So kam das Madonnenbild ins Münsterland

Von Pfarrdechant Markus Trautmann

Im Frühjahr und Sommer 1946 kam der Großteil der Heimatvertriebenen aus den deutschen Ostgebieten ins zerstörte Restdeutschland – darunter auch die Familien meiner Eltern, die damals noch Kinder waren.

Seit Kriegsende hatte man sich in belastenden Monaten mit fremden Besatzungssoldaten und mit nachrückenden Zivilisten arrangieren müssen. Wenn dann der Tag der offiziellen „Ausweisung“ kam, durften die Betroffenen nur so viel Gepäck mitnehmen, wie sie tragen konnten.

„Und wir stehen vor dem Nichts“, klagte die Mutter meines Vaters im Juli 1946 auf einer Postkarte. „Was uns die Russen noch gelassen haben, haben uns die Polen geklaut.“

Einige der geretteten Habseligkeiten wurden in manchen schlesischen Familien bis heute ganz bewusst aufbewahrt, so auch bei uns – etwa Ausweispapiere oder Impfbescheinigungen, Fotos, Blechgeschirr und Besteck, ein Kinderkoffer, ja sogar eine Schildkröt-Puppe.

Eines Tages im April 1946 kam für meine Großeltern und ihre vier Kinder, darunter meine Mutter, der Ausweisungsbefehl und die Anordnung, sich an einer Sammelstelle einzufinden.

Meinen Großeltern, die für die Familie das „Marschgepäck“ zusammensuchten, wurde schmerzlich bewusst, dass sie auf wichtige Wäschestücke keinen Zugriff mehr hatten: Der seit Monaten bei ihnen einquartierte polnische Zivilist, der den Nachzug seiner Angehörigen erwartete, hatte das komplette Elternschlafzimmer okkupiert und dachte gar nicht daran, sich von seinen neuen Besitztümern zu trennen.

Wenige Augenblicke, bevor meine Großeltern Haus und Heimat für immer verlassen und sich zu Fuß zum Bahnhof begeben mussten, erschien der fremde „Hausgenosse“ plötzlich – und hatte zwei größere gerahmte Bilder bei sich, aus dem besagten Schlafzimmer meiner Großeltern.

Beide Bilder erinnerten an deren Hochzeit 1929: Das eine war das Hochzeitsfoto, das die beiden Frischvermählten im Fotostudio zeigte; das andere war ein Marienbild im Schmuckrahmen, das ein Geistlicher meinen Großeltern als Hochzeitgeschenk überreicht hatte.

Eines der beiden Bilder, so die gönnerhafte Offerte, sollten sie sich rasch noch aussuchen; das dürften sie mitnehmen.

Meine Oma hat später oft berichtet, dass es überhaupt keine Frage war, dass nur das Marienbild in die ungewisse Zukunft mitgenommen werden sollte. „Wir beide sehen uns doch jeden Tag“, soll sie zu Opa gesagt haben, „da brauchen wir doch kein Foto!“

Und so wurde das relativ großformatige Marienbild in ein Federbett eingeschlagen und kam schließlich wohlbehalten in der neuen Heimat an. In all den verschiedenen Unterkünften und Wohnungen seit 1946 fand es stets im Schlafzimmer einen ehrenvollen Platz.

Von einer „neuen Heimat“ hätten meine Großeltern übrigens nicht gesprochen. Wohl aber waren sie zweifellos fest verwurzelt in der „Heimat im Glauben“. Gebet und Gottesdienst, Wallfahrten und Marienverehrung gaben Halt und Zuversicht.

Daher ist das Marienbild von 1929, das heute in der Wohnung meiner Eltern hängt, nicht nur Erinnerung an die zurückgelassene Heimat. Es ist auch Sinnbild für eine innere Verwurzelung, die über alle Irrungen und Wirrungen des Lebens festen Halt gegeben hat – oder wie es in einem alten Mariengebet heißt:

Ich ruf voll Vertrauen in Leiden und Tod: / Maria hilft immer, in jeglicher Not.
So glaub ich und lebe und sterbe darauf; / Maria hilft mir in den Himmel hinauf.

