Heute „Tag des Zorns“: Gedenken an den Völkermord der Roten Khmer in Kambodscha

Zwei Millionen Opfer durch die kommunistische Diktatur

In einer Stellungnahme von Bischof Olivier Schmitthaeusler, Apostolischer Vikar von Phnom Penh, zum heutigen Tag des Gedenkens an den kommunistischen Völkermord in Kambodscha heißt es: „Wir erinnern uns heute an die Opfer, die während des Völkermords der Roten Khmer gestorben sind. Wir gedenken dabei auch an unserer Märtyrer.“

Die Kambodschaner nennen ihn auch den „Tag des Zorns“-  und an verschiedenen Orten stellen schwarz gekleidete Studenten die in den berühmten KZsbegangenen Hinrichtungen nach.

Die katholische Kirche begeht den Gedenktag als „Tag der Erinnerung, der Märtyrer und der Versöhnung“ und will damit verhindern, dass Zorn und Rache in den Vordergrund gestellt werden.

Der Bischof betont in seiner Botschaft:
„In diesem Jahr feiern wir den 45. Jahrestag der Weihe des ersten kambodschanischen Bischofs, Joseph Chhmar Salas, der am 14. April 1975 von Bischof Yves Ramousse heimlich geweiht wurde, während die Kirche “Notre Dame” in Phnom Penh wurde bombardiert wurde.

Am 17. April 1975 drangen die Roten Khmer in Phnom Penh ein und die gesamte Bevölkerung floh oder wurde evakuiert. Bischof Chhmar Salas wurde in den Nordosten des Landes nach Tangkauk deportiert, wo er 1977 starb.

Er ist der erste auf unsere Liste von 14 Märtyrern, deren Seligsprechungsverfahren am 15. Mai 2015 auf den Weg gebracht wurde“.

Der Apostolische Vikar fügt hinzu:
„In diesem Jahr feiern wir auch den dreißigsten Jahrestag der Auferstehung der Kirche in Kambodscha: Es war der 14. April 1990, als Erzbischof Emile Destombes in einem Kino in Phnom Penh zum ersten Mal wieder Ostern feierte und das hatte großen symbolischen Wert: In der Finsternis der dunklen Jahre des Regimes war das Licht des Glaubens nicht erloschen und die Flamme der Osterkerze erwärmte und erleuchtete diesen dunklen Raum“.

Bischof Schmitthaeusler fährt fort:
“Wir möchten uns an die letzten Worte von Bischof Salas an Mons. Ramousse erinnern, die er 17. April 1975 sprach, bevor er zu den staubigen Straßen Kambodschas aufbrach: “Erzählt der Welt von uns“.

Mit diesem Geist halten wir auch die Erinnerung an unsere Märtyrer am Leben und leben in Kambodscha heute das Evangelium von Frieden und Versöhnung“.

Während der Herrschaft der Roten Khmer von 1975 bis 1979 wurden etwa zwei Millionen Kambodschaner hingerichtet oder staben an Hunger oder Krankheiten.

Nach Angaben des kambodschanischen Dokumentationszentrums gab es im ganzen Land verstreut zahlreiche Vernichtungslager mit über 20.000 Massengräbern und über 1,38 Millionen Leichen.

Das größte Vernichtungslager war Choeung Ek, das sich am Stadtrand von Phnom Penh befand und heute als Gedenkstätte für alle Verstorbenen dient und die Nachwelt an dieses immense Leid erinnern soll.

Quelle: Fidesdienst


ZDF-Reporter über den IS-Terror: Unvorstellbare Gewalt gegen Andersdenkende

„Es lässt sich nicht anders sagen: Die Kämpfer des ‚Islamischen Staates‘ (IS) zelebrieren die Gewalt geradezu“. Darauf weist der ZDF-Journalist Hans-Ulrich Gack gegenüber Livenet hin: „Sie wollen zeigen, dass sie über den anderen Menschen stehen. Sie demütigen sie und gehen so brutal vor, dass sie bei ihren Feinden Panik auslösen.“

Der Reporter berichtete für das ZDF über Massengräber und Greuel Anfang Februar 2015. BILD0191

Zuletzt besuchte H.-U. Gack den Nordirak und sprach mit Opfern des IS-Terrors. Er sah Massengräber in Hardan und Khana Sor und berichtete darüber.

