Papst Franziskus anerkennt das Martyrium von Pater Alfredo Cremonesi

Am 19. März genehmigte Papst Franziskus die Anerkennung des Martyriums von Pater Alfredo Cremonesi. Der Geistliche wurde am 16. Mai 1902 in Ripalta Guerina (Italien) geboren. Am 7. Februar 1953 wurde er in Myanmar, wo er 28 Jahre als Missionar tätig war, ermordet.

Bei Ausschreitungen zwischen Regierungssoldaten und Rebellen steckten Soldaten das Wohnhaus des Missionars und das Kloster im Dorf Donoku in Brand, wobei Pater Alfredo schließlich erschossen wurde.

Zuvor war er aufgefordert worden, den Ort zu verlassen, aber er wollte bei seinen Gläubigen bleiben. Er hatte sein Leben in den Dienst der Ärmsten und Verlassensten gestellt und das Evangelium unter den einheimischen Stämmen verkündet.

Bischof Daniele Gianotti von Crema bekräftigte im Zusammenhang mit der Anerkennung des Martyriums:

„So Gott will, können wir die feierliche Seligsprechungs-Liturgie von Pater Alfredo schon im nächsten Oktober in Crema feiern. Das Zeugnis von P. Alfredo wird uns helfen, das Feuer der Mission in uns lebendig zu halten, den Wunsch, die Botschaft Christi zu allen zu bringen“.

Quelle: Fidesdienst

 


Kardinal Müller beklagt eine innerkirchliche Konversion zur Welt anstatt zu Gott

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Kardinal Gerhard Müller (siehe Foto) hat unlängst der Webseite „The Catholic World Report“ ein Interview zur Frage der Interkommunion gegeben.
Hier geht´s zum Original: klicken
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Die Reaktionen des Kardinals sind sehr lesenswert und liefern ein klares Bild von der Lage innerhalb der Katholischen Kirche in Deutschland.
Auf die CWR-Frage, warum viele deutsche Bischöfe an den dauernden Spannungen beteiligt sind, antwortet der ehem. Glaubenspräfekt folgendes:
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„Eine Gruppe deutscher Bischöfe mit ihrem Vorsitzenden an der Spitze sehen sich selbst als Trendsetter der katholischen Kirche auf dem Weg in die Moderne; sie betrachten die Säkularisierung und Entchristlichung Europas als unabänderliche Entwicklung.  
Aus diesem Grund ist die Neu-Evangelisierung – das Programm von Johannes Paul II. und Benedikt XVI.  –  ihrer Ansicht nach ein Kampf gegen den Verlauf der Geschichte, der dem Kampf Don Quichotes gegen die Windmühlen ähnelt. 
Sie suchen nach einer Nische, in der die Kirche in Frieden überdauern kann. Deshalb müssen alle Glaubenslehren, die dem „Mainstream“ und dem gesellschaftlichen Konsens widersprechen, erneuert werden.

Eine Konsequenz davon ist die Forderung, die Kommunion auch Nicht-Katholiken zu spenden – zudem jenen Katholiken die nicht im Stand der Gnade sind.
Ebenfalls auf der Agenda stehen: homosexuelle Paare, die Relativierung der Unauflöslichkeit einer sakramentalen Ehe, Einführung der „viri probati“ und damit Abschaffung des priesterlichen Zölibats, Zustimmung zu sexuellen Beziehungen vor und außerhalb der Ehe.
Das sind ihre Ziele und um sie zu erreichen, sind sie willens, sogar die Spaltung der Bischofskonferenz hinzunehmen.
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Die Gläubigen, die die katholische Lehre ernst nehmen, werden als konservativ gebrandmarkt, aus der Kirche gedrängt und der Diffamierungskampagne liberaler und anti-katholischer Medien ausgesetzt. 

Für viele Bischöfe ist die Wahrheit der göttlichen Offenbarung und des katholischen Glaubensbekenntnisses nur eine weitere Variable in der innerkirchlichen Machtpolitik….Es handelt
sich hier um einen eklatanten Prozess der Protestantisierung…

Die Verweltlichung der Bischöfe und Priester im 16. Jahrhundert war die Ursache für die Teilung der Christenheit…Die Krankheit jener Zeit soll jetzt die Medizin sein, mit der die Teilung überwunden werden soll?
Die Unkenntnis des katholischen Glaubens war damals katastrophal, besonders bei den Bischöfen und Päpsten, die sich selbst mehr der Politik und der Macht widmeten, als die Wahrheit Christi zu bezeugen. 

