Berlin: Erfolgreicher „Marsch für das Leben“ mit mehr als 5000 Teilnehmern

Nach polizeilichen Schätzungen nahmen in diesem Jahr mindestens 5000 Personen am Marsch für das Leben in Berlin teil. Damit stieg die Zahl der Teilnehmer wiederum im Vergleich zum Vorjahr (2013: 4500 Teilnehmer). PICT0129

Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Martin Lohmann, freut sich über diese Steigerung:

„Die Pro-Life-Bewegung ist im Aufwind  –  national wie international. Auch und gerade unter jüngeren Menschen wächst die Sensibilität für das Leben. Dies belegen die zahlreichen jugendlichen Teilnehmer beim diesjährigen Schweigemarsch  –  ein eindrucksvolles und friedliches Zeugnis für das Leben!“

Der Marsch für das Leben ging mit einem ökumenischen Gottesdienst vor dem Berliner Dom zu Ende. Durch den Gottesdienst führt der evangelische Pfarrer Axel Nehlsen.

Die Predigt hält in diesem Jahr der Generalvikar des Bistums Regensburg, Prälat Michael Fuchs, der ausdrücklich als Vertreter von Bischof Rudolf Voderholzer erschienen war. Er unterstrich die Bedeutung des Lebensrechts für eine humane Gesellschaft und dankte den Teilnehmern des Marsches für ihr mutiges Zeugnis.

In seinem Schlußwort dankte Lohmann den zahlreichen Teilnehmern für ihr persönliches Zeugnis:

„5000 Menschen sind heute auf die Straße gegangen und haben gleichsam mit ihren Füßen für das Leben abgestimmt. Ich danke allen Teilnehmern für ihr Zeugnis! Die Proteste gegen unsere Freiheitsbewegung sind letztlich nur eine starke Bestätigung dafür, dass wir einen Friedensmarsch für das Leben nötig haben.

Wir sagen Ja zum menschlichen Leben, zur Würde jedes einzelnen Menschen, von Anfang an bis zu seinem natürlichen Ende! Wir wollen keinen Suizid auf Wunsch, keinen verordneten oder vorgeschriebenen Selbstmord im Alter oder bei Krankheit. Wir sind für alle Menschen, für das Leben aller Menschen!“


Kath. und evang. Kirchenvertreter rufen zum Marsch für das Leben in Berlin auf

Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland rufen zum Marsch für das Leben am 20. September 2014 in Berlin auf. images (2)

In ihren Grußworten bringen sie zum Ausdruck, wie wichtig der Lebensschutz für die Glaubwürdigkeit einer humanen Gesellschaft sei.

Neben Papst Franziskus und Glaubenspräfekt Gerhard Kardinal Müller aus dem Vatikan haben sich auch deutsche Würdenträger zugunsten dieser großen Lebensrechts-Kundgebung ausgesprochen:

Der Bischof von Augsburg, Dr. Konrad Zdarsa, schreibt den Veranstaltern:

„Abtreibung und Euthanasie richten sich gegen Personen in einer besonders empfindlichen Situation, in einer Situation existentieller Schwäche und Angewiesenheit auf diese Solidarität. Wird sie gerade in dieser Situation extremer Schwäche und Angewiesenheit verweigert, wirft dies einen fürchterlichen Schatten auf die Humanität einer Gesellschaft.“ borMedia1840101

Auf den ökumenischen Konsens pro Lebensschutz macht der Bischof von Regensburg, Prof. Dr. Rudolf Voderholzer (siehe Foto) aufmerksam und ermutigt dazu, als Christen gemeinsam das zu tun, „was wir schon gemeinsam tun können“, zB. die Teilnahme am Marsch für das Leben.

Der Bischof von Eichstätt und neue Vorsitzende von „Kirche in Not“, Dr. Gregor Maria Hanke OSB, betont die Heiligkeit menschlichen Lebens und mahnt mit einem Wort von Papst Franziskus: „Wenn diese Überzeugung hinfällig wird, bleiben keine festen und dauerhaften Grundlagen für die Verteidigung der Menschenrechte.“

Dr. h.c. Frank Otfried July, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Württemberg und Vizepräsident im Lutherischen Weltbund, ruft zu einem eindeutigen „Ja zum Leben auf“:

