Papst Franziskus reist bei seinem Bosnien-Besuch nicht nach Medjugorje

Papst Franziskus wird bei seinem Besuch in Bosnien den angeblichen Marienerscheinungsort Medjugorje weder besuchen noch sich dazu äußern. 

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Das sagte der Erzbischof von Sarajewo, Kardinal Vinko Puljic, bei einer Pressekonferenz zur Vorbereitung der Papst-Visite im Juni. Puljic ging damit auf die Frage ein, welche Haltung der Vatikan zu Medjugorje habe, wo seit 33 Jahren angeblich Marienerscheinungen stattfinden.

„Dazu kann ich nichts sagen, da ich Mitglied der vatikanischen Untersuchungskommission bin und eine Schweigepflicht habe“, so der Kardinal.

Die Arbeit der Kommission sei abgeschlossen, mit dem Dossier müsse sich nun die Glaubenskongregation auseinandersetzen. Danach werde auch der Papst sich zu Medjugorje äußern. Papst Franziskus reist am 6. Juni nach Sarajewo.

Kardinal Puljic geht davon aus, dass zu diesem Anlass mindestens 50.000 Pilger aus den Nachbarländern nach Bosnien kommen werden.

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2015/05/15/bosnien-herzegowina_papst_wird_nicht_medjugorje_besuchen/1144276

 


Neue Medjugorje-Botschaft ist “in besonderer Weise an die ganze Welt gerichtet”…

Von Felizitas Küble

Seit fast 34 Jahren erhalten einige “Seher” von Medjugorje angebliche Botschaften des Himmels   – genauer: ihnen soll die Gottesmutter als “Königin des Friedens” erscheinen, teilweise sogar täglich.

Allerdings sind die aufsehenerregenden Phänomene in jener bosnischen Pfarrei kirchlich nicht anerkannt. Der zuständige Bischof Peric von Mostar spricht sich ausdrücklich gegen die Echtheit aus, ebenso sein Amtsvorgänger Zanic. Diese kirchliche Distanz scheint die erscheinungsbewegte Medju-Szenerie jedoch kaum zu stören.  vierge_pellevoisin

Zu den Seher/innen gehört auch Marija Pavlovic-Lunetti; zu Beginn der Erscheinungen verkündete sie öffentlich ihre Berufung für das Ordensleben. Doch es kam anders: sie heiratete und gründete eine Familie.

An jedem 25. Tag pro Monat empfängt die Visionärin  –  eigenen Angaben zufolge  – eine Botschaft der Madonna, die  – wie es in Medju-Verlautbarungen feierlich heißt  – “in besonderer Weise an die ganze Welt gerichtet” ist.

Lesen wir nun die jüngste Monatsbotschaft vom 25. März 2015:

„Liebe Kinder! Auch heute erlaubt mir der Allerhöchste, dass ich mit euch bin und dass ich euch auf dem Weg der Umkehr führe.

Viele Herzen haben sich vor der Gnade verschlossen und sind für meinen Ruf taub geworden. Ihr, meine lieben Kinder, betet und kämpft gegen die Versuchungen und alle bösen Pläne, die euch der Teufel durch den Modernismus anbietet.

Seid stark im Gebet und mit dem Kreuz in den Händen, betet, dass das Böse euch nicht benutzt und nicht in euch siegt. Ich bin mit euch und bete für euch. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“884bb991a79922716df25fc4342f10d8_XL

Wie üblich ist auch diese “Offenbarung” von frommen Anmutungen durchwirkt, wie sich das für eine “Marienerscheinung” gehört.

Man hätte allerdings gerne gewußt, warum der “Allerhöchste” eigens die Gottesmutter nach Medjugorje schickt, damit sie die “lieben Kinder” (die seit Jahrzehnten erwachsen sind) “auf dem Weg der Umkehr” führt. Sollte es mit der Umkehr nach 34 Jahren Erscheinungen etwa immer noch nicht geklappt haben? Welchen Sinn hat das umstrittene Phänomen dann überhaupt?

Sodann ist von den “bösen Plänen” die Rede, welche “der Teufel durch den Modernismus anbietet”.  – Keine Frage, daß der Modernismus abzulehnen ist (wir haben hierbei keinerlei Nachholbedarf in puncto kritischer Aufklärung).

