Benediktinerinnen-Kloster im Bistum Münster solidarisiert sich mit „Maria 2.0“

Von Felizitas Küble

Die Begeisterung der bischöflichen Kirchenzeitung von Münster kennt keine Grenzen mehr, wenn sich gleich eine ganze Benediktinnerinnen-Abtei dazu entschließt, die radikal-feministische Aktion „Maria 2.0“ durch Wort und Gebet zu unterstützen.

Für das  – seit Jahrzehnten als progressiv bekannte   –  Bistumsblatt „Kirche und Leben“ (KuL) bietet diese Meldung einen willkommenen Anlaß für einen ausführlichen Artikel samt eingestreuten Interviews mit leitenden Ordensfrauen aus Dinklage: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/benediktinerinnen-in-dinklage-beten-fuer-maria-20/

Auch sonst hat KuL sich seit Wochen für die Initiative Maria 2.0 stark gemacht und allein auf ihrer Internetseite über ein halbes Dutzend Artikel veröffentlicht.

BILD: Dieser Weg in Münster führt von der Überwasserkirche zum Dom St. Paulus; dort auf dem Domplatz befindet sich das bischöfliche Ordinariat

Anders hielt es die Redaktion freilich mit Maria 1.0 aus Augsburg, wozu es online nur einen einzigen Bericht gab.

Das Leitwort dieser lehramtstreuen Gruppe lautet: „Die Gottesmutter braucht kein Update“.Zudem heißt es dort: „Vor allem wollen wir SIE nicht instrumentalisieren, um eigene Interessen durchzusetzen.“

Zurück zu den Nonnen aus dem Kloster St. Scholastika in Dinklage, die sich mit dem „Update“ solidarisch erklärten und inhaltlich voll hinter „Maria 2.0“ stellen.

Dazu schreibt KuL: Schwester Ulrike Soegtrop, Verwaltungsleiterin der Abtei, berichtet im Gespräch mit „Kirche-und-Leben.de“, die Schwestern hätten nach einer Anhörung „einmütig“ diese Entscheidung getroffen.“

Was die Sache gewiß nicht besser macht.

Sogar für die Form des Protestes – nämlich den Boykott der Sonntagmesse – haben die Ordensfrauen „großes Verständnis“. Hinter der Aktion stecke, so die erwähnte Nonne Ulrike, ein „Schmerz der Ohnmacht“. KuL zitiert sie weiter: Frauen wollten sich einbringen, es werde ihnen aber verwehrt.“

Das Kloster befindet sich offenbar schon länger auf einem speziellen spirituellen Trip, denn die Kirchenzeitung schreibt sodann: 

„Die Fürbitten sprechen Gott als „unseren Vater und unsere Mutter“ an, sprechen von „Frauen und Männer gleichwertige Mitglieder der Kirche“ und betonen Offenheit für Menschen „gleich welcher sexueller Orientierung“. Nötig seien „neue Wege und einschneidende Veränderungen“.“

„Einschneidend“ wäre es für die katholische Kirche gewiß, wenn sie die Forderung von Maria 2.0, „sämtliche“ Ämter auch für Frauen zu öffnen, übernehmen würde – das heißt: Priesterinnen,  Bischöfinnen, Päpstinnen!

Die Aktion verlangt darüber hinaus sogar allgemein eine Ausrichtung der Sexualmoral der Kirche an der Lebenswirklichkeit der Menschen“ und damit de facto die Abschaffung des 6. und 9. Gebots.

Für ihre „Gebets-Aktion“ zur Unterstützung der feministischen Initiative beruft sich Schwester Ulrike im Gespräch mit KuL ausgerechnet auf ein Wort des Ordensgründers Benedikt. Dieser bedeutende Heilige sagte einst: „Wenn alle anderen Möglichkeiten nichts gebracht haben, dann gilt es das stärkste Mittel zu wählen – das Gebet.“

Dabei hatte der „Vater des Abendlandes“ bestimmt nicht an Aktionen wie „Maria 2.0“ gedacht, die nicht auf dem Heiligen Geist beruhen, sondern auf dem Zeitgeist.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Fotos: Felizitas Küble (1), Dr. Bernd F. Pelz (2)


Maria 2.0 in der Pfarrei St. Liudger zu Münster

Von Felizitas Küble

Wer kennt nicht das Sprichwort: „Wenn das schon am grünen Holze geschieht, wie wird es erst dem dürren ergehen?“  –  Es handelt sich übrigens – wie bei vielen Redensarten und Spruchweisheiten – um ein Bibelwort, sogar um eine Aussage Christi (vgl. Lk 23,31).