„Angesichts neuer Forschung und immer neuer Möglichkeiten ist es wichtig, ein grundsätzliches und eindeutiges ,JA zum Leben’ zu sagen. Am Lebensanfang wie am Lebensende sollen Menschen die größtmögliche Unterstützung erfahren, so dass dieses große JA nicht durch viele kleine ,Neins’ ausgehöhlt wird.“

Hans-Jörg Voigt, D.D., Bischof der SELK (Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche) und Vorsitzender des Internationalen Lutherischen Rates betont in seinem Grußwort:

„Dass wir unsere Stimme erheben für die, die keine Stimme haben, ist unsere Pflicht als Christen wie als Bürger dieses Landes… Dabei sind wir der festen Überzeugung, dass der Tabubruch am Anfang des Lebens und am Ende des Lebens durch Abtreibung und Euthanasie der Gesellschaft tiefen bleibenden Schaden zufügt.“


Marsch für das Leben in Berlin: Abtreibungsbefürworter in Panik

Mathias von Gersdorff

„Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Lebensrechts“, so etwa scheinen sich Politiker aus Linke, SPD und Grünen angesichts des „Marsches für das Leben“ am 20. September zu fühlen.   Leipzig2014f

Die liberale Abtreibungspraxis in Deutschland und in Europa sei durch die „Agitation christlicher FundamentalistInnen“ dermaßen bedroht, daß die Abtreibungslobby sich genötigt sieht, alle Reserven zur Abwendung einer Schleifung des „Sexuellen Selbstbestimmungsrechts der Frau“ zu mobilisieren.

FOTO: M. von Gersdorff bei der Leipziger Buchmesse

Gisela Notz, ehem. Bundesvorsitzende von „Pro Familia“, schrieb in einem Aufruf zu einer Veranstaltung der Linkspartei mit dem Namen „Dein Bauch gehört Dir! Stoppt die ‘Lebensschützer’“ folgendes:

„Überall in Europa erleben wir Angriffe auf das Recht von Frauen auf selbstbestimmte Schwangerschaft und ein Aufwind von konservativ-reaktionären Familienideologien.“

Notz fürchtet eine rechte Allianz, welche die aktuelle Krise des Kapitalismus ausnutzt, um die „Rechte der Frauen zurückzudrängen“.

Die Berliner SPD-Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert ist nicht minder erschüttert über das Erstarken der „selbsternannten ‘Lebensschützer’“.

Denn: „Sie wollen, daß jede Schwangere die Schwangerschaft austrägt. Mehrfach haben die sogenannten Lebensschützer vor ärztlichen Praxen und Kliniken gelauert, in denen Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden und jede Patientin, die versuchte, die Einrichtung zu erreichen, als Mörderin tituliert.“PICT0132

Das Bündnis „Selbstbestimmung“  –  ein großes Sammelsurium von Organisationen wie etwa „Pro-Familia“, die Giordano-Bruno-Stiftung, Grüne, die SPD-Frauen und andere  –  nimmt den „Marsch für das Leben“ zum Anlaß, gleich mehrere Veranstaltungen zu organisieren.

Foto: Junge Lebensrechtlerinnen auf dem Kirchplatz St. Ägidii in Münster

Die wichtigste davon ist die Kundgebung „Leben und lieben ohne Bevormundung“, die zum gleichen Zeitpunkt und unweit der Lebensrechtler-Kundgebung stattfindet.

Es ist so gut wie unvermeidlich, daß hiervon Störaktionen gegen den Marsch ausgehen werden. Eine Erklärung des Bündnisses gegen den „Marsch für das Leben“ wird von etlichen MdBs und sonstigen Funktionsträger der Linken, SPD und Grünen unterstützt.

Aktionen gegen Lebensrechtler nehmen zu

Als ob das alles nicht reichen würde, rufen „Feminist*innen und Antifaschist*innen“ zum „Kreativen Protest gegen den ‘Marsch für das Leben’“ auf, also zu Störaktionen und einer Verletzung des Versammlungsrechts.

Diese Art der Auseinandersetzung ist natürlich nicht ganz neu. Seit einigen Jahren sind die Lebensrechtler Ziel von linksradikaler Hetze und Haß, Störungen und handgreiflichen Angriffen.

Die Straßendemonstrationen und Kundgebungen der Lebensrechtler können nur mithilfe massiven Polizeieinsatzes durchgeführt werden.

