen Kommunisten aus Nordvietnam (Vietkong) zu bringen. 

Im Unterschied zur linksgepolten Süddeutschen haben sich Evangelikale stets als Antikommunisten bewährt  –  auch schon vor dem Fall des „Eisernen Vorhangs“  –  zu einer Zeit, als viele Rote und Grüne gerne von ihrer „Entspannungspolitik“ mit dem Ostblock schwärmten und den unmenschlichen, totalitären Kommunismus am laufenden Meter verharmlosten.

Felizitas Küble, Leiterin des katholischen KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster


Lukasschule: Klarer Erfolg gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“

Mathias von Gersdorff    

Heute konnte die Münchner Lukasschule einen Etappensieg gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ erzielen.

Die SZ betreibt seit dem 19. Oktober eine unfaire Hetzjagd gegen die evangelisch-konservative Schule. Diese nähme die Bibel zu sehr wörtlich, sei zu fromm und würde die Kinder mit dem Teufel in Furcht versetzen.

Aufgrund dieser Vorwürfe setzte das Landeskirchenamt der EKD in München eine Untersuchung der Schule an.

Mit zwei Artikeln, die jeweils am 4. und 7. November 2012 erschienen sind, versuchte es die SZ dann mit dem „Homophobie-Vorwurf“: der Rektor der Schule, Jörg Birnbacher, hätte Artikel und Pressemeldungen mit homophoben Inhalten im Internetportal „Kreuz.net“ veröffentlicht.

Dagegen erzielte die Lukasschule nun einen juristischen Sieg: Der Süddeutsche Verlag hat zu Behauptungen über angebliche Veröffentlichungen in „Kreuz.net“ eine rechtsverbindliche Unterlassungserklärung abgegeben und sich zur Erstattung von Kosten verpflichtet.

Die SZ hat die beiden Artikel inzwischen gelöscht.

Es ist zu erwarten, dass die SZ nach dieser Niederlage ihre Treibjagd notgedrungen beendet. Der Ruf des linksliberalen Organs ist aufgrund der gehässigen Berichterstattung ohnehin schon genug beschädigt.

Überdies hat die bayerische Landeskirche die Vorwürfe der SZ nicht bestätigt und einen Verbleib der Lukasschule im Verband der evangelischen Schulen Bayerns bekräftigt.

Einstweilen kann also die Lukasschule aufatmen.

Wie sich die Hetzkampagne der SZ und die Untersuchung der EKD insgesamt auf die Lehrfreiheit hinsichtlich Homosexualität, Kreationismus und anderen „heißen Eisen“ auswirkt, bleibt abzuwarten.

Mathias von Gersdorff ist katholische Publizist, Buchautor und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“


Evangelische Kirche findet keine Bestätigung für die Vorwürfe der „Süddeutschen Zeitung“ gegen die Lukasschule

AKTUELLE MELDUNG der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA: 

Die bayerische Landeskirche hat die Vorwürfe gegen die evangelikal orientierte Lukas-Schule in München nicht bestätigt. Aufgrund eines kritischen Artikels der „Süddeutschen Zeitung“ hatte die Kirche eine Untersuchung eingeleitet.

Über die Ergebnisse berichtete der Schulreferent, Oberkirchenrat Detlef Bierbaum, am 15. November 2012 in München vor der Presse.

Unter Hinweis auf anonym gebliebene Eltern hatte die Zeitung geschrieben, die Schule sei fundamentalistisch, kreationistisch und angsteinflößend.

Dazu sagte Bierbaum, dass die evangelikale Ausrichtung der Schule  –  sie arbeitet auf der theologischen Grundlage der Evangelischen Allianz  – nicht als fundamentalistisch bezeichnet werden könne.

Die Lukas-Schule   –  sie umfasst eine Grund-, Haupt- und Realschule sowie ein im Aufbau befindliches Gymnasium  –  wird von rund 900 Kindern und Jugendlichen besucht.

„Kein generelles Klima der Angst“

Im Blick auf einzelne Vorwürfe sagte Bierbaum, dass an der Schule „ein generelles Klima der Angst nicht erkennbar“ sei. Schüler hätten dies eindeutig bestätigt.

Im Fall eines Jugendlichen, der die Schule verlassen musste, habe die staatliche Schulaufsicht bestätigt, dass der Träger den Schulvertrag rechtmäßig gekündigt habe.

