Juden feiern bald das Chanukka-Fest

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Am kommenden Sonntagabend beginnt bei den Juden das Chanukka-Fest; es wird auch als Lichterfest bezeichnet. Es erinnert an den Sieg jüdischer Truppen unter der Führung der Makkabäer über die griechischen Herrscher 164 v. Chr. 

Es war ein gewaltiger Triumph der kleinen jüdischen Nation gegen das mächtige hellenistische Königreich der Seleukiden und ein geistiger Sieg des jüdischen Glaubens über den Hellenismus. 

Die Heiligkeit des Festes leitet sich aus diesem geistigen Aspekt des Sieges und dem Wunder des Ölkrügleins ab:

Nach der Überlieferung reichte geheiligtes Öl, dessen Menge nur genügt hätte, um den Leuchter im Tempel für einen Tag zu versorgen, bei der Wiedereinweihung des Tempels für acht Tage aus.

An jedem Abend wird ein Licht mehr an der Chanukkiya, dem neunarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Dies geschieht in Erinnerung an das erwähnte Wunder im Tempel. Außerdem gehören der Verzehr von Kartoffelpuffern (Lattkes) und Berlinern/Pfannkuchen (Sufganiot) und das Drehen des Kreisels (Dreidel) zu den Bräuchen an Chanukka.

Die Seiten des Kreisels sind mit den hebräischen Anfangsbuchstaben des Satzes „Ein großes Wunder ist hier geschehen“ verziert; in der Diaspora stehen die Buchstaben für „Ein großes Wunder ist dort geschehen“. 

Schulen sind während der acht Chanukka-Tage in Israel geschlossen; Geschäfte aber sind geöffnet und alle Büros oder Dienstleistungsbereiche arbeiten regulär.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin – Foto: Felizitas Küble


„Es ist ein heilsamer und frommer Gedanke, für die Verstorbenen zu beten“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 2 Makk 12,43-45:

In jenen Tagen veranstaltete Judas, der Makkabäer, eine Sammlung, an der sich alle beteiligten, und schickte etwa zweitausend Silberdrachmen nach Jerusalem, damit man dort ein Sündopfer darbringe.

Damit handelte er sehr schön und edel; denn er dachte an die Auferstehung. Hätte er nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es nämlich überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten.

Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit sterben. Ein heilsamer und frommer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie vom Sündenmakel befreit werden.

 


Das Alte Testament und der Jenseitsglaube

Von Felizitas Küble

Immer wieder liest und hört man die Ansicht, das Alte Testament kenne keine Ewigkeitshoffnung, geschweige eine Vorstellung von einer „unsterblichen Seele“. Als ich am 2. Juni dieses Jahres in Münster an einer Synagogen-Führung teilnahm, äußerte sich ein Teilnehmer in gleicher Weise, wobei die jüdische Leiterin ihm sogleich131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c widersprach: Sowohl frühere wie heutige Juden glauben sehr wohl an ein ewiges Leben und die Unsterblichkeit der Seele.

Aber nicht alleine manche „Leute aus dem Volk“ oder progressive Professoren vertreten jene These, sondern sogar Theologen, die weithin als konservativ gelten, etwa der Heidelberger Neutestamentler Prof. Dr. Klaus Berger. Der Exeget äußerte sich z.B. in der „Tagespost“ vom 9.8.2007 entsprechend: „Eine himmlische Stadt…als ersehnte künftige Heimat der Erzväter kennt das ganze Alte Testament nicht.“  

In bezug auf den Hinweis im Hebräerbrief auf Abraham, der aufgrund seines Auferstehungsglaubens bereit war, seinen Sohn Isaak zu opfern, schreibt Berger: „Natürlich wird hier in die Berichte über Abraham ein Auferstehungsglaube hineingetragen, den weder Abraham selbst noch der Verfasser der Berichte kannte.“

Damit befindet sich der Autor in diesem Punkt auf dem Standpunkt einer modernistischen Bibelauslegung. Zu deren Lieblingsthesen gehört die Behauptung, die Bibel Israels kenne keinen Glauben an ewiges Leben, an die Auferstehung des Leibes, geschweige an eine Unsterblichkeit der Seele; derartige Vorstellungen seien erst durch die griechische Philosophie ins Judentum und Christentum eingedrungen.P1020947

Die Zeugnisse des AT über das Weiterleben im Jenseits sind aber unübersehbar, wobei zweifellos eine Entwicklungslinie erkennbar ist in Richtung eines wachsenden Unsterblichkeitsglaubens.