Heute ist es für viele Menschen wichtiger, von den Medien akzeptiert zu werden, als die Wahrheit, für die wir auch leiden müssen. Petrus und Paulus haben für Christus das Martyrium in Rom erlitten, dem Machtzentrum ihrer Zeit; sie wurden von den Herrschern dieser Welt nicht als Helden gefeiert, sondern eher wie Christus am Kreuz verspottet. Wir dürfen die martyrologische Dimension des Petrus-Amtes und des Bischofsdienstes nie vergessen.“
 
Zur Frage des CWR, wie er den Zustand des Glaubens in Deutschland und in Europa beurteile und ob er denke, daß Europa sich im Sinn seiner früheren christlichen Identität erholen werde, sagte Kardinal Müller:

„Es gibt viele Leute, die ihren Glauben ausleben, Christus und seine Kirche lieben und ihre ganze Hoffnung auf Gott setzen – im Leben und im Tod. Aber unter diesen gibt es einige, die sich von ihren Hirten verlassen und betrogen fühlen. In der öffentlichen Meinung populär zu sein ist heute ein Kriterium für einen angeblich guten Bischof oder Priester.

Wir erleben die Konversion zur Welt anstatt zu Gott, entgegen den Worten des Apostels Paulus: „Will ich denn Menschen gefallen oder Gott? Wenn ich Menschen gefallen wollte, wäre ich kein Knecht Christi.“

Übersetzung und vollständige Fassung des Müller-Interviews hier: https://beiboot-petri.blogspot.com/2018/06/kardinal-muller-spricht-klartext-zum.html

Müller-Foto: Bistum Regensburg


Bischof A. Mina: Die christlichen Märtyrer von Libyen starben als starke Bekenner

„Jesu Name war wie das Siegel auf ihrem Martyrium“

Die von den IS-Terroristen in Libyen ermordeten Kopten sind mit dem Namen Christi auf den Lippen gestorben. Dies bestätigt der katholisch-koptische Bischof von Giuzeh, Antonios Aziz Mina, gegenüber dem Fidesdienst: Kreuzkuppel

“Das Video mit ihrer Hinrichtung wurde als schauerliche Filmszene konstruiert in der Absicht, Angst und Schrecken zu verbreiten“, berichtet der ägyptische Bischof  – und fügt hinzu:

„Dennoch kann man in diesem diabolischen Produkt des blutigen Schreckens erkennen, dass einige der Märtyrer im Augenblick ihrer barbarischen Hinrichtung immer wieder sagen ‚Herr Jesus Christus‘.

Der Name Christi war das letzte Wort, das auf ihren Lippen erschien. Wie bei der Passion der ersten Märtyrer wandten sie sich an IHN, der sie wenig später empfangen sollte.

Und so haben sie ihren Sieg gefeiert, den Sieg, den ihnen kein Henker nehmen kann. Dieser im letzten Lebensmoment geflüsterte Name war wie das Siegel auf ihrem Martyrium.“

Quelle: Fidesdienst – Foto: Petrusbruderschaft


Das Martyrium der Donauschwaben und ihrer todesmutigen katholischen Priester

Von Dr. Eduard Werner

Der österreichische Dichter Franz Grillparzer hat in prophetischer Voraussicht schon 1848 geschrieben: „Der Weg der neuren Bildung geht von Humanität durch Nationalität zur Bestialität.“ 

Foto: Evita Gründler

Foto: Evita Gründler

Wie recht er hatte, zeigte sich, als sich nach dem 2. Weltkrieg auf dem Balkan Kommunismus und Nationalismus vermischten. Da geriet die Grausamkeit der Menschen tatsächlich zur Bestialität.

Den katholischen Priestern in den deutschsprachigen Volksgruppen wurden gleich zwei Dinge zur Last gelegt. Einmal, dass sie Priester der weltumspannenden katholischen Kirche waren und dann noch, dass sie Deutsch als Muttersprache hatten und somit zur deutschsprachigen Minderheit in Rumänien oder in Jugoslawien gehörten.

Etwa 33 Priester der Donauschwaben wurden nicht einfach erschossen, sondern langsam zu Tode gequält, um ihre Schmerzen zu steigern.

Dekan Theodor Klein: von Kommunisten brutal gefoltert

Einer dieser Märtyrer ist der Dechant Theodor Klein, Priester des Bistums Fünfkirchen in Ungarn.

Er ist am 2. September 1872 in Barbac in Ungarn geboren. Am 8.2.1895 wurde er zum Priester geweiht. Am 30. März 1945 wurde er in seinem Seelsorgsbezirk Monoster/Baranya ermordet.

