Argentinien: Tod nach legaler Abtreibung

Eine junge argentinische Frau ist am 11. April 2021 nach einer chemischen Abtreibung verstorben. Im Dezember 2020 wurde in dem südamerikanischen Land die Abtreibungsfreigabe verabschiedet.

María del Valle González López war eine 23-jährige Studentin in der Stadt La Paz in der Provinz Mendoza. Laut der Zeitung Clarín begab sie sich am 7. April für eine Abtreibung in das Krankenhaus Arturo Illia in La Paz.

„Dort wurde ihr ein Medikament verschrieben – vermutlich Misoprostol. Am Freitag begann sie sich krank zu fühlen. Sie wurde in die Klinik nach Perrupato überwiesen, wo eine allgemeine Infektion diagnostiziert wurde, die offenbar zu ihrem Tod geführt hat“, berichtete Clarín.

Misoprostol wird verwendet, um eine Abtreibung in der ersten Phase der Schwangerschaft herbeizuführen oder eine Fehlgeburt zu beschleunigen. Mögliche Risiken sind Blutungen und ein tödlicher hypovolämischer Schock.

In der Regel wird bei einer Frau, die Misoprostol einnimmt, anschließend eine Dilatation und Kürettage durchgeführt, um Reste des getöteten Kindes aus der Gebärmutter zu entfernen. Wenn dies mit nicht voll-sterilen Geräten geschieht, kann eine allgemeine Infektion die Folge sein.

Die Verstorbene war eine aktive Abtreibungsbefürworterin und Leiterin der „Radikalen Jugend“ in Mendoza.

Quelle und vollständige Nachricht hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/junge-mutter-stirbt-nach-legaler-abtreibung-in-argentinien-8240


Keine Weinköniginnen mehr? – Gender ist in der argentinischen Provinz angekommen

Wie der Nachrichtenblog Amerika-21 berichtet. gibt es in Argentinien derzeit Debatten über Geschlechter-„Stereotype“, die durch Wahlen zur Weinkönigin angeblich zementiert werden:

So habe sich der Gemeinderat im argentinischen Departamento Guaymallén vorige Woche gegen die traditionelle Weinköniginnenwahl gestellt.

Ausgerechnet die eher konservativen Bürgerunion UCR habe den Gesetzesvorschlag eingebracht. Dies sei eine Antwort „auf den Paradigmenwechsel, der unsere Gesellschaft durchzieht „, weshalb es notwendig sei, das Fest den „neuen Gegebenheiten anzupassen“.

Weiter heißt es: „Guaymallén gehörte zu den 18 Departamentos der Provinz Mendoza, die seit 1936 jedes Jahr junge Frauen für die Wahlen zur Weinkönigin aufstellen.“

Die amtierende Weinkönigin Daniela Vanin verteidigt laut Bericht die Wahl – und es handle sich nicht nur um einen Schönheitswettbewerb, wenn auch andere Qualitäten der Frauen hervorgehoben würden.

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Kommunistisches Kuba: 80 Bürgerrechtler verhaftet und mißhandelt

Bereits zwei Tage nach seinem Tod am vergangenen Freitag  (20.1.2012) fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen das Begräbnis des durch Hungerstreiks verstorbenen Bürgerrechtlers  Wilman Villar Mendoza in der ostkubanischen Stadt Contramaestre statt, wie die Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet.

Nach Angaben des Bürgerrechtsverteidigers Jorge Cervantes überstieg die Zahl der Sicherheitskräfte die der Einwohner von Contramaestre. Mitglieder der christlichen Gefangenenhilfsorganisation „Frauen in Weiß“ und die aus ganz Kuba angereisten Menschenrechtsaktiven wurden an der Teilnahme am Begräbnis gehindert, so die IGFM.

Sechs „Frauen in Weiß“ (christliche Gefangenenhilfsgruppe) wurden direkt vor dem Friedhof verhaftet.

Insgesamt wurden seit dem Todestag von Wilman Mendoza  80 Systemkritiker festgenommen und mißhandelt.