Auffällig ist dennoch, daß der Widerstand aus linken Parteien und Organisationen gegen die Lebensrechtler nach vielen Jahren wieder wächst. Nach der letzten Novelle des Paragraphen 218 StGB im Jahr 1995, durch welche die Fristenregelung eingeführt wurde, fand das Thema kaum noch Interesse im linken Milieu.PICT0171

Seit etwa fünf Jahren ist das Desinteresse verflogen. Im Jahr 2009 wurde zum ersten Mal die 1000-Kreuze-Aktion in Münster (siehe Foto) stundenlang blockiert, was einen Großeinsatz der Bereitschaftspolizei nötig machte.

Mit der Zeit wurden auch die Straßendemonstrationen der Lebensrechtler in Berlin, München, Frankfurt und weiteren Städte gestört. Zudem wuchs die mediale Hetze gegen die Lebensrechtler in den letzten fünf Jahren. Offensichtlich werden die Lebensrechtler als eine wahre „Bedrohung“ seitens der Abtreibungslobby angesehen.

Großartiger Erfolg mit „One of us“ (Einer von uns)

Das hat wohl mehrere Gründe: Obwohl das Thema Abtreibung in der Tagespolitik seit 1995 kaum noch eine Rolle spielt, haben es viele Organisationen geschafft, zu überleben und öffentlich sichtbar zu bleiben. Manche entfalteten sogar eine erhebliche Kreativität, wenn es darum ging, die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken. Logo EINER VON UNS

Geringere Auflagenzahlen von Publikationen konnten durch die zunehmende Präsenz im Internet aufgefangen werden.

Auch die Zahl der Straßendemonstrationen steigt: So findet beispielsweise seit 2008 jährlich (davor seit 2002 zweijährlich) der Berliner „Marsch für das Leben“ statt, und seit 2010 gibt es einen „Schweigemarsch für das Leben“ in Annaberg-Buchholz in Sachsen.

Der bei weitem größte Erfolg der Lebensrechtler in letzter Zeit war die Sammlung von fast zwei Millionen Unterschriften in ganz Europa für die Bürgerinitiative „One of Us“ (= Einer von uns) im Jahr 2013, davon 174.137 Unterschriften in Deutschland.

Bald nach diesem Erfolg konnten die Lebensrechtler in ganz Europa, inklusive Deutschland, eine gewaltige Protestwelle gegen den „Estrela-Report“ erzeugen, der das Vorhaben der „Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten“ im Europa-Parlament, ein europaweites „Recht auf Abtreibung“ einzuführen, zu Fall brachte  –  ein gewaltiger Erfolg.

Lebensrechtler sind zivilgesellschaftlich präsenter

Es wird folgendes deutlich: Die Befürworter einer liberalen Abtreibungspraxis sind zwar in der Politik und in den Medien präsent, doch in der „Zivilgesellschaft“ dominieren inzwischen die Lebensrechtler.

Dadurch wird selbst in Deutschland fast 40 Jahre nach Einführung der Indikationsregelung und fast 20 nach Einführung der Fristenregelung mit Beratungspflicht die öffentliche Diskussion rund um das Thema Abtreibung immer mehr von den Lebensrechtlern bestimmt.

Das Recht auf Leben auch für Ungeborene wird wieder auf die politische Agenda kommen

Deutschland und Europa bewegen sich in Richtung US-amerikanischer Verhältnisse, wo das Volk mehrheitlich „Pro-Life“, doch das politische und mediale Establishment mehrheitlich „Pro Choice“ denkt.

Diese Entwicklung versuchen die linken und linksradikalen Pro-Abtreibungsorganisationen nun zu wenden. Sie wollen den „christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen“ nicht die Straße überlassen.

Ihre Basis scheint allerdings fast nur aus Linksradikalen zu bestehen. Doch das ist Wasser auf die Mühlen der Lebensrechtler, denn eine Verschärfung der öffentlichen Auseinandersetzung erleichtert erheblich die Mobilisierung der eigenen Anhänger und öffnet die Perspektive, daß das Thema eines Tages wieder die politische Bühne betritt.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und betreibt das Webmagazin „Kultur und Medien online“

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Der CDU-Politiker Hubert Hüppe ruft zum Berliner „Marsch für das Leben“ auf

Der CDU-Gesundheitspolitiker und stellv. Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) erklärt anläßlich des diesjährigen „Marsch für das Leben“ am Samstag, den 20. September:imagesCA4JYFAC

„Ich unterstütze den Aufruf zum Berliner „Marsch für das Leben“ des Bundesverbands Lebensrechts am 20. September und werde selbst daran teilnehmen.

