Libanon: Einsatz für die – von syrischen Rebellen entführten – Ordensfrauen

Der Chef der libanesischen Sicherheitskräfte, General Abbas Ibrahim, bemüht sich im Auftrag des libanesischen Präsidenten Michel Sleiman am heutigen 7. Dezember in Katar um die Freilassung der aus ihrem Kloster in Maalula entführten Ordensschwestern, deren Aufenthaltsort derzeit nicht bekannt ist.

General Ibrahim soll auch mit dem Fernsehsender “Al-Jazeera” Kontakt aufgenommen haben, um zu erfahren, woher das Video stammt, das am gestrigen 6. Dezember ausgestrahlt wurde und das die Nonnen auf dem Sofa sitzend in einem großen Raum zeigt, während eine männliche Stimme sie auffordert, zu bestätigen, dass es ihnen gut geht und dass sie nicht entführt, sondern in „Sicherheit“ gebracht wurden, nachdem Maalula erneut von Rebellen erobert wurde.

Die einzig bislang bekannte Forderung stellte am 6. Dezember die Miliz “Free Qalamun“ (syrische Aufständische), deren Sprecher Mohannad Abu al-Fidaa erklärte, man werde die entführten Ordensfrauen nur gegen die Entlassung von 1000 Frauen aus syrischen Gefängnissen freilassen.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst

HINWEIS unserer Redaktion: Auf dem erwähnten Video sieht man, daß den Ordensschwestern ihre Brustkreuze weggenommen wurden.


Syrien: Aufständische entführten in Maalula zwölf Ordensfrauen

Gregorios III. Laham, melkitischer Patriarch von Antiochien und dem Ganzen Orient mit Sitz in Damaskus, erklärte in einem Schreiben an den Fidesdienst:

“Wir werden in diesem gesegneten Land bleiben, auch wenn es zum Martyrium führen wird. Dies war bereits für einige unsere Gemeindemitglieder der Fall: in Maalula, mussten die drei Christen Michael Taalab, Antonios Taalab und Sarkis Zakhem sterben. Sie sind wahre Märtyrer, denn sie wurden ermordet, weil sie ihren Glauben nicht verleugnen wollten.“ 

Foto: Radio Vatikan

 

Das Operhaupt der mit der römisch-katholischen Kirche unierten griechisch-kath. Glaubensgemeinschaft äußert seine Sorge über die erneute Belagerung des christlichen Dorfes Maalula durch islamistischen Gruppen, die dort bereits 12 Schwestern des orthodoxen Klosters der heiligen Tecla in Geiselhaft genommen haben.

Mit Freude erinnert sich der Patriarch an seine jüngste Begegnung mit Papst Franziskus:

“Wir haben mit dem Heiligen Vater für die Flamme der Hoffnung gebetet, damit diese in unseren Herzen nicht ausgelöscht wird. Mit Hilfe der Gebete des Papstes und seiner mutigen und dem Evangelium entsprechenden prophetischen Initiativen, werden wir in diesem gesegneten Land bleiben, denn Syrien ist die Wiege des Christentums”.

Nach Angaben von Gregorios III. Laham gibt es in Syrien 9 Millionen Binnenflüchtlinge. Über 1,2 Millionen Syrer haben im Libanon Zuflucht gesucht: darunter rund 42.000 Christen. Insgesamt leben 450.000 syrische Christen (aller Konfessionen) im Ausland.

Wie der Patriarch mitteilt, kamen insgesamt rund 1200 Zivilisten, Soldaten, Schwestern und Priester gewaltsam ums Leben. Mindestens 60 Kirchen wurden beschädigt.

Quelle: Fidesdienst / Foto: Radio Vatikan


Syrien: Aufständische besetzen erneut die christliche Ortschaft Maalula

Das mehrheitlich von Christen bewohnte Dorf Maalula, rund 60 Kilometer westlich von Damaskus, wurde am Samstag, den 30. November, von Rebellen eingenommen. syrien

Dies teilen das Syrian Observatory for Human Rights und die katholische syrische Nachrichtenagentur SANA mit. Bei den radikal-islamischen Aufständischen handelt es sich u.a. auch um Kämpfer der Jabhat al-Nusra-Miliz.

Das Dorf mit verschiedenen christlichen Klosteranlagen wurde damit bereits zum zweiten Mal besetzet, nachdem es schon vor der Monaten von Rebellen eingenommen worden war.

Maalula befinden sich in den Qalamun-Bergen, wo es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Kämpfen zwischen der Armee und Rebellen kam. Nach Angaben von Einwohnern der Region wurde auch der Stadtteil besetzt, in dem sich das Kloster von der heiligen Tekla befindet, in dem eine griechisch-orthodoxe Schwesterngemeinschaft lebt.

Quelle: Kath. Fidesdienst