Stuttgart: Judenchristen können sich am Evangelischen Kirchentag 2015 beteiligen

Am Deutschen Evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart kann sich die messianisch-jüdische Bewegung beteiligen. Ihre Mitglieder sind Juden, die an Christus als den im Alten Testament angekündigten Erlöser des Volkes Israel glauben. 0018

Sie verstehen sich als Teil des jüdischen Volkes und seiner Traditionen und nennen sich daher „messianische Juden“.

Beim nächsten Großtreffen des deutschen Protestantismus werden sie die Möglichkeit haben, in fairen Gesprächen ihre Meinung darzustellen und ihr Glaubenszeugnis zu zeigen, sagte der württembergische evang. Landesbischof Frank Otfried July am 5. Juli vor der in Stuttgart tagenden Landessynode.

Nachdem Mitarbeiter des Kirchentags das Programm vorgestellt hatten, betonte der Bischof: „Messianische Juden haben Platz und Stimme auf dem Kirchentag. Darauf kommt es an.“

Damit widersprach July einem Beschluß des Kirchentagspräsidiums, wonach „messianische Gruppen nicht zur aktiven Mitwirkung zugelassen“ werden. Davon ist insbesondere der Evangeliumsdienst für Israel (EDI) betroffen, der messianisch-jüdische Gemeinden in Deutschland unterstützt.

Der Kirchentag wirft ihnen vor, durch missionarische Aktivitäten unter Juden den christlich-jüdischen Dialog zu gefährden.

Landesbischof July zufolge richtet sich der Kirchentagsbeschluss vor allem gegen ihre Mitwirkung auf dem „Markt der Möglichkeiten“. Über die Berechtigung dieser Haltung könne man unterschiedlicher Meinung sein, da es auf dem „Markt der Möglichkeiten“ eine große Bandbreite sehr unterschiedlich ausgerichteter Organisationen gebe, so July.

Quelle: http://www.idea.de


Kirchentag in Hamburg: Bei Judenchristen war die „Toleranz“ zu Ende

Von Christel Koppehele

Im Eröffnungsgottesdienst des 34. Dt. Evangelischen Kirchentags in Hamburg am 1. Mai schwebte eine riesige weiße Hand über dem Haupt der lachenden Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs.

Am Tage darauf brachte das „Hamburger Abendblatt“ dies als Großaufnahme und titelte: „Nicht die Hand Gottes, sondern die Hand der Puppe Dundu bringt die Bischöfin beim Eröffnungsgottesdienst zum Lachen!“

„Soviel du brauchst“  lautete das Thema dieses Protestantentreffens. Man fragte sich:  Wovon? Von wem? Kann man „es“ sich einfach nehmen?

Jedenfalls machte sich dies Motto gut auf einem Schal. Nicht schwarz auf weiß, sondern weiß auf blau. Alle 116.000 Dauergäste trugen ihn fröhlich, lächelnd und bei guter Laune. Alle sind nett. Und das Maiwetter auch. Sollte da nicht der „liebe Gott“ auch nett sein?

Oder die neue Göttin „Toleranz“ ? Die ist   i m m e r   nett und für  a l l e  da. Wirklich für alle, auch hier auf dem Kirchentag?

Nein  –  nicht für die Juden. Ein Aufschrei.   N i c h t    f ü r   d i e   J u d e n !?   – Und  d a s  in Deutschland?  –  D a s  wird bestimmt um die Welt gehen. Als neuer deutscher Antisemitismus.

Allerdings ging es hier um Messianische Juden.  Was, fragt man verwundert, glauben die wirklich an JESUS CHRISTUS als ihren, auch der Juden Heiland und Erlöser?

Ja, aber d a s wollen die anderen Juden hier nicht, die nicht an Christus glauben. Diese haben nun die Verantwortlichen auf dem Kirchentag dazu gebracht, jene Juden, die an  CHRISTUS glauben, hier zu verbieten. Diese durften nicht einmal mit einem Info-Stand in den Messehallen vertreten sein.

Erstveröffentlichung des Artikels in diesem evangelischen Portal: http://bekenntnisbruderschaft.de/bekenntnis-bruderschaft.html


Ausgrenzung: Judenchristliche Gemeinde darf nicht auf dem Evangelischen Kirchentag auftreten

„Messianische Juden stören den christlich-jüdischen Dialog“

Messianische Juden, die an Christus als Messias glauben, dürfen nicht beim Dt. Evangelischen Kirchentag auftreten, der vom 1. bis 5. Mai 2013 in Hamburg stattfindet.

Nach Informationen der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA hatte sich die Berliner jüdisch-messianische Gemeinde „Beit Sar Shalom“ (Haus des Friedensfürsten) beim Kirchentag für den Abend der Begegnung, den Markt der Möglichkeiten, zur Messe im Markt sowie zur Kirchenmusik angemeldet.  IMG_1093

Dies sei vom Kirchentag jedoch abgelehnt worden, erklärte der Pressesprecher der Gemeinde, Andrei Ignatenko (Berlin). Man sei sehr traurig, dass man nicht teilnehmen könne. Der Kirchentag lade Moslems und Buddhisten ein, schließe jedoch jesusgläubige Juden aus.

