Unser PLAKAT zum Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel am 15. August

POSTER aus dem KOMM-MIT-Verlag in Münster:

Dieses PLAKAT kann bei unserem KOMM-MIT-Verlag bestellt werden. Es ist im großen DIN-A-2-Format erschienen (60 x 40 cm) und kostet 3 €, vier Stück nur 6 €  – jeweils inkl. Porto (Betrag bitte in Briefmarken voraussenden). – Per Tel. 0251 – 616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de


Die sonnenumkleidete Frau als Symbol für das Gottesvolk des Alten und Neuen Bundes

Heutige liturgische Festtagslesung der kath. Kirche: Offb 11,19a.12,1-6a.10ab:

Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und in seinem Tempel wurde die Lade seines Bundes sichtbar:
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Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. Sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.
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Ein anderes Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot, mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen. Sein Schwanz fegte ein Drittel der Sterne vom Himmel und warf sie auf die Erde herab.
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Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte; er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war. Und sie gebar ein Kind, einen Sohn, der über alle Völker mit eisernem Zepter herrschen wird. Und ihr Kind wurde zu Gott und zu seinem Thron entrückt. Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte.
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Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten; denn gestürzt wurde der Ankläger unserer Brüder, der sie bei Tag und bei Nacht vor unserem Gott verklagte.

Was die „Frauendreißiger“-Tage bedeuten

Viele Katholiken, darunter sogar Geistliche und marianisch gesinnte Gläubige, haben noch nie etwas von den „Frauendreißigern“ gehört oder wissen zumindest nicht, was dieser Ausdruck bedeutet. Deshalb wollen wir darüber kurz informieren: Wetzlar-DSC_0640-2 - Kopie

Am 15. August, dem Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel (volkstümlich „Maria Himmelfahrt“ genannt), beginnen jedes Jahr die „Frauendreißiger“, die von vielfachem Brauchtum und Sitten  – vor allem in Bayern und Tirol  –  umgeben sind, wenn man vom 22. August absieht, dem jüngeren Fest „Maria Königin“.

Es handelt sich um einen Monat von dreißig Tagen mit insgesamt fünf Marienfesten  –  das Ende ist der 15. September, Gedächtnis der Schmerzen Mariens.

Vor allem der 15. August ist von glaubensfrohen Traditionen geprägt, zB. der Kräuterweihe in der Kirche, vor allem in ländlichen Gegenden. Dabei werden die Kräuter und Blumen zu Sträußen gebunden und in der Festmesse gesegnet.

Früher nannte man „Maria Himmelfahrt“ auch den „Großen Frauentag“, das Fest der Geburt Mariens am 8. September bezeichnete man als den „Kleinen Frauentag“. 

In die sommerliche Zeit der „Frauendreißiger“ fallen folgende fünf Marien-Feste bzw. -Gedenktage:

  • 15. August: Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel mit Leib und Seele
  • 22. August: Fest Maria Königin
  • 8. September: Fest der Geburt Mariens
  • 12. September: Mariä Namen (Namenstag für Frauen, die nach der Gottesmutter Maria benannt sind)
  • 15. September: Gedächtnis der Schmerzen Mariens

MARIA  –  ein Sproß aus dem Hause Davids

In einem liturgischen Kräuterweihegebet an „Maria Himmelfahrt“ wird der enge Zusammenhang des Alten und des Neuen Bundes schön erläutert, wobei die Madonna persönlich die Brücke zwischen dem israelitischen Gottesvolk und den Christen darstellt, denn in ihr ist der Alte Bund in höchster Gnadenfülle vollendet  – und zugleich ist die selige Jungfrau die erste Christin und die Erst-Erlöste des Neuen Bundes. csm_Immerwaehrende_Hilfe_8d4378bbd2

Hier nun zur kirchlichen Kräutersegnung:

Gott, Du ließest durch Jesaja (11,1) im Alten Bunde ankündigen: Aus dem Baumstumpf Jesse, dem Baumstumpf Isais, des Vaters Davids, wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.

Wir singen in der Weihnachtszeit immer wieder neu: Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart, von Jesse, von Isai, dem Vater Davids, kam die Art.