Die beiden Mitglieder der „Frauen in Weiß“ (Milagros Ramirez und Maritza Romero) sowie der Menschenrechtsaktive Juan  Osoria sind immer noch in Haft.

Wilmar Mendoza starb nach einem 50 Tage dauernden Hungerstreik im Krankenhaus „Juan Bruno Zayas“ in Santiago de Cuba.  Mit seinem Hungerstreik protestierte der 31-Jährige, der nach einer friedlichen Protestkundgebung am 14. November 2011 verhaftet und wegen „Widerstands gegen die Staatsgewalt“ und „Körperverletzung“ zu vier Jahren Gefängnis verurteilt wurde, gegen seine willkürliche Verhaftung und die von der Staatssicherheit erfundenen Anklagepunkte.

Kubanische Bürgerrechtler berichten, dass Villar Mendoza während seiner Haft psychisch und physisch gefoltert wurde. Um seinen Widerstand zu brechen, wurde ihm zeitweise sogar das Trinkwasserverweigert.

Die Bürgerrechtler Angel Moya,  Jorge L. Artiles und der Journalist Guillermo Fariñas, der 2010 mit dem Sacharow-Preis des Euorpäischen Parlaments ausgezeichnet worden ist, wurden festgenommen, als sie in Santa Clara einen friedlichen Protestmarsch aus Solidarität mit Wilman Mendoza und seiner Familie veranstalteten. Nur Guillermo Fariñas konnte inzwischen das Gefängnis wieder verlassen.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba:
http://www.igfm.de/Kuba.456.0.html


Kommunistisches Kuba: Gefolterter Bürgerrechtler Mendoza ist verhungert

Wilmar Villar Mendoza ist am 18. Januar 2012 nach einem 50 Tage dauernden Hungerstreik verstorben.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, ist der Bürgerrechtsverteidiger am Abend des 18. Januar in einem Krankenhaus in Santiago de Cuba gestorben.

Mendoza, der bei einer friedlichen Protestkundgebung am 14. November 2011 in der Stadt Contramaestre festgenommen wurde, protestierte per Hungerstreik gegen seine willkürliche Verhaftung und die erfundenen Anklagepunkte.

Wilmar Villar Mendoza war Mitglied der Oppositionsbewegung „Patriotische Union Kubas“ (UNPACU).

Wie die IGFM berichtet, wurde der 31-Jährige in einer Gerichtsverhandlung wegen „Widerstands gegen die Staatsgewalt“ und „Körperverletzung“ zu vier Jahren Haft verurteilt.

Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurde er während seiner Inhaftierung psychisch und physisch gefoltert. Mendoza sei zeitweise nackt in eine so genannte „Wasserzelle“ gesperrt worden, in der Gefangene stundenlang im Wasser stehen müssen. Immer wieder wurden ihm außerdem Trinkwasser und medizinische Versorgung verweigert.

Der Tod des Gewissensgefangenen löste eine landesweite Protestwelle aus, das Castro-Regime setzt nun auf verstärkte „Sicherheitsmaßnahmen“; um Ausschreitungen zu verhindern.

Das Krankenhaus „Juan Bruno Zayas“ wird von Angehörigen des Militärs bewacht, da zahlreiche Dissidenten und Menschenrechtsaktivisten versuchen, in das Krankenhaus zu gelangen, um Mendoza die letzte Ehre zu erweisen. Nicht einmal seiner Witwe Maritza Pelegrino Cabrales, Mitglied der christlichen „Damen in Weiß“, ist es erlaubt, die Leiche Villar Mendozas zu sehen.  Das Haus des IGFM-Mitgliedes Jorge Perez „Antunez“ und seiner Frau Yris Aguilera wird von Sicherheitskräften bewacht.

Elizardo Cruz, Vorsitzender der offiziell verbotenen, aber tolerierten „Kubanischen Kommission für Menschenrechte und Nationale Versöhnung“ (CCDHRN) berichtete der IGFM, daß es in Kuba allein im vergangenen Dezember 796 politische Verhaftungen gab. Damit bricht das kommunistische Castro-Regime alle Negativ-Rekorde der letzten 30 Jahre.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in Kuba: http://www.igfm.de/Kuba.456.0.html