Nachdem im Herbst 1944 sowjetrussische Truppen auch Südungarn erobert hatten, errichteten dort die kommunistischen Partisanen eine Schreckensherrschaft. Die Priester wussten zwar, welches Unheil sie erwartete, aber getreu dem Wort Christi „Ein guter Hirte flieht nicht, er bleibt bei seinen Schafen“ blieben nahezu alle Priester auf ihrem Posten.

Zuerst wurden alle nicht arbeitsfähigen Männer dieser Gegend erschossen. Die arbeitsfähigen Männer wurden in ein Zwangsarbeitslager getrieben. Auch Dechant Klein wurde dorthin gebracht.

In der Nacht vom Gründonnerstag auf Karfreitag 1945 wurde der damals 73 Jahre alte Geistliche im Dorfgasthaus von Albertsdorf (Grabovac) gefoltert. Sein markerschütterndes Schreien hörte man in der ganzen Nachbarschaft. Eine Zeitzeugin konnte in einem unbewachten Augenblick in den benachbarten Gasthof gehen, wo sie den Dechanten nackt und blutüberströmt auf dem Betonfußboden liegen sah. Er bat stöhnend um Hilfe.

Sein Gesicht war zerschunden. Aus seinem Körper hatten Folterknechte Stücke Fleisch herausgeschnitten und in die Wunden reichlich Salz gestreut. Schließlich kamen die Partisanen zurück. Sie warfen den Sterbenden auf einen Schubkarren und fuhren ihn weg. Sein Wimmern wurde immer leiser. Nach Aussagen von Kindern soll Dechant Klein erst am Ostermorgen gestorben sein.

Weitere Priester grausam ermordet

Auch in Rumänien und Jugoslawien wurden Priester auf ähnliche Weise zu Tode gequält. Dem Pfarrer Michael Werner wurden die Genitalien mit einer Zange herausgerissen. Der Apostolische Protonotar Lakajner wurde an einen Wagen gebunden und zu Tode geschleift.

Wie stark muss der Glaube dieser Priester gewesen sein, dass sie trotz der vorhersehbaren Gefahren bei ihren Gläubigen blieben. Heute dagegen wagen viele Christen nicht einmal mehr, den Glauben der Kirche zu vertreten, obwohl ihnen keine Todesstrafe droht. Die heutige Glaubensschwäche wird den Menschen keinen Segen bringen.

Erstveröffentlichung dieses Beitrags hier: http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=1760

Die DEUTSCHEN stellten im UNGARN der Vorkriegszeit ca. 10% der Bevölkerung. Näheres hier: http://www.sulinet.hu/oroksegtar/data/magyarorszagi_nemzetisegek/nemetek/die_donauschwaben/pages/012_Kulturelle_und_wirtschaftliche.htm


Papst Clemens im 1. Jahrhundert über das Martyrium von Petrus und Paulus

Der hl. Clemens von Rom wirkte als dritter Papst seit Petrus von 90 bis ca. 100 nach Christus, lebte also in der Spätphase der apostolischen Zeit.  Nicht allein von Paulus, auch von Clemens gibt es einen „Brief an die Korinther“, dort heißt es im Abschnitt 5 – 7:

Das älteste Zeugnis vom Martyrium der hl. Apostel Petrus und Paulus:

„Sprechen wir nicht mehr von diesen Beispielen (Verfolgungen im Alten Testament), wenden wir uns den Glaubenswettkämpfern zu, die uns zeitlich am nächsten sind; erinnern wir uns an die tapferen Vorbilder, die unserer Generation angehören.

Eifersucht und Neid haben die Verfolgung gegen die erhabensten und gerechtesten Säulen der Kirche entfacht, die bis zu ihrem Tod gekämpft haben. Petrus-paulus - Kopie Schauen wir auf die heiligen Apostel: Petrus  –  er hatte unter ungerechter Missgunst zu leiden, nicht einmal oder zweimal, sondern oftmals. Nachdem er so Zeugnis abgelegt hatte, brach er auf zur wohlverdienten Wohnstatt der Herrlichkeit.

Missgunst und Zwietracht haben es Paulus ermöglicht, uns zu zeigen, wie man den Siegespreis der Standhaftigkeit erringen kann: Sieben Mal im Gefängnis, verjagt, gesteinigt, wurde er zum Verkünder der Frohen Botschaft in Orient und Okzident. Er erwarb sich einen Ruf, der seinem Glauben entsprach.