Das Röslein, davon Jesaja sagt, ist Maria, die Reine, (…) die allerseligste Jungfrau und Gottesgebärerin, die Mutter Deines Sohnes und unseres HERRN Jesus Christus, die Du am heutigen Tag in den Himmel erhoben hast, damit Du uns Sterblichen auf ihre Bitten hin und unter ihrem Patronat die Frucht ihres Leibes, Deinen Sohn, vermittelst:

Wir bitten Dich demütig, daß wir kraft der Vollmacht dieses Deines Sohnes und unter dem glorreichen Patronat seiner Mutter die Schutzwirkungen dieser Früchte der Erde für das irdische und ewige Heil zu nützen vermögen.

 


Heimgang der Madonna in die Herrlichkeit

Auch Du mußt schreiten durch des Todes Tor,

doch schmerzlos trittst Du in des Lichtes Fülle.

Mit Deiner Seele reinen Körperhülle

trägt Dich der Engel Schar zu Gott empor.

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Und Jubel füllt den weiten Himmelssaal.

Du bist daheim, daheim bei Deinem Sohne.

Nun schmückt ER Dich mit seiner schönsten Krone

zu aller Engel Königin zumal.

 

Erfüllt hat sich, was einst im Kämmerlein

zu Nazareth Dein gläubig Ohr vernommen:

Dein Sohn hat Vater Davids Thron bekommen,

und seines Reiches wird kein Ende sein.

Adolf Schön

 


Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel

Aktuelles MARIEN-Poster des ECCLESIA-Plakatdienstes:

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Medien lieferten verzerrtes Bild der Predigt von Erzbischof Gänswein

Wir waren in Freiburg und hörten dort der Predigt des Kurien-Erzbischofs Georg Gänswein zu.(…) Allerdings fand sich heute in der Zeitung ein Bericht, vor dem man nur kopfschüttelnd sitzt:

Der erstaunte Leser erfährt einen einzigen Satz aus der Predigt, nämlich dass Gänswein gesagt habe, „heute stehe das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens eher im Weg herum“  –  und wird dann weiter informiert, dass der Erzbischof für eine zeitgemäßere Sichtweise auf Maria Himmelfahrt geworben habe. Buchübergabe an Papst Benedikt XVI_ copyright_ L`Osservatore Romano_2

Die oben verlinkte Meldung findet sich mittlerweile auch noch in anderen süddeutschen Zeitungen, was den Verdacht bestätigt, den ich schon lange hege, dass Journalismus hauptsächlich im Abschreiben besteht.

Man sieht hier wunderschön, wie die Medien an der Volksverdummung arbeiten. Fakt ist, dass Erzbischof Gänswein den Satz „Heute steht das Dogma von der Aufnahme Mariens in den Himmel eher im Weg herum“ wirklich gesagt hat.

Aber er hat damit eine Situationsbeschreibung geliefert: damals 1950 war das katholische Volk begeistert, die Kirche hat in einer Zeit der Betonung des Leibes, in einer Kühnheit den Leib gelobt, wie es kein Nichtgläubiger je wagen wird, sagte der Erzbischof, um dann festzustellen, dass heute, gerade im Blick auf die Ökumene das Dogma eher im Weg herumzustehen scheint. Dann hat er erklärt, dass das Dogma aber gut, richtig, wichtig und wahr ist.

Quelle mit Video der Gänswein-Predigt siehe hier: http://beiboot-petri.blogspot.de/2013/08/medien-oder-wie-man-die-wahrheit-so.html


Papst Franziskus: Die Kirche im Ringen zwischen Kampf und Herrlichkeit

„Das Magnificat ist ein Gesang der Hoffnung“

Auch wenn die Kirche und Gläubigen an der Herrlichkeit Gottes teilhaben, erleben sie Prüfungen und Herausforderungen. Dies sei die Konsequenz des Kampfes zwischen Gott und dem Bösen.

Das betonte der Papst am gestrigen Mittwoch in seiner Predigt zum Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel. In Castel Gandolfo feierte Franziskus mit mehreren tausend Gläubigen eine hl. Messe. In seiner Predigt ging es um drei Schlüsselworte: Kampf, Auferstehung und Hoffnung.