Allerdings ist der wirklichen Gottesmutter sicher bewußt (im Gegensatz zu jenem Erscheinungsphänomen), daß der Modernismus keineswegs die einzige Waffe des Erzfeindes ist, um die Menschen vom rechten Weg abzubringen.

Auch der religiöse Fanatismus und eine erlebnishungrige Schwarmgeisterei gehören dazu. Der “Kellergeist” will erreichen, daß die liberalen Gläubigen links vom Pferd kippen (Modernismus) – und die Frommen bzw. Konservativen rechts herunterfallen (Sektierertum).

Merkwürdig ist überdies, daß die angebliche Madonna erklärt, viele  Herzen hätten sich vor der Gnade verschlossen und seien für “ihren Ruf” taub geworden. GOTT ist es freilich, der die Menschen ruft und beruft; die selige Jungfrau ist Fürsprecherin, aber der HERR allein ist die Quelle aller himmlischen Gnaden.


USA: Vatikan untersagt Katholiken Teilnahme an Pro-Medjugorje-Versammlungen

Bereits das dritte Verbot der Glaubenskongregation in  Rom

Innerhalb von zwei Jahren hat sich die vatikanische Glaubenskongregation jetzt zum dritten Mal an die US-amerikanischen Bischöfe gewandt und darauf hingewiesen, daß katholische Gläubige nicht an Versammlungen teilnehmen dürfen, in denen die Echtheit der “Botschaften”  von Medjugorje (Bosnien) vorausgesetzt wird. 884bb991a79922716df25fc4342f10d8_XL
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Seit fast 34 Jahren behaupten die dortigen Visionäre, daß sie regelmäßige, teils sogar tägliche “Erscheinungen” der Madonna erleben würden. Diese Privatoffenbarungen sind kirchlich nicht anerkannt; die zuständigen Ortsbischöfe von Mostar (erst Zanic, dann Peric) sprachen sich sogar entschieden gegen die Glaubwürdigkeit der angeblichen Erscheinungen aus.
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Der Erzbischof von St. Louis (USA), Robert Carlson, hat nun eine Stellungnahme an seine Priester, Diakone und Gemeindemitarbeiter gesandt und ihnen untersagt, an den Marienvisionen des in Amerika lebenden Medju-Sehers Ivan Dregicevic oder an anderen Pro-Medju-Veranstaltungen teilzunehmen. Dabei beruft er sich auf die Glaubenskongregation in Rom.
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Der Oberhirte fordert dazu auf, diese Informationen auch den katholischen Christgläubigen mitzuteilen. Eine Versammlung mit dem erwähnten Seher, die für den 18. März geplant war, wurde aufgrund der vatikanischen Intervention abgesagt.
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Es ist schon das dritte Mal, daß die Kongregation für die Glaubenslehre den nordamerikanischen Bischöfe mitteilt, daß es weder Klerikern noch Laien erlaubt ist, an Pro-Medju-Veranstaltungen teilnzunehmen. Dies geschah bereits im Februar und Oktober 2013 auf ausdrücklichen Wunsch des Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre, Kardinal Gerhard Müller. (Wir haben im CHRISTLICHEN FORUM damals aktuell berichtet.)
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Neue Irrtümer der “Madonna” von Medjugorje

Von Felizitas Küble

Allmonatlich verbreitet die Medjugorje-Bewegung per Newsletter eine sog. “Privatbotschaft der Muttergottes” an Mirjana Dragicevic-Soldo. Die “Seherin” erhält schon seit Jahrzehnten stets am 2. Tag jedes Monats eine Offenbarung des Himmels, die recht häufig merkwürdige theologische Aussagen enthält – so auch diesmal in der “Botschaft” vom 2. März 2015, die wir hier im vollen Wortlaut wiedergeben (die Linien stammen zwecks Hervorhebung von uns): media-372515-2

“Liebe Kinder! Ihr seid meine Stärke, ihr, meine Apostel, die ihr durch eure Liebe, Demut und stilles Gebet es möglich macht, dass mein Sohn kennen gelernt wird. Ihr lebt in mir. Ihr tragt mich in eurem Herzen. Ihr wisst, dass ihr eine Mutter habt, die euch liebt und die gekommen ist, um euch die Liebe zu bringen.

