Je mehr Chancengerechtigkeit für Frauen, desto weniger Interesse an Mint-Fächern

Je geringer die Benachteiligung von Frauen in einem Land ausfällt, desto seltener schließen sie ein mathematisches, naturwissenschaftliches oder technisches Studium ab (Mint-Fächer).

Frauen in Staaten mit annähernder Gleichberechtigung der Geschlechter treffen eine mehr ihrer Neigung entsprechende Berufswahl, heißt es in einer kürzlich veröffentlichten Studie der Psychologen Gijsbert Stoet von der Leeds-Beckett-University in England und David Geary von der University of Missouri in den USA.

Grund dafür sei die bessere Absicherung der Frauen, vor allem durch den Sozialstaat. In diesen Ländern herrsche ein geringerer ökonomischer Druck. Frauen in Ländern mit höherer Ungleichheit würden sich hingegen meist gegen ihre Neigungen entscheiden und den „direktesten Weg zu finanzieller Freiheit“ suchen. Dieser führe oftmals über die Mint-Fächer.

Der Unterschied sei jedoch keinesfalls auf die Befähigung zurückzuführen. Die Analyse der Testergebnisse von 472.000 Heranwachsenden in 67 Ländern zeige, daß in den meisten Nationen Mädchen mindestens genauso gut in Naturwissenschaften abschnitten wie Jungen. In fast allen Ländern wiesen sie eine ähnliche Begabung zu Wissenschaft und Mathematik auf.

Bei der relativen Stärke hingegen sei das beste Schulfach von Mädchen das Lesen gewesen, bei Jungen meist ein naturwissenschaftliches.

Der Studie zufolge schnitten 24 Prozent der Mädchen in einem naturwissenschaftlichen Fach am besten ab, bei 25 Prozent war es Mathematik, 51 Prozent überragten im Lesen. Jungen erzielten die beste Leistung zu 38 Prozent in naturwissenschaftlichen Fächern, zu 42 Prozent in Mathematik und 20 Prozent im Lesen.

Quelle und vollständiger Text hier: https://jungefreiheit.de/wissen/2018/chancengleichheit-sorgt-fuer-weniger-frauen-in-den-mint-faechern/


Neue Bildungsstudie belegt: Bayerische Grundschüler sind Spitze in Deutschland

„Das sehr gute Abschneiden der bayerischen Viertklässler in der heute veröffentlichten Bildungsstudie beweist, dass die bayerischen Antworten auf die aktuellen bildungspolitischen Fragen die richtigen sind“, freut sich Prof. Dr. Waschler, bildungspolitischer Sprecher des CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag.

Die bayerischen Schüler/innen können ihre Spitzenposition, die sie 2011 eindrucksvoll bewiesen haben, in allen Bereichen behaupten. So bleiben die Mädchen und Jungen in Bayern sowohl im Fach Deutsch (Lesen, Zuhören, Rechtschreibung) als auch im Bereich Mathematik insgesamt an der Spitze. 

Bayern erreicht das Ziel „eines hohen Kompetenzniveaus“, heißt es hierzu in dem Bericht des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB). Gleichzeitig stellt die Studie fest, dass die Leistungsunterschiede in Deutsch innerhalb der Klassen im Freistaat geringer sind.

„In Bayern gelingt es also besser als in anderen Teilen Deutschlands, alle Kinder mitzunehmen und individuell zu fördern“, erläutert Prof. Waschler.

Kinder mit ausländischen Wurzeln lernen in Bayern besser

Dies zeigt sich beispielsweise daran, dass Kinder mit Migrationshintergrund zur Spitze im Bereich Orthographie in ihrer jeweiligen Vergleichsgruppe gehören und sogar deutsche Kinder ohne Zuwanderungshintergrund in 14 anderen Bundesländern übertreffen. Dies gilt in ähnlicher Weise für den Bereich Mathematik: Hier belegen Kinder mit zwei im Ausland geborenen Eltern im deutschlandweiten Vergleich Platz 1.

Das differenzierte Modell aus Übergangsklassen, Deutschförderklassen und Deutschförderkursen, die an den bayerischen Grundschulen je nach Bedarf vor Ort eingerichtet und mit entsprechenden Kräften ausgestattet werden, bewährt sich sehr gut.

Im Jahr 2016 stellte der Bayerische Landtag mit seiner CSU-Mehrheit allein für diesen Bereich rund 232 Millionen Euro bereit. Der Erfolg belohnt also die gemeinsamen Anstrengungen.

Auch gelingt es in Bayern besser als anderswo, den Zusammenhang zwischen der Leistung eines Schüler und dem sozialem Status seiner Familie gering zu halten. So sind die bayerischen Werte im Bereich Deutsch-Lesen etwas und im Bereich Mathematik deutlich besser als die deutschlandweiten Werte. Bayern ist zudem das einzige Land, in dem der Zusammenhang von Leistung und sozialem Status in keinem Testbereich weiter anstieg und in Teilen rückläufig ist.

