Verteidigungsministerin lehnt Einsatz der Bundeswehr gegen Terrorismus in Mali ab

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat die Beteiligung deutscher Soldaten am Kampf gegen Terroristen im westafrikanischen Mali ausgeschlossen. Dazu erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Georg Pazderski:

„Die Aussage, deutsche Soldaten sollen in Mali nicht kämpfen, sondern ‚den Friedensprozess in dem Land begleiten‘ zeigt, wie wenig Frau von der Leyen von der Realität solcher Einsätze versteht. Es ist unglaublich naiv anzunehmen, dass eine solche klinische Trennung überhaupt möglich wäre. _SITE_MUNDO_4d95e5470607b

Desweiteren ist diese Aussage auch ein fahrlässiges Signal an die Terroristen. Der demonstrativ zur Schau gestellte Unwille zum Kampf, muss doch geradezu als Einladung aufgefasst werden, im Bereich der Bundeswehr zuzuschlagen. Hat man nichts aus dem tragischen Versagen der UN-Mission in Ruanda gelernt?

Aus Angst vor schlechter Publicity betreibt die Verteidigungsministerin eine kostspielige, aber weitgehend wirkungslose Symbolpolitik. Eine Handvoll Tornados für den Syrieneinsatz, die aber niemanden bekämpfen sollen; ein paar hundert Soldaten in Mali, die niemanden bekämpfen sollen; eine Fregatte vor Somalia, die keine Piraten bekämpfen darf. Das ist auch gegenüber den Verbündeten, denen man stets die unangenehmen Aufgaben überlässt, nicht solidarisch.“

 


Ostafrika: Islamisten im Vormarsch gegen Christen

Abseits der Weltöffentlichkeit nimmt auf dem „schwarzen Kontinent“ die Verfolgung von Christen massiv zu. Die Übergriffe der Islamisten gelten insbesondere (noch) christlich geprägten Ländern Ostafrikas.

In Uganda, Kenia und Tansania waren einst Missionare ebenso willkommen wie Bibel-Übersetzer. In den letzten Jahrzehnten wuchs die Zahl der Christen gewaltig an:  76aa47d054

In Kenia bekennen sich über 50 Prozent der Einwohner zum christlichen Glauben  –  1960 waren es gerade mal 17 Prozent. In Uganda besucht heute mehr als die Hälfte der Bevölkerung regelmäßig die Gottesdienste in den Kirchen. In Tansania ist die Zahl der Evangelikalen auf 18 Prozent gestiegen.

Mit dem Aufschwung des Christentums in diesen Ländern hat aber auch der Terror gegen Gläubige zugenommen. Pastoren werden ermordet; Granaten fliegen in Kichen. Jüngst sind bei einer Granatenexplosion vor einem Gotteshaus im tansanischen Arusha, nahe der Grenze zu Kenia, drei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 36 Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer.

Aber auch aus anderen Regionen Afrikas erreichen uns schlimme, aktuelle Nachrichten. So hinterließen abgezogene Al-Kaida-Kämpfer im Norden des westafrikanischen Mali schwere Verwüstungen in christlichen Missionsstationen.

„Al-Kaida-Kämpfer haben vor ihrer Flucht vor den französischen Truppen die Missionsstation und die Bibelschule in Timbuktu vermint“, sagte Paul Velikanov vom Missionswerk „Neues Leben Ghana“ der HMK.

„Da diese heimtückischen Sprengfallen kein Einheimischer beseitigen konnte, wurde die französische Fremdenlegion gerufen. Die Soldaten entschärften drei Sprengminen auf dem Hof vor der Kirche, wo bis zu 150 Kinder zur Kinderspeisung und zum Spielen kommen. Dies hätte zu einer nicht vorstellbaren Katastrophe bei der nächsten Kinderspeisung führen können“.

Quelle: Hilfsaktion Märtyrerkirche eV. (HMK)
Tüfinger Str.3
88690 Uhldingen-Mühlhofen
Telefon 07556 9211-0
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CDU/CSU: Unterstützung für Mali liegt im deutschen Sicherheitsinteresse

Islamistische Terror-Aktivitäten unterbinden

Hinsichtlich der jüngsten Entwicklungen in Mali wird derzeit ein möglicher Einsatz der Bundeswehr in Mali diskutiert.