Der „Marsch für das Leben“ steht unter dem Motto: „Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie! Jeder Mensch ist gleich wertvoll, unabhängig von Eigenschaften und Umständen“ und beginnt um 13 Uhr vor dem Bundeskanzleramt (mehr: www.marsch-fuer-das-leben.de).PICT0132

Bezeichnend ist, wer zu dem Bündnis zählt, das zu einer Gegendemonstration aufruft: u.a. etliche Gliederungen der Linken, Jusos, ASF, Grüne Jugend, Sozialistische Jugend „Die Falken“ und die sog. „Giordano-Bruno-Stiftung“.

Die „Giordano-Bruno-Stiftung“ hatte 2011 ihren „Ethik-Preis“ an den australischen Tötungsphilosophen Peter Singer verliehen, der für die Tötung behinderter Neugeborener, Komapatienten und anderer schwer hirngeschädigter Menschen plädiert und einem ausgewachsenen Schwein mehr Lebensrecht zubilligt als einem behinderten Baby.

2007 hatte die „Giordano-Bruno-Stiftung“ dem Briten Richard Dawkins einen Preis verliehen  –  demselben Richard Dawkins, der vor wenigen Tagen weltweites Entsetzen auslöste mit seiner Erklärung, dass es aus seiner Sicht unmoralisch sei, ein Kind mit Down-Syndrom nicht abzutreiben. Solches Gedankengut kann man nur als monströs bezeichnen.

Gerade angesichts zunehmender pränataler Selektion sowie der einsetzenden Sterbehilfe-Debatte ist es wichtig, mit einem entschiedenen Ja zum Leben an die Öffentlichkeit zu gehen.“

Kontakt-Daten:  Christdemokraten für das Leben e.V.
Kantstr. 18 in 48356 Nordwalde
Tel.: 0 25 73 – 97 99 391  / Fax: 0 25 73 – 97 99 392
E-Mail: info@cdl-online.de
Internet: www.cdl-online.de


10. Marsch fürs Leben in Berlin am 20.9.2014: Kundgebung und Demonstration

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Am Samstag, den 20. SeptemberLohmann5
Beginn vor dem Kanzleramt um 13 Uhr.

Zum zehnten Marsch für das Leben lädt der Bundesverband Lebensrecht (BVL) am 20. September in die Bundeshauptstadt Berlin ein.

BVL-Vorsitzender Martin Lohmann (siehe Foto) freut sich auf „viele Menschen guten Willens aus allen Generationen und Konfessionen, die sich für das Ja zum Leben einsetzen“.

Der Marsch, der vor einigen Jahren mit wenigen hundert Teilnehmern begann, wächst seit Jahren. Im vergangenen Jahr hatte diese Demonstration, die es auch in anderen Hauptstädten der Welt gibt, nach Polizeiangaben mehr als 4500 Teilnehmer.

„Wir sind“, sagt Lohmann, „die ökologische Friedens- und Freiheitsbewegung Deutschlands, denn wir respektieren die Ökologie, also die Natur des Menschen sowie die an jeden gerichtete Berufung und Befähigung zur gelebten verantworteten Freiheit zum Leben“.PICT0132

Die Lebensrechtler setzen mit ihrem Marsch, der mit einer Kundgebung vor dem Kanzleramt beginnt und mit einem ökumenischen Gottesdienst endet, ein friedliches Zeichen pro Lebensmut und Hilfe für Schwangere  –  und ein klares Nein zu Abtreibung und Euthanasie. 

In diesem Jahr gewann die Frage der sog. „Sterbehilfe“ besondere Bedeutung. Lohmann erklärt hierzu:

„Es gibt nur Lebensschutz und Lebensrecht ganz – oder gar nicht. Hier kann und darf man nicht filetieren. Jeder Mensch soll das Recht haben, in Würde zu sterben. Deshalb sagen wir: Tötet meine Schmerzen, aber nicht mich! Aktive Sterbehilfe konterkariert ein menschenwürdiges Sterben und fördert eine Unkultur des Todes, in der jeder um sein Lebensrecht bangen muss und niemand sicher sein kann.