Foto: Radio Vatikan

 

Ausgehend von der ersten Lesung erläuterte der Papst jene Stelle der Offenbarung des Johannes, welche die Vision eines Kampfes zwischen der Frau und dem Drachen darstellt. Die Gestalt der Frau stehe für die Kirche: sie sei einerseits herrlich, triumphierend, und andererseits liege sie noch in Geburtswehen, so der Papst:

„Und in diesem Kampf, dem die Jünger Jesu sich stellen müssen, lässt Maria sie nicht allein; die Mutter Christi und der Kirche ist immer bei uns. In gewissem Sinne teilt auch Maria diesen zweifachen Zustand. Natürlich ist sie bereits ein für allemal in die Herrlichkeit des Himmels eingetreten. Doch das bedeutet nicht, dass sie fern, dass sie von uns getrennt ist; im Gegenteil, Maria begleitet uns, sie kämpft an unserer Seite, sie unterstützt die Christen im Kampf gegen die Kräfte des Bösen. Das Gebet mit Maria, besonders der Rosenkranz, besitzt auch diese „kämpferische“ Dimension des Ringens; es ist ein Gebet, das in der Schlacht gegen den Bösen und seine Helfershelfer Unterstützung bietet.“

Bei der zweiten Lesung – aus dem ersten Brief des Apostel Paulus an die Korinther – geht um die Auferstehung.

„Der Apostel Paulus betont in seinem Brief an die Korinther mit Nachdruck, dass Christ sein bedeutet, daran zu glauben, dass Christus wirklich von den Toten auferstanden ist. Unser ganzer Glaube gründet sich auf diese fundamentale Wahrheit, die keine Idee, sondern ein Ereignis ist. Und auch das Geheimnis von der Aufnahme Marias in den Himmel mit Leib und Seele ist ganz in die Auferstehung Christi eingefügt. Die Menschsein der Mutter ist vom Sohn in dessen Übergang durch den Tod hindurch gleichsam „mit hineingezogen“ worden.“

Das Evangelium schlage dann das dritte Schlagwort vor: Hoffnung.  –  Bei Lukas wird das Magnificat zitiert, das Loblied Mariens:

„Hoffnung ist die Tugend dessen, der im Erleben des Konflikts, des täglichen Ringens zwischen Leben und Tod, zwischen Gut und Böse an die Auferstehung Christi, an den Sieg der Liebe glaubt. Das Magnificat ist der Gesang der Hoffnung, es ist der Gesang des Gottesvolkes, das in der Geschichte unterwegs ist.“ 

Quelle (Text/Foto): http://de.radiovaticana.va/news/2013/08/15/papst:_%E2%80%9Ekirche_erlebt_pr%C3%BCfungen_und_herausforderungen%E2%80%9C/ted-719802

Das Fest Maria Himmelfahrt – der „Große Frauentag“ – und sein Brauchtum

Maria Himmelfahrt am 15. August ist das höchste und älteste Marienfest der katholischen Kirche. Schon vor dem Konzil von Chalcedon im Jahr 451 wurde in der Ostkirche die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel, das Fest Mariä Himmelfahrt, gefeiert.

Spätestens dem 7. Jahrhundert hat die Westkirche dieses Fest am 15. August übernommen. Es wird heute als „Hochfest der Aufnahme Marias in den Himmel“ begangen und ist oft mit einer Prozession verbunden.borMedia1856201

Die Kräuterweihe an Mariä Himmelfahrt soll ihren Ursprung in einer biblischen Legende haben: Als die Apostel und Jünger Jesu am dritten Tag nach der Bestattung Marias die Verstorbene noch einmal sehen wollten, war das Grab leer. Statt des Leichnams Marias fanden sie blühende und duftende Blumen und Kräuter.

Im Bistum Regensburg gibt es allein 87 Gotteshäuser, die der Himmelfahrt Mariä geweiht sind.

Das Marienfest wird auch als „der große Frauentag“, als „Maria Würzweih“ oder „Büschelfrauentag“ bezeichnet, denn es ist mit vielfältigem Brauchtum verbunden.

Für den „großen Frauentag“ hat früher jede Hausfrau ihren Kräuterbuschen gebunden, der dann in der Kirche geweiht wurde. In vielen Pfarreien treffen sich noch heute am Tag vor Mariä Himmelfahrt die Frauen zum Kräuterbuschenbinden.