Zur Kritik an einem Schullandheimaufenthalt im österreichischen Zentrum der Missionsbewegung „Fackelträger“ teilte Bierbaum mit, dass nach Auskunft der Evangelischen Kirche in Österreich „keine theologischen Bedenken“ hinsichtlich dieser Bewegung vorliegen.

Ferner habe die Untersuchung ergeben, dass es in zwei Fällen „zu pädagogisch-didaktisch beziehungsweise theologisch missverständlichen Äußerungen von Lehrkräften zu Kreationismus und Homosexualität“ gekommen sei. Da diese Vorgänge mindestens eineinhalb Jahre zurücklägen, sei ihre Bewertung nicht einfach.

Mit dem Verteilen einer „kreationistisch ausgerichteten Bibelkommentierung“ des US-Theologen John MacArthur habe sich die Schule aber in Widerspruch zu den allgemeinen Bildungs- und Erziehungszielen der bayerischen Lehrpläne gesetzt. Die „Süddeutsche“ hatte ihre Kritik damit begründet, dass MacArthur auch einen Erziehungsratgeber geschrieben habe, in dem das Schlagen von Kindern gerechtfertigt werde.

Eltern enttäuscht, weil sich die Landeskirche nicht sogleich schützend vor die Lukasschule stellte

Laut Bierbaum hat die Kirche mit ihren Untersuchungen am Tag nach dem Erscheinen des kritischen Zeitungsberichts begonnen. Sie habe sich vergewissern wollen, ob die Voraussetzungen für eine staatliche Anerkennung der Schule nach wie vor gegeben seien. Dazu habe das Schulreferat Gespräche geführt, Unterrichtsstunden besucht und Lehrmaterialien geprüft.

In zahlreichen Schreiben an die Kirchenleitung hätten Eltern die gute Arbeit der Lukas-Schulen gelobt. Sehr häufig sei Unverständnis darüber ausgedrückt worden, dass sich die Landeskirche nicht unverzüglich schützend vor die Schulen gestellt habe.

Der Pädagogische Direktor im Landeskirchenamt, Eckhardt Landsberger, bezeichnete die pädagogische Arbeit an der Lukas-Schule als „hervorragend“.

Die Schüler würden zu vorbildlichem Sozialverhalten erzogen. Den Lehrern gelinge es, auch mit schwierigen Schülern sensibel umzugehen. Verbesserungen seien „selbstverständlich immer möglich“.

Juristische Schritte der Schule gegen die „Süddeutsche“

In einer Stellungnahme der Schulleitung heißt es, dass die Vorwürfe der „Süddeutschen Zeitung“ nicht zuträfen. Bei den Untersuchungen seien sie von den betroffenen Lehrern zurückgewiesen sowie von Eltern und Schülern nicht bestätigt worden.

Gegen die „infame Behauptung“ der Zeitung, an der Schule werde mit dem Teufel gedroht, werde man juristisch vorgehen.

Nichts Negatives über den Leiter des Gymnasiums

Bei der Untersuchung wurde auch eine ehrenamtliche Tätigkeit des vor einem Jahr berufenen Leiters des Gymnasiums, Jörg Birnbacher, beleuchtet.

Der Germanist und Historiker ist seit 1999 Vorsitzender des theologisch und politisch konservativen Vereins „Die Wende“.

Ihm hatte die „Süddeutsche“ vorgeworfen, auf der Internetplattform „kreuz.net“ homosexuellenfeindliche Artikel veröffentlicht zu haben. Dazu erklärte Bierbaum, dass der Evangelischen Schulstiftung in Bayern keine Erkenntnisse darüber vorlägen, dass Birnbacher innerhalb oder außerhalb des Dienstes gegen ihm obliegende Pflichten verstoßen habe. Zu diesen Pflichten gehöre auch, zurückhaltend bei Äußerungen zu Fragen des öffentlichen Lebens zu sein.

„Süddeutsche Zeitung“ gab Unterlassungserklärung ab

Laut Birnbacher hat „kreuz.net“ Pressemitteilungen, die er als damaliger Vorsitzender des „Forums Geistige Wende“ an zahlreiche Medien verschickte, fälschlich als Namensbeiträge abgedruckt.

Die Schule teilte inzwischen mit, es sei „nachgewiesen, dass Birnbacher zu keinem Zeitpunkt Autor des radikalen Internetportals kreuz.nez gewesen war“.

„In Bezug auf Behauptungen in diesem Zusammenhang hat sich die Süddeutsche Zeitung gegenüber Herrn Birnbacher zur Unterlassung verpflichtet“, so die Schule.

Quelle: http://www.idea.de