Und so reibt sich der kirchentreue Münsteraner verwundert die Augen, wenn er feststellt, daß die radikal-feministische Initiative Maria 2.0 nicht etwa nur in den „reformkatholischen“ Gemeinden erfolgreich zugange ist, sondern siegreich teils auch in jenen Pfarreien gelandet ist, die als eher konservativ gelten.

Nun geht die „frauenbewegte“ Aktion ursprünglich auch von Münster aus – genauer: von der Kirchengemeinde Heilig-Kreuz, die seit Jahrzehnten für ihren strammen Modernistenkurs bekannt ist.

Doch auch im Pfarrblatt von St. Liudger (Münster-West), das vier Gemeinden zusammenfaßt, war die Kampagne „Maria 2.0“ offenbar der totale Renner, obwohl Pfarrer Timo Weissenberg der charismatischen Gruppe „Emmanuel“ angehört, die sich „spirituell“ und eher konservativ präsentiert, allerdings in kirchenpolitischen Streitfragen gerne „vornehm“ zurückhält.

Nun erwartet niemand von besinnlichen Gebetskreisen, daß sie sich in kirchliche Auseinandersetzungen aktiv einbringen; der fromme Stuhlkreis mag ihnen näher liegen.

Gerade deshalb hätte der erstaunte Leser gerne gewußt, warum ausgerechnet in diesem Pfarrgemeinde-Verbund mit ihrer Emmanuel-Prägung ein derartiger Siegeszug von „Maria 2.0“ möglich ist?

Die Pfarrnachrichten vom 11. bis 19. Mai kommen aus dem Jubel um diese Aktion gar nicht mehr heraus. Schon auf der ersten Seite weist Pastoralreferentin Anne Bußmann  – farblich hervorgehoben und zentral plaziert  – ausführlich den Weg in Richtung „Päpstin“.

Die kirchliche Angestellte erwähnt, der stellv. Vorsitzende der Dt. Bischofskonferenz wolle über ein Diakonat für die Frau nachdenken. Doch für die Pastoralreferentin ist das „keine Ermutigung, sondern ein Schlag ins Gesicht“.  – Wie bitte?

Ganz einfach: Die Dame kennt nur „alles oder nichts“, sie fordert „Gleichberechtigung für sämtliche Ämter“ in der Kirche – also Priesterweihe sowieso, aber auch Bischofsweihe und Papstamt.

Auf Seite 2 darf dann auch der Pfarrer zu Wort kommen –  aber nicht so ganz im Sinne der Gleichberechtigung, denn er erhält nur halb so viel Platz für seine Ausführungen.  Allerdings will (oder „darf“) er dabei nicht über das heiße Eisen Maria 2.0 schreiben, geschweige gar Frau Bußmanns Kanonendonner korrigieren.

Aber nein, der gute Mann aus der Bewegung „Emmanuel“ läßt sich mit Brosamen abspeisen und erzählt der Gemeinde vom ersten bis zum letzten Satz allerlei über die „Umbaumaßnahmen fürs Pfarrzentrum“.

Klar doch: Die großen Zukunftsfragen der Kirche regelt Frau Bußmann – und der Herr Pastor kümmert sich ums Kleingedruckte.

In diesem Sinne bzw. Unsinne geht das bei den „Nachrichten aus den Gemeinden“ weiter vonstatten. Natürlich die erste Meldung wieder einmal Maria 2.0, denn die die Bücherei St. Pantaleon in Roxel erklärt sich mit der Chose solidarisch und schließt in der Aktionszeit ihre Pforten.

Zusätzlich werden alle Interessierten zur zentralen „Mahnwache“ auf den Domplatz (!) eingeladen, bei der die Kirchen-Emanzen sich hingebungsvoll ihrer mentalen Klagemauer widmen.

Auch die Pfarrei St. Anna in Mecklenberg möchte dabei nicht als Schlafmütze gelten, weswegen die Gemeindeschäflein während der Messe mit den Sonder-Stellungnahmen von vier Personen aus dem Maria-2.0-Kreis behelligt werden. Auch nach der Messe geht es mit den „Statements“ munter weiter.