Nachdem er der ganzen Welt  –  bis hin zu den Randgebieten Europas  –  die Gerechtigkeit gelehrt hatte, gab er vor den Machthabern sein Zeugnis. So verließ er die Welt, um sich zum Wohnort der Heiligkeit zu begeben. Ein unübertreffliches Vorbild an Mut!

Diesen Männern, die ein heiliges Leben geführt haben, hat sich eine große Menge Auserwählter angeschlossen, die  –  als eine Folge der Missgunst  –  alle Arten von Misshandlung und Peinigung auf sich genommen und mitten unter uns ein großartiges Beispiel gaben…

Das alle schreiben wir euch, meine Lieben, nicht allein zu eurer Belehrung, sondern auch zu unserer eigenen Ermutigung. Wir stehen in derselben Arena, uns erwartet derselbe Kampf.

Lasst uns doch jede unbegründete Besorgnis ablegen, die nicht dazu taugt, der ruhmvollen und verehrungswürdigen Regel unserer Tradition zu folgen.

Lasst uns unser Augenmerk richten auf das, was liebenswürdig, was gefällig ist in den Augen dessen, der uns geschaffen hat, was uns IHM ganz nahe bringen kann. Richten wir unseren Blick auf das Blut Christi und begreifen wir, wie wertvoll es für Gott, seinen Vater, ist. Denn es wurde zu unserem Heil vergossen und hat der ganzen Welt das Gnadenangebot der Bekehrung gebracht.“


Papst preist die heilige Agnes von Rom als Vorbild für Priester

„In Agnes leuchtet ewig die Schönheit auf, Christus zu gehören“

Am  heutigen Freitag (20.1.2012) empfing Papst Benedikt einige Mitglieder der Gemeinschaft „Almo Collegio Capranica“ von Rom in Audienz.

In seiner Ansprache würdigte er das mehr als 500 Jahre alte Priesterseminar und sprach sodann über die hl. Agnes, die Patronin des Kollegs.

Dieses Mädchen aus frühchristlicher Zeit sei eine der berühmten Töchter Roms gewesen, die die hohe Würde eines tiefen Glaubens an Christus bezeugt habe; sie werde als Jungfrau und Märtyrin verehrt und erfülle damit alle Dimensionen der Heiligkeit.

Für Priesteranwärter sei sie besonders deswegen ein großartiges Beispiel, weil sie durch ihr Martyrium  die Ganzhingabe und Selbstaufopferung gelebt habe.

„Im Martyrium der hl. Agnes im Stadion des Kaisers Domitian leuchtet ewig die Schönheit auf, Christus zu gehören und sich ihm rückhaltslos ganz zu schenken.“

Auch die Formung zum Priestertum erfordere Steben nach Vollkommenheit, Bereitschaft zum Verzicht, Durchhaltevermögen und heldenhafte Treue im Glauben.

Agnes von Rom (sie starb im Jahre 258 n. Chr.) ist eine in der kath. Kirche hochverehrte Heilige; ihr Gedenktag ist der 21. Januar; sie wird sogar im 1. eucharistischen Hochgebet bzw „römischen Kanon“  namentlich gewürdigt.

Der Name Agnes kommt aus dem Griechischen und bedeutet: die Reine

Keine der jungfräulichen Märtyrerinnen genoß schon früh solch große Verehrung wie Agnes; sie wird oft mit einem Lamm in den Armen dargestellt.  („Agna” bedeutet lateinisch „Lamm”; zudem gilt das Lamm als Symbol der Reinheit und des vollkommenen Opfers – siehe Christi Ehrentitel „Lamm Gottes“, von dem Johannes der Täufer sprach und den die Apokalypse verkündet.)

Eltern und Freunde begruben die hl. Agnes in einer  Katakombe in Rom, die später nach ihr benannt wurde. Um 350 wurde über ihrem Grab eine Kirche erbaut;  die heutige Kirche Sant‘ Agnese fuori le mura an etwas anderer Stelle geht auf einen Bau zurück, der im 7. Jahrhundert von Papst Honorius erneuert wurde und seitdem unverändert ist.

Dort werden auf  dem ihr geweihten Altar jedes Jahr an ihrem Festtag zwei Schafe geweiht, aus deren Wolle das Pallium hergestellt wird, das der Papst an die Erzbischöfe als Hoheitszeichen ihrer Rechtsprechung überreicht. Auch dies belegt die hohe Verehrung der Kirche für dieses heilige Mädchen aus Rom, das für Christus lebte und starb.