Hier einige Beispiele, die zunächst aufzeigen, daß die Israeliten Gott als den gerechten Richter erkannten, der einstens das Gute belohnt und das Böse bestraft:

Pred 12, 14: „Denn Gott wird jedes Werk ins Gericht bringen samt allem Verborgenen, sei es gut oder böse.“  –  Pred 11,9: „Wandle die Wege, die dein Herz erwählt und die deinen Augen gefallen, aber wisse, daß dich Gott für alles vor Gericht ziehen wird.“ – Jes. 33,14: „Die Sünder zu Zion sind erschrocken, Zittern hat die Heuchler ergriffen. Wer von uns kann bei einem verzehrenden Feuer wohnen, wer von uns kann bei der ewigen Glut bleiben?“

Zudem gibt es viele alttestamentliche Aussagen, die vom ewigen Leben sprechen, etwa folgende: Ps 21,5: „Er bat dich um Leben, du gabst es ihm, Verlängerung der Tage immer und ewiglich.“  –  Ez 37, 13: „Wenn ich euere Gräber öffne und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufhole, dann werdet ihr erkennen, daß ich der HERR biCOLLAGE-BLUSP2n.“

Besonders deutlich äußert sich der Prophet Daniel über Jüngstes Gericht und jenseitige Vergeltung: Dan. 7,18: „Aber die Heiligen des Höchsten werden die Herrschaft empfangen und sie werden sie immerfort behalten in alle Ewigkeit.“  – Dan 12,2-3: „Und viele von denen, die im Erdenstaub schlafen, werden aufwachen: die einen zum ewigen Leben, die anderen zu ewiger Schmach und Schande. Und die Verständigen werden leuchten wie des Himmels Glanz und die, welche vielen zur Gerechtigkeit verholfen haben, wie die Sterne immer und ewig.“

Auch der Prophet Hosea glaubt an die Auferstehung; seine rhetorische Frage („Tod, wo ist dein Verderben? Unterwelt, wo ist dein Sieg?“) ist besonders geläufig; viele werden diese Stelle wohl im Neuen Testament vermuten, doch sie findet sich im Alten Testament: „Ich will sie erlösen aus der Gewalt des Totenreichs, vom Tode will ich sie loskaufen. Tod, wo ist dein Verderben? Unterwelt, wo ist dein Sieg?“  (Hos 13,14):

Besonders der Prophet Jesaja verkündet klar und eindringlich das ewige Leben und die Auferstehung am Jüngsten Tag:  „Der HERR wird den Tod auf ewig verschlingen, Gott, der HERR, wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und die Schmach seines Volkes von der Erde hinwegnehmen.“ (Jes 25,8)  – Ähnlich heißt es in  Jes 26,19: „Aber deine Toten werden leben und mein Leichnam wird auferstehen. Wachet und jubelt, ihr Bewohner des Staubes. Denn dein Tau ist ein Morgentau und die Erde wird die Toten wiedergeben.“   afc127c26a

Auch die bekannte Wendung „vom neuen Himmel und der neuen Erde“ findet sich bereits bei Jesaja: „Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, so daß man der früheren nicht mehr gedenkt….und ihr sollt frohlocken in Ewigkeit über dem, was ich erschaffe.“ (Jes 65,17)

Am schönsten leuchtet der Auferstehungsglaube und zugleich der Gedanke an eine jenseitige Läuterung in den Makkabäerbüchern auf.

So sagt einer der sieben heldenhaften Märtyrerbrüder zu seinem Richter: „Unserer Brüder sind nach kurzem Leiden mit der göttlichen Zusicherung ewigen Lebens gestorben; du jedoch wirst beim Gericht Gottes die gerechte Strafe für deinen Übermut zahlen.“ (1 Makk 7, 36). Auch das Fürbittgebet für die Toten gehört bereits dazu: „Es ist ein heiliger und heilsamer Gedanke, für die Verstorbenen zu beten, damit sie vom Makel ihrer Schuld befreit werden.“ (2 Makk 12,42 f.)
Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Israel: Antike Zitadelle aus der Zeit der Makkabäer entdeckt

Archäologen der Israelischen Antiquitätenbehörde haben möglicherweise eines der größten Rätsel der Frühgeschichte Jerusalems gelöst. Bei Ausgrabungen in einem Parkplatz bei der Davidsstadt haben sie anscheinend die Überreste der Acra, einer rund 2200 Jahre alten Zitadelle, gefunden.

