Sexueller Missbrauch: Prof. Steller warnt vor Menschenjagd und Falschbeschuldigungen

Der renommierte deutsche Aussage-Psychologe Professor Max Steller ruft die katholische Kirche dazu auf, bei ihren Bemühungen um Aufklärung von sexuellem Missbrauch durch Geistliche die lebenszerstörenden Folgen von Falschverdächtigungen nicht aus den Augen zu verlieren.

In einem Beitrag für „Die Tagespost“ legt der em. Professor für Forensische Psychologie an der Freien Universität Berlin anhand eines Falls aus dem Erzbistum Köln dar, wie als subjektive wahr empfundene Scheinerinnerungen Geistliche zu Unrecht belasten können.

„Offenbar reichen ungesicherte Beschuldigungen, um verstorbene ehemalige Bedienstete an den Pranger zu stellen. In mir steigt ein beängstigendes Gefühl auf, wenn Aufdeckungseifer zur Menschenjagd mutiert“, so Professor Steller.

Quelle und weitere Infos hier: https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/psychologe-aufdeckungseifer-mutiert-zu-menschenjagd;art4874,216130


Causa Limburg: „Diese Menschenjagd ist eine Schande für unser Land“

Das Ehepaar Günter und Waltraud Golla aus Wiesbaden sandte folgenden Leserbrief an die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) zu deren Berichten über Bischof Tebartz-van Elst; die Zuschrift wurde am heutigen 3. November auf Seite 11 veröffentlicht:

Mit der Berichterstattung und den Kommentaren zum Bischof Tebartz-van Elst sind wir nicht einverstanden. Die Vorverurteilung des Bischofs in Limburg und die damit verbundene Menschenjagd ist eine Schande für unser demokratisches Land.

Dem Bischof blieb nur die Flucht in den Vatikan. Wir haben uns vor Ort in Limburg am 5.9.2013 erkundigt. Fanden dort eine lobenswerte Lösung der vom Bistum beschlossenen Bauaufgabe vor und stellten fest, es gibt weder eine Kostenexplosion noch einen Protzbau. Es ist eine Investition in die Zukunft und für die Stadt.“