Das Lebensrecht ist das elementare Menschenrecht, und ein Tötungsrecht gibt es nicht! Der Marsch für das Leben ist also eine Demonstration für Menschenrechte, für Freiheit und für die Natur des Menschen. Wir sind vor allem Anwälte der Kinder, der Mütter und Väter, der Kranken und Alten.“


USA: Immer mehr politische und gesellschaftliche Erfolge der Lebensrechtler

Grußwort des Papstes zum „Marsch fürs Leben“

Die Lebensrechtsbewegung in den USA macht nach Einschätzung ihrer führenden Vertreter Fortschritte im Kampf gegen die Abtreibung. Zum einen schließen sich ihr zunehmend junge Leute an, zum anderen verabschieden immer mehr Bundesstaaten Gesetze, welche die Abtreibungspraxis eindämmen. images

„Durch Gottes Gnade und mit euch gewinnen wir diesen Kampf“, sagte der republikanische Kongressabgeordnete Jim Smith am 22. Januar beim „Marsch für das Leben“ in Washington.

Bei der Demonstration am 41. Jahrestag der Abtreibungsfreigabe zogen laut Presseberichten „tausende“ Abtreibungsgegner bei frostigen Temperaturen durch die US-Hauptstadt. Genauere Schätzungen lagen nicht vor, doch sprach die Präsidentin der Bewegung „Recht auf Leben“ im Bundesstaat Missouri, Pam Fichter, von „hunderttausenden“ Teilnehmern.

Im vorigen Jahr waren rund 500.000 katholische, evangelische und orthodoxe Lebensrechtler auf die Straße gegangen; in den vorhergehenden Jahren waren es bis zu 300.000.

An der jetzigen Demonstration für eine Abschaffung des uneingeschränkten Rechts auf Abtreibung beteiligten sich Beobachtern zufolge auffällig viele junge Katholiken, die zum Zeitpunkt des höchstrichterlichen Urteils noch nicht geboren waren. kleber der katholischen kirche rettet menschenbaby christoferuswerk

Papst Franziskus versicherte die Teilnehmer seiner Fürbitte: „Möge Gott uns helfen, jedes Leben zu respektieren, besonders das am meisten verletzliche.“

Allein im vergangenen Jahr haben 24 der 50 US-Bundesstaaten 53 Gesetze verabschiedet, welche die Abtreibungspraxis einschränken. So wird etwa bei minderjährigen Schwangeren eine Einverständniserklärung der Eltern verlangt. Andere Staaten verlangen strengere Kontrollen für Abtreibungskliniken. 

Präsident Barack Obama hat unterdessen seine Haltung zur Abtreibung bekräftigt. Er stehe für das Recht jeder Frau auf „reproduktive Freiheit“ ein, also für das Recht auf Abtreibung, erklärte das Weiße Haus aus Anlass des Marsches für das Leben. 

Quelle: http://www.idea.de

ROBBEN-Aufkleber („Rettet die Menschenbabys – stoppt Abtreibung!“) des Christoferuswerks in Münster: 100 Stück nur 15 Euro  –  Bestellung per Tel. 0251-616768 oder Mail: felizitas.kueble@web.de


Vatikan: Kardinal Burke beteiligte sich als einziger Bischof an Kundgebung pro Familie

Am Samstag, den 11. Januar 2014, wurde in Rom auf der Piazza Santi Apostoli eine öffentliche Demonstration für die Rechte und den Schutz der Familie sowie für die Ehe zwischen Mann und Frau veranstaltet.

Anlaß waren Parlamentsdebatten in Italien über eine Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe und über angebliche „Homophobie“. 220px-Archbishop_Raymond_Leo_Burke

Allerdings fand sich auf der eindrucksvollen Kundgebung, an denen zahlreiche Familien, aber auch nicht wenige Priester teilnahmen, von den hunderten im Vatikan tätigen Bischöfen, Erzbischöfen und Kardinälen lediglich ein einziger, der an dieser Demonstration teilnahm: der US-amerikanische Kardinal Raymond Leo Burke (siehe Foto).

