Weltweite Frauenförderung auf Abwegen

Zum Internationalen Frauentag am 8. März sagte Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, heute in Berlin:

Ein internationaler Frauentag verlangt es, über den eigenen Tellerrand zu blicken und sich mit wirklichen Problemen von Frauen weltweit zu beschäftigen, nicht mit ideologieverblendetem Schmoren im eigenen Wohlstandssaft. Frauen weltweit fehlt es vor allem an Zugang zu Bildung, an Zugang zu sauberem Trinkwasser, an Respekt und Gleichberechtigung in der Gesellschaft und in der Familie, an selbstbestimmter Berufs- und Heiratswahl und vielem mehr.

Die Ausbeutung von Frauen aus ärmeren Familien in Indien oder Thailand, die als Gebärmaschinen unter hohen Gesundheitsgefahren die genetischen Kinder wohlhabender weißer Paare aus Industrieländern austragen, ist frauenverachtend und rassistisch. Und es wird viel Geld damit verdient: In Indien zum Beispiel beträgt der Umsatz mit „rent-a-womb“ über zwei Milliarden Dollar jährlich.

Die gezielte Abtreibung von Mädchen ausschließlich aufgrund ihres Geschlechts ist in vielen Staaten üblich und hat einen bedenklichen, gesellschaftsbelastenden Überschuss an Männern zur Folge, so in China, in Süd-Korea, wo man vergeblich versuchte, diese Praxis durch ein Verbot von Ultraschallbildern einzudämmen, außerdem zum Beispiel in Nepal, Bangladesch, Albanien, Georgien, Kirgistan, Armenien, Aserbeidschan, Hongkong, Montenegro, Taiwan, Tunesien oder Vietnam.

Allein die Tatsache, das „falsche“ Geschlecht zu haben, hat seit den 70er Jahren bis zu 200 Millionen Mädchen vor der Geburt das Leben gekostet. Diese „sex-selective abortion“ ist ein brutaler, weltweit verbreiteter vorgeburtlicher Femizid. Um dessen Opfer, zu denen auch die zur Abtreibung gezwungenen Mütter dieser Mädchen gehören, kümmern sich Feministinnen und entsprechende Organisationen jedoch nicht, weil ihnen die blinde Ideologie einer vermeintlichen Selbstbestimmung auf Kosten anderer Menschenleben wichtiger ist.

Wenn Ärztinnen aus Kenia berichten, dass sie Abtreibungsmittel unbegrenzt zur Verfügung haben, jedoch keine sterilen Spritzen oder Verbandszeug, muss umgedacht werden. Wenn sogenannte Trägerfrauen (Kayayei) in Accra/Ghana zum Schutz vor sexueller Gewalt künstliche Verhütungs- und Abtreibungsmittel angeboten bekommen statt einer Maßnahme, die sie vor der sexuellen Gewalt schützt, ist das reiner Zynismus.

Und angesichts von laut Weltgesundheitsorganisation jährlich über 73 Millionen Abtreibungen weltweit als Abhilfe „sichere Abtreibungen“ zu fordern statt Alternativen für den Schutz und die Gesundheit von Müttern und Kindern, spricht ebenfalls Bände.

Es wird Zeit, Stiftungen und Organisationen nur dann in all diesen Ländern tätig sein zu lassen, wenn sie sich für echte, nachhaltig frauenstärkende Maßnahmen einsetzen. Organisationen, die den Frauen als Hilfe frauenverachtende Ideologien und lebensfeindliche Prozeduren aufzwingen wollen, haben dort nichts zu suchen und dürfen nicht finanziert werden.
www.bundesverband-lebensrecht.de


Pakistan: Christliches Mädchen von 12 Jahren mehrfach vergewaltigt

Die Familie eines 12 Jahre alten Mädchens verlangt Gerechtigkeit für ihre Tochter: Die junge Christin wurde mehrfach von einer Gruppe vergewaltigt.

In Pakistan werden in jüngster Zeit oft gezielt junge Christinnen auf diese Art gedemütigt, um „die Ehre der christlichen Familien zu beschmutzen“ und die Mädchen mit Gewalt zum Islam zu konvertieren.