Hierzu erklären die stellv. Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Christian Ruck und Dr. Andreas Schockenhoff, in einer Pressemitteilung:

„Die Islamisten der mit den Taliban vergleichbaren Ansar-Dine-Gruppierung haben den Norden Malis eingenommen. Dort haben sie ein mittelalterliches Kalifat installiert. Sie begehen schlimmste Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen und alle, die nicht ihren strengen islamischen Regeln folgen.

Dieses abgeschottete Gebiet von der Größe Frankreichs ist ein ideales Rückzugsgebiet für islamistische Terrorgruppen, die hier Angriffe auf Europa und andere Regionen vorbereiten können.

Politische und militärische Bemühungen der Regierung von Mali wie auch der westafrikanischen Regionalorganisation ECOWAS sind daher auch in unserem Sicherheitsinteresse. Sie verdienen unsere Unterstützung.

Ziel solcher Hilfen wäre es, die Kontrolle der Regierung von Mali über die Nordhälfte des Landes wiederherzustellen. Parallel muss der Prozess der Verständigung der Regierung von Mali mit den ebenfalls im Norden ansässigen  –  und kurzzeitig mit der Ansar-Dine verbündeten   –  Tuareg vorangetrieben werden.“

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
fraktion@cducsu.de
http://www.cducsu.de

Kirche in Mali besorgt über wachsende Islamisierung – Hoffnung auf internationale Intervention

Bischof Tiama von Sikasso: „Wir erleben Dramatisches in unserem Land“

Die Bischöfe im westafrikanischen Staat Mali hoffen, dass eine internationale Intervention in Mali Wirklichkeit wird.

Die dortige Regierung in Bamako hat seit Januar keine Kontrolle mehr über den Norden des Landes; in einem Gebiet von der Größe Frankreichs herrschen dort Tuareg-Krieger, die mit islamistischen Gruppen verbündet sind.

Der Vorsitzende der malischen Bischofskonferenz, Bischof Jean-Baptiste Tiama von Sikasso, sagte zu Radio Vatikan:

„Wir erleben wirklich Dramatisches in unserem Land. Von 1992 hatten wir in Frieden und Ruhe gelebt, aber seit Januar gibt es die islamistischen Operationen im Norden, und heute haben die islamischen Extremisten zwei Drittel des Landes in der Hand. Sie wollen dort das islamische Recht der Scharia anwenden – das ist eine Gefahr für die anderen Religionen und für den weltlichen Charakter des Staates. Leider ist die Armee materiell nicht in der Lage, damit fertigzuwerden. Wir brauchen deswegen die Hilfe der Welt und vor allem der UNO.“

Der Sicherheitsrat hat Ende letzter Woche beschlossen, Militärplaner für eine Eingreiftruppe abzustellen. Diese Truppe soll von der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Afrikanischen Union geführt werden. Malis Regierung hat um ein Eingreifen gebeten; die formelle Entscheidung darüber will der Sicherheitsrat binnen 45 Tagen fällen.

Frankreichs Verteidigungsminister Yves Le Drian kündigte jetzt an, die Militärintervention in Mali sei „eine Frage von Wochen, nicht von Monaten“.

Bischof Tiama erklärte hierzu: 

„Die Kirche ist immer auf Seite des Volkes. Wir helfen durch die Sozialstrukturen, die wir haben: Krankenstationen, Schulen, vor allem die Caritas. Die Christen machen in Mali lediglich zweieinhalb Prozent der Bevölkerung aus; der Norden des Landes ist sogar zu hundert Prozent islamisch.