Ich schaue euch im himmlischen Vater an – eure Gedanken, eure Schmerzen, eure Leiden – und ich bringe sie meinem Sohn dar. Fürchtet euch nicht, verliert die Hoffnung nicht, weil mein Sohn auf Seine Mutter hört.

Seitdem Er geboren wurde, liebt Er, und ich möchte, dass diese Liebe alle meine Kinder kennen lernen, damit jene zu Ihm zurückkehren, die Ihn wegen ihrer Schmerzen und ihres Nichtverstehens verlassen haben, und Ihn all jene, die Ihn nie gekannt haben, kennen lernen.

Deshalb seid ihr da, meine Apostel, und ich als Mutter mit euch. Betet für die Festigkeit des Glaubens, denn aus dem festen Glauben kommen Liebe und Barmherzigkeit. Durch Liebe und Barmherzigkeit werdet ihr all jenen helfen, denen nicht bewusst ist, dass sie die Finsternis anstelle des Lichtes wählen. Betet für eure Hirten, denn sie sind die Stärke der Kirche, die euch mein Sohn hinterlassen hat. Durch meinen Sohn sind sie die Hirten der Seelen. Ich danke euch.”

Hierzu stellen wir fest:

1. Die mehrfache Würdigung der “Seherkinder” (die übrigens längst erwachsen sind) als “meine Apostel” ist zumindest mißverständlich, denn der Ausdruck “Apostel” gilt in der Kirche regulär für die 12 Apostel sowie den Apostel Paulus. Missionarisch aktive Weltchristen (Nicht-Priester) bezeichnet die Kirche mitunter als “Laienapostel”.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

2. Maria erscheint angeblich in Medjugorje, “um euch die Liebe zu bringen”.  – Ist hierfür eine Privatoffenbarung nötig? – Christus selbst ist in seiner Person Gottes Liebe, ER hat sie uns verkündet und vorgelebt; in seiner Kirche und den sieben Sakramenten erfahren wir die Güte des HERRN. Weshalb sollte es hierzu eines Erscheinungsphänomens bedürfen?

3. Der Aufruf, sich nicht zu fürchten und die Hoffnung nicht zu verlieren, weil “mein Sohn auf seine Mutter hört”, ist theologisch völlig irreführend. Würde Christus nicht auf Maria hören, hätten wir dann etwa Anlaß zur Furcht und Hoffnungslosigkeit? – Eine völlig absurde Vorstellung!

4. Geradezu hanebüchen, ja gotteslästerlich ist die Behauptung der Medju-“Madonna” über unseren Erlöser: “Seitdem Er geboren wurde, liebt Er”.  – Hat Christus etwa in den 9 Monaten vor seiner Geburt bzw. nach seiner Empfängnis nicht geliebt? – Zudem ist der Heiland präexistent: ER lebte als GOTT bzw. Gottes Sohn schon vor seiner Menschwerdung  – und ER hat selbstverständlich vor seiner Inkarnation schon geliebt: sowohl Gott-Vater und den Heiligen Geist  – wie auch seine Geschöpfe. Aus Liebe zu ihnen ist ER Mensch geworden, also liebte ER uns schon vorher.

5. Aus dem “festen Glauben” kommen nicht nur “Liebe und Barmherzigkeit”, sondern alles weitere, was für das ewige Heil ebenfalls erforderlich ist: Vor allem die Einhaltung der göttlichen Gebote, die Nachfolge Christi und die guten Werke.

 


Medjugorje verbreitet die neueste Himmelsbotschaft der “Seherin” Mirjana

Von Felizitas Küble

Seit über 33 Jahren “erscheint” in Medjugorje (Bosnien-Herzegowina) die Madonna, wenn man den dortigen mtcarmelpic1“Seherkindern” (die inzwischen längst erwachsen sind) glauben will.

Allerdings sind die mittlerweile zehntausendfachen “Botschaften”, die angeblich vom Himmel kommen, kirchlich nicht anerkannt. 

