Kritischer Zwischenruf eines deutsch-israelischen Autors zur Politik der EU

Von Klaus Moshe Pülz

Zu den weltweiten Endzeitzeichen gehört auch die Vergemeinschaftung der Schulden im Zuge einer europäischen Haftungsunion.
Fest steht, daß es der deutschen Bevölkerung noch niemals so gut ging wie in der Aufbauphase der Bundesrepublik Deutschland unter den Wirtschafts- und Finanzministern Erhard und Schiller. Erst die Insistierungen des französischen Präsidenten Mitterand veranlaßten den deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl, die harte und zuverlässige Deutsche Mark einer dubiosen europäischen Gemeinschaftswährung zu opfern; einer Währung, die von den Maastrichtverträgen her definiert wurde und die keine Verschuldung über drei Prozent zuläßt.
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Kein Land hatte sich an diese Kriterien gehalten. Die unfähigen Juristen hatten bei den Vertragsverhandlungen nicht einmal einen Liquidationsparagraphen berücksichtigt, der bei betrügerischen Falschinformationen eines Mitgliedslandes wie Griechenland den Ausschluß vorsieht.
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Im Gegenteil: Griechenland erhält zum dritten Mal Milliardenchargen für seine marode Wirtschaftspolitik, bei der die Reichen noch immer nicht zur Kasse gebeten werden, wobei die Steuerfahndung noch immer nicht funktioniert, so daß reicher Griechen in Luxemburg, Panama, Singapur und anderen Steueroasen ihre Geldüberschüsse und fälligen Steuern verstecken.
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Ausgerechnet der Europäische Kommissionspräident Jean-Claude Juncker weiß sehr wohl um diesen permanenten Betrugsprozeß in seinem Lande und genießt noch immer die Vorteile seines hohen Amtes.
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Als erster Austauschschüler nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen Deutschland und Frankreich und seit 58 Jahren Ehemann einer Französin kenne ich bestens die Verhältnisse in Frankreich und weiß allzu gut, wie neidisch die Franzosen wegen der Wirtschaft und der harten DM-Währung ihrer deutschen Nachbarn eine Ablösung der DM geradezu herbeisehnten. Ohne sein Volk im Zuge eines Referendums zu befragen, ließ sich Kohl auf diesen irrwitzigen Deal ein, so daß sich daraus eine Gemeinschaftswährung verschiedener Geschwindigkeiten entwicklte. 
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Zu allem Überfluß stellte der zahlungskräftigste Staat Deutschland mit 27 Prozent in die Brüsseler Kasse nicht einmal den Präsidenten der Europäischen Zentralbank EZB, sondern ausgerechnet mit Mario Draghi ein Italiener, der bei Goldman-Sachs in die Schule ging.
Gerade er sorgt mit dem Aufkauf maroder Anleihen dafür, daß seine italienischen Banken solvent bleiben – auf Kosten der deutschen Sparer, die zum ersten Mal in der deutschen Nachkriegsgeschichte für ihre Einlagen keinerlei Zinsen mehr erhalten.
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Dafür schwärmen die gleichgeschalteten Medien von Exportüberschüssen, weil auf diese Weise deutsche Waren wegen der billigen Kredite günstiger im Einkauf sind. An die wachsende Kinderarmut und die 21 Millionen Renter, die bislang auch von ihren Zinsen lebten, sprechen die abgehobenen Politiker nicht. Fürwahr ein Skandal.
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Aus Mangel an Wahlmöglichkeiten wählten die Bundesbürger sogar in NRW die SPD ab. Es ist der AfD aufgrund ihrer Tölpelhaftigkeit zu verdanken, daß sie aus den   Startlöchern nicht herauskommt. Zuviel Querelen zermürben diese Partei, die eigentlich gute Denkansätze zeigt, damit es in Deutschland endlich gerechter zugeht.
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Vor allem der Zuzug von muslimischen Wirtschaftsflüchtlingen, die nicht einmal von reichen arabischen Ölstaaten aufgenommen werden, verändern das Gesicht des dereist jüdisch-christlichen Abendlandes in einen Mullah-Staat.
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Wir hier in Israel wissen dies besser zu beurteilen und verstehen eine solche deutsche Politik keineswegs; noch weniger, wenn der junge Usurpator Macron auf einen europäischen Finanzminister drängt, der dann direkte Verfügungsgewalt auf die deutschen Steuergelder hätte, ohne jemals vom Volke direkt gewählt worden zu sein.
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Von der theologischen Seite her können wir eine solche Entwicklung aus Matthäus Kap. 24 ableiten, wo im Rahmen der eschatologischen Entwicklung von Kriegen und Kriegsgeschrei, von falschen Propheten (Mohammed), teurer Zeit, Lieblosigkeit, Unmoral etc. die Rede ist.
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Dabei versagt gerade die Kirche, um im Staat für Recht und Gerechtigkeit zu sorgen, anstatt sich zu allen Zeiten konformistisch anzupassen. Unser Messias-Christus hat hier andere Auffassungen vertreten, wenn er sich nicht mit den Herrschenden identifizierte, sondern mit dem Mann auf der Straße (hebr.: am ha’aretz).
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Ich kann daher nur hoffen und wünschen, daß dieser mein Zwischenruf auf fruchtbaren Boden fällt zum Wohle jenes Volkes, wo einst meine Wiege stand!  
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Schalom aus Israel
Klaus Moshe Pülz
 