Der theologisch konservative Kurien-Erzbischof hatte bereits im vorigen Frühjahr alle Bischöfe der katholischen Weltkirche energisch dazu aufgefordert, daß sie sich an dem jeweiligen „Marsch für das Leben“ in ihrem Land persönlich beteiligen sollen; es genüge keineswegs, nur ein Grußwort zu versenden: https://charismatismus.wordpress.com/2013/05/11/kardinal-raymond-burke-fordert-bischofe-auf-selber-an-lebensrechts-demos-teilzunehmen/

Der Appell des engagierten Kurienkardinals verhallte leider weitgehend ungehört…

 

 

 


BVL-Sprecher Martin Lohmann kritisiert neue EKD-Präses Irmgard Schwaetzer

Scharfe Kritik an der neu gewählten Präses der EKD-Synode, Bundesministerin a. D. Irmgard Schwaetzer (FDP), hat der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), Martin Lohmann (siehe Foto), geübt. PICT0101

Sie habe sich in der Frage des Lebensschutzes „mehr als fragwürdig verhalten“ und könnte sich damit „auch als ein Schaden für die Ökumene“ erweisen, sagte der Katholik in einem Interview mit der Infowebseite „kath.net“.

Zum Hintergrund: Schwaetzer ist auch Vorsitzende des Gemeindekirchenrates im Berliner Dom. Das Gremium hatte es wiederholt abgelehnt, die Teilnehmer des vom BVL veranstalteten „Marsches für das Leben“ im Dom einen Gottesdienst feiern zu lassen. Beim jüngsten Schweigemarsch am 21. September trafen sich die rund 4500 Teilnehmer deshalb vor dem Kirchengebäude zum Gebet.

Schwaetzer begründete die abweisende Haltung auf Nachfrage der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA damit, dass der Veranstalter die Konfliktsituation der abtreibungsbetroffener Frauen nicht ausreichend gewürdigt habe. Lohmann wies diese Äußerung iem kath.net-Interview als „schlichtweg falsch“ zurück.

Er halte es für „hoch problematisch, wenn ausgerechnet von Christen das Ja zum Leben verdunkelt wird“. Schwaetzer habe ihn und viele andere, darunter auch Nichtchristen, „erschreckend enttäuscht“.

Lohmann bot der Präses zugleich das Gespräch an. Er wünsche ihr „Gottes Segen für ein wahrhaft christliches Zeugnis in einer ziemlich verwirrten Zeit“.

Quelle: http://www.idea.de  / Foto: KOMM-MiT-Verlag (Münster)


Katholischer Medienpreis-Skandal 2013: Ohrfeige für Kirche und Lebensrecht

Von Martin Lohmann

Die „katholische“ Medienpreisverleihung 2013 könnte in die Geschichte eingehen  –  und mit ihr der gesamte Preis. Das jedenfalls meinten wache Beobachter schon am Abend der Veranstaltung, nachdem diese aus dem Saal ans feine Buffet gewandert war.

M. Lohmann

M. Lohmann

Im Saal unten im Rheinischen Landesmuseum in Bonn gab es nicht nur feine Kost. Manch Unverdauliches war dabei, nachdem die von den katholischen Veranstaltern gedungene Moderatorin und WDR-Journalistin Gisela Steinhauer etwas bemüht die Denk- und Fühlrichtung gleich zu Beginn vorgegeben hatte.

Zunächst wolle sie dem Papst danken, dass dieser „dem Schlimburger eine Auszeit“ verpasst habe, so dass man hier nun endlich mal über etwas anderes als diesen Skandal reden könne. Lustig, lustig.

So gab sich auch der Medienbischof, der Rottenburg-Stuttgarter Oberhirte Gebhard Fürst, gut gelaunt und war zu kleinen Scherzen aufgelegt  –  im so lockeren Miteinander mit der WDR-Kollegin.

In seiner Begrüßung mahnte er zur Suche nach Wahrheit, ermutigte zum Eintreten für diese und „für Gerechtigkeit und Entwicklung, ja Wandlung der Menschen und der Welt.“

Bischof Fürst: „Agenten fürsprechender Kommunikation“

Er konnte nicht ahnen, dass wenig später sein Aufruf an die Journalisten, „Agenten prophetischer, fürsprechender Kommunikation“ zu sein, verpufft war bzw. übel missbraucht wurde.

Und als die Wahrheit in seiner Gegenwart von einer soeben mit 5000 Euro Kirchengeld „ausgezeichneten“ Journalistin alles andere als „fürsprechend“  getreten wurde  –  da blieben sowohl der Medienbischof als auch der Sekretär der Bischofskonferenz erkennbar ungerührt, während im Saal kräftig applaudiert wurde. Die Preisträgerin spendete das Preisgeld einer lebens- und kirchenfeindlichen Organisation.