Zu den Medju-Visionären gehört auch die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo, die stets am 2. Tag jedes Monats eine sog. “Privatbotschaft der Muttergottes” erhält, die per Newsletter verbreitet wird.

Hier folgt nun der vollständige Wortlaut der jüngsten Erscheinung vom 2.2.2015:

„Liebe Kinder! Ich bin hier unter euch. Ich schaue euch an, lächle euch an und liebe euch, wie es nur eine Mutter kann. 

Durch den Heiligen Geist, der durch meine Reinheit kommt, sehe ich eure Herzen und bringe sie meinem Sohn dar. Schon seit langer Zeit, ersuche ich von euch, meine Apostel zu sein, damit ihr für diejenigen betet, die die Liebe Gottes nicht kennengelernt haben. Ich suche das Gebet, das aus Liebe gesprochen ist, das Gebet, das Werke tut und Opfer bringt. 

Verschwendet keine Zeit damit, darüber nachzudenken, ob ihr würdig seid, meine Apostel zu sein. Der himmlische Vater wird jeden richten, ihr aber liebt Ihn und gehorcht Ihm. 

Ich weiß, dass euch dies alles verwirrt, auch meine Anwesenheit unter euch, aber nehmt es mit Freude an und betet, damit ihr begreift, dass ihr würdig seid, für den Himmel zu arbeiten. 

Meine Liebe ist über euch. Betet, dass meine Liebe in allen Herzen siegt, denn es ist die Liebe, die vergibt, die gibt und nie aufhört. Ich danke euch.“

Zu diesem scheinfrommen Unsinn stellen wir Folgendes fest:

1. Dieser Spruch der vermeintlichen “Gottesmuttter” enthält gleich drei theologische Fehler: “Durch den Heiligen Geist, der durch meine Reinheit kommt, sehe ich eure Herzen und bringe sie meinem Sohn dar.”  Advocata

A. Der Heilige Geist ist immer ein Gnadengeschenk Gottes. ER kommt nicht durch die (ohnehin unvollkommene) “Reinheit” der Menschen – das gilt insoweit auch im Falle der makellos empfangenen Madonna, weil deren überragende Reinheit aus einem Gnadenakt des Allmächtigen hervorging. 

B. Zweitens sieht allein GOTT selber in unsere Herzen – und kein Geschöpf, auch nicht das heiligste und erhabenste aller Geschöpfe, nämlich die selige Jungfrau Maria.

C. Drittens ist theologisch nicht klar, inwieweit Maria dem ewigen Gott unsere “Herzen darbringt”. Die selige Jungfrau ist keine geweihte Priesterin  – und unsere unreinen Herzen sind keine vollkommene, keine heilige (Opfer-)Gabe, die Gottes würdig wäre.

2.  Hierzu paßt es freilich, daß die Erscheinung dazu auffordert: “Verschwendet (!) keine Zeit damit, darüber nachzudenken, ob ihr würdig sein, meine Apostel zu sein.”  –  Was heißt hier “meine” Apostel? Sollen wir etwa nicht CHRISTUS nachfolgen?!  – Die in der Bibel bezeugte, echte Gottesmutter sprach jedenfalls zu den Knechten auf der Hochzeit zu Kana: “Was ER euch sagt, das tut!”  –  Die wirkliche Madonna verweist immer auf ihren göttlichen Sohn, nicht auf sich selber.

3. Sodann schmiert dieses Erscheinungsphänomen den “lieben Kindern” reichlich viel Honig um den Mund, indem gesagt wird: “Betet, damit ihr begreift, daß ihr würdig seid, für den Himmel zu arbeiten.”  – Stattdessen heißt es in der Heiligen Schrift, wir sollen uns stets bewußt sein, daß wir nur “unnütze Knechte” sind, die Gott trotz ihrer Unwürdigkeit würdigt, IHM zu dienen.

4. Abschließend fordert die Erscheinung dazu auf: “Betet, daß meine Liebe in allen Herzen siegt, denn es isst die Liebe, die vergibt…”  –  Erstens kann GOTT allein die Sünden der Menschen vergeben; zweitens ist es die Liebe CHRISTI, die in den Herzen siegen sollte  –  und damit dies leichter geschieht, ist seine Mutter unsere Fürsprecherin, die sich gegenüber dem Engel Gabriel selber als “Magd des HERRN” bezeichnet hat.


