Christus war gehorsam bis zum Tod

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Phil 2,6-11: Kreuzkuppel

Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern ER entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; ER erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.

Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt „Jesus Christus ist der HERR“ – zur Ehre Gottes, des Vaters.

Foto: Petrusbruderschaft

 


GOTT wird Mensch: Die Magd des HERRN empfängt den Sohn des Höchsten

Heutige Lesung zum FEST „Verkündigung des HERRN“: Lk 1,26-38:

In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war einem Mann namens Josef anverlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.  media-373855-2

Der Engel trat bei ihr ein und sprach: Sei gegrüßt, du Gnadenvolle, der HERR ist mit dir.
Maria erschrak über diese Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.

Da sprach der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast Gnade bei Gott gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: IHM sollst du den Namen Jesus geben.

ER wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der HERR, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. ER wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Maria sprach zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?

Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich.

Da sprach Maria: Siehe, ich bin die Magd des HERRN; mir geschehe nach Deinem Wort.

Danach verließ sie der Engel.


CHRISTUS ist unser Mittler, der barmherzige und treue Hohenpriester vor GOTT

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Brief an die Hebräer 2,14-18:

Da nun die Kinder Menschen von Fleisch und Blut sind,
hat auch ER in gleicher Weise Fleisch und Blut angenommen,
um durch seinen Tod den zu entmachten,
der die Gewalt über den Tod hat, nämlich den Teufel,
und um die zu befreien, die durch die Furcht vor dem Tod
ihr Leben lang der Knechtschaft verfallen waren.
 
Denn ER nimmt sich keineswegs der Engel an,
sondern der Nachkommen Abrahams nimmt ER sich an.
Darum mußte ER in allem seinen Brüdern gleich werden,
um ein barmherziger und treuer Hoherpriester vor Gott zu sein
und die Sünden des Volkes zu sühnen.
 
Denn da ER selbst in Versuchung geführt wurde und gelitten hat,
kann er denen helfen, die in Versuchung geführt werden.
 

Papst Benedikt: Christus ist der „neue Adam“ für uns alle – und das Tor zum Leben

„Christus wurde Mensch im Schoß der Jungfrau Maria“

„Diese ersten Tage des neuen Jahres stehen noch ganz im Licht von Weihnachten.“   –  Das sagte Papst Benedikt am heutigen Mittwoch bei seiner ersten Generalaudienz im neuen Jahr.

„Wir schauen auf das Kind in der Krippe, dessen Geburt die Geschichte erneuert hat.“ –  Immer wieder tauche die Frage nach der Herkunft Jesu auf, so Benedikt, der diesem Thema erst kürzlich den dritten Band seines Werkes „Jesus von Nazareth“ gewidmet hat: 6a40d593df - Kopie

„Viele seiner Zuhörer erkannten ihn nicht als Messias, da sie zu wissen meinten, woher er stammt (vgl. Joh 7,27). Die Evangelien geben uns aber klar Auskunft, dass Jesus vom Vater, vom Himmel kommt.“

Er kommt, so formuliert der Papst, „aus dem Geheimnis Gottes“ –  und zwar auf andere Weise als ein Prophet oder Gottesgesandter:

„Seine Herkunft aus dem Geheimnis Gottes wird besonders deutlich bei der Verkündigung des Engels an Maria: „Der Heilige Geist wird über dich kommen … Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden“ (Lk 1,35). Deshalb bekennen wir im Credo: „Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist aus der Jungfrau Maria“.“

Die Menschwerdung des Erlösers verwirkliche sich „im Schoss der Jungfrau“, so der Papst:  „Maria gehört unverzichtbar zu unserem Glauben an den Gott, der handelt und in die Geschichte eintritt. Sie war bereit, Wohnstatt, Zelt Gottes zu werden. Und das, was durch das Wirken des Geistes in Maria geschieht, ist neue Schöpfung.“

Das hätten schon die Kirchenväter häufig ausgeführt. „Gott setzt damit den Beginn einer neuen Menschheit. Christus ist der neue Adam. In ihm werden wir durch die Taufe zu neuen Menschen. Als seinen Brüdern und Schwestern schenkt Christus uns die wahre Gotteskindschaft.“

Quelle: Radio Vatikan