In St. Stephanus (Aaseestadt) wird mitgetreilt: Die Frauen der Gemeinde nehmen an der Aktion „Maria 2.0″ teil….Wir wollen NICHT, dass die Kirche SO bleibt, wie sie ist.“

Man beachte: „Die“ Frauen  – es werden somit alle weiblichen Gläubigen der Pfarrei für diese Initiative vereinnahmt.

Und genauso läuft es auch in vielen Medien: Es wird der irreführende Eindruck erweckt, als vertrete diese Aktion „die“ Katholikinnen in Deutschland, die jetzt quasi den Aufstand proben.

Da tröstet es wenig, wenn im erwähnten Pfarrblatt für die „offenen Abende“ der Gemeinschaft Emmanuel geworben wird. Es gehe darum, so heißt es, den eigenen Glauben „noch mehr in Verbindung mit dem alltäglichen Leben zu bringen.“

Wie wäre es, wenn dabei auch eine Brücke zum Glauben der Kirche gebaut würde? Oder geht es nur um die fromme Nabelschau und das gemütliche Zusammensein unter Gleichgesinnten, wo einem garantiert kein rauher Wind ins Gesicht weht?

Eben dieser Eindruck entsteht auch angesichts der Tatsache, daß Pfarrer Weissenberg eine Woche zuvor in seinem Gemeindeblatt einen windelweichen Eiertanz in puncto Maria 2.0 vollzog, ohne sich inhaltlich eindeutig festzulegen, aber mit viel Verständnis für diese rebellische Aktion.

 


Maria 2.0 = Kulturkampf 2.0 gegen die Kirche

Von Prof. J. Hans Benirschke

Der Aufruf des diözesanen KDFB Rottenburg-Stuttgart zum bestreiken der Gottesdienste vom 11. bis 18. Mai 2019 ist schlichtweg absurd:

Mit einer Demonstration KDFB-höriger Frauen vor den Kirchentüren, während in den Kirchen Gottesdienste gefeiert werden, soll „gegen den sexuellen Missbrauch durch Geistliche und gegen den Ausschluss von Frauen zum Priesteramt“ protestiert werden – als ob das Eine mit dem Anderen etwas zu tun hätte.

Zudem war bisher der Boykott von Gottesdiensten das Privileg gottloser Regime.

Dass sich ein von der Diözese privilegierter und aus Kirchensteuermitteln alimentierter Frauenverband zu einer solchen Maßnahme aufschwingt, ist gewiss eine Neuerung im Kulturkampf gegen die Kirche.

Wer mit solchen Mitteln seine personellen – kirchenrechtlich wie dogmatisch ohnehin abwegigen – Interessen durchzusetzen versucht, sollte als katholischer Verband von sich aus abdanken.

In einer Gesellschaft, in der nur noch ein Anteil von 3% den katholische Glauben praktiziert, meint ein sich „katholisch“ nennender Frauenverband, die Glaubensausübung dieses Restbestandes an Gläubigen für ihre eigenen Zwecke instrumentalisieren zu müssen, anstatt ihre Mitglieder nachhaltig zur Glaubensweitergabe an die kommende Generation aufzurufen.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Das „Forum Deutscher Katholiken“ über seine Erfahrungen mit ZDF und RTL

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Am 9.5.2019 hat das „Forum Deutscher Katholiken“ eine Erklärung gegen den Aufruf des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) zum Boykott der Gottesdienste durch Frauen vom 11. bis 18. Mai veröffentlicht. 

Das „Forum“ wandte sich dagegen, die sexuellen Missbrauchsfälle für die Durchsetzung des Frauenpriestertums zu instrumentalisieren. Daraufhin wurde das „Forum Deutscher Katholiken“ vom ZDF am 10.5. um ein Interview gebeten.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Obwohl dem ZDF deutlich gemacht wurde, dass unsere Position gegen den Boykottaufruf der KDFB ausreichend dargestellt sei, drang das ZDF (Frau Andrea Budke) eindringlich darauf, dass sich das „Forum Deutscher Katholiken“ in vier Fragen näher erklären würde, um die Gegenposition bringen zu können.

Das Interview fand am 10.5. statt. Es wurden folgende vier Fragen gestellt und beantwortet:

  • Wie sehen sie die Aktion Maria 2.0?
  • Welche Strategie der Frauen vermuten Sie dahinter?
  • Welche Argumente halten sie dem Streben der Frauen nach geweihten Ämtern entgegen?
  • Was schlagen Sie alternativ vor gegen den sexuellen Missbrauch?

