Lukasschule: Gibt es bald einen Anti-Homophobie-Eid für evang. Lehrer ?

Mathias von Gersdorff  

Die unfaire Hetzkampagne gegen die Lukasschule in München wurde von der Süddeutschen Zeitung am 19. Oktober 2012 losgetreten mit dem Vorwurf, die Schule sei biblizistisch und insgesamt zu fromm. Bildungsplan-Demo-1.2.1448b

Es handelte sich also um den klassischen Vorwurf des christlichen „Fundamentalismus“, um die weitverbreitete „Fundi-Keule“, die besonders oft gegen Evangelikale  – also theologisch konservative Protestanten  – angewandt wird.

Doch inzwischen fokussiert sich die Auseinandersetzung immer mehr um die Einstellung des Rektors des Lukas-Gymnasiums zur Homosexualität: 

Jörg Birnbacher sei „homophob“, weil er sich vor Jahren gegen Attacken von Homosexuellengruppen auf den evangelikalen Kongreß „Christival“ ausgesprochen habe.

Zudem habe er die „Marburger Erklärung: Für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“ unterzeichnet.

Dabei ging es jeweils um das Angebot von Therapien für Personen, die ihre homosexuelle Lebensweise ändern wollten. Die Empörung der Homo-Lobby über diese Angebote  –  zudem auf evangelikalen Großveranstaltungen präsentiert  –  war gigantisch. Manche drohten, diese Events zu verhindern. Schließlich konnten sie nur unter massiven Polizeischutz stattfinden.

Das Landeskirchenamt der EKD in Bayern untersucht nun, ob Rektor Birnbacher „homophob“ sei.

Der Vorwurf einer angeblichen „Homophobie“ ist innerhalb des Protestantismus eine heikle Sache und kann schnell zum Verlust das Arbeitsplatzes führen:

So hat der sächsische Landesbischof Jochen Bohl seinen Chef-Evangelisten, den in protestantischen Kreisen sehr bekannten Religionspädagogen Lutz Scheufler gefeuert. Der Jugendevangelist hatte massiv gegen das Zusammenleben homosexueller Pastoren-„Partner“ in Pfarrhäusern protestiert und dabei oft die Bibel zitiert.

Das Thema Homo-Paare im Pfarrhäusern hat viele Protestanten bewegt, deutlich zu protestieren. Die Diskussion eskalierte derart, dass eine (erneute) Spaltung zu befürchten war.

Nun soll möglicherweise eine „Säuberungsaktion“ stattfinden: Wer sich irgendwie der neuzeitlichen Todsünde der „Homophobie“ schuldig gemacht hat, wird rausgeschmissen.

Diese perfide Einschüchterungstaktik wird nicht ganz ohne Folgen bleiben: Aus Furcht werden viele von nun an stillhalten bzw. eine Art „Selbstzensur“ betreiben.

Dabei ist „Homophobie“ ein Begriff, der argumentativen Manipulationen Tür und Tor öffnet. Die eigentliche Bedeutung des Wortes ist „irrationale, zwanghafte Angst vor Homosexualität und Homosexuellen“, eine psychologisch gestörte Angst, eine „Phobie“ eben.

Doch heutzutage versuchen linksgerichtete Medien und Politiker, jeden als „homophob“ abzustempeln, der sich gegen die absurden Forderungen der politisch organisierten Homosexuellenverbände ausspricht.

Auf diese Weise wird seitens der EKD eine wahre „Stasi im Kopf“ hergestellt. Jeder soll selber sein „Gewissen“  –  jenseits von Gott und Bibel, aber diesseits des Zeitgeistes  –  prüfen, ob in ihm nicht „homophobe“ Tendenzen schlummern. Jedenfalls soll er auf keinen Fall der Homo-Lobby widersprechen, egal wie absurd deren Aussagen sind.

Diese Angelegenheit ist ein unglaublicher Kniefall vor dem antichristlichen Zeitgeist, der die göttliche Schöpfungsordnung bekämpft. 

Es ist zu hoffen, dass Menschen mit Bekennermut dies erkennen und den gebotenen Widerstand leisten. Andernfalls landet Deutschland bald in einer Psycho-Diktatur.

Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist, Buchautor und Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“