BND warnt vor brutaler Mafia aus Nigeria

Der Bundesnachrichtendienste (BND) hat vor einer Ausbreitung der nigerianischen Mafia in Deutschland gewarnt. Die vermehrte Einwanderung von nigerianischen Asylbewerbern aus Italien werde zu einem Erstarken der „äußerst brutal agierenden nigerianischen Strukturen der organisierten Kriminalität führen“, zitierte der Spiegel aus einem BND-Papier.

Kriminelle Organisationen wie die „Supreme Eiye Confraternity“ oder „Black Axe“ hätten in den vergangenen Jahren auf der Halbinsel bereits feste Strukturen gebildet. Sie handelten dort zum Teil „auf Augenhöhe“ mit der heimischen Mafia. Italienische und spanische Sicherheitsbehörden werteten die nigerianischen Banden als besondere Bedrohung.

Im vergangenen Jahr hatten 10.000 Nigerianer einen Asylantrag in Deutschland gestellt. Der Wert sei im Vergleich zu 2017 um fast ein Drittel gestiegen.

Vergangene Woche hatte der Chef des Bundeskriminalamtes, Holger Münch, die Polizei aufgefordert, stärker kriminelle Einwanderer aus Nordafrika ins Visier zu nehmen. Sonst könne auch aus dieser Gruppe ein Verbrecher-Milieu entstehen, wie es zuvor bereits schon bei arabischen und kurdischen Großfamilien geschehen sei.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2019/geheimdienst-warnt-vor-nigerianischer-mafia/


Polnischer Erzbischof Hoser berichtet von Mafia-Machenschaften in Medjugorje

Papst Franziskus hat den polnischen Erzbischof Henryk Hoser bereits zweimal im Auftrag des Vatikan mit Untersuchungen in und um Medjugorje beauftragt.

Derzeit wirkt der Würdenträger als Papst-Gesandter in dieser weltweit bekannten Pfarrgemeinde in Bosnien-Herzegewina, in der schon seit Juni 1981 bis heute angeblich die Gottesmutter  – dort „Gospa“ genannt – erscheint, jahrzehntelang sogar täglich. Es wird von über 42.000 Phänomenen und Visionen berichtet.

Diözesan-Bischof Ratko Peric hat sich  – ebenso wie sein Amtsvorgänger Zanic  –  entschieden gegen diese „Privatoffenbarungen“ geäußert und das Kirchenvolk aufgefordert, nicht nach Medjugorje zu wallfahren. Kritische Äußerungen kamen auch von Papst Benedikt und von Kardinal Gerhard Müller.

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Laut aktuellen Berichten  – u. a. in italienischen Medien oder in der österreichischen Zeitung „Die Presse“ – hat sich Erzbischof Hoser in einer Predigt jetzt überraschend über Mafia-Geschäften in Medjugorje geäußert.

Diverse Mafia-Kreise, vor allem die neopolitanische Camorra mischen sowohl bei der Organisation und Durchführung von Pilgerreisen wie im Hotelbetrieb mit. Auch der Verkauf von Souveniers (Andenken, Mitbringsel, Andachtsgegenstände) sei teilweise betroffen. Angesichts des riesigen Wallfahrtsbetriebs mit jährlich mehreren Millionen Besuchern dort könne sich die kriminelle Vereinigung damit ihre Taschen füllen. 

Wie „Die Presse“ weiter schreibt, unterhalte der einflussreiche Camorra-Clan Casalesi gute Beziehungen zu bosnischen Kriminellen.

 


Don Guiseppe Puglisi: Seligsprechung eines 1993 von der Mafia ermordeten Geistlichen

Der Priester zum Killer: „Ich habe damit gerechnet“

Rund 100.000 Gläubige haben am heutigen Samstag in Sizilien an der Seligsprechung für Don Giuseppe Puglisi teilgenommen  –  einem Priester, der sich dem tapferen Einsatz gegen die organisierte Kriminalität verschrieben hatte und sich besonders um Straßenkinder kümmerte.

Die Mafia ermordete den mutigen Pfarrer am 15. September 1993 vor seiner Haustür  –  genau am 56. Geburtstag des Priesters, so daß dies zugleich sein „Geburtstag“ für den Himmel wurde.

Fünf Jahre später wurde bereits der Seligsprechungsprozeß eingeleitet; Papst Benedikt XVI. verabschiedete das entsprechende Dekret aufgrund des Martyriums  –  erfolgt aus „Hass gegen den Glauben”  –   am 28. Juni 2012. 1_0_695402

Giuseppe Puglisi wurde 1937 in der Nähe Palermos auf Sizilien als Sohn eines Schumachers und einer Weberin geboren. 1953 trat er ins Priesterseminar von Palermo ein und wurde von Kardinal Ernesto Ruffini 1960 zum Priester geweiht.

Er arbeitete als Pfarrer in seiner Heimatstadt Brancaccio und Umgebung. Ab 1963 war er Kaplan eines Waisenheimes und hegte seitdem eine besondere Liebe zu Kindern und Jugendlichen aus sozialen Problemfeldern und großes Interesse für gestrandete Menschen in Großstädten.