Unser Autor, der judenchristliche Publizist Klaus M. Pülz, wirkt als Publizist und Prediger in Deutschland und Israel; er leitet die “Messianische Bekenntnisgemeinschaft” sowie den Verein “Zelem” (www.zelem.de) und bringt seit Jahrzehnten die Zeitschrift “Bote Neues Israel” heraus. 

Dr. Alice Weidel kritisiert die geldpolitischen Entscheidungen der EZB

Zur derzeitigen Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) erklärt AfD-Bundesvorstandsmitglied Dr. Alice Weidel (siehe Foto): Alice Weidel-150x150

„Die jüngsten geldpolitischen Entscheidungen der EZB zeigen, dass ihr Chef Mario Draghi endgültig jedes Maß und seinen geldpolitischen Kompass verloren hat; den er wahrscheinlich ohnehin nie hatte. Diese Personalie für eine Zentralbank ist ein historischer Irrtum, der die Fallhöhe für alle Eurostaaten von Tag zu Tag erhöht.

Rechtswidrige Finanzierungen von Staaten und nun auch von Unternehmen gehören nicht zum Instrumentarium von Notenbanken. Gerichte können oder wollen die Gelddruckmaschine Draghi jedoch nicht stoppen. 

Es ist deshalb an der Zeit, dass sich die Politik aufrafft und der EZB Einhalt gebietet. Seit Jahren missbraucht die EZB ihre Unabhängigkeit für eine historische Vermögensumverteilung. Der Hauptgeschädigte ist Deutschland. Gleichzeitig wird der Druck zu Strukturreformen von den Peripheriestaaten genommen. Die disziplinierende Wirkung des Zinses als Preis auf Kapital ist vollständig außer Kraft gesetzt worden – mit gravierenden Folgen für die Eurostaaten.

Das ist eine Schieflage, die so nicht fortgesetzt werden darf. Die Bundesregierung muss erwirken, dass rechtliche Rahmenbedingen geschaffen und auch eingehalten werden, die der EZB derartige Auswüchse unmöglich macht.“

 

 


AfD: Prof. Bernd Lucke kritisiert EZB-Entscheidungen zu Lasten Deutschlands

In der Anhörung des EZB-Präsidenten Mario Draghi kritisierte der AfD-Europaabgeordnete Prof. Dr. Bernd Lucke (siehe Foto) die umstrittenen EZB-Entscheidungen, langfristige Unternehmenskredite und Pfandbriefe aufzukaufen. Nach Luckes Auffassung gehen diese Maßnahmen der EZB (Europäischen Zentralbank) an der Ursache des Deflationsrisikos in der Eurokrise vorbei.AFD_EU_Abgeordnete - Kopie