Problemkreise Inklusion und Migration

Insgesamt ist aber der deutschlandweite Trend in den Leistungen von 2011 bis 2016 deutlich negativ. Zwar kann sich auch Bayern dem nicht ganz entziehen, „doch fällt er bei uns nur etwa halb so stark aus wie im Bundesdurchschnitt“, so Waschler.

Und weiter: „Dies zeigt, dass es mit steigender Heterogenität unter den Schülern durch Zuwanderung und Inklusion wachsende Herausforderungen für das Bildungswesen in Deutschland gibt. Es beweist aber auch, dass man diese unterschiedlich gut meistern kann. In Bayern gelingt dies offensichtlich am besten.“

Baden-Württemberg durch Rot-Grün ins Mittelfeld abgesackt

Der Vergleich mit Baden-Württemberg, traditionell im Bildungsbereich auch in der Spitzengruppe, mache dies überdeutlich:

Überhastete und verfehlte Eingriffe der früheren grün-roten Landesregierung hätten dafür gesorgt, dass Bayerns Nachbarland von einem Spitzenplatz insgesamt ins Mittelfeld abgerutscht ist.

Dass die Kritik der SPD-Landtagsfraktion an den Klassengrößen allenfalls ein Oppositionsreflex sei, die aber am Kernproblem vorbeigehe, könne man daran erkennen, dass in Bayern die Klassengrößen seit der letzten Studie gesunken sind und das schlechter abschneidende Baden-Württemberg sogar „im Nachkommabereich kleinere Klassen hat“.

Dr. Waschler nannte die Studie deshalb „ein klares Plädoyer für den Bildungsföderalismus. Gerade weil solche Vergleiche die Stärken verschiedener Modelle zeigen, könnten sich die besseren Lösungen durchsetzen. Bundesdeutscher Zentralismus birgt immer die Gefahr, dass man sich auf niedrigerem Niveau einigt und dort verharrt.“

 


Traditionell-katholisches Gymnasium bei Bonn sucht weitere Lehrkräfte

Das traditionsorientierte Theresien-Gymnasium in Schönenberg (Rhein-Sieg-Kreis bei Bonn) sucht zum 1.9.2017 eine oder mehrere Lehrkräfte für die Fächer Mathematik (Sek I/II) und Sport (Sek I/II).

Wir sind ein 1991 gegründetes, staatlich anerkanntes Mädchengymnasium mit angeschlossenem Internat in der Nähe von Bonn.

Unser ausgeprägt musisches und religiöses Profil, kleine Klassen- und Kursstärken sowie eine sehr gute räumliche (auch naturwissenschaftliche) Ausstattung in schöner landschaftlicher Umgebung tragen zu einer sehr angenehmen Lehr- und Lernatmosphäre bei.

Die Planung zur Erneuerung unseres Sportplatzes steht derzeit vor dem Abschluss.

Unterrichtet wird nach den Lehrplänen des Landes Nordrhein-Westfalen.

Von den Bewerber/innen erwarten wir neben dem 2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien – Sek I und II – (oder einem vergleichbaren Abschluss) ein hohes fachliches und pädagogisches Engagement, die Bereitschaft zur Teamarbeit sowie zum Einsatz für die besonderen Ziele unserer katholischen Schule.

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen an:
St.-Theresien-Gymnasium
Schwester Maria Michaela Metz
St.-Vinzenz-Str. 2
53809 Ruppichteroth-Schönenberg
Tel.: (02295) 90860-0
info@theresiengymnasium.de

Für weitere Infos siehe www.theresiengymnasium.de.

Quelle: Distrikt Deutschland


Universität von Jerusalem auf Platz 3 der besten Universitäten Asiens

Die Hebräische Universität in Jerusalem belegt beim Akademischen Ranking der Universitäten in der Welt für das Jahr 2015 den 67. Platz unter den 500 besten Universitäten der Welt.

Nach dem Ranking ist sie außerdem die drittbeste unter den Universitäten in Asien. Im Bereich Mathematik belegt die Hebräische Universität weltweit den 33. Platz.

Das Ranking wird jährlich von ShanghaiRanking Consultancy veröffentlicht, einer unabhängigen Organisation, die Informationen zur Hochschulbildung anbietet. Es listet die besten 500 von mehr als 1200 weltweiten Universitäten, die begutachtet werden. In diesem Jahr wurde das Ranking am 15. August veröffentlicht.

Seit der ersten Auflage im Jahr 2003 hat das Shanghai Ranking die Hebräische Universität in jedem Jahr unter den 100 besten Universitäten der Welt aufgeführt. Im Vergleich zur ersten Bewertung vor zwölf Jahren hat sich die Hebräische Universität inzwischen um 27 Plätze verbessert.