Wie die Nachrichtenagentur Asianews heute berichtet, seien die schrecklichen Taten am 28. Dezember geschehen. Jetzt habe die Familie den Fall öffentlich gemacht und die jungen Täter angezeigt.

Der Vater erklärt, dass seit der Gewalttat „unsere Familie nicht mehr frei“ im Dorf und in ihrem Haus in Würde leben könne. Zu den erlittenen physischen und psychischen Wunden käme die soziale Stigmatisierung hinzu. Das Mädchen, warnt ihr Vater, lebe „unter der ständigen Bedrohung, ein zweites Mal entführt zu werden“ und bei der Erinnerung an die erlittene Vergewaltigung „fängt sie wieder an zu weinen“.

Naveed Walter, Präsident von „Human Rights Focus Pakistan“, weist auf die kontinuierliche Zunahme von sexueller Gewalt, Entführungen und Zwangskonversionen gegen christliche Mädchen in Pakistan hin, von denen die meisten minderjährig sind.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2021-01/pakistan-12jaehrige-christin-mehrfach-vergewaltigt-komal-islam.html


„JA zum Leben“ als großes FILM-Thema

Abtreibung ist ein Thema –  auch im Film. Aber anders als der inzwischen in der Gesellschaft und insbesondere in der Politik zum „Konsens“ erhobenen Meinung, dass Abtreibung zwar ein Drama, aber unvermeidlich sei, entscheidet sich die überwiegende Mehrheit der in Spielfilmen dargestellten, ungewollt Schwangeren für das Kind.

Seit Jason Reitman, dessen Film „Juno“ (2007) mit dem Oscar für das beste Originaldrehbuch ausgezeichnet wurde, eine 16-jährige Schwangere eine Abtreibungsklinik aufsuchte, es sich dann aber doch anders überlegte, wurden eine ganze Reihe Filme gedreht, in denen sich junge, ungewollt schwanger gewordene Frauen allen Schwierigkeiten zum Trotz gegen die Abtreibung entscheiden.

Dies haben sowohl klischeehafte Hollywood-Komödien – „Beim ersten Mal“ („Knocked Up“, 2007) oder „Jennas Kuchen“ („Waitress“, 2007) – mit ausdrücklich an 14- bis 18-Jährige gerichteten Filmen gemeinsam, als auch der schwedische „Ciao Bella“ (2007), in dem eine 17-Jährige von ihrer Umgebung so sehr zur Abtreibung gedrängt wird, dass sie in einem bestimmten Augenblick eine „Pille danach“ in den Mund steckt, dann aber schleunigst wieder herausnimmt.

Noch eindrücklicher nehmen sich Dokumentarfilme aus, etwa Cornelia Grünbergs „Vierzehn – Erwachsen in 9 Monaten“ (2013), in dem die Regisseurin vier Mädchen begleitet, die mit 14 Jahren schwanger wurden und sich die Abtreibungsfrage stellten, dann aber sich doch für ihr ungeplantes Kind entschieden.

Für ihr ungeborenes Kind entscheidet sich gegen das Drängen ihrer Mutter im deutschen Spielfilm „Am Himmel der Tag“ (2012) eine 25-Jährige, die kurz vor Studienabschluss schwanger wird, genauso wie die von Annette Frier dargestellte Frau im Fernsehfilm „Nur eine Handvoll Leben“ (2016), die ihr Kind austrägt, obwohl es an „Trisomie 18“ („Edward-Syndrom“) leidet und nur wenige Tage zu leben hat.

Im französischen Spielfilm „Das unerwartete Glück der Familie Payan“ (2016) ist es gar eine 49-jährige Großmutter, die unerwartet schwanger wird. Auch sie stellt sich die Frage nach einer Abtreibung ernsthaft, entscheidet sich jedoch für das ungeplante Kind.

Quelle und FORTSETZUNG des Beitrags von José García hier: http://i-daf.org/fileadmin/Newsletter-Druckversionen/Filmempfehlung/iDAF_Filmempfehlung__September_2020.pdf


Mädchen vor Genitalverstümmelung schützen

Die Anzahl weiblicher Genitalverstümmelungen in Deutschland ist in den vergangenen drei Jahren um 44 Prozent gestiegen. Bis zu 68.000 Frauen sind bereits betroffen, bis zu 14.900 Mädchen akut davon bedroht. Dies ergab eine aktuelle Studie im Auftrag des Familienministeriums.