Das ZDF scheute für dieses Interview weder Zeit noch Kosten für die Anfahrt des Aufnahmeteams (Hin- u. Rückfahrt ca. 130 km).

Das Interview wurde am 11.5. um 23:15 Uhr ausgestrahlt. Dabei räumte das ZDF den Demonstranten ausreichend Zeit für die Begründung des Boykottaufrufs in Wort und Bild ein. Die Gegenposition der vier abgefragten komplexen Themen bestand aus einem Satz.

Wofür das ZDF in dieser Auseinandersetzung steht, wurde offenkundig. Es ging offensichtlich nur darum, nach außen sagen zu können: Wir haben auch die andere Seite gehört und zu Wort gebracht.

Nun ist das ZDF eine öffentlich-rechtliche Anstalt, die mit Zwangsgebühren aller Bürger finanziert wird und deswegen auch zu objektiver und ausgewogener Berichterstattung verpflichtet ist. Das geschah in keiner Weise.

Am 11. Mai wurde das „Forum Deutscher Katholiken“ von RTL um ein Interview in der gleichen Sache gebeten. Es wurden drei Fragen gestellt und beantwortet. Das Interview wurde am 12. Mai um 18:45 Uhr ausgestrahlt. Die Darstellung der Gegenposition bestand wieder aus einem Satz.

Fairerweise möchte ich anmerken, dass RTL keine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt ist.

Meine Empfehlung nach diesen Erfahrungen: Man sollte Fernsehsendern, bei denen die Darstellung der eigenen Position nicht gesichert ist, kein Interview geben, sondern die Kanäle nutzen, die uns heute zur Verfügung stehen, um unsere Botschaft zu streuen.

Sendeanstalten, die ihre eigene Politik betreiben, missbrauchen die Interviews für ihre Zwecke.


Kathol. Dachverband kritisiert „Maria 2.0“

Pressemeldung des ZpV (Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen):

Hätten die Damen etwas mehr Ahnung von Bibel, Kirchengeschichte etc., dann wüßten sie, daß in der Urkirche öffentliche Sünder vor den Gottesdiensträumen bleiben mußten, wenn sie sich eines schweren Vergehens gegen den Glauben und die Moral der Kirche schuldig gemacht haben. Sie durften erst dann wieder zu den Gottesdiensten zugelassen werden, wenn sie die kirchlich verhängte Buße geleistet hatten.

Immerhin haben sich die Damen der KFD selbst in die Büßerrolle versetzt, wenn auch unfreiwillig. Wenn sie es ehrlich mit ihrer Buße meinen würden, dann hätten sie bei ihrem – medienwirksamen – Auftritt wenigstens Bußkleidung getragen, aber dafür waren sie offensichtlich zu eitel. Denn schon seit Jahren fordern sie pausenlos ihre „Rechte“ ein:

Weiheämter vom Diakonat über Priester- bis Bischofsweihe, in den Gemeinden bedeutende Positionen in den Gremien Pfarrgemeinderat und/oder Kirchenvorstand, natürlich Liturgieausschüsse, in denen sie den vom Kirchenrecht vorgesehenen Seelsorgern vorschreiben wollen, „wo‘s lang geht“. Das nennen sie dann „Absprachen“.

Es ist bezeichnend, daß weder die verantwortlichen Bischöfe noch die Damen selbst sich je einmal mit 1 Tim 2, 9-14 beschäftigen, z.B.: „Die Frau soll sich stillschweigend in aller Unterordnung belehren lassen.“

Im Zeitalter des Feminismus wird aber aus den Paulusbriefen als zeitbedingt ausgeblendet, was nicht die Aufmüpfigkeit der Damen unterstützt. Hat Gott im Paradies nicht ausdrücklich angeordnet, keineswegs vom Baum in der Mitte des Gartens zu essen, „sonst müßten sie sterben“?

Da war es doch geradezu eine Erlösung von so zeitgebundenen Aussagen Gottes, wenn man selbst bestimmen konnte, was gut und böse ist. Dienen? Wem denn? Wer nach der „Macht“ greift, kann, nein will nicht dienen!

Wer Dienen in der kirchlich rechten Weise verstehen will, sollte sich einmal mit der seligen Anna Katharina Emmerich beschäftigen, die in ihren Schauungen über die Ereignisse im Paradies sehr detailliert beschreibt, welche Folgen es für die Frau hat, Gott den Dienst aufzukündigen.