Unser Gastautor Markus Trautmann ist Pfarrdechant in Dülmen (Westfalen). – Der Beitrag erschien zuerst in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift „Schlesien in Kirche und Welt“


Münster: Dritter und letzter Teil unserer FOTO-Reportage über die Kreuze-Aktion

Von Felizitas Küble

Der 15. Gebetszug für das Leben, den Euro-Pro-Life am 18. März 2017 in Münster veranstaltete, war wie üblich von linksradikalen und queerfeministischen Protesten „begleitet“. Vor Übergriffen und Handgreiflichkeiten schützte uns jedoch ein starkes Polizeiaufgebot, wie das erste Foto aufzeigt.

Die Beamten schirmten unseren Gebetszug links und rechts bzw. allseitig ab, ebenso einige größere Seitenstraßen, um Chaoten zu blockieren, die unser Demonstrationsrecht verletzen wollten.

2. BILD: Unsere Prozession mit einem großen Marienbild und Lebensrechts-Plakaten startete vom Ägidii-Kirchplatz aus und führte durch die großen Straßen an etlichen Innenstadt-Kirchen vorbei. Vorne auf dem Foto sehen wir einen jungen Priester.

3. BILD: Hinter der Überwasserkirche fließt die Aa: Dort an der Brücke haben wir hundert Rosen in das Flüßchen geworfen, wobei stets bei jeder Blume eine Glocke erklang und ein Name verlesen wurde, der ein abgetriebenes ungeborenes Kind symbolisierte.

4. BILD: Unser Gebetszug für die Ungeborenen endete am Kardinal-von-Galen-Denkmal auf dem Domplatz. Direkt neben der Statue war ein großes Transparent des mutigen Kämpfers gegen die NS-Diktatur zu sehen. 

5. BILD: Wolfgang Hering aus München, Leiter von Euro-Pro-Life und Organisator unserer Kreuze-Aktion, hielt eine Ansprache und würdigte die friedliche und disziplinierte Haltung der Teilnehmer angesichts der Randalierer und Störer. Zudem dankte er der Polizei für ihren Schutz. Allerdings konnten wir seine Worte kaum verstehen, da die Gegenseite auf dem Domplatz – nicht weit von uns entfernt  –  ihren ohrenbetäubenden Lärm veranstaltete. Im Hintergrund sieht man die Lamberti-Kirche.

6. BILD: Das Kardinal-von-Galen-Denkmal auf dem Domplatz erinnert an diesen tapferen Streiter für die Gültigkeit der Gebote Gottes, das Lebensrecht und die Menschenwürde.

7. BILD und zugleich eine RÄTSELFRAGE an alle Teilnehmer: Unsere Prozession führte an einem großen Gebäude vorbei, auf dem ganz oben dieses Marienbild zu sehen war. Leider vergaß ich, um welches Haus es sich hier handelt. Wenn sich jemand erinnert, möge er sich bitte melden – danke!


München: Vortrag über berühmte Wallfahrtsstätten in Böhmen am 16.9.

Altbunzlau in Böhmen (heute Tschechien) ist eine Stadt mit ca 18.000 Einwohnern und einer vielfach tragischen Geschichte, nicht zuletzt wegen der Zerstörung vieler Kirchen und Bauwerke durch die Hussiten, danach durch schwedische Truppen im 30-jährigen Krieg. 20130916_Altbunzlau

Durch Jesuiten wurden viele Gotteshäuser neu errichtet, die Stadt blühte wieder auf, es bildete sich ein Marienwallfahrtsort (siehe Foto des Madonnenbildes) mit zehntausenden Pilgern.

Am Montag, den 16. September 2013, veranstaltet das Kulturforum im Sudetendeutschen Haus (Hochstraße 8, München) einen um 19 Uhr beginnenden Vortragsabend mit Prof. Dr. Stefan Samerski.

Er spricht zum dritten Mal über „berühmte Wallfahrtstätten in Böhmen“  – diesmal über Altbunzlau.

Der Eintritt ist frei, vorherige Anmeldung nicht nötig.