Am beliebtesten für die Kräuterweihe waren früher die Klöster  –  und unter den Klöstern wiederum die Kapuziner und Franziskaner  –  ihnen sprach man die größte Weihekraft zu (wie übrigens auch beim Dreikönigswasser und beim Osterwasser). Der geweihte Buschen wurde zu Hause kopfüber auf dem Dachboden zum Trocknen aufgehängt.

Mancherorts gab man den Verstorbenen ein aus Frauenkräutern gebundenes Kreuz mit in den Sarg. Selbst der alte Strauß vom Vorjahr wurde nicht achtlos weggeworfen, sondern so lange verwendet, bis die frischen Kräuter getrocknet waren und dann verbrannt.

Quelle für Text und Foto:
Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2 – 93047 Regensburg

Fon: 0941/597-1061         Fax: 0941/597-1063
Email: jschoetz.medien@bistum-regensburg.de


Gebet zu Marias Aufnahme in den Himmel

Heil der Demut auf dem Throne!

 
Heil der Demut auf dem Throne,
in des Himmels Herrlichkeit!
Heil der Jungfrau mit der Krone
und dem Herz voll Seligkeit!
 
Schmerzen, die du hier gelitten,
Qualen, die dein Herz durchglüht,
Dornen, die es scharf durchschnitten,
sind zu Rosen dir erblüht.
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Selig alle, die dir gleichen,
die der Erde Leid geteilt,
selig all die Schmerzensreichen,
die beim Kreuz mit dir geweilt.
 
Freudig einst in Himmelsauen
wollen wir den HERRN auch schauen!
Amen.

Die Lichterprozession zum Fest Maria Himmelfahrt wurde von einem Papst aus Syrien eingeführt

Pressemitteilung der Wallfahrtsdirektion Maria Vesperbild:

In einigen bayerischen Gemeinden wird in diesem Jahr der Festtag Mariä Himmelfahrt zum letzten Mal als staatlicher Feiertag gefeiert werden. In anderen Kommunen wird das Fest zum ersten Mal auch als staatlich geschützter Feiertag begangen, denn der Feiertagscharakter dieses Marienfestes hängt in Bayern von der Anzahl der Katholiken ab. Katholikentagskreuz Bittprozession 3

Dort, wo Katholiken die Mehrheit bilden, ist dieses Fest auch ein staatlicher Feiertag  – und dort, wo sie eine Minderheit sind, nicht. In Oberfranken z.B. wird in mehr als der Hälfte der Kommunen an diesem Tag gearbeitet und in Mittelfranken sind es nur knapp 19 Prozent der Gemeinden, die mehrheitlich katholisch sind.

So ist gerade die Feier dieses Marienfestes irgendwie auch eine demokratische Manifestation, sie hängt ja von Mehrheitsverhältnissen ab.

Der Wallfahrtsdirektor Wilhelm Imkamp betont, das in diesem Jahr die Lichterprozession am 15. August eine ganz besondere Note erhält: es war nämlich ein syrischer Papst, der in Rom die Prozession zu diesem Marienfest eingeführt hatte: Papst Sergius I., geboren in Palermo. Auf den gleichen Papst geht die Einführung des „Agnus Dei“ in der hl. Messe zurück.

Die Lichterprozession an diesem Marienfest zeigt die Kirche als „Global Player“ und gewinnt vor dem Hintergrund der kriegerischen Auseinandersetzung in Syrien eine ganz eigene Dynamik.

So fließt in diesem Fest gerade in Bayern vieles zusammen. Es ist ein demokratisches Fest, weil es die Mehrheitsverhältnisse widerspiegelt, es ist fest verankert im bayerischen Brauchtum durch die feierliche Segnung der Kräuterbuschen und dazu kommt in den großen Wallfahrtsorten Bayerns die abendliche Lichterprozession, die von einem syrischen Papst eingeführt worden ist.

Dies lenkt unseren Blick auf die Christen in Syrien. Deren Situation ist heute katastrophal, ein Grund mehr, an der Lichterprozession, die ein syrischer Papst eingeführt hat, teilzunehmen und dabei auch für Syrien, besonders für die syrischen Christen zu beten und die Gottesmutter um ihre Fürsprache anzurufen.

Die Prozession in Maria Vesperbild beginnt um 19 Uhr.

Foto: Bischöfliches Presseamt Regensburg