Ein mutiges Wort des Bischofs? Eine korrigierende Reaktion des Sekretärs? Nicht wahrnehmbar. Beide Kirchenpromis wurden in der ersten Reihe kalt erwischt  – und waren wie ohnmächtig. Ob sie komplett uninformiert waren?

Kirchenkohle für die Abtreibungslobby

Die Preisträgerin hatte soeben ein übles Zeichen gegen Kirche und Lebensrecht gesetzt und die Pille danach gepriesen, um dann das empfangene Kirchengeld einer Abtreibungsgruppe zu spenden. Das von ihr benannte „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ plädiert für eine gelebte Sexualität, die auch die Tötung noch nicht geborener Menschen billigend in Kauf nimmt und das Lebensrecht des Menschen radikal mit Füßen tritt.

Im August hatten sich diese Gegner des Lebens zusammengefunden, um gegen den seit Jahren wachsenden und immer mehr Menschen aus allen Generationen anziehenden Friedens-Marsch für das Leben in Berlin zu protestieren. Das dort erkennbare Credo: Freiheit ohne Verantwortung, Abtreibung als Frauenrecht.

Eigentlich müsste man das auch als Medienbischof wissen. Denn Informationen, auch und gerade vom Bundesverband Lebensrecht (BVL), gab es genügend über diese antikirchliche Gruppierung, die nun Kirchenkohle zum Todeswohle bekommt.

Eine öffentliche und sogar beklatschte Ohrfeige für Päpste, für deren Lehre, also die Lehre der Kirche und vor allem ein Tritt gegen das Leben. Ein nahezu perfekter Missbrauch nicht nur katholischer Wahrheit  –  und das auf der Bühne der katholischen Medienwelt, wo soeben  –  völlig ohne Konsequenzen  –  noch eine fröhliche Exzellenz zum Eintreten für die Wahrheit plädiert hatte.

Die von Katholiken ausgelobte Journalistin meint, „dass Frauen selbst über ihren Körper entscheiden können sollten – mit allen Konsequenzen.“

Preiswürdiger Journalismus?

Ihre eklatante und böse Missachtung des Respekts vor dem Leben blieb ebenfalls konsequenzenlos. Schließlich war sie ja für viel Sensibilität und einen qualitätsvollen wie werteorientierten Journalismus ausgezeichnet worden.

Auch so ein Skandal darf nicht vertuscht oder weggedrückt werden. Es gilt auch hier: Die Wahrheit wird frei machen (Joh 8,32).

Eigentlich war die Preisträgerin unmissverständlich, als sie erklärte, sie ärgere sich als Frau immer wieder über die Kirche:

„Ich fand es zwar beeindruckend, dass die Bischofskonferenz auf die Vorfälle reagiert und zumindest für vergewaltigte Frauen die Verhütungspille ‚Pille danach‘ in katholischen Kliniken zugänglich gemacht hat. Aber dennoch: Das ist nur für Katholiken ein großer Schritt, mir ist dieser Schritt aber noch viel zu klein.“

Alles auch noch falsch, was die Dame da behauptet. Denn die Abtreibungspille danach wurde nicht erlaubt und kann gar nicht freigegeben werden von der Kirche, so lange sie eben „auch“ tötend wirkt.

Aufklärung ist jetzt vonnöten!

Wie steht es eigentlich um die Recherchequalität derer, die einen katholischen (!) Medienpreis vergeben?  – Weil man ja in der Kirche inzwischen so geübt ist mit Aufklärung und Scham, gilt hier für die Veranstalter: Aufklären, ohne falsche Scham und ohne Feigheit.

Leider war keiner der katholischen Bischöfe beim diesjährigen öffentlichen Zeugnis für das Leben in Berlin dabei. Wohl aber einige evangelische Bischöfe. Diese wie auch alle anderen Teilnehmer konnten die unwürdigen und respektlosen Parolen gegen das Lebensrecht hören und sehen. Und sie alle wissen, wer und was mit kirchlichem Preisgeld jetzt unterstützt wird  –  nichts Gutes.