Am ersten Oktober 1970 wurde er Pfarrer von Godrano, einem kleinen Dorf in der Nähe Palermos, das von einer blutigen Fehnde der Mafia gezeichnet war. Dort gelang es ihm, konkurrierende Familien durch die Kraft der Vergebung wieder zu versöhnen. In diesen Jahren widmete er sich auch den sozialen Nöten der Hafenarbeiter, die am Rande der Stadt wohnten.

Sein besonderes Interesse galt den Jugendlichen, die der Mafia nahe standen  –  und ihrer Bildung in einem christlich begründeten Rechtssystem. Diese Arbeit war es, mit der er den Haß der Mafia auf sich zog, was schließlich zu seiner Ermordung führte.  

Als Vertreter des Papstes war Kardinal Salvatore de Giorgi bei der Seligsprechung anwesend.  – „Radio Vatikan“ hat kurz vor seiner Reise nach Sizilien mit ihm gesprochen; er sagte:

„Die Seligsprechung von Don Puglisi bedeutet ein Geschenk Gottes, ist wichtig für ganz Sizilien und darüber hinaus nicht nur für die Insel. Die Anerkennung seines Martyriums durch die Kirche ist auch ein Gütesiegel für die ewige Gültigkeit seiner Botschaft: Mit der Stimme des Blutes ruft er uns alle zu Mut, Klarheit und Kraft auf, zu ‚heiliger Kühnheit’  –  im Priesteramt genauso wie in jedem anderen Dienst an der Kirche. 035_31A

Er betont den Triumph des Guten über das Böse und über alle Aggressionen und Perversionen des Bösen. Das gilt ganz besonders dann, wenn es sich  –  so wie dies bei der Mafia der Fall ist  –  um eine perverse Struktur der Sünde gegen die Menschlichkeit und gegen das Evangelium handelt. Besonders hinterhältig und gefährlich dabei ist, dass die Mafia sich auch noch mit religiösen Zeichen und Bezügen umgibt.“

Don Puglisi war als Priester vor allem für seinen Einsatz mit Straßenkindern bekannt, für die er auch das Zentrum „Vater-Unser“ gründete. Mit seiner stillen, aber sehr wirksamen seelsorglichen Arbeit konnte er viele junge Leute vor den Verführungen des Bösen bewahren. Der organisierten Kriminalität war dieser Einsatz ein Dorn im Auge,  so daß sie ihn schließlich umbringen ließ.

Kardinal de Giorgi ist überzeugt: Don Giuseppe Puglisis Seligsprechung bedeutet eine große Unterstützung im Kampf gegen die Mafia:

„Die Stimme von Don Puglisi richtet sich auch, und ich würde sogar sagen, vor allem, an die Kriminellen  –  der Märtyrer sagt ihnen, dass Jesus sein Blut vergossen hat, um sie von ihren Sünden zu befreien. Das Lächeln, mit dem Don Puglisi zu seinem Killer sagte: ‚Ich habe damit gerechnet’, ist eine Aufforderung, entschieden umzukehren, sich zu Gott zu bekehren.

Quellen: kath. Nachrichtenagentur ZENIT / Radio Vatikan  (Foto: Radio Vatikan / 2. Foto: KOMM-MIT-Verlag)


Italien: Erzbistum Mailand reagiert scharf auf den neuesten Mafia-Skandal: „Schwere Krise des politischen Systems“

Mit Entrüstung reagiert das Erzbistum Mailand auf den neuesten Mafiaskandal, der in der Lombardi zu einem Abgang der Regionalregierung und zu Neuwahlen führt.

„Die um sich greifende Korruption und das Einsickern von Mafiosi sind eine Alarmglocke, die uns auf eine schwere Krise des Systems hinweist.“

Das schreibt Bischofsvikar Luca Bressan in einer Erklärung an diesem Samstag. Der Skandal sei „ein neuer Hinweis darauf, dass die Politik von ihrer eigentlichen Berufung abgekommen ist, nämlich dem Schutz des Gemeinwohls, vor allem der Schwächsten“.

Das politische System im Ganzen sei in einer schweren Krise. 

Quelle: Radio Vatikan


Sizilianischer Priester und Opfer der Mafia wird seliggesprochen

Ein von der Mafia in Palermo ermordeter katholischer Priester wird demnächst seliggesprochen. Die vatikanische Heiligsprechungskongregation erkannte bei Pfarrer Giuseppe Puglisi das Martyrium an.

Der Priester starb im September 1993 an seinem Geburtstag vor seiner Wohnung in der sizilianischen Hauptstadt durch einen Genickschuss.

Pfr. Puglisi sei aus Haß gegen den Glauben ermordet worden, bestätigte die Kongregation in einem Dekret, das der Papst am Donnerstag autorisierte.

Der Geistliche engagierte sich an sozialen Brennpunkten und versuchte, Jugendliche aus den Fängen des organisierten Verbrechens zu befreien. 

Quelle: Radio Vatikan