„Das Angebot an Liquidität ist ausreichend, aber es fehlt das Vertrauen in den Bankensektor der Eurozone“, so Lucke. Er verwies darauf, dass ungewöhnlich wenig Investitionen in Schuldverschreibungen von Banken stattfänden und die Geldmenge M3 deshalb zu langsam wachse:

„Dies ist eindeutig eine Vertrauenskrise gegenüber den Geschäftsbanken, denn gleichzeitig wird ja viel Geld in Aktien, Immobilien oder sogar Edelmetalle investiert.“

Dr. Lucke kritisierte, dass die EZB mit ihren jüngsten Entscheidungen erhebliche Risiken auf sich nähme und diese zuungunsten Deutschlands zwischen den Euro-Staaten umverteilt würden.

„Zudem verlängert die EZB die für den Sparer schädliche Niedrigzinspolitik. Nutzen und Risiko der jüngsten EZB-Beschlüsse stehen in keinem nachvollziehbaren Verhältnis“, bemängelte der AfD-Sprecher. „Die sattelt das falsche Pferd nur deshalb, weil sie kein anderes mehr im Stall hat.“

 

 


„Kein Preis für Draghi“ – Protest-Demo in Berlin am 16. Juni

Aufruf der „Zivilien Koalition“:

Mario Draghi  – Chef der EZB (Europ. Zentral-Bank)  –   bekommt einen Preis verliehen: den „Responsible Leadership Award“, auf Deutsch: Den Preis für verantwortungsvolle Führung.

Die Laudatio wird der Vorjahrespreisträger Mario Monti im ehem. Staatsratsgebäude in Berlin-Mitte halten.

Der Preis soll außerordentliche Führungsqualitäten bei der Beförderung „verantwortlicher Geschäftspraktiken“ honorieren. DSC_0233

Wir finden: eine solche Würdigung hat Mario Draghi nicht verdient. Ganz im Gegenteil. Die verdeckte Staatsfinanzierung durch die EZB unter Draghis Führung ist nicht nur eine völlig unverantwortliche Geschäftspraxis, sie ist auch illegal. Staatenfinanzierung ist der EZB gemäß ihren eigenen Statuten ausdrücklich verboten.

Mario Draghi handelt in höchstem Maße unverantwortlich. Er regiert mit der Druckerpresse in der Hand, ruiniert den Wert unseres Geldes und all das auch noch ohne jede demokratische Legitimierung.

Deshalb fordern wir: Kein Preis für Draghi!

Als Zivile Koalition e.V. in einem breiten Bündnis zusammen mit der Alternative für Deutschland Berlin u.a. zivilgesellschaftlichen Organisationen rufen wir am Tag der Preisverleihung zur Demonstration auf. Setzen wir ein Zeichen!

Wann: Donnerstag, den 13.6. um 15 Uhr

Wo: Bebelplatz 1 in Berlin-Mitte (ca. 500 m entfernt vom Ort der Preisverleihung, der European School of Management und Technology (ESMT) im ehem. Staatsratsgebäude am Schloßplatz)

Kommen Sie zahlreich! Wehren wir uns mit einem kraftvollen Zeichen gegen die Inflationspolitik Draghis und seine Politik der schleichenden Entwertung unserer Einkommen, Renten, Ersparnisse, Versicherungen und Vermögen! 

Beatrix von Storch
Sprecherin der Bürgerrechtsbewegung Zivile Koalition
Zionskirchstr. 3  / 10119 Berlin,
Tel. 0 30 – 88 00 13 98,  Fax 0 30 – 34 70 62 64,
www.zivilekoalition.de
 
PS:
Hat Mario Draghi den Preis verdient? Beteiligen Sie sich an der Umfrage auf FreieWelt.net hier.
 