Medjugorje: Neue “Botschaft” an die Seherin Mirjana vom 2. Januar 2015

Von Felizitas Küble

Stets am zweiten Tag jeden Monats erhält die “Seherin” Mirjana Dragicevic-Soldo aus Medjugorje eine sog. “Privatbotschaft der Muttergottes”. 

Dies geschah auch am gestrigen 2. Januar 2015; diese angebliche Offenbarung des Himmels wird per Newsletter vierge_pellevoisinverbreitet.

Der Erscheinungsort Medjugorje existiert bereits seit über 33 Jahren, wurde von Millionen Pilgern besucht, ist allerdings kirchlich nicht anerkannt.

Wir dokumentieren hier die jüngste Botschaft der “Gospa” (wie die Gottesmutter in jener Gegend genannt wird) im vollen Wortlaut:

„Liebe Kinder! Ich bin hier bei euch als Mutter, die euch helfen möchte, die Wahrheit zu erkennen. Während ich euer Leben auf der Erde lebte hatte ich die Erkenntnis der Wahrheit und damit ein Stück des Paradieses auf Erden. Deshalb wünsche ich euch, meinen Kindern, das Gleiche.

Der himmlische Vater möchte reine Herzen, erfüllt mit der Erkenntnis der Wahrheit. Er möchte, dass ihr all jene liebt, denen ihr begegnet, weil auch ich meinen Sohn in euch allen liebe. Dies ist der Anfang der Erkenntnis der Wahrheit.

Euch werden viele falsche Wahrheiten angeboten. Ihr werdet sie bezwingen mit einem Herzen, das durch Fasten, Gebet, Buße und das Evangelium gereinigt ist. Das ist die einzige Wahrheit und es ist die Wahrheit, die euch mein Sohn hinterlassen hat; das müsst ihr nicht sehr betrachten. Von euch wird ersucht, zu lieben und zu geben, wie ich es tat. Meine Kinder, wenn ihr liebt, wird euer Herz ein Zuhause sein für meinen Sohn und mich, und die Worte meines Sohnes der Leitfaden in eurem Leben.

Meine Kinder, ich werde euch, die Apostel der Liebe, benutzen, um all meinen Kindern zu helfen, damit sie die Wahrheit erkennen. Meine Kinder, ich habe immer für die Kirche meines Sohnes gebetet, so erbitte ich das gleiche von euch. Betet, dass eure Hirten mit der Liebe meines Sohnes erstrahlen. Ich danke euch.“

Hierzu ergeben sich folgende Fragen und Anmerkungen:

1. Schon eingangs heißt es seitens der angeblichen Madonna, sie komme deshalb auf die Erde, weil sie den “lieben Kindern” helfen wolle, “die Wahrheit zu erkennen”. – Hierfür bedarf es freilich keiner Marienerscheinung. Die Heilige Schrift, die kirchlichen Glaubenslehren, die Zehn Gebote und die Sakramente genügen vollauf. media-390606-2

2. Geradezu unsinnig ist folgender Satz der Erscheinungsphänomens:Während ich euer Leben auf der Erde lebte hatte ich die Erkenntnis der Wahrheit und damit ein Stück des Paradieses auf Erden.”  –  Die selige Jungfrau hat keineswegs unser Leben auf Erden gelebt, denn sie war von Gott als Mutter seines Sohnes auserwählt, makellos empfangen und lebte in einer besonderen Nähe zu ihrem göttlichen Sohn. 

Ebenso falsch ist die Aussage, sie habe die “Erkentnis der Wahrheit” gehabt, “während ich euer Leben auf der Erde lebte”.  –  Statt “während” müßte es vielmehr heißen “seitdem…“, denn die “Erkenntnis der Wahrheit” ging ihr ja keineswegs verloren, nachdem sie in den Himmel aufgenommen wurde.

3. Unlogisch wie ein rundes Viereck ist auch die Behauptung, den “lieben Kindern” würden viele “falsche Wahrheiten” angeboten. Eine Wahrheit ist nie falsch, sonst ist sie eine Lüge, zumindest ein Irrtum.  –  Offensichtlicher Unfug ist auch die Feststellung, die Reinigung des Herzens durch Fasten, Gebet, Buße und Evangelium sei die einzige Wahrheit”, die Christus “hinterlassen” habe.

