FAZ: Syrischer Patriarch übt Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am heutigen 4. Oktober unter dem Titel „Syrischer Patriarch kritisiert deutsche Flüchtlingspolitik“ berichtet, befindet sich Gregorios III. Laham derzeit in Frankfurt. Er ist das Oberhaupt der mit Rom verbundenen, griechisch-melkitischen Kirche, die auch in Syrien vertreten ist.  Asylverfahren-100_03

Die Bereitwilligkeit der Bundesregierung, Kriegsflüchtlingen aus Syrien Schutz zu gewähren, werde dort „so verstanden, als wolle Deutschland soundsoviele Leute haben“.

Die FAZ schreibt weiter, der syrische Patriarch habe „Vorbehalte gegen die hohe Aufnahmebereitschaft Deutschlands“ geäußert. 

Gewiss sei Angst ein Fluchtmotiv, aber diese Angst werde vom „Islamischen Staat“ bewusst geschürt, so das geistliche Oberhaupt weiter. Andere Gründe für die Abwanderung aus Syrien seien „Hoffnung auf besseres Leben und eine bessere Zukunft“ wie auch Lust auf „Abenteuer“, sagte Gregorios III. Die Ausreisewelle verglich er mit einer „Epidemie“.

Quelle und vollständiger FAZ-Artikel hier: http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/syrischer-patriarch-kritisiert-deutschlands-fluechtlingspolitik-13893521.html


Syrien: Katholischer Bischof appelliert an Obama: „Lassen Sie uns in Ruhe!“

Der melkitisch-katholische Erzbischof von Bosra und Hauran in Syrien, Nicolas Antiba, hat an den Westen appelliert, Pläne für eine militärische Intervention endgültig aufzugeben.

Im Gespräch mit KIRCHE IN NOT erklärte Antiba, die syrische Krise verschlimmere sich durch die „aus dem Ausland in das Land strömenden Kämpfer und Waffen“. Diese seien „wie ein Krebsgeschwür” für das Land.

Der Erzbischof befürchtet, dass sich die Lage immer weiter verschlechtern werde, wenn weiterhin Waffen in das Land gebracht würden. „Hier kämpfen nicht Syrer gegen Syrer – diejenigen, die sich an den Kämpfen beteiligen, sind Nicht-Syrer”, sagte Erzbischof Antiba.

Er wandte sich in einem Appell direkt an Präsident Obama: „Sie sprechen immer vom Frieden – bitte lassen Sie uns in Ruhe und setzen Sie Ihre Ideen für den Frieden in die Praxis um!“

Quelle: Kath. Hilfsorganisation „Kirche in Not“