Nordkoreanische Flüchtlinge – meist Frauen – werden in China ausgebeutet und versklavt

Die Vereinten Nationen begehen seit 2014 jährlich am 30. Juli den „Welttag gegen Menschenhandel“. Aus diesem Anlass weist die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) auf eines der grausamsten Flüchtlingsdramen Asiens hin, das in Europa fast vergessen ist: 

Tausende Flüchtlinge aus dem steinzeitkommunistischen Nordkorea werden im maoistischen China durch Menschenhändler in Bordelle gezwungen, als „Ehefrauen“ verkauft oder auf Baustellen ausgebeutet. Frauen wie Männer fristen ein Leben als Sklaven.

Die IGFM weist darauf hin, dass die chinesische Regierung dieses Elend mit einem einzigen Federstrich lösen könnte – aber das genaue Gegenteil tut und dabei offen bindende Völkerrechtsverträge missachtet.

Die genaue Zahl der nordkoreanischen Flüchtlinge ist unbekannt, es handelt sich um ca. 40.000 bis 50.000 Menschen. Rund 75 bis 80 Prozent von ihnen sind Frauen.

Da in der Volksrepublik eine große Zahl von Mädchen vor der Geburt abgetrieben wird, herrscht ein Mangel an Frauen. Ohne die Bedrohung durch die chinesischen Behörden könnte keine Nordkoreanerin in China als Prostituierte oder zwangsverheiratete „Ehefrau“ erniedrigt werden und kein Nordkoreaner bräuchte als Arbeitssklave ausgebeutet werden – denn das demokratische Südkorea ist bereit, alle Flüchtlinge aus dem Norden aufzunehmen, erklärt die IGFM.

Doch die chinesische Regierung verweigert ihnen die Ausreise und droht damit, die Flüchtlinge in die Hölle der Folterlager Nordkoreas abzuschieben.

Die Nordkoreaner erhalten nicht die geringste Unterstützung durch die chinesischen Behörden – im Gegenteil: Wer ‚illegale‘ Nordkoreaner unterstützt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. Diejenigen, die Flüchtlinge bei der Staatsmacht denunzieren, werden belohnt.

Frauen, die zwangsverheiratet oder in ein Bordell verkauft wurden, leben in der ständigen Furcht, an die chinesischen Behörden ausgeliefert und nach Nordkorea abgeschoben zu werden.

Weitere Infos: http://www.igfm.de


Menschenhandel: Die Kehrseite der Migration

Schwester Neusa de Fatima Mariano, die Generaloberin der Scalabrini-Missionsschwestern erklärte anlässlich des Weltgebetstages gegen Menschenhandel am 8. Februar, Einwanderungen könnten zwar grundsätzlich auch der Völkerverständigung dienen:  

„Aber heute verbirgt sich dahinter ein negatives und monströses Element, nämlich der Menschenhandel. Hier verbergen sich die internationale Mafia, Gewalt, Ausbeutung und neue Formen der Sklaverei.“

In diesem Jahr feiere „Talitha Kum“, ein 2009 von der Internationalen Vereinigung der Generaloberinnen (UISG) gegründetes internationales Netzwerk das zehnjährige Jubiläum im Kampf gegen den Menschenhandel auf fünf Kontinenten.

Das Netzwerk ist heute in 77 Ländern auf 5 Kontinenten in den Bereichen Prävention, Bewusstseinsbildung, Schutz, partnerschaftliche Zusammenarbeit und Gebet tätig (13 in Afrika, 13 in Asien, 17 in Amerika, 31 in Europa, 2 in Ozeanien).

In den 34 Ländern, in denen es keine nationalen Netzwerke gibt, verfügen die regionalen oder kontinentalen Büros über Referenzgruppen oder Kontaktpersonen. In dieser Zeit wurden 34 Kurse für den Aufbau von Netzwerke sowie ein Pilotkurs für die Schulung von 22 Verantwortungsträgern bei „Talitha Kum“ für gemeinsame Aktionen gegen den Menschenhandel durchgeführt.