Ägypten: Duftendes Öl eines Marienbildes erregt Aufsehen

In Ägypten soll sich laut aktuellem Bericht in der Webseite „Kopten ohne Grenzen“ ein „Wunder“ ereignet haben, über das sowohl Christen wie Moslems in Staunen geraten:

Jetzt berichte ich, weil die Kirche des Heiligen Simon in Elagamy (bei Alexandria) das Wunder bestätigte und die Ikone zur Kirche brachte. Denn diese koptische Familie findet keine Ruhe, seitdem die Videos verbreitet wurden. Tausende stehen vor ihrem Haus und alle Moslems und Christen möchten das Wunder hautnahe erleben und etwas vom Duft-Öl als Segen mitnehmen.“

Die wundersamen Phänomene sollen sich im Haus einer  orthodoxen Christin namens Martha zugetragen haben, die angeblich einen Tag vor dem Tod des Kopten-Papstes Schenuda eine Marienerscheinung erlebt hat.

Hierzu heißt es in dem erwähnten Bericht: „Die Mutter des Herrn teilte ihr den Heimgang des Oberhaupts der koptischen Kirche mit und  vertraute ihr einige Botschaften an, die geheimgehalten werden.“

Wir stehen solch mirakulösen Vorgängen   – entsprechend der kirchlichen Haltung  – grundsätzlich skeptisch gegenüber, denn „Schauwunder“   –  zumal wenn ihnen der theologische Sinn fehlt  –  sind nicht der Weg Gottes, sich den Menschen zu offenbaren.

Bei der Versuchung durch den Satan lehnte Christus das vom Widersacher geforderte „Schauwunder“ ab. – Näheres siehe hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/06/im-gewand-der-%e2%80%9crechtglaubigkeit%e2%80%9c-tauschen/

Grundsätzliches zur nüchternen Wachsamkeit und zur biblischen Warnung vor Wundersucht siehe hier:
https://charismatismus.wordpress.com/2011/07/14/die-heilige-schrift-warnt-vor-falschen-propheten/


Unser 1OOO Jugendspiele und Marien-Poster bei „catholicism-wow“ präsentiert

Die kreative, etwas aus dem Rahmen fallende, sozusagen „konservativ-alternative“ Internetseitecatholicism-wow“  stellt 11 Produkte (DVD, Spiele, Bücher. Poster etc) vor, die sich besonders für eine im guten Sinne zeitgemäße Glaubensverbreitung und Öffentlichkeitsarbeit eignen.

Zwei dieser vorgestellten Materialien sind von unserem Christoferuswerk bzw KOMM-MIT-Jugendverlag in Münster, nämlich das ansprechende Marienbild des Münsteraner Künstlers Hans Homoet – und das bewährte Handbuch 1OOO Jugendspiele: es ist mit 400.000 Auflage das meistverkaufte Spielebuch Deutschlands – leider inzwischen komplett vergriffen (eine überfällige Neuauflage ist für 2013 vorgesehen).

Dieser Spiele-Klassiker des KOMM-MIT-Verlagsgründers Günter Stiff wird  – trotz der riesigen Auflagenzahl –  mit seinen älteren Ausgaben auf Amazon mit bis zu 99 Euro angeboten: http://www.amazon.de/1000-Jugendspiele-G%C3%BCnter-Stiff/dp/B004HDD27E/ref=sr_1_8?ie=UTF8&qid=1331647561&sr=8-8

Das präsentierte Marienbild ist als Plakat (Din-A-4), als Riesen-Poster (60 x 40 cm) und als Postkarte preiswert bei unserem Christoferuswerk erhältlich. Anfragen bitte an mich: felizitas.kueble@web.de

Hier nun die ausgewählte Produktpalette der Webseite catholicism-wow:  http://www.catholicism-wow.de/material.htm

Außerdem erhielt unser bewährtes Handbuch dort schon vor langem einen „Ehrenpreis“ als „bestes Spiel“ – hier sehen Sie auch das jüngere Titelbild aus den 80er Jahren (an dritter Stelle):   http://www.catholicism-wow.de/bestesspiel.htm