Und daher, weil es keinen Zweifel geben darf, sind gerade die katholischen Bischöfe, allen voran der Medienbischof – übrigens ganz im Sinne von Papst Franziskus – schon jetzt herzlich eingeladen, am 20. September 2014 in Berlin dabei zu sein, wenn überzeugte Christen und Nichtchristen aus allen Generationen friedvoll dafür werben, dass jeder Mensch liebens- und lebenswert ist. Dieser Einsatz ist übrigens des Preisens würdig, also preiswürdig.

Martin Lohmann ist katholischer Publizist und Vorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), der jährlich in Berlin den immer erfolgreicher werdenden Marsch für das Leben organisiert. 


CDL tagte in Bonn mit guten Nachrichten und herausragenden Rednern

Über 150.000 Unterschriften für ONE OF US in Deutschland

Die „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) führten am Samstag, den 26. Oktober,  ihre jährliche Bundesmitgliederversammlung durch. Als Tagungsstätte diente die Freie evangelische Gemeinde in Bonn.

CDL-Chefin Mechthild Löhr eröffnete die vollbesetzte Bundesversammlung, an der auch die CDL-Ehrenvorsitzende Johanna Gräfin von Westphalen teilnahm, was große Freude unter den Teilnehmern auslöste.

Die christdemokratischen Lebensrechtler befanden sich auch sonst in guter Stimmung, gab es doch eine Reihe höchst erfreulicher Nachrichten in den letzten Woche und Monaten, darunter folgende: 

1.  Der bestens gelungene „Marsch für das Leben“ in Berlin mit über 4500 Teilnehmern   –  so viel wie noch nie! PICT0104

2. Die am vergangenen Dienstag erfolgte Zurückweisung des Pro-Abtreibungs-Antrags („Estrela-Bericht“) im Europäischen Parlament:

351 Europa-Abgeordnete stimmten gegen den Antrag der Linksfraktionen, 319 dafür; eine klare Mehrheit widerstand also dem Versuch, einen EU-weiten „Blitzkrieg gegen das Lebensrecht“ zu führen.

Dieser Überraschungserfolg kam nicht zuletzt durch hunderttausende Mail-Proteste und die spontan organisierte Demonstration vom vorigen Montag in Straßburg zustande.

Europaweit 1,5 Mill. Unterschriften!

3.  Die äußerst erfolgreiche europäische Bürger-Initiative ONE OF US (Einer von uns), die sich dafür einsetzt, daß die EU künftig weder direkt noch indirekt Abtreibungen oder Stammzellforschung bzw. Embryronenselektion etc. finanziert oder anderweitig unterstützt, sondern stattdessen das Lebensrecht aller Menschen ab Empfängnis respektiert.

Baronin Beverfoerde (siehe Foto), die bei der CDL-Tagung einen mutmachenden und schwungvollen Vortrag hielt, konnte den begeisterten Teilnehmern mitteilen, daß die europaweite Aktion ONE OF US bereits 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt hat  –  und auch in Deutschland ist die 150.000-Marke bereits weit überschritten. Ein sagenhaft gutes Ergebnis! Die Unterschriftensammlung wird an diesem Monats-Ende abgeschlossen und gelangt an die EU-Kommission in Brüssel.

„Das zweite Opfer einer Abtreibung
ist immer die Frau“

Sehr informativ und gehaltvoll war auch der Vortrag von Martina Kempf (siehe Foto), Juristin, Mutter und Autorin eines unlängst erschienenen Argumentations-Buches gegen Abtreibung mit dem Titel: „Frauenfeindlich – Wie Frauen zur Ungeborenentötung gedrängt werden“ (Gerhard-Hess-Verlag). 

Die Rednerin verwies auf viele Untersuchungen, Langzeitstudien und Statistiken, wonach jede zweite abtreibungsbetroffene Frau über kurz oder lang an schweren Depressionen leidet.

Zudem gehen 70% der Beziehungen schon einen Monat nach der Tötung des ungeborenen Kindes in die Brüche; die Partnerschaft hält dieser ungeheuren seelischen und moralischen Belastung nicht stand, vor allem dann, wenn die Frau zur Abtreibung gedrängt wurde. Dazu kommt vermehrte Unfruchtbarkeit und ein verstärktes Frühgeburts-Risiko nach Abtreibung.

Hier bewahrheitet sich wieder das bekannte Wort der früheren CDU-Bundesfamilienministerin Claudia Nolte: „Das zweite Opfer einer Abtreibung ist immer die Frau.“