Christen gibt es also nur im Süden, und da haben sie ein langsames, aber stetiges Wachstum zu verzeichnen. Jedes Jahr an Ostern können wir viele Taufen spenden: Das bedeutet, dass es viele Menschen gibt, die empfänglich für die christliche Botschaft sind und die sich bekehren.“

Aber das Wachstum der kleinen christlichen Gemeinschaft in Mali sehen die Bischöfe durch die politische Krise in Gefahr: Vor allem die Einrichtung eines Religionsministeriums in Bamako macht sie misstrauisch. Sie fürchten, dass die Islamisierung aus dem Norden in den freien Landesteil übergreifen könnte. Darum setzen sie auf eine internationale Truppe für Mali.

Unklar ist allerdings noch, ob diese wirklich auch im Norden Militäroperationen gegen die Islamisten durchführen oder ob sie nur die staatlichen Einrichtungen in Bamako schützen soll.

Quelle: Radio Vatikan

Foto: KOMM-MiT-Verlag, Münster



Mali: Islamische „Bilderstürmer“ zerstören Bauten des Weltkulturerbes in der Sahara

Seit Tagen schon wüten in Timbuktu am Niger radikal-muslimische Salafisten bzw. Al-Kaida-Anhänger gegen islamische (!) „Heiligtümer“ am Südrand der Sahara.   In der evangelischen Nachrichtenseite „Jesus.ch“ gab es hierzu informative Erläuterungen von Islamkenner Heinz Gstrein, die wir auszugsweise wiedergeben:

Die Djingareyber-Moschee im Süden von Timbuktu. Auch in ihrer Nähe wurde ein Mausoleum eines Heiligen zerstört

Diese auch kunsthistorisch bedeutsamen Lehmbauten machten einst die Oasen-Stadt am Südrand der Sahara zum Ziel vieler Afrikaforscher. Kürzlich wurden sie sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Jetzt aber richtet der Bürgerkrieg in Mali das 1000-jährige Timbuktu zugrunde.

Radikale Politmuslime im Verband des nordafrikanischen Zweiges von Al-Kaida haben bereits die Hälfte der 16 berühmten Grabheiligtümer der Stadt zerstört. Jetzt machen sie auch vor ihren bienenstockähnlichen Moscheen nicht Halt.

Wie kommen aber Muslime dazu, islamische Sakralbauten zu vernichten?

Das totale Bilderverbot blieb im Islam bis heute aufrecht. Doch bald setzte sich die Verehrung heiliger Männer und Frauen an ihren Grabstätten durch. Dieser Kult kam ursprünglich aus der schiitischen Konfession, gelangte aber im islamisierten Afrika zu seiner größten Entfaltung. In der Volksreligion spielt das «Marabut» (Heiligengrab) eine weit grössere Rolle als jede Moschee.

Dagegen richtet sich seit bald 300 Jahren eine puritanisch-islamishe Strömung: der Wahhabismus. Er hat sich vor allem in Saudi-Arabien durchgesetzt.

Als dieses 1925 das muslimische «Heilige Land» mit Mekka und Medina am Roten Meer eroberte, wurde als erstes im Hafen Dschidda das legendäre Grab von Eva zerstört. Als viele an dessen Stelle weiterbeteten, kam es 1975 zur Zubetonierung jeder Zugangsmöglichkeit. Sogar dem Grab von Mohammed in Medina drohte die Vernichtung. Doch begnügten sich die Wahhabiten schließlich damit, nur seinen Goldschmuck und alle Verzierungen zu entfernen.

Bei den Ansar ed-Din in Timbuktu handelt es sich um salafistische Ableger des Wahhabismus. Die bilderstürmerischen Ausschreitungen  werden begünstigt dadurch, daß die in den Marabuts und Moscheen der Stadt begrabenen «Heiligen» keine Vertreter eines «reinen» Islam, sondern einer Art afrikanischer Mischreligion waren.

Dagegen hatte sich schon einmal im 19. Jahrhundert eine Dschihad-Bewegung gerichtet, die diesen «Islam-Verfälschern» den Kampf ansagte. Doch wagte bisher nie jemand, die letzten Ruhestätten der «Heiligen von Timbuktu» dem Erdboden gleich zu machen, wie das jetzt geschieht.

Vollständiger Artikel hier: http://www.jesus.ch/n.php?nid=218895