Schwarzer Tag für die Pressefreiheit in Belarus

Reporter ohne Grenzen (RSF) verurteilt die heutigen Razzien bei der Journalistenvereinigung BAJ sowie zahlreichen Medienschaffenden in mehreren Städten in Belarus (Weißrußland) aufs schärfste. Führende Vertreter von BAJ wurden in ihren Wohnungen festgenommen, die Büroräume der Organisation durchsucht.

Weitere Untersuchungen fanden bei Medienschaffenden, beim Menschenrechtsverband Wjasna und anderen NGOs (Nicht-Regierungsorganisationen) statt. Mit dem harten Durchgreifen wollen die Behörden nach offiziellen Angaben die Finanziers der Massenproteste der vergangenen Monate ermitteln.

„Mit den heutigen Festnahmen und Durchsuchungen hat die Welle der Unterdrückung für unabhängige Medienschaffende in Belarus eine neue Eskalationsstufe erreicht“, sagte RSF-Geschäftsführer Christian Mihr.

„Nach zahlreichen Festnahmen und Strafverfahren gegen Journalisten nehmen die Behörden jetzt auch Pressefreiheits- und Menschenrechtsorganisationen unter fadenscheinigen Gründen ins Visier. Das darf die internationale Gemeinschaft dem Lukaschenko-Regime nicht durchgehen lassen.“

Quelle: Reporter ohne Grenzen


Paris: Erneut Massenproteste gegen sozialistische Regierung wegen Einführung der Homo-Ehe

Wenige Wochen nach der vom französischen Parlament beschlossenen Einführung der Homo-Ehe haben in Paris am Sonntag erneut hunderttausende Menschen für eine konservative Familienpolitik  und für den Schutz der Ehe von Mann und Frau demonstriert.   1_0_661004

An dem Protestzug beteiligten sich auch Oppositionsführer Jean-François Copé von der bürgerlich-konservativen UMP, zahlreiche katholische Bischöfe und Vertreter von Familienverbänden. 

Die Initiatorin der Massenproteste, Frigide Barjot, schrieb per Twitter: „Wir brauchen eine Volksabstimmung für die Verankerung der Ehe als Vereinigung von Mann und Frau.“   –  Für Schwule und Lesben solle es jedoch „eheähnliche“ Lebenspartnerschaften geben.

Die Demonstranten forderten die sozialistische Regierung von Präsident François Hollande auf, die beschlossene Öffnung der Ehe für Homosexuelle zurückzunehmen. Politiker der UMP beklagten, die Regierung sei einer Diskussion über das Gesetz aus dem Weg gegangen. 

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Massenproteste gegen die Homo-Ehe mit mehr als einer Millionen Demonstranten gegeben.

Quelle: Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT