Evangelikaler „Bibelbund“ distanziert sich von Michael Dieners jüngsten Äußerungen

Der Bibelbund mit einem Freundeskreis von 4000 evangelikalen Christen stimmt einigen Aussagen Dieners weitgehend zu:Bibelbund

1. Es gibt keine biblische Legitimation für die in den meisten evangelischen Landeskirchen praktizierten Segnungs- und Trauungs- Gottesdienste für homosexuelle Paare, so Diener. Kirchlicherseits dürfe es keine vollkommene Gleichstellung homosexueller Beziehungen mit der Ehe zwischen Mann und Frau geben.

2. Evangelikale Christen sollten nach Diener im Umgang mit ihren Gegnern auf Polemik und Selbstgerechtigkeit verzichten. Menschen von denen man sich abgrenzt oder die man für Gott gewinnen will, sollte man in Klarheit und Liebe begegnen.

3. Im Gegensatz zur offiziellen Haltung der EKD hält Diener die Mission unter Juden und Muslimen auch heute noch für geboten. Große Teile der biblischen Urgemeinde waren Juden, die zum christlichen Glauben konvertierten.

Kritik an Aussagen Dieners zu Bibel und Islam

Auf der anderen Seite distanziert sich der Bibelbund deutlich von den relativierenden Aussagen Michael Dieners. Es steht im offenen Gegensatz zu evangelikalem Selbstverständnis, wenn einer ihrer prominenten Vertreter zwar die eindeutigen Aussagen der Bibel nennt, sie dann aber sofort wieder als subjektive Meinung einschränkt.

1. Christen müssen keine „gespaltenen Persönlichkeiten“ sein. Evangelikales, bibelorientiertes Leben ist nicht in erster Linie das Ergebnis einer pietistischen Sozialisation in einer gesellschaftlichen Subkultur, wie Diener suggeriert. Der Heilige Geist verändert das Denken, Reden und Handeln des Menschen, der sich Gott ganz ausliefert (vgl. Röm 12, 2).

Eine fromme Erziehung produziert keine an der Bibel orientierten Gläubigen. Nur die Umkehr zu Gott und die bewusste Unterstellung unter seinen Willen, machen einen Menschen zum lebendigen Christen. bild-jesus-oben

2. Evangelikale Christen sind in erster Linie Gott und seiner in der Bibel mitgeteilten Wahrheit verpflichtet und nicht, wie Diener behauptet, der Evangelischen Kirche. In einer von Meinungs- und Religionsfreiheit geprägten Demokratie sind evangelikale Christen glücklicherweise nicht auf das Wohlwollen der großen Kirchen angewiesen. Statt der Akzeptanz unstrittig bibelkritischer Positionen um des theologischen Friedens willen, haben evangelikale Christen der Kirche immer dann am meisten geholfen, wenn sie deren Defizite benannten.

3. Christen sollen sich eindeutig und unverschnörkelt zu den Aussagen Gottes in der Bibel stellen, gerade auch in Gesprächen mit den Vertretern anderer Religionen. Eine aktive Förderung islamischen Glaubens gehört nicht zu den Aufgaben eines gläubigen Christen. Dieners Werbung für die Beteiligung des EKD- Ratsvorsitzenden Bedford- Strohm an der Gründung einer Münchener Großmoschee kann aus Sicht des Bibelbundes nicht als Meinung „der Evangelikalen“ angesehen werden. Nach den eindeutigen Aussagen der Bibel führen andere Religionen den Menschen in die Irre und nicht zu Gott.

Im Gegensatz zu einem evangelikalen Glaubensverständnis verteidigt Diener den Münchener Bischof, wenn dieser äußerte, die „Begegnung mit dem Reichtum anderer Glaubenstraditionen“ mache ihn zu „einem glücklicheren Menschen“ und, es könne „berührend und bereichernd sein (…), wenn man sich vom Ruf des Muezzins mit hineinnehmen lässt in dessen Gottesdienst“. Solche Meinungsäußerungen führen nicht zu einem klaren Bekenntnis des christlichen Glaubens, sondern weit eher zu einer fatalen Religionsvermischung. 0018

4. Nicht alle Interpretationen der Bibel sind gleich gültig und akzeptabel, wie in Dieners Äußerungen vorausgesetzt. Es ist falsch, jede subjektive und häufig interessengeleitete Deutung der Bibel als legitim und gleichwertig zu betrachten. Zwar treten durch einen solchen Umgang mit Wahrheit Konflikte und Differenzen in den Hintergrund. Gleichzeitig aber führt diese Auffassung zu einer generellen Relativierung göttlicher Aussagen.

Die Bibel mit ihrem absoluten Wahrheitsanspruch wird hier ohne Not dem Diktat der Postmoderne und des Konstruktivismus ausgeliefert. Gottes Massstäbe entstehen eben nicht erst in der jeweils subjektiven Interpretation des Menschen, wie Diener nahelegt. Biblische Aussagen sind auch losgelöst von eigenen Prägungen und Meinungen erkennbar.

Ob Gott beispielsweise Homosexualität ablehnt oder gutheißt, darf nicht auf die Ebene persönlicher Meinungen oder unterschiedlicher Lebensumstände reduziert werden. Pluralität und Meinungsvielfalt sind, im Gegensatz zu Dieners Äußerungen, keine christlichen Werte an sich.

Gottes Botschaft nicht verwässern

Der Bibelbund fordert Christen auf, sich eindeutig von einer weiteren Relativierung der Bibel zu distanzieren. Gottes Mitteilungen bieten nicht nur die Grundlage für subjektive, religiöse Meinungen und randständige Lebensweisen. Gottes Wort hat eine überzeitliche Gültigkeit, die über alle privaten Interpretationen und Prägungen hinausgeht.

Gerade darin liegt die außerordentliche Kraft der Bibel, dass sie ideologiekritisch jedem vorläufigen Zeitgeist und jeder Modetheologie korrigierend entgegentritt. Es ist unzulässig und anmaßend, Gottes biblische Aussagen zu verwässern oder durch strategische Kompromisse einzuschränken nur um einen vorläufigen kirchlichen Konsens zu erreichen.

„Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen.“ (3. These der Barmer Theologischen Erklärung 1934)

Michael Kotsch (Vorsitzender des Bibelbundes)

Quelle: http://agwelt.de/2015-12/bibelbund-stellungnahme-zu-michael-diener-keine-weitere-relativierung-der-bibel/


Berlin: Abtreibungsbefürworter randalieren mit blasphemischen Parolen

Ultralinke Proteste und Femen-Auftritt gegen den „Marsch fürs Leben“

Beim Berliner „Marsch fürs Leben“ am gestrigen Samstagnachmittag gaben über 4500 Menschen ein öffentlichkeitswirksames Zeugnis für Lebensrecht und Menschenwürde. Der Demonstrationszug war vor allem von Jugendlichen und Familien mit Kindern geprägt.
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Wie seit Jahren üblich, hatten sich linksradikale Gruppen, extrem-feministische Initiativen und Aktivisten aus der schwulen Szene zusammengerottet, um durch Provokation und Randale ihren sog. „kreativen Protest“ kundzutun (siehe Foto).

Im Grunde wirkte die „Gegen-Demo“ mit ihren höchstens 200 Leuten aber lächerlich gegenüber unserem eindrucksvollen Schweigemarsch mit seinen über 4500 Teilnehmern. Meist liefen die lautstarken Abtreibungsbefürworter wie eine Art Wanderdüne neben unserem mächtigen Demonstrationszug her. PICT0132

Schon während unserer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt begannen die Störaktionen der Gegner.

Martin Lohmann, der Vorsitzende des BVL (Bundesverband Lebensrecht), rief den Protestlern zu, ihr wildes Treiben sei kein Zeichen von Vernunft: „Intelligente Menschen hören auf Argumente!“, erklärte er unter starkem Beifall der Lebensrechtler.

Außerdem ging Lohmann auf den Dauerspruch von der „Selbstbestimmung“ ein, den die Gegenseite ständig im Munde führte; er erklärte, Abtreibung sei keine Selbstbestimmung, sondern Fremdbestimmung gegen wehrlose Menschen, denen ihr Recht auf Leben verweigert werde. PICT0156

Zudem lassen sich Christen, so Lohmann weiter, gerne „bevormunden“, womit er eine weiteren Vorwurf der Linken aufgriff: „Natürlich lassen wir uns „bevormunden“  –  und zwar von Verstand, Geist und Herz!“

Das FOTO zeigt Polizisten, die eine Nebenstraße durch ihre Präsenz „absperren“, weil dort Linksradikale im Anmarsch waren.

Die Protestaktionen waren wie seit Jahren üblich von primitiven Sprüchen und unfairem Benehmen geprägt:

Den Lebensrechtlern, die mit tausend weißen Holzkreuzen durch die Innenstadt Berlins zogen, wurden von den Störern mehrere Kreuze entwendet; diese wurden auf den Kopf gestellt bzw. nach unten gehalten –  das ergibt symbolisch ein antichristliches Nerokreuz.

Vielfach wurden die Holzkreuze von Chaoten verächtlich auf den Boden geworfen, wie dieses Video schon in den ersten Film-Minuten belegt: http://www.youtube.com/watch?v=68UoZQv47pYPICT0130PICT0134

Da sich Linksradikale mehrfach hinterlistig in unsere Demo hineinschlichen, konnten sie uns Holzkreuze wegnehmen und unseren Schweigemarsch lautstark mit ihren dreisten Sprüchen stören.

Als wir über die Spreebrücke in Richtung evangelischer Dom zogen, sah ich selber ein weißes Holzkreuz im Wasser schwimmen, das von Randalierern in die Spree geworfen wurde. PICT0135

Sie brüllten „Nieder mit  Jesus!“

Die schriftlichen oder mündlichen Sprüche der linken Chaoten waren teils beleidigend („Schweine!“ –  „Rechtsradikale!“ – „Lebensschützer sind Kindesmißbraucher!“) oder dümmlich und Marke Asbach-Uralt: „Mein Bauch gehört mir!“  – „Ob Kinder oder keine, entscheiden wir alleine“  – „Eure Kinder werden so wie wir!“ etc.

Einige ihrer Parolen waren staats- bzw. religionsfeindlich: „Deutschland abtreiben“, „Deutschland verhüten“, „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat“, „Gegen jede Religion – Ja zur Emanzipation“).

Mehrfach skandierte die wildgewordene Meute den gotteslästerlichen Spruch: „Nieder mit Jesus!“

„Wir sind die Perversen…“

Mitunter bewiesen die Randalierer auch schwarzen „Humor“, zB. mit ihrem ständigen ironischen Ruf: „Wir sind die Perversen, wir sind euch auf den Fersen!“   – oder: „Hätt´ Mama mich abgetrieben, wär ich euch erspart geblieben!“  – Zudem bezeichneten sich die Gegendemonstranten selber als Linksradikale mit ihrer Parole: „Kondome! Spirale! Linksradikale!“

Kein Wunder, daß viele Passanten buchstäblich mit offenem Mund vor lauter Erstaunen auf das auffällige Geschehen schauten: einerseits tausende von schweigenden Lebensrechtlern, andererseits eine Horde von Schreihälsen mit absonderlichen Parolen.

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Die Polizei hatte ingesamt wohl ca. 50 Mannschaftswagen und tausende Beamte und Sicherheitskräfte im Einsatz, um uns friedlich demonstrierende Lebensrechtler vor den Randalierern zu schützen, die sich mehrfach Handgemenge mit der Polizei lieferten.

Viele Polizeiwagen zogen vor unserem Schweigemarsch her  –  siehe beide FOTOs: vor dem Reichstag und vor dem Brandenburger Tor.

Bereits in der ersten Phase des Schweigemarsches (Nähe Bundeskanzleramt) setzten sich ein halbes Dutzend sog. „Femen“ halbnackt  in Szene und schrien hysterisch herum; sie wurden von Polizeibeamten und Ordnern ziemlich schnell weggedrängt. Die Frauen hatten ihren nackten Oberkörper mit Parolen beschmiert (zB. „Mein Körper, mein Recht“, „Gott ist tot“).

Ein großer Teil der Polizisten schien bewaffnet. Es gab zu Beginn unserer Demonstration auch zwei Beamte „hoch zu Roß“ (siehe kleines Foto).

PICT0128Als wir den Schweigemarsch beendeten, begann unsere ökumenische Andacht auf dem weitläufigen Platz zwischen evangelischem Dom und antikem Museum. Wir hielten eine Schweigeminute „für die, die so laut sind“   –  denn der wilde Protest setzte sich fort:

Als der Gottesdienst schon angefangen hatte, begaben sich zwei Randalierer provokativ vor das Podest mit den Geistlichen und küßten sich demonstrativ. Die beiden Männer wurden bald von Ordnern abgedrängt.

In seiner Predigt erwähnte der evangelikale Theologe und Vorsitzende des Bibelbundes, Michael Kotsch, es sei aufschlußreich, daß die Gegenseite kein einziges Argument vorbringen könne, weshalb es angeblich richtig sei, ungeborene Kinder zu töten; stattdessen würde gegen das vermeintliche „Patriarchat“ protestiert oder sonstige Nebenkriegsschauplätze beschworen, die mit dem Abtreibungsthema als solchem nichts zu tun haben.PICT0101

Als Martin Lohmann (siehe Foto) sich abschließend im Namen aller Teilnehmer beim Sondereinsatzkommando der Polizei für den starken Schutz bedankte, den wir in den letzten Stunden erhalten hatten, brandete langanhaltender Beifall auf.

Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb-online) gestern berichtete, haben sich Politiker rot-grüner Parteien mit den Gegendemonstranten solidarisiert:  

„Parlamentarier von SPD, Grünen und Linkspartei aus dem Bundestag und dem Berliner Abgeordnetenhaus unterstützten den Protest. Es müsse gewährleistet werden, dass Frauen ohne Schikanen und Ausüben von Druck ihr Selbstbestimmungsrecht wahrnehmen können, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Eva Högl.“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Fotos: Felizitas Küble


Bibelbund-Vorsitzender äußert sich kritisch zu himmlischen „Botschaften“ an Sarah Young

Sehnsucht nach dem „heißen Draht“ kann in die Irre führen

Die evangelische Erfolgs-Autorin und Philosophin Sarah Young aus Perth in Australien behauptet in ihren Büchern, Einsprechungen  bzw. direkt „Offenbarungen“ von Jesus Christus persönlich erhalten zu haben. In der aktuellen christlichen Bestsellerliste in Deutschland ist sie gleich mit zwei Andachtsbüchern auf den Plätzen 1 und 8 vertreten.

Der Vorsitzende des Bibelbundes,  der Theologe Michael Kotsch, erklärt hierzu im evangelikalen Magazin IDEA-Spektrum, Gott habe sich „ein für alle Mal klar und deutlich in der Bibel ausgedrückt“. Wenn Christen der Ansicht seien, sie hätten Gottes Stimme gehört, stünden häufig „Machtinteressen und Geltungssucht“ dahinter. kt2012-p1110153

Hierzu erläutert der evangelikale Theologe:

„In einer maßlosen Selbstüberschätzung meinen heute viele Christen, jede innere oder äußere Stimme stamme von Gott. Vielfach hat man verlernt, seine eigenen Hoffnungen, Wünsche, Ängste, Sympathien und Assoziationen von Gottes Mitteilungen zu unterscheiden.“

Damit würden „die eindeutigen Mitteilungen Gottes in der Bibel entwertet, weil ihre Glaubwürdigkeit auf dieselbe Stufe gestellt wird wie die Spekulationen offenbarungshungriger Christen“.

Kotsch zeigt Verständnis für den Wunsch, „einen heißen Draht direkt zu Gott zu haben“. Doch sollte es zu denken geben, wenn eine solche Informationsdichte wie heute in der Bibel nicht vorkomme.

In der Bibel hätten selbst die großen Propheten und Apostel „relativ selten direkte Mitteilungen Gottes“ erhalten. Und wenn, habe es sich „nicht um private Entscheidungshilfen, sondern um Wegweisung für das ganze Volk Israel oder die gesamte Gemeinde gehandelt“.

Quelle: http://www.idea.de

Konkrete INFOS über die Problematik der Youngschen „Himmelsbotschaften“ siehe hier  –  aus biblisch-evangelikaler Sicht: http://distomos.blogspot.de/2012/01/sarah-young-jesus-ruft-dich.html

Aufschlußreich ist allein schon die Tatsache, daß Sarah Young  – eigenen Angaben zufolge  –  das „automatische Schreiben“ praktiziert, das ansonsten aus dem Okkultismus, dem Spiritismus und der Esoterik bekannt ist.