Mehr als 1.000 ausgebildete Ordensschwestern, die in 65 Ländern tätig sind und über 2.000 Teilnehmer wirken in den von den Ordensfrauen geführten Netzwerken auf verschiedenen Ebenen am Kampf gegen den Menschenhandel mit.

Weltweit verfügt „Talitha Kum“ über 150 operative Gruppen. Zu den nationalen Gruppen kommen Untergruppen, die durch 17 nationalen Netzwerke verbunden sind.

Quelle: Vatikanischer Nachrichtendienst Fides


England: Prozeß gegen Kinderschänderring

Im nordenglischen Huddersfield soll ein Kinderschänderring über Jahre hinweg Mädchen systematisch mißbraucht haben. Im nun beginnenden Prozeß müssen sich 30 Männer und eine Frau vor Gericht verantworten, berichtet The Guardian.

Den Angeklagten wird zur Last gelegt, zwischen 2005 und 2012 fünf Mädchen im Alter von zwölf bis 18 Jahren über ein Netzwerk für sexuelle Handlungen angeboten und verkauft zu haben. Einige der mutmaßlichen Täter sollen miteinander verwandt sein, da sie denselben Nachnamen Hussain tragen. Ihnen werden unter anderem Vergewaltigungen, sexueller Mißbrauch und Menschenhandel vorgeworfen.

Der Fall weist Parallelen zu ähnlichen Verbrechensserien in Rotherham und Telford auf. Dort waren ebenfalls über mehrere Jahre insgesamt über 2.400 englische Mädchen von überwiegend pakistanischen Banden systematisch sexuell mißbraucht worden.

Die Taten hatten großes Aufsehen erregt, da Behörden und Polizei weggesehen hätten, aus Angst, als „rassistisch“ zu gelten.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2018/jahrelanger-kindesmissbrauch-31-verdaechtige-stehen-vor-gericht/

Foto: IGFM


Zwangsprostitution: Menschenhändlern und Schleusern das Handwerk legen

Am heutigen 30. Juli 2018 findet der fünfte Internationale Tag gegen Menschenhandel statt. Dazu erklärt der menschenrechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand:

„Die Bekämpfung von Menschenhandel muss auf einem Ansatz beruhen, der Prävention, Schutz der Opfer und Strafverfolgung der Täter miteinander verzahnt. 

Das mit gravierenden Menschenrechtsverletzungen einhergehende Verbrechen des Menschenhandels muss auch aufgrund der hohen und immer weiter steigenden Flüchtlingszahlen weltweit verstärkt und entschlossen bekämpft werden. Das Flüchtlingshilfswerk der UNO (UNHCR) registriert aktuell 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht. 

Nach Angaben des UNHCR sind weltweit über 200 Millionen Menschen Opfer von Menschenhändlern. Über zwei Drittel von ihnen werden in die Prostitution gezwungen und ihrer Menschenrechte beraubt. 70 Prozent der gehandelten Menschen sind Frauen und Kinder.  .

Dieses Verbrechen ist für die Täter besonders einträglich. Der zu erzielende Profit mit der ‚Ware Mensch‘ ist höher als der mit illegalem Drogen- und Waffenhandel. Mit falschen Versprechungen werden die Betroffenen in Zwangsverhältnisse gebracht, denen sie kaum entkommen können. Gelingt ihnen die Befreiung, bleiben sie oft ein Leben lang mit schwersten Traumatisierung zurück.

In Deutschland blicken wir im Oktober auf das seit zwei Jahren in Kraft befindliche Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2011/36/EU des Europäischen Parlaments vom 5. April 2011 zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels zurück. Über 150 Staaten haben Menschenhandel inzwischen ebenfalls unter Strafe gestellt.