Folge man dieser Logik, hätten auch die jüdisch-messianischen Apostel Petrus und Paulus keine Chance, an diesem Protestantentreffen teilnehmen zu dürfen. Beit Sar Shalom arbeite auf der Basis der Evangelischen Allianz und sei als befreundetes Werk anerkannt.

Messianische Juden glauben wie Christen, dass Jesus Christus der im Alten Testament angekündigte Heiland ist, halten aber an vielen jüdischen Traditionen fest.

Kirchentagsgeneralsekretärin Ellen Ueberschär erläuterte, dass am Kirchentag nur Organisationen teilnehmen dürften, die dialogorientiert seien und andere nicht verletzen. Zudem besage ein Beschluss des Kirchentagspräsidiums aus dem Jahr 1999, dass die Teilnahme von jüdisch-messianische Organisationen grundsätzlich nicht möglich sei.

In Übereinstimmung mit dem Rat der EKD und dem Zentralrat der Juden in Deutschland lehne man eine auf Bekehrung zielende „Judenmission“ aus theologischen und historischen Gründen ab.

Beim Kirchentag 1999 in Stuttgart wurde der Evangeliumsdienst für Israel, der messianische Gruppen unterstützt, ausgeschlossen mit der Begründung, dass diese Gruppen den christlich-jüdischen Dialog störten.

Quelle: http://www.idea.de


Israel: Anschlag auf judenchristliches Gemeindezentrum in Aschdod

Anfang Januar dieses Jahres ist ein Gebäude der messianischen (judenchristlichen) Gemeinde in Kiryat Gat von Unbekannten niedergebrannt worden. Die Gemeinde von Kiryat Gat ist Teil der messianischen Gemeinde Beit Hallel aus Aschdod.

Pastor Israel Pochtar von Beit Hallel veröffentlichte folgende Nachricht als Antwort auf die offensichtliche Brandstiftung:

„Vor einigen Wochen wurde unsere Gemeinde in Kiryat Gat abgebrannt. Es ist die einzige Gemeinde der Stadt und sie hat eine große Vision für die Zukunft, sie hilft Menschen. Anscheinend war unser Einfluss in der Stadt ein Grund zur „Sorge“ für einige Leute und sie haben beschlossen, unserer Arbeit ein Ende zu setzen, indem sie das Gebäude in Brand gesteckt haben.borMedia1742201

In einer Nacht nach dem Gottesdienst hat augenscheinlich jemand eine Brandbombe (Molotov-Cocktail) durch ein Fenster geworfen. Brandstiftung ist ein kriminelles Vergehen und natürlich hat niemand die Verantwortung dafür übernommen. Der Besitzer des Gebäudes ist jedoch sehr gut in Kiryat Gat vernetzt und versucht nun herauszufinden, wer hinter diesem Angriff steckt. Es ist offensichtlich, dass der Angriff gegen uns aus religiösen Gründen stattfand.“

Es handelt sich hier um den einzigen Treffpunkt der Gemeinde von Kiryat Gat, deren Mitglieder jetzt keinen Ort für Gottesdienste mehr haben. Nicht nur das Gebäude wurde völlig beschädigt, auch die ganzen Musikinstrumente wurden zerstört.

„Der Hausbesitzer ist ein guter Freund und er ist bereit, die Kosten für die Reparatur zu übernehmen. Aber auch wir müssen unseren Teil dafür aufbringen,“ erklärte Pastor Pochtar.

Quelle: http://www.israelheute.de

 


USA: Die Zahl christusgläubiger Juden wächst

Die Zahl messianischer, also an Jesus gläubiger Juden, wächst seit Ende der 60er Jahre schneller als alle anderen jüdischen Bewegungen, sagt Joel Chernoff, Geschäftsführer der «Messianic Jewish Alliance of America» (MJAA), also der jüdisch-messianischen Allianz Amerikas.

„Es ist ein Wunder“, sagt Chernoff gegenüber der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine. „Das messianische Judentum ist die am schnellsten wachsende jüdische Bewegung seit 1967“, zitiert ihn die Zeitung des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Seinen Angaben zufolge gibt es über eine Million Juden in den Vereinigten Staaten, die an Jesus als den Messias glauben.

Die Zeitung stellt fest: „Man mag dies bezweifeln und mangels verbindlicher Zahlen vorsichtigeren Schätzungen den Vorzug geben. Doch lässt sich nicht leugnen, dass sich messianisch-jüdische Gemeinden in den USA grosser Beliebtheit erfreuen.“

Das wiederum bereite Rabbinern und jüdischen Gemeindevorsitzenden nicht wenige Sorgen, denn sie sähen Juden, die an Jesus glauben, nicht als Juden an. Der bekannte reformjüdische Rabbiner Eric Youffie etwa halte sie für „Christen, die vorgeben, Juden zu sein“.

Christusgläubige Juden beklagen sich oft über Mißtrauen und Vorurteile, die ihnen entgegengebracht werden, berichtet die Jüdische Allgemeine weiter: „und zwar sowohl auf jüdischer als auch auf christlicher Seite“.

Einen Dialog zwischen jüdischen  Rabbinern und christlich-messianischen Gemeindeleitern gebe es fast nicht, eher gingen sich die „Kollegen“ aus dem Weg. Gleichwohl würden immer mehr Juden erkennen, daß Christus selbst ein Jude war und es wichtig ist, an ihn zu glauben.

Quelle: evangelische Nachrichtenseite http://www.jesus.ch