4. Die Schmeichelei der Erscheinungs-“Madonna”, sie werde die Seherschar dazu “benutzen”, um den Menschen zur Wahrheitserkenntnis zu verhelfen, ist ebenfalls unsinnig, weil es keiner Privatoffenbarungen und “Himmelsbotschaften” bedarf, um zur Erkenntnis der Wahrheit zu gelangen. Hierfür gibt es die Bibel, die apostolische Tradition und das Lehramt der Kirche sowie die menschliche Vernunft.

 

 

 


Fromme Irrungen und Wirrungen in der Zeitschrift “Medjugorje”

Von Felizitas Küble

Schon seit über 33 Jahren erscheint die himmlische Madonna einer Schar von Sehern in Medjugorje  – glaubt man deren Angaben. 1_0_744292

Die katholische Kirche verweigert bislang eine Anerkennung des Phänomens; der zuständige Bischof Peric von Mostar ist klar dagegen, ebenso sein Vorgänger im Amte, Bischof Zanic.  

Natürlich sind die Befürworter der Medju-Visionen fromme Leute, sonst würden sie nicht an Marienerscheinungen glauben.

Wir wollen auch niemandem die subjektive Aufrichtigkeit und Redlichkeit absprechen. Darum geht es aber auch nicht bei der Frage, ob die dortigen Ereignisse objektiv himmlischen Ursprungs sind. Bekanntlich ist gut gemeint und fromm gedacht noch lange nicht gut gemacht.

Das gilt auch für die Zeitschrift “Medjugorje” aus der Schweiz. In der Ausgabe vom Juli/August 2014 entfaltet sich wieder einmal die theologische Naivität vieler Botschaftsgläubiger – angefangen vom Vorwort eines “Pater Klemens”, vermutlich der Schriftleiter des Heftes.

Er zitiert eingangs eine typische Medju-Botschaft, diesmal vom Februar 1984:

“Betet! Es mag euch seltsam vorkommen, daß ich immer wieder vom Gebet spreche. Trotzdem sage ich: Betet! (…) Begnügt euch damit zu beten. Ich, eure Mutter, kümmere mich um das Übrige.”

Von der Einhaltung der Gebote Gottes ist in den seit Jahrzehnten anhaltenden “Offenbarungen” fast nie die Rede, zudem relativ wenig von guten Werken.

Doch es vergeht kaum eine Botschaft ohne Gebets-Aufforderung. Das erscheint schon deshalb merkwürdig, weil diese “Himmelsoffenbarungen” ohnehin nur von frommen Seelen ernstgenommen werden, die logischerweise auch zur betenden Schar gehören.P1020947

Erinnern wir uns aber an die eindringlichen Worte Christi: “Nicht jeder, der HERR, HERR sagt, wird ins Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters erfüllt.” 

Beten allein macht also keineswegs selig. Aber laut Pater Klemens zumindest glücklich, denn er schreibt weiter in seinem Editorial: “Maria führt uns auf den Weg des Gebets, weil Beten glücklich macht.”  – Als ob irdisches Glück oder Glücksgefühle das entscheidende Ziel des Glaubens sei…

Dr. Raphael Bonelli von Medjugorje beeindruckt

Sodann darf man sich wundern, daß der in konservativ-katholischen Kreisen relativ bekannte Wiener Psychiater Dr. Raphael Bonelli sich als Medjugorje-Fan outet.

In bewegenden Worten schildert er seine Eindrücke von einer etwa zehnminütigen Marienerscheinung Mirjanas, die er in Medjugorje aus der Nähe mitverfolgen konnte. Für ihn steht fest: “Das ist echt!”