Man müsse sehen, so Gack, dass die Gewalt nicht allein Andersgläubige wie Christen und Jesiden betreffe, sondern auch gemäßigte Muslime oder Schiiten. Sie richte sich gegen jeden Menschen, der nicht so glaube wie die IS-Kämpfer.

Die islamische Religion werde auch benutzt, um Gewalt zu rechtfertigen; sei es Mord, Zerstörung oder Vergewaltigung. Er wisse allein von tausenden Mädchen und Frauen aus jesidischen Dörfern des Sinjar-Gebietes im kurdischen Nord-Irak, die von IS-Kämpfern verschleppt und misshandelt wurden.

Naef Jaso, ein jesidischer Stammesführer der Gemeinde Kocho, berichtete Gack von über eintausend Frauen und Kindern, die aus seiner Gemeinde verschleppt wurden. Mindestens vierhundert männliche Bewohner ab zwölf Jahren hätten die IS-Terroristen Anfang August vergangenen Jahres in Kocho gezielt ermordet und in Massengräbern verscharrt.

Der Reporter beruft sich auf zahlreiche Zeugenaussagen. So hat er mit Männern aus Kocho gesprochen, die diese Exekutionen schwer verletzt überlebt haben, ebenso mit jungen Frauen, die aus den Gefängnissen des IS ins Kurdengebiet fliehen konnten. Sie berichteten von wochenlangen, kaum vorstellbaren Misshandlungen.

Quelle und vollständiger Text hier: http://www.jesus.ch/themen/gesellschaft/international/afrika/269917-hier_tobt_der_schiere_albtraum.html

Gemälde: Evita Gründler


Syrien: Islamische „Rebellen“ verwüsteten Sadad und hinterließen Massengräber

In zwei Massengräbern wurden 30 christliche Zivilisten, darunter Frauen und Kinder gefunden, die von radikal-islamischen „Rebellen“ in Sadad ermordet wurden. Insgesamt wurden in der zwischen Homs und Damaskus gelegenen Stadt kürzlich 45 ermordete Christen entdeckt. Dies teilte das syrisch-orthodoxe Partiarchat in Damakus mit.

Die vorwiegend von Christen bewohnte Stadt Sadad wurde am 21. Oktober von Islamisten eingenommen und in den vergangenen Tagen von der syrischen Armee wieder zurückerobert. Die Beisetzungsfeier für die ermordeten Christen leitete der syrisch-orthodoxe Patriarch  Alnemeh.

Wie Augenzeugen berichten, wurden viele flüchtende Zivilisten von de “Al-Nusra”- und “Daash”-Aufständischen am Tag der Invasion ermordet. Die Milizen hinterließen eine verwüstete und ausgeplünderte Stadt. Die Rebellen verschanzten sich u.a. in der orthodoxen St.-Theodor-Kirche.

Die Ursprünge der alten Stadt Sadad mit ihren Kirchen, Tempeln und archäologischen Ausgrabungsstätten gehen auf das Jahr 2000 vor Christus zurück.

Quelle: Fidesdienst

Peru: Katholische Kirche fragt Linksregierung nach Opfern des roten Terrors

„Leuchtender Pfad“ verantwortlich für 70.000 Ermordete

Die katholische Kirche in Peru fordert die linksgerichtete Regierung dazu auf, verstärkt nach etwa 15.000 Menschen zu suchen, die zwischen 1980 und 2000 „verschwunden“ sind, also in jenen 20 Jahren, als die kommunistische Untergrundgruppe „Leuchtender Pfad“ große Teile Perus terrorisierte.

Die meisten der 15.000 Vermißten wurden wahrscheinlich ermordet  – wie jene 70.000 Opfer des Sendero Luminoso („Leuchtender Pfad“), die infolge des gewaltsamen Kampfs dieser Guerillabewegung ermordet wurden, wobei vor allem die quechuasprachige Landbevölkerung betroffen war. Der Sendero Luminoso befindet sich auf einer von der Europäischen Union erstellten „Liste der Terrororganisationen“.

In dem südamerikanischen Land regiert seit dem 28. Juli 2011 der sozialistische Präsident Humala, der knapp die Wahl gewonnen hatte.  

Der Präsident der Bischofskonferenz, Erzbischof Salvador Piñeiro von Ayacucho, appellierte jetzt an die Linksregierung, „den Schmerz unserer Brüder nicht zu vergessen“ und nach Massengräbern zu suchen. Die Region Ayacucho war von den Kämpfen des maoistisch geprägten Guerillotrupps besonders betroffen.