Die Festung wurde unter dem heidnischen Seleukiden-König Antiochius IV. errichtet, um Jerusalem besser zu kontrollieren.

Sowohl das Makkabäer-Buch als auch der jüdische Geschichtsschreiber Josephus Flavius berichten von der Acra, doch bislang war unklar, wo sich die Festung befand.

Nun entdeckten die Archäologen die massiven Grundmauern eines Turms, der vier mal 20 Meter maß. Außerdem fanden sie ein Glacis, eine steile Erdanschüttung vor Festungen, die Angreifer abhalten sollte. Schleudern aus Blei, bronzene Pfeilspitzen und steinerne Kugeln deuten an, dass es an der Fundstelle Kämpfe gab.

Da die Funde mit dem Dreizack, dem Symbol von Antiochius IV. bestempelt sind, kann die Stätte in seine Herrschaftszeit datiert werden. Münzen und Weingefäße, die dort ebenfalls gefunden worden, unterstützen diese Datierung.

Jerusalem wurde im 2. Jahr. v. Chr. von den Griechen erobert und zwangshellenisiert. Den jüdischen Tempel weihten sie zu einem Zeus-Heiligtum um. Ab 166 v. Chr. erhoben sich die Juden im sog. Makkabäeraufstand gegen die Seleukidenherrscher. Unter Führung von Judas Makkabäus eroberten die jüdischen Aufständischen 164 v. Chr. den Jerusalemer Tempel zurück und reinigten ihn.

Quelle: Israelische Botschaft – Foto: Israelische Antiquitätenbehörde


Heute beginnt das jüdische Chanukkafest

Das jüdische Lichterfest Chanukka beginnt Mitte Dezember und erinnert an den Sieg jüdischer Truppen unter der Führung der Makkabäer über die griechischen Diktatoren bzw. über das hellenistische Königreich der Seleukiden (164 v. Chr.) – zugleich auch ein geistiger Triumph des jüdischen Glaubens über den Hellenismus. IMG_0744

Die Heiligkeit des Festes leitet sich aus diesem religiösen Aspekt des Sieges und dem Wunder des Ölkrügleins ab: Nach der Überlieferung reichte geheiligtes Öl, dessen Menge nur genügt hätte, um den Leuchter im Tempel für einen Tag zu versorgen, bei der Wiedereinweihung des Tempels für acht Tage aus.

An jedem Abend wird ein Licht mehr an der Chanukkiya, dem neunarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Dies geschieht in Erinnerung an das erwähnte Wunder im Tempel.
Außerdem gehören der Verzehr von Kartoffelpuffern (Lattkes) und Berlinern/Pfannkuchen (Sufganiot) und das Drehen des Kreisels (Dreidel) zu den Bräuchen an Chanukka. Die Seiten des Kreisels sind mit den hebräischen Anfangsbuchstaben des Satzes „Ein großes Wunder ist hier geschehen“ verziert; in der Diaspora stehen die Buchstaben für „Ein großes Wunder ist dort geschehen“.Die Schulen in Israel sind während der acht Chanukka-Tage geschlossen; Geschäfte aber geöffnet und alle Büros oder Dienstleistungsbereiche arbeiten regulär.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Äußerst selten: Chanukka fällt mit dem amerikanischen Erntedankfest zusammen

 Jüdisches Lichterfest und Thanksgiving am selben Tag

Am Mittwochabend beginnt das jüdische Lichterfest Chanukka. Besonders für amerikanische Juden wird es ein ganz besonderes Chanukka sein, da der Feiertag besonders früh im Jahr liegt und exakt mit dem amerikanischen Erntedankfest Thanksgiving zusammenfällt.

Da sich die jüdischen Feiertage nach dem jüdischen Kalender richten, wird es erst in 70 000 Jahren wieder zu dieser ungewöhnlichen Konstellation kommen.

Historisch erinnert Chanukka an den Sieg israelitischer Truppen über die heidnisch-griechischen Herrscher unter Führung der Makkabäer (164 v. Chr.).

Die Heiligkeit des Festes leitet sich aus diesem geistigen Aspekt des Sieges und dem Wunder des Ölkrügleins ab:

Nach der Überlieferung reichte geheiligtes Öl, dessen Menge nur genügt hätte, um den Leuchter im Tempel für einen Tag zu versorgen, bei der Wiedereinweihung des Tempels für acht Tage aus.

