Hamburg: Wie das SEK die Randalierer durch entschlossenes Vorgehen bremste

„Solche Gewalt habe ich als Polizist noch nie erlebt“

Das Info- und Mailportal „Web.de“ veröffentlicht am heutigen Donnerstag (13.7.) ein dpa-Interview mit dem Kommandoführer des SEK (Sondereinsatzkommandos) der Polizei, Sven Meves, über den lebensgefährlichen Einsatz seiner Spezialtruppe gegen die eskalierende Gewalt im Hamburger Schanzenviertel in der Nacht vom 7. auf den 8. Juli 2017 anläßlich der linksradikalen Krawalle gegen den G20-Gipfel.

Der 57-jährige SEK-Chef erklärt, wie die sächsische Elitetruppe   – gemeinsam mit der österreichischen Cobra-Einheit   – den Kollegen der Bereitschaftspolizei überhaupt erst ermöglichte, zu den „extrem gewaltbereiten“ Randalierern vorzudringen. Diese bewarfen die Beamten von Häuserdächern aus mit Wurfgeschossen und blockierten ihnen so den Weg. 

Meves berichtet, der SEK-Einsatz sei zunächst nicht geplant gewesen. Nachdem aber akut die „Gefährdungslage“ für Polizei und Bevölkerung erkannt wurde, habe man das Spezialkommando nach Hamburg geordert, damit sie Gebäude im Schanzenviertel durchkämmen und „vor allem die Dächer von Personen befreien“.

Der Kommandoführer erklärt gegenüber dpa: 

„Solche Gewalt habe ich als Polizist, und ich bin schon über 30 Jahre Polizist, noch nie erlebt. Und von daher war das für uns auch gefühlsmäßig kein Vorgehen gegen Demonstranten, sondern gegen Rechtsbrecher, mögliche Verbrecher, die versucht haben, sowohl Polizeibeamte als auch die Bevölkerung an Leib und Leben zu schädigen – möglicherweise sogar lebensgefährlich zu verletzen. Die Hauptaufgabe von Spezialeinheiten ist die Rettung gefährdeter Menschenleben.“

Die SEK-Kollegen öffneten in einem halben dutzend Häusern geschlossene Türen durch spezielle Schußwaffen-Munition, fesselten Straftäter und führten sie ab. Danach habe man keine Randalierer mehr feststellen können, die „Dynamik der Straftäter war absolut raus“, erklärt Meves, zumal die Spezialeinheit in den Gebäuden „sehr robust“ vorgegangen seien, z.B. durch Ablenkungs-Pyrotechnik, Schußwaffengebrauch beim Türöffnen usw.

Quelle für die Zitate: https://web.de/magazine/politik/g20-gipfel/sek-fuehrer-g20-krawallen-gewalt-erlebt-32426128

 


Erdbeben: Israelisches Frühwarnsystem rettete tausende Menschen in Chile

Das Frühwarnsystem der israelischen Firma eVigilio steckt hinter den Massenevakuierungen beim chilenischen Erdbeben am ersten Weihnachtsfeiertag, welche wahrscheinlich tausende Menschenleben rettete.

Ursprünglich wurde das System zur Warnung vor Raketenangriffen aus dem Gazastreifen entwickelt. Nach dem großen Erdbeben und Tsunami in Chile 2010 ist es dort 2012 installiert worden.

Das System nimmt durch Unterwassersensoren seismische Aktivität in Echtzeit wahr und kann durch Massenbenachrichtigungen per Telefon Menschen in der betroffenen Region warnen.

So konnten in kürzester Zeit 4000 Anwohner und Touristen der südlichen Küstenregion vor einem antizipierten Tsunami in Sicherheit gebracht werden. Durch die punktgenaue Warnung wird gleichzeitig verhindert, dass nicht betroffene Regionen in Panik versetzt werden. Es gab keine Meldungen über Tote oder Verletzte.

Quellen: Jerusalem-Post, israelische Botschaft