Terroranschlag auf die Kathedrale von Managua im sozialistischen Nicaragua

Als „Terrorakt“ hat der Erzbischof von Managua, Kardinal Leopoldo Brenes, einen Brandanschlag auf die Kathedrale der Hauptstadt verurteilt. Ein unbekannter Mann hatte am Freitag einen Brandsatz in der Kirche entzündet und ein kostbares, 400 Jahre altes Kruzifix fast völlig zerstört.

Der Anschlag beleidige die katholische Gemeinschaft zutiefst. Er sei Teil einer ganzen Reihe von Aggressionen gegen die Kirche in den letzten Monaten, die von großem Hass zeugten und deren Urheber ausfindig gemacht werden müssten.

Nicaragua erlebt seit April 2018 eine Krise mit landesweiten Protesten gegen das linksgerichtete Regime von Präsident Daniel Ortega.

Seit Beginn kamen hunderte von Menschen ums Leben, Tausende wurden verletzt. Nicaraguas Kirche kritisierte immer wieder in scharfer Form die Menschenrechtsverletzungen der Regierung.

Im Kontext der Spannungen stand auch die Kirche selbst mehrfach im Visier. So stürmten etwa im November 2019 Anhänger des sandinistischen Präsidentenpaares Daniel Ortega und Rosario Murillo die Kathedrale von Managua, nachdem dort Angehörige politischer Gefangenen einen Hungerstreik begonnen hatten, um die Freilassung der Inhaftierten zu fordern.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2020-08/nicaragua-anschlag-brand-kathedrale-managua-brenes-terrorismus.html


Nicaragua: Säure-Angriff einer Frau auf katholischen Priester im Beichtstuhl

Am Nachmittag des 5. Dezember wurde der 59-jährige Vikar der Kathedrale von Managua in Nicaragua, Pfarrer Mario Guevara, von einer 24-jährigen Frau angegriffen, die ihm Schwefelsäure ins Gesicht und über den Köper schüttete, während er in der Kirche die Beichte hörte.

Wie die Erzdiözese Managua mitteilt, brachte der Rektor der Kathedrale den verletzten Pfarrer Mario Guevara sofort zur medizinischen Behandlung ins Krankenhaus.

Obwohl er schwere Verbrennungen erlitten hat, scheint sein Zustand stabil zu sein. Die Frau wurde auf der Flucht von Personen aufgehalten, die sich in der Kirche aufhielten und konnte von der Polizei festgenommen werden.

Die Erzdiözese bittet um Gebete für die Gesundheit und die vollständige Genesung von Pfarrer Guevara und lädt alle Gläubigen zum Gebet „für alle unsere Priester“ ein.

Quelle: Fidesdienst


Nicaragua: Friedliche Rentner auf der Straße zusammengeschlagen

Rund 50 Demonstranten flohen in Managuas Kathedrale

Friedliche Proteste von Senioren für menschenwürdige Renten sind am Samstag in Nicaraguas Hauptstadt Managua von sozialistischen Schlägern auseinandergetrieben worden.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, haben vermummte Schläger mit dem Symbol der sandinistischen Regierungspartei die Rentner gezwungen, sich auf den Boden zu legen und hätten dann mit großer Brutalität auf die Rentner eingetreten und -geschlagen. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die Polizei schritt nicht ein. Rund 50 Menschen flohen in die katholische Kathedrale der Hauptstadt.

Die IGFM kritisierte die Regierungsgewalt aufs Schärfste. Auch die katholische Kirche des Landes ergriff Partei für die Senioren. Weihbischof Silvio José Báez warf der Regierung Nicaraguas „Staatsterrorismus“ vor.

Seit einer Woche protestieren Senioren friedlich vor dem Institut für Sozialversicherung in Managua. Sie fordern bessere Lebensbedingungen und eine staatlich garantierte Mindestrente von umgerechnet rund 38 Euro im Monat. Während staatliche Medien die Proteste weitgehend ignorierten, wollen die Rentner nach Angaben der IGFM auch nach den gewaltsamen Übergriffen weiter demonstrieren. Viele von Ihnen lebten auch nach örtlichen Maßstäben in ärmsten Verhältnissen, so die IGFM.

Mehrfach schlugen Regierungsschläger auch auf Jugendliche ein, die versuchten, den misshandelten Rentnern zu Hilfe zu kommen.

IGFM-Sprecher Martin Lessenthin sieht ein Muster hinter dem Vorgehen der Regierung: „Präsident Ortega ist ein erklärter Bewunderer von Fidel Castro und Hugo Chavez. Besonders in Kuba setzt die Regierung seit Jahren gezielt Schläger ein, um Andersdenkende einzuschüchtern und friedliche Sozialproteste niederzuschlagen.“  

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