 Dazu erklärt die Obfrau der AfD-Bundestagsfraktion im Familienausschuss, Mariana Harder-Kühnel:

„Bei der weiblichen Genitalverstümmelung handelt es sich um eine frauenfeindliche und bestialische Tradition, die in Deutschland zurecht unter Strafe steht. Derartige Misshandlungen werden in der Regel unter katastrophalen hygienischen Bedingungen, ohne Betäubung, mit Glasscherben oder Rasierklingen vorgenommen.

Viele der betroffenen Mädchen sterben bereits an den unmittelbaren Folgen des Eingriffs, aber auch bei den Überlebenden bleiben lebenslange, massive körperliche und seelische Schäden zurück.

Die Ursache für den deutlichen Anstieg der Fallzahlen in Deutschland liegt in der anhaltenden Zuwanderung aus zahlreichen Regionen Afrikas, Arabiens und Südostasiens, in denen die weibliche Genitalverstümmelung praktiziert wird.

Die tatsächliche Dunkelziffer dürfte noch weit höher liegen. Etliche Fälle von weiblicher Genitalverstümmelung bleiben leider unerkannt und können strafrechtlich nicht verfolgt werden. Die gesetzliche Einführung einer ärztlichen Meldepflicht nach französischem Vorbild ist daher dringend erforderlich.

Das Ausmaß der weiblichen Genitalverstümmelung muss präziser ermittelt und jeder bekannte Fall bundesweit zentral erfasst werden. Jugendämter, Beratungsstellen und Frauenhäuser sind personell und finanziell aufzustocken, damit sie Mädchen und Frauen ausreichend über ihre Rechte informieren und im Notfall konkrete Hilfsangebote zur Verfügung stellen können.

Ebenso muss an Kindergärten und Schulen eine angemessene Aufklärung erfolgen.

Strafbares Verhalten darf auch nicht unter dem Deckmantel ‚kultureller Tradition‘ geduldet werden.

Nun beginnen in den Bundesländern die Schulferien und es ist zu befürchten, dass gerade in dieser Zeit wieder zahlreiche Mädchen zum Zwecke der Beschneidung ins Ausland verbracht werden. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Mädchen und Frauen müssen endlich konsequent vor Genitalverstümmelungen geschützt werden!’’


Buch-Tip: Wird der Albtraum jemals enden?

Buch-Daten: Corinna Turner. Eines Tages. Wird der Albtraum jemals enden? – Broschiert, 184 Seiten, Preis 8,90 €, ISBN 978-3-930883-89-9, Verlag Petra Kehl

Am 15. April dieses Jahres werden es sechs Jahre sein, seit in der Nacht vom 14. auf den 15. April 2014 in Chibok, Nigeria, 276 überwiegend christliche Schülerinnen aus einer Internatsschule verschleppt wurden.

Die Täter waren Mitglieder der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram, die seit vielen Jahren schon in Nigeria Angst und Schrecken verbreiten, indem sie morden und Menschen verschleppen. Nach einem anfänglichen Aufschrei in den Medien unter dem Motto „Bring back our girls“ ist es inzwischen still geworden um das Schicksal der Mädchen.

Viele von ihnen sind zum Glück inzwischen gerettet worden. Doch noch immer ist das Schicksal von hundert von ihnen ungeklärt. Das Interesse der Weltöffentlichkeit hat sich jedoch von Nigeria abgewandt.

Dass die entführten Schülerinnen schon bald nicht mehr von Interesse sein würden, ließ sich bei der Oberflächlichkeit unserer Zeit bereits wenige Wochen nach den Ereignissen absehen.

Corinna Turner, eine junge englische Autorin, wollte sich damit nicht abfinden. Sie schrieb einen Roman über die Ereignisse, verlegte den Schauplatz jedoch nach Europa, nach England. Es sollte nicht mehr in der Ferne geschehen, sondern gewissermaßen direkt vor den Augen der Leser.