Menschenhändler und Schleuser agieren mit ihrem schmutzigen Geschäft über Grenzen und Kontinente hinweg. Ihnen das Handwerk zu legen, bleibt eine Herausforderung für die internationale Staatengemeinschaft.“ 

Foto: IGFM


Gesetz zum besseren Schutz von Zwangs-Prostituierten scheiterte an Minister Maas

2. Dezember: Internationaler Tag gegen Sklaverei

Am 2. Dezember wird der von der UNO gegründete „Internationale Tag zur Abschaffung der Sklaverei“ begangen. Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker:

„Von moderner Sklaverei ist auch Deutschland betroffen. Mit dem in der letzten Legislaturperiode in Kraft getretenen Gesetz zur Verbesserung und Bekämpfung des Menschenhandels haben wir einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Zwangsprostitution, Zwangsarbeit und Menschenhandel getan.

Die Strafvorschriften wurden objektiver und damit praktikabler ausgestaltet. Das wird es in der Praxis einfacher machen, die Täter tatsächlich zur Verantwortung zu ziehen.

Wir dürfen den internationalen Kampf gegen Sklaverei nicht schleifen lassen. In vielen Ländern der Welt werden kleine Kinder nicht zur Schule, sondern zur Arbeit geschickt.

In Deutschland besteht noch gesetzgeberischer Handlungsbedarf bei der Ausbeutung von Prostituierten.

Eine Verschärfung der Strafvorschriften der Ausbeutung von Prostituierten und Zuhälterei scheiterte bisher allerdings leider am Bundesjustizminister. Aus Sicht der CDU/CSU-Fraktion verdienen die Opfer von Zwangsprostitution mehr Schutz – dafür werden wir uns auch weiter einsetzen.“


Pakistan: Menschenhandelsexperte besucht Sklaven einer Ziegelei in Lahore

Opfer sind vor allem die „Unberührbaren“

Der Präsident des Internationalen Rates der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und Autor des Buches ‚Menschenhandel‘, Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, hat in der Nähe von Lahore im islamisch regierten Pakistan Ziegeleien aufgesucht, in denen Sklaven unter unwürdigsten Umständen Ziegel herstellen.

„Ich habe schon viel Übles in der Welt gesehen, aber das gehörte wirklich mit zum Schlimmsten“, äußerte Schirrmacher anschließend. Besonders schockiert habe ihn, dass kleine Mädchen ihre Mütter nachahmten, indem sie von morgens bis abends über die von den Vätern geformten Steine kröchen und diese zum Trocknen umdrehten.

Statt zur Schule gehen zu dürfen, wüchsen sie mit dem Bewusstsein auf, dass das das wahre Leben sei. Deswegen gäbe es auch keine Wachen, die Sklaven würden sowieso nicht davonlaufen.

Die Sklaven gehören fast ausschließlich zu den sog. Dalits, früher Kastenlose oder Unberührbare genannt. Die meisten sind Hindus oder Muslime, viele aber auch Christen. Diese seien doppelt diskriminiert, so Prof. Schirrmacher, weil sie mitten in der unwürdigen Sklaverei oft noch von muslimischen Sklaven und sowieso von Sklavenhaltern vergewaltigt, der Blasphemie beschuldigt, gefoltert und umgebracht würden.

Die pakistanische Rechtsanwältin Aneequa Anthony, Vorsitzende von „The Voice“, der pakistanischen Partnerorganisation der IGFM, zeigte Thomas und Christine Schirrmacher den Ort, an dem 2014 ein Ehepaar bei lebendigem Leib in den Ziegelofen geworfen wurde (siehe Foto: hier mit Dr. Schirrmacher, Michaela Koller und Anthony).

Anthony vertritt die drei Waisenkinder vor Gericht. Die IGFM und das Bonner Hilfswerk Gebende Hände unterstützen die Arbeit der Rechtsanwaltsvereinigung, die sich für religiöse Minderheiten in Pakistan einsetzt.

Es gibt gemäß der australischen Walk Free Foundation und ihrem jährlichen Global Slavery Index 2016 45,8 Mio. Sklaven weltweit. 58% aller Sklaven leben in 5 Ländern: Indien, China, Pakistan, Bangladesh und Usbekistan, alle in der Region von und um Pakistan. Die höchsten Prozentsätze an Sklaven finden sich in Nordkorea (4,373), Usbekistan (3,973), Kambodscha (1,648), Indien (1,403) und Qatar (1,356).