Quellen: Sprecher der Hebräischen Universität / Israelische Botschaft in Berlin


Israel: Studie belegt Lehrer-Vorurteile bei Mathematik-Noten für Mädchen

Eine neue israelische Studie hat herausgefunden, dass die unterbewussten Vorurteile von Grundschullehrern die spätere akademische Laufbahn von Mädchen stark beeinflussen. IMG_4228

Laut den Wissenschaftlern Dr. Edith Sand, Ökonomin der Bank of Israel und Dozentin an der sowie Dr. Victor Lavy, Professor an der Hebräischen Universität, sind die unterbewussten Vorurteile der Lehrer ein Schlüsselfaktor, um die unterschiedlichen Vorlieben von Mädchen und Jungen bei der Studienwahl zu erklären.

„Es handelt sich nicht um Diskriminierung, sondern eher um unbewusste Entmutigung“, sagt Dr. Sand. „Diese Entmutigung hat jedoch Auswirkungen. Der Weg zu den Computerwissenschaften und den Ingenieurwissenschaften – zu Bereichen, die die höchsten Einkommen versprechen – wird nach der Grundschule schmaler.“

Die Untersuchung wurde in drei Schülergruppen in Israel von der 6. Klasse bis zum Ende des Gymnasiums durchgeführt. Die Schüler mussten zwei Tests absolvieren. Der erste wurde von objektiven Bewerten beurteilt, die die Namen der Kindern nicht kannten. Der zweite wurde bewertet von den Lehrern, die die Kindern kannten.

In Mathematik übertrafen die Mädchen die Jungen in dem Test, bei dem sie anonym blieben. Im zweiten Test, den ihre Lehrer bewerteten, erreichten die Jungen eine höhere Punktzahl. Dieser Effekt konnte bei den nicht-mathematischen Fächern nicht festgestellt werden.

Die Wissenschaftler folgerten, dass die Lehrer die Fähigkeiten der Jungen in Mathematik und den Naturwissenschaften überschätzten, wohingegen sie die Fähigkeiten der Mädchen unterschätzten, und dass diese Haltung langfristig eine negative Auswirkung auf das Verhältnis der Schülerinnen zu diesen Fächern hat.

„Als eben diese Schüler das Gymnasium besuchten, haben wir ihre Leistungen in den Abiturprüfungen untersucht“, sagt Dr. Sand. „Die Jungen, die in jungen Jahren ermutigt worden waren, schnitten deutlich besser ab als die Mädchen, auch wenn diese objektiv betrachtet als jüngere Schülerinnen eine höhere Punktzahl erreicht hatten.“

„Wenn Lehrer diese Effekte stärker beachten würden, könnte dies zu einer Verringerung der Geschlechterdifferenzen in den Leistungen vor allem in den Naturwissenschaften und in der Mathematik führen“, so Dr. Sand.

Quelle: Tel Aviv University American Friends


Prälat Imkamp und sein Mathe-Fünfer: Schummeln ist (allzu) menschlich…

Prälat Wilhelm Imkamp (siehe Foto) ist seit Jahrzehnten Direktor der Wallfahrtsstätte „Maria Vesperbild“ im südbayerischen Bistum Augsburg. SCALED_3_160_160_127_160_509_640_39416_file.pic.190be900599a0000.jpg207014352530

Am 10. Februar brachte die BILDzeitung auf der Titelseite einen Aufmacher mit Steuersündern, die sich „outen“ etc. Dabei wurde auch eine Stellungnahme von Prälat Imkamp veröffentlicht, der von seinen schulischen Schummeleien erzählte.

Wir geben die von BILD gekürzte Stellungnahme des katholischen Geistlichen hier im vollen Wortlaut wieder:

„Ich habe vorsätzlich und ausdauernd in der Schule bei Mathematik-Aufgaben mehr Intelligenz für Schummeleien entwickelt als für deren Lösung.

In der Oberstufe gingen mir sowohl das Fach Mathematik als auch die Fachlehrer mächtig auf den Geist. So hatte ich bei Mathearbeiten immer erhöhten „Assistenzbedarf“, dabei galt für mich – wahrscheinlich zur Gewissensberuhigung – der moralische Grundsatz: „Man darf den Lehrer übers Ohr hauen, aber nicht seine Gutmütigkeit ausnutzen.“  – Deshalb nutzte ich auch nie die Erlaubnis aus, auf die Toilette gehen zu dürfen.

Ansonsten war ich sehr erfinderisch: Ich schrieb mir Mathematik-Formeln auf die Hemd-Manschetten, ich guckte beim Banknachbarn ab, ich versteckte Mustergleichungen unter der Bank und in meinen Taschen. Mein bester Trick: Ich band mir mit einem Gummiband die Formeln um den Arm. Ich zog daran, schrieb ab, und sobald der Pauker guckte, ließ man wieder los.

Das klappte alles wunderbar, bis ich dann in die mündliche Abiturprüfung kam und noch nicht einmal die Frage des Mathematiklehrers verstanden habe. So erreichte ich eine satte 5!“