Hätten die Damen der KFD einmal gründlich darüber nachgedacht und sich bei geistlichen Schriftstellern wie Teresa von Avila, Katharina von Siena etc. erkundigt, dann wüßten sie, daß das Kommen des Reiches Gottes von Menschen abhängt, die bereit sind, wie Maria ihr „Fiat“ zu sprechen. Haben die Damen niemals in Predigten etc. gehört, daß erst die bereitwillige Zustimmung Marias den Erlösungsweg Jesu überhaupt möglich gemacht hat?

Der Kirchenstreik der Damen hat auch etwas Gutes: Es zeigt sich, wer nicht zur Kirche gehört: „Wollt auch ihr gehen“?

Besser die Damen separieren sich selbst, als daß die Kirche Maßnahmen ergreifen muß, sich von Menschen zu trennen, die „mit der Kirche nichts mehr am Hut haben“.

ZpV, Reinhard Dörner, Vorsitzender


„Kopten ohne Grenzen“ zur Boykottaktion von Maria 2.0: „Lasches Christentum“

Von Felizitas Küble

Die Internetseite „Kopten ohne Grenzen“ hat sich am 11. Mai 2019 kritisch zur feministisch-katholischen Initiative „Maria 2.0“ geäußert und in diesem Zusammenhang von einem „laschen Christentum“ gesprochen, das sich nicht mehr an den Geboten Gottes orientiert:  https://koptisch.wordpress.com/2019/05/11/der-kirchenboykott-rueckt-naeher/

Der Autor des Kommentars erklärt, die „Kernforderungen“ der Initiative würden einen „Boykott gegen Jesus Christus selbst“ darstellen – vor allem, weil die Gläubigenwegen weltlicher Forderungen, die den Initiatorinnen offensichtlich wichtiger sind als GOTTES Gebote, von den Sakramenten der hl. Messe abgehalten“ würden, womit die „Vereinigung zwischen JESUS selbst und dem Kommunizierenden“ boykottiert werde.

BILD: Koptischer Gottesdienst in Münster mit Bischof Anbe Damian

Zudem heißt es in dem Artikel:

„Ob bei der gesamten Aktion der HEILIGE GEIST oder eher sein bösartiger Gegenspieler seine Hand im Spiel hat, mag jeder für sich entscheiden. Papst Johannes Paul II. hat ein für allemal verboten, Frauen zu Priesterberufen zuzulassen. Damit ist das Thema im Grunde durch.“

Hinsichtlich der Forderung nach Abschaffung des Pflichtzölibats schreibt die Koptenseite:

„Der Zölibat ist im übrigen nicht verantwortlich für die Missbrauchsfälle in der Kath. Kirche, eher die Homosexualität in Verbindung mit Pädophilie sind hier im wahrsten Sinne die Triebfeder für diesen Missbrauch, da in der Regel Jungen und abhängige Männer die Opfer waren.“

Aus Sicht des Verfassers ist der „alles entscheidende Punkt 3“ des Forderungskatalogs von Maria 2.0 der folgende:

„Die Ausrichtung der Sexualmoral der Kirche an der Lebenswirklichkeit der Menschen?

Homosexualität, Pädophilie, Mehrehe, Ehe für alle, Genderideologie soll offensichtlich sündenfrei gestellt werden. Das aber verbietet das Wort GOTTES.

In der evangelischen Kirche ist alles Erwünschte vorhanden: Frauenpriestertum, kein Pflichtzölibat, freiere Sexualmoral und kein Amtsverständnis betreffend das Priesteramt und vielfach nur noch symbolhafte Wandlung, nicht wie in der orthodoxen und katholischen Kirche die verkündete Realpräsenz JESU in Brot und Wein nach der Wandlung.

Wiederverheiratung kein Problem entgegen der verschärften Forderung Jesu zum Thema „Ehebruch“. War die damalige sexuelle Situation in Sodom und Gomorrha nicht auch „Lebenswirklichkeit“ dort?  Wie hat GOTT hierauf reagiert?

Dieses lasche Christentum, welches sich nicht mehr nach GOTTES Geboten ausrichtet, sondern nach dem Willen der Menschen, welcher absolut gesetzt wird, bietet den breiten Weg an, der eben nicht in den Himmel führt“.

 


Der eigentliche Skandal: „Maria 2.0“ wird von kirchenamtlicher Seite begünstigt

Von Felizitas Küble

Heute beginnt der sogenannte „Kirchenstreik“ einer von Münster ausgehenden Initiative katholischer Frauen, die vom 11. bis 18. Mai 2019 keine Kirchenräume betreten, also folglich am Sonntag (12.5.) bewußt die hl. Messe „schwänzen“ und ihre selbstgestrickte Protestandacht mit weißen Kleidern und Tüchern im Freien feiern.

Die Aktion wird nicht nur vom KFD (Kath. Frauenbund Deutschlands) getragen, was bei derem reformkatholischen Kurs nicht weiter verwundert. Dasselbe gilt für etliche Kirchengemeinden bzw. Pfarrer, die sich durch Solidarität mit dieser Aktion jetzt wichtig machen und bei den Mainstream-Medien Liebkind sein wollen. Das geht teils soweit, daß sogar die Meßfeiern in der Zeit des Boykotts ausfallen, darunter auch die morgige Sonntagsmesse  – zum Schaden all jener Gläubigen, die noch kirchentreu denken.

Was aber noch weitaus bedenklicher ist, ja geradezu skandalös erscheint: Auch von vielen katholischen Bistümern wird „Maria 2.0“ offiziell gewürdigt!

Dazu zählen z.B. das bischöfliche Ordinariat Münster (durch das progressive Bistumsblatt „Kirche und Leben“) sowie die Diözesen Paderborn, Mainz und Rottenburg-Stuttgart, bei denen amtliche Sprecher bzw. Referenten sich zur Initiative „Maria 2.0“ wohlwollend bis reklameträchtig äußerten. Bischof Bode von Osnabrück hat die Aktion sogar öffentlich gutgeheißen.

Dabei vermengen die Aktivistinnen in ihrem Forderungskatalog geschickt völlig verschiedene Bereiche, um möglichst viele Frauen in ihrem Sinne zu beeinflussen.

So wird z.B. die „selbstverständliche Überstellung von Missbrauchstätern an weltliche Gerichte“ verlangt, wobei das kirchliche Gericht sich jedoch ebenfalls mit solch „gefallenen“ Geistlichen befassen muß, da sie nicht nur weltliches, sondern auch kirchliches Recht gebrochen haben.

Zugleich fordern die Organisatoren von „Maria 2.0“  – die zudem den Namen der Gottesmutter mißbrauchen – die Einführung der Priesterweihe für Frauen, die Abschaffung des Zölibats und sogar allgemein eine Ausrichtung der Sexualmoral der Kirche an der Lebenswirklichkeit der Menschen“ und damit de facto die Abschaffung des 6. und 9. Gebots.

Peter Winnemöller hat auf „Kath.net“ zu Recht darauf hingewiesen, daß es sich bei diesem Ansinnen genau genommen nicht um einen „Streik“ handelt (es geht dabei nicht um bessere Arbeitsbedingungen), sondern um eine Boykott-Aktion – aber letztlich nicht „nur“ gegen die Kirche, wie der Autor schreibt, sondern gegen die Gebote des Ewigen und damit auch gegen Christus selbst, der mit den 12 Aposteln keine Frauen in seine amtliche Nachfolge berufen hat – auch nicht seine Mutter oder Maria Magdalena.

Allein schon die Tatsache, daß seitens dieser Initiative sogar die Heilige Messe am Sonntag geschwänzt wird, müßte in der Kirche die Alarmglocken schrillen lassen. Wenn derartige Aktionen „von oben“ nicht nur keineswegs kritisiert, sondern gar freundlich kommentiert oder sogar unterstützt werden, dann ist doch das verhängnisvolle Signal, das bei der „Basis“ ankommt, ganz klar:

Die Sonntagspflicht mit Besuch der hl. Messe (die sich vom 3. Gebot Gottes ableitet) ist nicht mehr ernst zu nehmen, die kirchlichen Grundsätze, die einst ehern galten, sind eine zu vernachlässigende Angelegenheit – und das erst recht dann, wenn es dabei um die Durchsetzung von Forderungen geht, die dem kirchlichen Recht (Sonntagsgebot, Priesterweihe für Männer) ebenso widersprechen wie dem göttlichen Recht (3., 6. und 9. Gebot).

Solange Bischöfe hier nicht klar Farbe bekennen, verletzten sie ihre Amtspflichten und lassen zudem die Pfarrer vor Ort im Stich, die dann zusehen können, wie sie mit den Rebellengruppen in ihrer Gemeinde klarkommen – oder auch nicht.