Deutschland liegt mit 15 anderen westlichen Demokratien (vor allem Westeuropa, USA, Neuseeland) auf dem Platz mit dem geringsten Prozentsatz an Sklaven. Im globalen Süden hat Brasilien diesen Platz inne, in der Gruppe derer, die auf Platz 2 liegen, mit 0,078%.

BILD: Prof. Schirrmacher im Gespräch mit Sklaven der Ziegelei in Lahore (Beide Fotos: © BQ / Warnecke)

In Pakistan sind nach diesem Index 1,13% der 188.925.000 Einwohner Sklaven, also 2.134.900. Auch von verschiedenen anderen Quellen wird die Zahl von 2 Mio. Sklaven in Pakistan geschätzt.

1990 entschied der Oberste Gerichtshof im Urteil Darshan Mashih vs State (1990), dass Schuldknechtschaft verboten und mit der Verfassung nicht vereinbar sei. Daraus folgte dann 1992 der Bonded Labour System (Abolition) Act. Geändert hat sich seitdem fast nichts.

Hauptproblem ist, dass das verschachtelte System vom Besitzer/Unternehmer über Subunternehmer hin zu den Sklaven am Ende von örtlichen Gerichten und der Polizei geschützt wird. Die Polizei inhaftiert geflohene oder protestierende Sklaven oder lässt gleich private Gefängnisse zu.

Typisch ist, dass selbst verhältnismäßig kleine geliehene Summen von zum Beispiel 75 $ nie abgezahlt werden können, sondern zu lebenslanger Abhängigkeit führen, ja an die Kinder vererbt werden, die dann Sklaven bleiben, obwohl das Vererben solcher Schulden gesetzlich verboten ist.

Solche Sklaverei gibt es in der Teppichweberei, der Landwirtschaft, aber in den meisten Fällen in der Ziegelherstellung, die sich im Umland aller Großstädte in Pakistan findet. Eine Familie muss dabei pro Tag 1000 Ziegel von Hand herstellen. Jeder fehlende oder zerbrechone Ziegel wird vom Lohn abgezogen.

Die Unternehmer kaufen abgelegene Grundstücke, die den nötigen Schlamm haben und wo die geformten Ziegel zu großen Öfen zusammengeschichtet werden können. Die Sklaven leben solange auf diesen Grundstücken in erbärmlichen Verhältnissen und müssen natürlich Miete bezahlen.

Im Umfeld der Sklaverei finden weitere Verbrechen statt. Schon kleine Kinder müssen helfen und können keine Schule besuchen. Die Kindersterblichkeit ist vor allem wegen des verdreckten Trinkwassers hoch. Ich habe Kinder im Vorschulalter gesehen, die neben ihren Müttern her kriechend den ganzen Tag Ziegel für Ziegel zum Trocknen umgedreht haben und denken, dass daraus das Leben besteht.

Mädchen und Frauen sind meist Freiwild und werden von den Unternehmern/Besitzern, von deren Vertragsmitarbeitern, ja oft auch von anderen Sklaven vergewaltigt, ja selbst noch in miesen Klasse-C-Gefängnissen von Polizisten und Häftlingen.

Quelle: https://www.bucer.de/ressource/details/bonner-querschnitte-302017-ausgabe-491.html


EU-Menschenrechtsbeschluß gegen Leihmutterschaft und Menschenhandel

Gestern hat die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte entschieden, dass „die Entfernung eines Kindes durch die Behörden, das durch gestationale Leihmutterschaft geboren wurde und wo keine biologische Bindung zu den Wunscheltern vorliegt, nicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstößt“. eu

Das bahnbrechende Urteil stärkt den Schutz von Kindern, die durch Leihmutterschaft geboren wurden und Menschenhandel zu unterbinden hilft.

2011 schloss ein italienisches Ehepaar einen Leihmutterschaftsvertrag in Russland ab. Das Kind, das auf der Basis dieser Vereinbarung geboren wurde, hatte keine biologischen Bindungen mit seinen Wunscheltern.