Freilich will er als frommer Katholik dem Urteil der Kirche gleichwohl “nicht vorgreifen”, allerdings irrt er sich in zwei Punkten:

1. Er schreibt, die Kirche könne sich noch nicht endgültig zur Frage der Echtheit äußern, “solange die Erscheinungen andauern”. – Diese Fehleinschätzung ist weit verbreitet, wird dadurch aber nicht richtiger. Bischöfe und Vatikan haben mehrfach Erscheinungen bereits abgelehnt, als die angeblichen Phänomene noch stattfanden, zB. in Heroldsbach, Montichiari oder San Damiano.media-390606-2

2. Dr. Bonelli schreibt sodann, daß die Seher unter “aggressiven Haltungen leiden”, die sie angeblich erleben. Er fährt fort: “Die Anfeindungen sind auch ein Zeichen der Glaubwürdigkeit. Letztlich ist es Jesus Christus genauso ergangen.”

Abgesehen davon, daß ein Vergleich zwischen umstrittenen Visionären und dem göttlichen Erlöser schlicht hanebüchen ist, hat der Autor seine “Logik” nicht zu Ende gedacht, denn dann wären auch Häretiker und Schismatiker gleichsam Nachfolger des Heilands gewesen, denn diese waren auch mit allerlei “Anfeindungen” seitens der Kirche konfrontiert. 

Nicht jeder bedrängte Mensch ist ein guter Mensch  –  einmal abgesehen davon, daß die Medju-Visionären sich seit 33 Jahren unter der Verehrung von Millionen Fans sonnen können.

Dr. Bonelli erwähnt selber in seinem Beitrag, daß sich zehntausend begeisterte Menschen bei jener Erscheinung Mirjanas einfanden, die er miterlebt hat. Niemand aus der frommen Pilgerschar hat auch nur ein Kieselsteinchen nach der Visionärin geworfen  – so fragt man sich doch, wo denn die beklagten “Anfeindungen” bleiben.

Wieder mal ein “Sonnenwunder”…

Sodann folgt das Zeugnis eines “C. Schmid” über seine Wallfahrt nach Medjugorje, wobei er auf der Rückreise ein “Sonnenwunder” gesehen haben will. Dieses Phänomen wird recht häufig berichtet. 131223-stern-von-bethlehem_b87bfae72c

Bezeichnenderweise werden die mirakelhaften Veränderungen an der Sonne oftmals nur von einem Teil der Pilger wahrgenommen. Auch in diesem Fall räumt der Autor ein, daß nicht alle Anwesenden das “Sonnenwunder” schauen konnten.

Dies bestätigt die Vermutung, daß es nicht objektiv stattfindet, sondern subjektiv bedingt ist.

Sodann schildert der Verfasser, daß ihm eine bis dahin unbekannte Frau “ein Tüchlein aus San Damiano” überreichte, was ihn offenbar sehr bewegt hat, denn sein verstorbener Bruder habe ebenfalls ein solches Damiano-Tüchlein von einer Bekannten erhalten, als er schwerkrank war. Er glaubte damals an eine Heilung mittels des Tüchleins.

Dies klappte zwar nicht, weil er verstarb, doch liegt das Problem ohnehin an einem anderen Punkt:

Die “Marienerscheinungen” von San Damiano, die an “Mamma Rosa” ergangen sind, wurden seitens des zuständigen Bischofs eindeutig abgelehnt. Doch das Urteil der Kirche scheint ohnehin kaum  jemanden aus der erscheinungsbewegten Szene zu interessieren.

Die Zeitschrift schließt mit einer Medju-Botschaft vom 2. Juli dieses Jahres. Dabei soll die vermeintliche Gottesmutter sich als “Mutter der ganzen Welt” bezeichnet haben, was aber kein kirchlicher Titel für Maria ist; sie wird vielmehr als “Mutter der Christgläubigen” (und der Kirche) verehrt, was theologisch einen erheblichen Unterschied darstellt.

Sodann heißt es dort: “Mein Sohn ist allmächtig. Er ist in allem.”  – Christus ist keineswegs “in allem”, er ist zB. nicht in der Hölle gegenwärtig.  – Reichlich verschwommen bis pantheistisch klingen die weiteren “Himmelsbotschaften”:

“Ich habe es erkannt, daß Gott in uns ist und wir in Gott. (…) Ich möchte euch alle mit mir in der Ewigkeit haben, denn ihr seid ein Teil von mir.”

Solche Töne sind im besten Falle überflüssig, wenn nicht sogar irreführend.


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