Um die Eindringlichkeit noch zu erhöhen, erzählt sie die Ereignisse in erster Linie aus der Sicht der Betroffenen, der entführten Mädchen und ihrer Helfer. Das Ergebnis ist ein Jugendroman, der wirklich unter die Haut geht  – und daher wohl erst für Leser ab 16 Jahren geeignet ist.

Die 17-jährigen Ruth und Gemma stehen vor einem Physiktest, ihre Freundinnen Becky und Alleluia vor der Abschlussprüfung. Da werden sie in der Nacht durch den Feueralarm geweckt. Schon bald stellt sich heraus, dass die Soldaten, die sie wegen eines angeblichen Bombenalarms aus dem Schulgebäude evakuieren, keinesfalls reguläre Streitkräfte sein können.

Die Mädchen werden in wartende Transporter verfrachtet und verschleppt. Einigen wenigen gelingt unterwegs die Flucht, doch die Mehrzahl wird mit einem Schiff von der Küste zu einem Frachtschiff auf hoher See gebracht. Hatten sie bis dahin noch ein wenig Hoffnung gehabt, vielleicht noch rechtzeitig von Polizei und Armee befreit zu werden, so sehen sie sich nun einem albtraumhaften Schicksal ausgeliefert.

Als fremde Männer an Bord kommen, die sich unter den Mädchen „Bräute“ auswählen, ist die Zeit der Entscheidung gekommen. Denn jetzt müssen die Mädchen die arabischen Worte hersagen, die man ihnen beigebracht hat und die sie zu Muslimas machen.

Wie werden sich die Freundinnen Ruth, Gemma und Annabel entscheiden?

HIER können Sie das Buch bestellen: https://www.fe-medien.de/Eines-Tages

 


Zunahme weiblicher Genitalverstümmelungen

Jedes Jahr sind mehr Mädchen und Frauen in Deutschland von Genitalverstümmelung betroffen. Die jetzt veröffentlichten Zahlen von Terre des Femmes müssen ein Weckruf an Politik und Gesellschaft sein.

Weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung und ein irreparabler Einschnitt in die psychische und physische Gesundheit von Mädchen und Frauen.

Weder Politik noch Gesellschaft sind auf die Verschärfung dieses Problems bislang ausreichend vorbereitet: „Es gibt keine bundesweite Erhebung von Fallzahlen. Weder in der Lehramts-, noch in der Erzieher-, noch in der Lehrerausbildung wird weibliche Genitalverstümmelung thematisiert“, sagt Ekin Deligöz, Vizepräsidentin des Kinderschutzbundes.

Sie erklärt dazu weiter: „Der Kinderschutzbund fordert einen Aktionsplan der Bundesregierung zur Sensibilisierung der betroffenen Gruppen: Alle Akteure aus Jugendämtern, Schulen, Verbänden und Medizin müssen an einen Tisch.“

Dort muss über ein umfassendes Konzept zum Schutz und zur Behandlung der betroffenen Mädchen beraten werden.

Der Menschenrechtsverein Terre des Femmes hat heute seine Dunkelzifferstudie zu weiblicher Genitalverstümmelung vorgestellt. Seit dem Vorjahr 2018 stiegen die Zahlen um acht Prozent an, im Vergleich zu 2014 sogar um 44 Prozent.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderschutzbundes vom 10.10.2019

Gemälde: Evita Gründler


Indien: Geschlechtsspezifische Abtreibungen zwar verboten, aber weit verbreitet

In Indien ermitteln staatliche Behörden wegen des Verdachts geschlechtsspezifischer Abtreibungen (Genderzid). Das berichtet das Internet-Portal „kathnet“ unter Berufung auf einen Bericht der britischen Tageszeitung „Independent“.

Demnach wurden in den vergangenen drei Monaten in 132 Dörfern des nordindischen Bundesstaates Uttarakhand insgesamt 216 Kinder geboren. Unter ihnen soll sich kein einziges Mädchen befunden haben.

Geschlechtsspezifische Abtreibungen sind in Indien seit 1994 gesetzlich verboten. Die Behörden kündigten an, dass alle Eltern, denen eine geschlechtsspezifische Abtreibung nachgewiesen werden könne, mit juristischen Konsequenzen rechnen müssten.

