Islamisten in Nigeria: Weitere Massenmorde von Boko Haram und Fulani-Nomaden

In der vergangenen Woche starben über 260 Menschen bei verschiedenen Angriffen der islamischen Terrormiliz Boko Haram und anderer bewaffneter Gruppen (meist muslimische Fulani-Nomaden) hauptsächlich in der nördlichen Region des Landes. 

Laut “Security Tracker of Nigeria”, der gewalttätige Vorfälle mit politischem und sozialem Hintergrund dokumentiert, verzeichnete der Bundesstaat Borno mit 114 Todesfällen die höchste Opferzahl, gefolgt vom Bundesstaat Katsina, in dem 75 Menschen ermordet wurden.

“Die Übergriffe von Nomaden auf sesshafte Bauern sind eine ernsthafte Bedrohung, die zu einer Zunahme der Hungersnot im Land führen könnte“, erklärt der katholische Bischof Paulinus Ezeokafor von Awka.

„Viele Bauern haben jetzt Angst, in ihre Höfe zurückzukeheren, und fürchten sich, von Hirten getötet zu werden“, sagte Bischof Ezeokafor am 14. Juni in der Predigt.

Bischof Ezeokafor forderte die nigerianische Regierung auf, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um solche Massaker zu beenden.

Unterdessen äußerte die „South East Town Union” (ASETU) Bedenken im Hinblick auf die jüngste Ankunft junger Männer aus dem Norden des Landes im Südosten. In einem Brif an die Gouverneure der Staaten warnte der Verband:

„Im Südosten und in anderen Teilen Nigerias ist die Bevölkerung Morden und Vergewaltigung durch Nomaden ausgesetzt. Die Menschen haben jetzt Angst, ihr angestammtes Land zu bewirtschaften“.

Quelle: Fidesdienst

 


Münster: Gedenken an deportierte Juden – Erinnerung an den „Rigaer Blutsonntag“

Von Felizitas Küble

Jährlich wird in Münster zu Beginn der Adventszeit der ca. 400 deportierten Juden gedacht, die im Dezember 1941 mit Güterwaggons in KZs bzw. ein Ghetto nach Riga (Lettland) gebracht wurden. Die Sammelstelle für den Abtransport befand sich an der Ecke Warendofer-Str./Kaiser-Wilhelm-Ring in Münster.

Dort fand am heutigen Sonntag, dem 9. Dezember, auch eine Gedenkstunde für die verfolgten Juden aus Münster und dem Münsterland statt, von denen die meisten den Holocaust nicht überlebten. 

Die Jüdische Synagogengemeinde und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit wollen mit dieser Mahnwache die Erinnerung an jene Zeit wachhalten, in welcher die Juden ausgerechnet im Advent ihrem fast sicheren Tod entgegengeführt wurden. Etwa 30 Bürger nahmen an diesem Gedenken teil.

Zunächst wurden Tagebuchauszüge und Notizen von Überlebenden verlesen, die jene Deportation selber miterlebt haben. Sodann wurde an den „Rigaer Blutsonntag“ erinnert, bei dem am 30. November und am 8. Dezember 1941 ca. 25.000 Juden in einem Wald an der Bahnstation Rumbula erschossen wurden. Über 1000 Täter  – meist NS-Polizisten  – waren dafür verantwortlich, darunter mehrere hundert Nazi-Helfershelfer aus Lettland.

Inzwischen beginnt – so wurde bei der Gedenkstunde berichtet –  in Riga ernsthaft eine geschichtliche Auseinandersetzung um jenes Massaker und die Mitbeteiligung eigener Landsleute.

Neuerdings nehmen auch Prominente aus Politik und Gesellschaft an den Gedenkzeremonien teil, die für die ermordeten Juden stattfinden. Diese Rückbesinnung scheint auch mit einem Film zusammenzuhängen, der in Lettland die Gemüter erregte und der den Einsatz eines Judenretters schildert.

BILD: Gedenktafel für die deportierten Juden aus Münster

An den Holocaust erinnern auch die Stutthof-Prozesse, die seit Monaten am Landgericht Münster verhandelt werden, wobei zwei inzwischen über 90 Jahre alte SS-Wachmänner als Täter angeklagt sind.  

Der deutschjüdische Historiker Prof. Dr. Michael Wolffsohn hält allerdings wenig von solchen Prozessen gegen uralte Angeklagte, weil er befürchtet, daß sie damit gleichsam zu „Märtyrern“ gemacht werden. Er schlägt stattdessen vor, ihnen eine Armbinde mit der Aufschrift „Ich war KZ-Wächter“ zu verpassen, die sie öffentlich tragen sollen. (Näheres dazu hier: https://www.wr.de/politik/wolffsohn-ex-kz-aufseher-palij-nicht-zum-maertyrer-machen-id215146927.html)

 

 

 

 


Zentralafrika: Bischof Nongo von Bossangoa beklagt sich über UNO-Blauhelme

Bischof Nongo Aziagbia von Bossangoa in der Zentralafrikanischen Republik schreibt in einer Erklärung über die Massaker an Christen durch muslimische Terroristen in den letzten Monaten u.a. Folgendes:

„Priester werden getötet, Kirchen in Brand gesteckt und geschändet…. Diese Handlungen könnten als ein Weg betrachtet werden, den die zahllosen Feinde des Friedens beschreiten, um uns in den religiösen Konflikt zu drängen.“

Er bezieht sich auf einen Bericht, der mehrere Vorfälle dokumentiert, zu denen es in seiner Diözese im Oktober und November gekommen war.

Der Bischof berichtet von Anschlägen, für die UN-Friedenssoldaten mitverantwortlich seien, indem sie die ehem. Seleka-Milizionäre geschützt haben, als diese Flüchtlingslager und kirchliche Einrichtungen, aber auch Privathäuser von Christen angriffen.

Bischof Nongo drückte seine Enttäuschung darüber aus, daß die Massaker von den UN-Blauhelmen nicht verhindert wurden, und beklagt die humanitäre Notlage, die Verschlechterung der Beziehungen zwischen Christen und Muslimen sowie die zunehmende Verunsicherung und Misshandlung von Zivilisten.

Der bereits eingeschlagene Weg der Versöhnung, bedauert der katholische Oberhirte abschließend, sei jetzt gefährdet.

Quelle: Fidesdienst