 

Pro und Contra: griechische Göttin „Europa“ auf neuen Fünf-Euro-Scheinen

Eine heidnische Göttin soll den Euro künftig vor Fälschungen schützen. Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, stellte am 10. Januar in Frankfurt die neuen Fünf-Euro-Scheine vor, die ab Mai ausgegeben werden. Im Wasserzeichen und im Hologramm zeigen sie ein Abbild der phönizischen Prinzessin Europa aus der griechischen Mythologie. euro_goettin_606_cr_europaeischezentralbank13_c82356478d

Ist die Wahl einer heidnischen Gestalt für das Geld ein Zeichen für die Abkehr Europas von seinen jüdisch-christlichen Wurzeln?

Darüber gehen die Meinungen der Christen in Kirche und Politik auseinander.

„Griff in die mythologische Mottenkiste“

Als „Griff in die mythologische Mottenkiste“ sieht der Vorsitzende der Deutschen Evangelistenkonferenz, der Baptistenpastor Jörg Swoboda, die Wahl des Motivs. Es sei ein Zeichen der Ratlosigkeit und offenbare gleichzeitig den Wunsch nach Sicherheit in der Euro-Krise. Dies wirke wie plumper Aberglaube, sagte Swoboda auf Anfrage der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Wäre ein besserer Halt in Sicht gewesen, hätte man statt der Göttin Europa ein anderes Symbol gewählt. Die Abbildung auf den Geldscheinen werde Christen allerdings genauso wenig im Glauben berühren wie die ebenfalls nach Gottheiten benannten Raketen Ariane, Titan, Poseidon oder Apollo. Diese seien inzwischen längst verglüht.

Auch geeignet: Paulus und irische Mönche

Nach Ansicht des Präsidenten des Europäischen Wirtschaftssenats, Ingo Friedrich (CSU), hätte man auch andere Personen aus der jüdisch-christlichen Tradition nehmen können, um der europäischen Währung ein einheitliches Gesicht zu geben. Denkbar sei etwa der Apostel Paulus, der den christlichen Glauben nach Griechenland brachte und dadurch den ganzen europäischen Kontinent nachhaltig veränderte.

Infrage kämen auch irische Mönche, die maßgeblich zur Ausbreitung des Christentums beitrugen. Sie könnten bei anderen Geldscheinen gewürdigt werden, schlägt der evangelische CSU-Politiker vor. Er ist stellvertretender Vorsitzender seiner Partei, gehörte von 1979 bis 2009 dem Europäischen Parlament an und amtierte von 1999 bis 2007 als dessen Vizepräsident.

Keine Bedenken gegen die Wahl des Motivs für die neuen Geldscheine hegt der Theologe Kai Funkschmidt (Berlin) von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW). Bei dem Frauenkopf handele es sich nicht um ein religiöses Motiv, sondern um eine Anleihe beim kulturellen Erbe des Kontinents.

Bei der Suche nach Motiven, die in allen 17 Euro-Staaten akzeptiert würden, habe man eine elegante Lösung gefunden. Sie sei kein Symptom für eine Abkehr vom Christentum. Die Säkularisierung lasse sich eher an der prinzipiellen Ablehnung eines Gottesbezuges im Entwurf der europäischen Verfassung festmachen.

Quelle: http://www.idea.de

Foto: Europäische Zentralbank


Frank Schäffler (FDP): Bundesregierung soll Europäische Zentralbank EZB verklagen

Der Finanzexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Frank Schäffler, verlangt von der Bundesregierung, die EZB vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg zu verklagen.

„Die EZB unter Draghi ist inzwischen zu einem der größten Staatsfinanzierer in Europa geworden. Das untergräbt das Vertrauen in den Euro und nimmt den Reformwillen der Schuldenländer“, sagte Schäffler gegenüber Handelsblatt-Online und fügte hinzu:“In dieser kritischen Phase muss die Bundesregierung Weidmann den Rücken stärken.“

Die Bundesbank sei der „Gralshüter der Geldstabilität und damit des Sparvermögens der Bürger“, unterstrich Schäffler: Deutschland müsse vor dem EuGH gegen die „fortgesetzten Rechtsverstöße“ der EZB klagen.

