Syrien: Kath. Christen wehren sich gegen Kirchenschließungen und Handkommunion

Pressemitteilung des vatikanischen Fidesdienstes:

Auch das von zehn Jahren Konflikt erschütterte Syrien sieht sich heute mit den verheerenden Folgen der Wirtschaftskrise und der Coronakrise konfrontiert.

In diesem Zusammenhang vertrauen maronitische Katholiken in Damaskus auf die Vorsehung Gottes und wehren sich gegen die „corona-bedingte“ Schließung ihrer Kirchen. (Die Maroniten sind eine alt-orientalische christliche Kirche, die mit Rom bzw. dem Papst vereint ist – ähnlich wie die griechisch-kath. Kirche des Ostens.)

In seiner Botschaft zur Weihnachtszeit mit dem Titel „Die Angst besiegen“ bezeichnet der maronitische Erzbischof Samir Nassar von Damaskus diese Reaktion der Gläubigen als „Rebellion“.

Angesichts des Anstiegs der Infektionen durch Covid-19 berichtet der Oberhirte: „Die Gläubigen haben gegen die Schließung von Kirchen protestiert und darauf bestanden, an einer großen Anzahl täglicher Messen teilzunehmen zu dürfen“.

Außerdem – fügt Erzbischof Nassar hinzu – hätten die syrischen Christen sich auch geweigert, den Anweisungen der Bischöfe zu folgen und die hl. Hostie auf die Hand zu empfangen; sie würden weiter Mundkommunion praktizieren, „als wollten sie die Pandemie herausfordern“.

Erzbischof Nassar beschreibt die Situation der christlichen Bevölkerung im syrische Kontext als die eines gemarterten Volkes, das sich nach derm Rückgang von Gewalt und Bombenangriffen nun mit einem „harten Wirtschaftskrieg“ konfrontiert sehe.


Erste Ansätze für eine Wiederbelebung der aramäischen Sprache im Heiligen Land

Obwohl Christus wie viele andere Juden seiner Zeit sowohl hebräisch wie auch griechisch sprach, war im Land Israel vor 2000 Jahren das Aramäische die Umgangssprache. Es handelt sich dabei um eine alte syrische Sprache, die auch schon Abrahams Familie gesprochen haben mag. Es war die Sprache, die Jesus am häufigsten benutzte.

Aber anders als das Hebräische, welches als Iwrit seine moderne Wiedergeburt erlebte, bleibt Aramäisch eine tote Sprache.

Aramäisch ist die offizielle Sprache der Liturgie in der maronitischen und in der syrisch-orthodoxen Kirche, ebenso im katholisch-malabarischen Ritus aus Indien.

Viele jüdische Gebete sind original aramäisch geblieben, jedoch nicht viele verstehen die Worte auch, die sie rezitieren.

Es besteht nunmehr ein wachsendes Interesse daran, das Aramäische als eine lebendige Sprache im Heiligen Land wiedereinzuführen. Diese Bewegung beginnt bei den maronitischen Christen, die in der Region Galiläa leben.

Kürzlich erwirkte die staatlich geführte Schule des arabischen galiläischen Dorfes Jish beim israelischen Bildungsministerium, Aramäisch als offiziellen, obgleich freiwilligen Kurs einzuführen. Etwa 80 Kinder des Dorfes studieren und benutzen jetzt diese Sprache, von der viele fürchteten, sie werde im Heiligen Land komplett aussterben.

Quelle: Webseite Israel heute