In Indien werden männliche Nachkommen bevorzugt. Töchter gelten als teuer, weil Eltern trotz des 1961 verbotenen Brauchs häufig unter Druck gesetzt werden, für Mädchen hohe Mitgiftzahlungen an die Familie des Bräutigams zu entrichten.

Quelle: ALfA-Newsletter


Zur gezielten Abtreibung von Mädchen: Wo bleibt der Aufschrei der Feministinnen?

In den letzten drei Monaten wurden in 132 untersuchten Dörfern des nordindischen Bundesstaates Uttarakhand insgesamt 216 Kinder geboren – alles waren Jungen, kein einziges Mädchen erblickte das Licht der Welt. Das berichtete die britische Tageszeitung „Independent“ anhand von Zahlen, die von zuständigen Strafverfolgungsbehörden veröffentlicht worden waren. 

 „Wir sind schockiert über diese gezielte und buchstäblich über Leichen gehende Diskriminierung von Frauen in traditionell patriarchalen Kulturen.“  – Das stellt Petra Lorleberg von den „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) fest.

Die Beisitzerin im Bundesvorstand erläutert weiter:

„Wir fragen uns aber auch, wo der Aufschrei der Feministinnen und Feministen hierzulande bleibt. Denn wir müssen ernsthaft in Erwägung ziehen, ob das, was hier in fernen Ländern zutage tritt, auch bei uns Praxis ist.

Möglichkeiten, dies zu verhindern, sehen wir bei uns in der Anwendung (und ggf. Kontrolle) des § 15 Abs. 1 GenDG, der verbietet, bei einem Gentest den Eltern das Geschlecht des Kindes vor Ablauf der 12. Schwangerschaftswoche mitzuteilen.

Wir warnen vor der Gefahr, dass durch den immer leichteren Zugang zu nichtinvasiven pränatalen Tests das Geschlecht des Kindes auch in Deutschland bereits vor der 12. SSW (Schwangerschaftswoche) festgestellt werden kann und es deshalb – entgegen der Bestimmung durch das GenDG – auch bei uns zu geschlechtsspezifischen Abtreibungen kommen kann.

Mit Übernahme der Kosten für diese Tests durch die Krankenkassen würde hier also möglicherweise Geschlechterselektion von der Solidargemeinschaft unterstützt, obwohl sie ausdrücklich gegen das Interesse der Solidargemeinschaft verstoßen.

Außerdem fordern wir alle Abtreibungs-Befürworterinnen und Befürworter ausdrücklich dazu auf, in dieser Frage der unglaublichen vorgeburtlichen Diskriminierung von Frauen den Schulterschluss mit uns zu suchen. Es muss uns allen gemeinsam um das Grundrecht von Frauen gehen: das Recht auf Leben.“