Indirekt äußerte Schäffler Kritik an seinem Parteifreund, Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), der sich in einem Interview hinter die Krisenpolitik der Zentralbank gestellt hatte. Die EZB beschränke „sich auf ihr Mandat, die Geldwertstabilität zu sichern“, sagte der FDP-Chef. Sie halte sich auch an das Gründungsversprechen bei der Einführung des Euro, es werde „keine Haftung für die Schulden anderer übernommen“.

Schäffler sagte dazu: „Völlig klar ist, dass die EZB ihr Mandat verlassen hat. Obwohl sie auf Preisstabilität verpflichtet ist, kümmert sie sich mehr um die geographische Stabilität des Euroraums.“

Die Bundesbank und ihr Präsident Weidmann beobachteten das zu Recht mit Sorge: „Jens Weidmann fährt da einen ganz klaren, kritischen Kurs“, sagte Schäffler und fügte hinzu: „Das kann man nicht von jedem behaupten, der sich zur Eurokrise äußert.“

Quelle: dts /Fulda-Info


Ökonom Neumann übt scharfe Kritik an Europäischer Zentralbank EZW

„Für Griechenland gibt es keine Hoffnung mehr“

Der einflußreiche Bonner Ökonom Manfred Neumann hat die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) scharf kritisiert.

„Die EZB ist überheblich geworden. Sie unterschätzt die Inflationsgefahren“, sagte der Doktorvater von Bundesbankpräsident Jens Weidmann in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Neumann hält dem italienischen EZB-Präsidenten Mario Draghi mangelnde wirtschaftliche Seriösität vor:

„Er denkt nur noch politisch und ist immer dabei, wenn in Brüssel Rettungspläne diskutiert werden. Er sitzt mit am Tisch, wird dadurch beeinflusst, macht Vorschläge. Zu große Nähe färbt ab.“

Von der Bundesregierung erwartet Neumann ein stärkeres Bekenntnis zu Bundesbankchef Weidmann, der die EZB-Politik in manchen Punkten kritisiert:

„Es ist höchste Zeit, dass die Regierung ihr Schweigen aufgibt. Sie sollte klarstellen, dass auch sie die Position der Bundesbank vertritt.“

Für Griechenland sei es am besten, die Euro-Zone gleich zu verlassen, sagte Neumann im Interview:

„Für Griechenland gibt es keine Hoffnung mehr. Alle anderen Euro-Länder könnten es schaffen, ihre Probleme zu lösen.“

Neumann, ein renommierter Geldtheoretiker, sagt, daß eigentlich Deutschland die Euro-Zone verlassen müsste:

„Wenn man nur auf die Zahlen schaut, kann man sich vorstellen, dass Deutschland austritt. Wir haben eine große Industrie, die sich dem Weltmarkt stellt. Das war schon immer so, und diese Offenheit zwingt uns, effizient zu sein. Wahrscheinlich wird Deutschland den anderen Staaten ökonomisch immer wieder davonziehen, was dann immer wieder zu Krisen in der Euro-Zone führen kann.

Deutschland sollte die Euro-Zone aber nicht verlassen. Das ist Staatsräson und gebietet die geografische Lage in der Mitte Europas. Es wäre aber nicht schlecht, wenn die deutsche Regierung härter aufträte und zumindest andeuten würde, dass nichts für immer völlig ausgeschlossen ist. Wir machen zu wenig Druck.“

Neumann hält auch die Klagen Italiens über die hohen Kreditzinsen für maßlos übertrieben:

„Was da immer für ein politisches Spektakel veranstaltet wird, wenn die Zinsen in einer Woche mal über sechs Prozent steigen! Italien bezahlt – Stand heute – im Schnitt 4,5 Prozent Zinsen für seine Staatsanleihen. In den 1990er Jahren waren es zehn Prozent, noch 2000 waren es 5,8 Prozent. Das ist nicht zu viel. Italien könnte über Jahre hinweg mit höheren Zinsen leben.“

Quelle: dts-Nachrichtenagentur