Das Ehepaar brachte das Kind mit einer gefälschten Geburtsurkunde nach Italien, wo man die italienischen Behörden aufforderte, das Kind als ihr Kind zu anzuerkennen. Der Antrag wurde von den Behörden abgelehnt, die das Baby unter Vormundschaft stellten. Später wurde das Kind von einem anderen Paar adoptiert.

Das Ehepaar, das für die Leihmutterschaftsvereinbarung verantwortlich war, brachte den Fall vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der nunmehr entschieden hat, dass Italien die Europäische Menschenrechtskonvention nicht verletzt hat. prolifeusa

Der Gerichtshof folgt der Auffassung, dass  –  da keine biologische Verbindung zum Kind vorliegt  –  der Staat nicht verpflichtet ist, die legale Abstammung bei Leihmutterschaftsvereinbarungen anzuerkennen.

Außerdem erklärte der Gerichtshof, dass der Zweck nicht die Mittel heiligt: ein durch Leihmutterschaft gekauftes Kind kann auch deswegen nicht anerkannt werden, weil dadurch die nationalstaatlich verbotene Prozedur der Leihmutterschaft nachträglich legitimiert werden würde.

FAFCE begrüßt diese Entscheidung, die den Schutz von Kindern stärkt und ein deutliches Signal gegen Leihmutterschaft und Menschenhandel ist:

„Es ist sehr positiv, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit diesem Urteil das Recht des Staates anerkannt, Leihmutterschaftsvereinbarungen nicht zu legitimieren. Das Urteil bestätigt die Notwendigkeit, die Rechte von Kindern, die auf der Basis von  Leihmutterschaftsvereinbarungen geboren werden, zu verteidigen und die derzeit existierende Grauzone  zu einem vermeintlichen „Recht auf ein Kind“ zu stoppen“  sagt FAFCE-Präsident Antoine Renard.

Der Zusammenhang von Leihmutterschaft und Menschenhandel wird mit der „ergänzenden Stellungnahme“ des russischen Richters Dmitry Dedov unterfüttert, die lautet: “Menschenhandel geht Hand in Hand mit Leihmutterschaftsvereinbarungen. Die Tatsachen im vorliegenden Fall zeigen eindeutig, wie leicht es ist, Menschenhandel formell als eine Leihmutterschaftsvereinbarung hinzustellen. leben01.jpg_1024_1

Das Phänomen der Leihmutterschaft selbst kann sich als sehr gefährlich für das Wohlergehen der Gesellschaft erweisen. Ich verweise nicht auf die Kommerzialisierung von Leihmutterschaft, sondern auf jede Form von Leihmutterschaft.“

BILD: Demonstration für Lebensrecht und Würde der Kinder in Berlin

FAFCE lobt die italienischen Behörden, die  die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofes in dieser sensiblen Angelegenheit angerufen haben. Der Gerichtshof bestätigt mit seinem Urteil, dass der italienische Gesetzgeber versucht hat, Kinder vor illegalen Praktiken zu schützen, die unter den Begriff Menschenhandel fallen.

Im vorliegenden Fall durch das Verbot der privaten Adoption, die auf  der Basis eines Vertrages von Einzelpersonen zustande kommen sollte und durch die Beschränkung des Rechts von Adoptionseltern, ausländische Minderjährige nach Italien zu bringen, wo internationale Adoptionsvorschriften eingehalten werden.

Dieses Urteil folgt der Ablehnung eines Berichts in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, der bei Zustimmung die Tür zur Anerkennung von Leihmutterschaft geöffnet hätte. Es gibt viele europäische Staaten, die Leihmutterschaft verbieten und viele, die bereit sind, diese Praxis zu beschränken.

Das heutige Urteil ist uns Ermutigung, den Kampf gegen Leihmutterschaft fortzusetzen, denn diese Praxis geht automatisch mit Menschenhandel und Ausbeutung einher.

FAFCE ist eine Föderation katholischer Familienverbände in Europa: http://www.fafce.org/index.php?lang=de