Polizei stürmte heilige Messe in Paris: Erzbischof Aupetit reagiert empört

Wie das Kölner „Domradio“ berichtet, haben bewaffnete Polizisten am vergangenen Sonntag einen Gottesdienst in Paris gestürmt. Der Vorfall beschäftigt auch den Pariser Erzbischof.

„Wir waren zu siebt: ich, ein Messdiener, ein Sänger, ein Organist und drei Gemeindemitglieder, die die Fürbitten und die Lesungen vorlasen“, zitiert die Zeitung Le Figaro den Priester. Die hl. Messe in der Kirche Saint-Andre-de-l’Europe wurde für die Gemeinde über die Sozialen Medien übertragen.

„Mitten in der Messe drangen drei bewaffnete Polizisten in die Kirche ein“, so der Geistliche. Er erinnerte an die Gesetzeslage, nach der außer der Feuerwehr Amtspersonen erst nach Aufforderung durch den Pfarrer eintreten dürften.

Die Polizisten forderten den Priester demnach auf, die Messe zu beenden; seine Weigerung nahmen sie zu Protokoll und verhängten eine Strafe. Die Beamten verlangten zudem, dass drei Gemeindemitglieder die Kirche verlassen.

Der Pariser Erzbischof Michel Aupetit erinnerte an das „formelle Verbot für die Polizei, eine Kirche mit Waffen zu betreten“. Es gelte, auch während der Corona-Krise einen „kühlen Kopf“ zu bewahren und die Trennung von Kirche und Staat zu respektieren. „Sonst werden wir laut, (…) sehr laut“, erklärte der Oberhirte.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.domradio.de/themen/corona/2020-04-23/erzbischof-aupetit-ausser-sich-polizei-stuermt-gottesdienst-paris?_gb_c=E4156097457B41B8BD7A955EAB6F925B&gb_clk=9-20200423134316-5329293-0-22361