FOTO: In Öl gebackene „Sufganiot

An jedem Abend wird ein Licht mehr an der Chanukkiya, dem neunarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Außerdem gehören der Verzehr von Kartoffelpuffern (Levivot) und Berliner Pfannkuchen (Sufganiot) sowie das Drehen des Kreisels (Sevivon) zu den Bräuchen an Chanukka.

Schulen sind während der acht Chanukka-Tage geschlossen; Geschäfte aber sind geöffnet und alle Büros oder Dienstleistungsbereiche arbeiten regulär.

Weitere Infos zu Chanukka und zu anderen jüdischen Feiertagen finden Sie hier: http://bit.ly/Chanukka

Quelle (Text/Bild): israelische Botschaft in Berlin


Papst Franziskus warnt vor theologischem Progressismus und Abfall von der Tradition

Das Volk Gottes entfernt sich von Gott, wenn ihm Anpassung und Weltlichkeit näher liegen als der unveränderliche Wille des Ewigen.

In seiner Morgenpredigt vom 18. November (siehe Foto) deutete Papst Franziskus die Lesung aus dem 1. Makkabäerbuch (1 Makk 1:10-15.43-54-57.62-64): 1_0_747648

Führende Vertreter des Volkes wollten damals die Besonderheit Israels auflösen und gerne so wie die anderen Nationen sein; sie gaben damit ihre eigenen Traditionen auf, so der Papst: Sie verhandelten mit anderen Völkern und hielten sich dabei für die „Fortschrittlichen“, die dorthin gehen, wo auch die anderen hingingen.

„Pupertierendes Fortschrittsdenken“ verrät die Treue

Das sei ein „pubertierendes Fortschrittsdenken“, urteilte der Papst. Über die eigene Treue zu verhandeln, sei „Apostasie, Ehebruch“. Der Pontifex erklärte weiter:

„Das ist ein Widerspruch. Wir verhandeln nicht über Werte, sondern über die Treue. Und genau das ist die Frucht des Dämons, des Fürsten dieser Welt, der in uns den Geist der Weltlichkeit fördert. Das hat Konsequenzen. media-521118-2

Erst haben sie die Sitten der Heiden angenommen und dann einen Schritt weiter gemacht: Der König schrieb seinem ganzen Reich vor, zu einem einzigen Volk zu werden, und alle Eigenarten aufzugeben. Das ist nicht die gute Globalisierung der Einheit aller Nationen, jede mit ihren eigenen Sitten, aber vereint. Das ist die Globalisierung der Uniformität. Dieses Einheitsdenken ist eine Frucht der Weltlichkeit“.

Dieser Geist der Weltlichkeit herrsche auch heute, so der Papst. Er wolle uns dazu führen, das Einheitsdenken für Fortschritt zu halten. In den Zeitungen könne man das lesen, gerade auch in den letzten Tagen. Heute meine man, dass „wir alle wie alle sein müssen, „dass wir normaler sein müssen, dass wir tun was alle tun, in diesem pubertierenden Fortschrittsdenken“.

„Es gibt Gesetze, die Menschenopfer schützen“

Und dann „geht die Geschichte weiter: die Todesurteile, die Menschenopfer“. Auch heute gebe es viele Menschenopfer  –  und schlimmer noch: „Es gibt Gesetze, die diese schützen“: 20131021_Demonstration_StraA_burg_C

„Was uns aber tröstet: dass vor diesem Weg des Geistes der Welt, des Fürsten der Welt, dass vor diesem Weg der Treulosigkeit immer der HERR steht, der sich selbst nicht verleugnen kann, der immer der Treue ist:

ER wartet immer auf uns, ER liebt uns so sehr und ER vergibt uns, wenn wir voll Reue über einen Schritt, über manchen kleinen Schritt in diesem Geist der Weltlichkeit, zu ihm gehen, dem treuen Gott vor seinem untreuen Volk.

Im Geist der Kinder der Kirche beten wir zum HERRN, dass er uns mit seiner Güte, mit seiner Treue vor diesem weltlichen Geist rette, der über alles verhandelt.

ER behüte uns und lasse uns vorwärts gehen, wie er sein Volk in der Wüste vorwärts hat gehen lassen, indem er es bei der Hand nahm, wie ein Vater sein Kind führt. An der Hand des HERRN gehen wir in Sicherheit“.

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2013/11/18/papstpredigt:_pubertierendes_fortschrittsdenken_und_der_f%C3%BCrst_dieser/ted-747648