Internetpräsenz: www.cdl-online.de


Prozesse gegen pseudokatholische Sekte in Sizilien wegen Missbrauchs von Mädchen

Von Felizitas Küble

Wie das kirchenamtliche Portal „Katholisch.de“ am 19. Juni berichtet, beginnt in Italien ein kirchlicher Prozeß gegen einen sektiererischen katholischen Priester, der das Beichtgeheimnis gebrochen haben soll, um Missbrauchstäter zu schützen.
.
Der Geistliche ist bereits suspendiert (seiner priesterlichen Funktionen enthoben), er darf also weder zelebrieren noch die Beichte abnehmen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, droht ihm zudem die Exkommunikation (Ausschluß aus der kirchlichen Gemeinschaft). 
.
Der angeklagte Priester steht einer sektenähnlichen, kirchlich nicht anerkannten Vereinigung nahe, die von einem selbsternannten „Erzengel“ geleitet wird, der bereits wegen des Vorwurfs von Missbrauchstaten gegen sechs minderjährigen Mädchen verhaftet wurde. 
.
Eine Sonderkommission der Polizei geht von sexuellen Übergriffen aus, die sich über die letzten 25 Jahre erstrecken. Dabei wurde der Missbrauch gegenüber den Opfern von der Sektenführung als „Liebe von oben“ schöngeredet.
.
Der erwähnte Leiter, ein ehemaliger Bankdirekt und inzwischen 75-jähriger Laie  – er heißt Pietro Alfi Capuana  –  betrachtet sich als Reinkarnation (Wiedergeburt) des hl. Michael.
„Katholisch.de“ schreibt über ihn: „Der charismatische Laie soll wenigstens zehn Mädchen sexuell missbraucht haben, weshalb im Oktober ein Strafprozess vor einem staatlichen Gericht gegen ihn beginnt.“
.
Die Organisation hat ihren Sitz im süditalienischen Bistum Acireale (Sizilien). Die „geistliche“ Gemeinschaft mit dem harmlos wirkenden Titel „Associazione Cattolica Cultura ed ambiente“ (Katholische Vereinigung für Kultur und Umwelt) wird von sogenannten bzw. selbsternannten „12 Aposteln“ geleitet. Laut der italienischen Nachrichtenseite „Crux“ hat die Sekte etwa 5000 Anhänger.
.
Sowohl der „Erzengel“ wie sein Apostelteam bzw. Führungskreis wurden einst vom Gründer der Vereinigung, dem Priester und „Heiler“ Stefano Cavalli eingesetzt. Auch dieser im Jahre 2015 verstorbene Geistliche soll in die Missbrauchstaten verwickelt gewesen sein. Er starb mit 97 Jahren und war noch zu Lebzeiten so beliebt, daß sogar der Hauptplatz der Stadt Aci Bonaccorsi nach ihm benannt wurde.
.
Wie „Katholisch.de“ berichtet, betätigte sich der Sektengründer auch als Exorzist; zudem habe er sich als „spiritueller Sohn“ des italienischen Volksheiligen Pater Pio präsentiert.
.
Wie CRUX bereits am 4. August 2017 unter dem Titel „Self-proclaimed „Archangel“ arrestet for sex abuse“ berichtete, wurden neben dem Anführer Capuana auch drei Frauen der Gruppe von der Polizei wegen „Verschwörung zum Missbrauch“ festgenommen.
.
Diese Anhängerinnen waren für die „Rekrutierung“ der Mädchen von 13 bis 15 Jahren verantwortlich; sie setzten sie unter Druck und organisierten „Zeitpläne“, wobei die Opfer dem Sektenführer Capuana sexuelle „Gefälligkeiten“ zu erweisen hatten, was ihnen laut Polizeiermittlungen mit religiöser Inbrunst als himmlische Gnade bzw. „reine Liebe“ präsentiert worden sei.
.
Die sexualisierten Übergriffe fanden nicht nur in Capuanas Haus statt, sondern auch am „Cenacolo“-Hauptsitz des Laienverbandes im sizilianischen Aci Bonaccorsi.
.
Falls Mädchen die von ihnen verlangten sexuellen „Dienstleistungen“ gegenüber dem „Erzengel“ verweigerten, wurden sie laut CRUX beschimpft, dem Willen Gottes zu widerstehen und sogar mit Geldstrafen belegt.
Somit handelte es sich sowohl um geistlichen wie um sexuellen Missbrauch von Minderjährigen.
.
Unklar ist bislang, ob die 60.000 Dollar, welche die Polizei beim Sektenführer vorfand, wirklich allein aus den landwirtschaftlichen Betrieben der Vereinigung stammen – oder auch aus „Bußgeldern“ sich verweigender Mädchen.
.
Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Die Lieblings-Vornamen des Jahres 2018

Marie und Paul sind die beliebtesten Vornamen 2018. Das gab die Gesellschaft für Deutsche Sprache (GfdS) in ihrem neu veröffentlichten Ranking bekannt.

Damit bestätigte sich bei den Mädchen der beliebteste Name aus dem Vorjahr, bei den Jungen wurde der ehemalige Favorit Maximilian auf den dritten Rang verdrängt. Auf Platz zwei liegt wie in den Vorjahren Alexander.

Neu in den Top Ten (obersten Zehn) ist bei den Mädchen Johanna, bei den Jungen Henry (Henri).

Bei der Liste handelt es sich um Erst- und Zweitnamen.

Bei den Erstnamen liegt Emma bei den Mädchen vorn, bei den Jungen ist es Ben.

Quelle (Text/Grafik):https://de.statista.com/infografik/12251/die-beliebtesten-vornamen/